Dienstag, Oktober 4, 2022
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HTC One V im Test – Teil 3: Performance, Leistung und Display

Das HTC One V ist aktuell ja mein ständiger Begleiter und ersetzt für die Zeit des Testes mein eigentliches Handy, das iPhone 4. Und ich muss sagen, ich vermisse das iPhone nicht unbedingt. Außer einem kleinen Tipp-Problem, das mich anscheinend bei allen HTCs verfolgt, entspricht das HTC One V genau dem, was ich mir unter einem Smartphone vorstelle. Ein guter Grund, genauer auf Performance, Leistung und das Display einzugehen.

Wie immer hier erstmal die obligatorische Gliederung der Testberichte 🙂

Teil 1 – Overview, technische Daten & Vergleich, Unboxing, erster Eindruck & Inbetriebnahme
Teil 2 – Android, Sense, vorinstallierte Apps und Zwischenfazit
Teil 3 – aktueller Teil
Teil 4 – Ergänzung zum Display, Akku und Kamera
Teil 5 – Nachtrag Kamera, Musik, Daten und Telefonie, Fazit

Die Performance und Leistung:

Obwohl das HTC One V das „kleinste“ Modell der One-Reihe ist und „nur“ mit einem 1 GHz-Singlecore Prozessor ausgestattet ist, läuft es wie eine eins. Bisher konnte ich keinerlei Ruckeln feststellen und Hänger konnte ich auch nicht verzeichnen. Ob das am guten Zusammenspiel von Android Ice Cream Sandwich und dem Prozessor liegt, weiß ich nicht. Auf jeden Fall arbeitet das gesamte Handy so als wäre deutlich mehr Technik verbaut und ich wüsste nicht, was der Dualcore oder der Quadcore des One S bzw. One X besser machen sollte. Gut, die beiden One sind größer, müssen also auch mehr Leistung bringen als das vergleichsweise knuffige One V, aber zumindest für das V reicht die verbaute technische Ausstattung völlig aus und sorgt weder für Wutanfälle noch für Frust. Man muss zwar dazu sagen, dass ich niemand bin, der Filme oder großartig Musikdateien auf seinem Handy Spazieren trägt und auch nicht wie beispielsweise Peter auf sein One X erstmal Gigabyte-weise Daten aufspiele, trotzdem muss mein Handy vieles gleichzeitig können. Facebook, mehrere Email-Accounts, diverse Apps, die mich mit Infos versorgen – das alles muss problemlos laufen und das tut es auf dem V bestens.

Da Peter beim HTC One X den Benchmark Vellamo drüberlaufen lies und mit diesem 1679 Punkte erreichte, habe auch ich Vellamo einfach mal das One V testen lassen. Wir sehen natürlich die Benchmarks kritisch und geben nicht so viel auf deren Aussagekraft, zum Vergleich der beiden One reicht es aber allemal. Während der Benchmark durchläuft, kurz noch ein kleiner Abstecher in Richtung Update.

In der kurzen Zeit, die ich das One V nun nutze, hat HTC dem Gerät bereits ein kleines Update spendiert. Eines, das mich zwar mehr oder minder irre gemach hat und bei dem ich nicht recht weiß, was es nun verbessert hat, aber immerhin ein Update. Warum mich das irre gemacht hat? Ganz einfach, das One V verfügt zwar über einen 4 GB großen internen Speicher, von dem werden aber bereits etwa 3 GB vom Betriebssystem und ähnlichen genutzt. Es stehen also nur etwa 1 GB freier Speicherplatz zur Verfügung. Reicht ja eigentlich erstmal, mag man da denken. Tja, Pustekuchen, für das Update reicht es nicht und so nervte das HTC ungefähr 15-mal am Tag mit der sinngemäßen Meldung „Hallo, hier ist dein HTC One V. Du, ich möchte gern ein Systemupdate installieren, habe aber nicht genügend Speicherplatz zur Verfügung. Bist du so lieb und legst eine Speicherkarte ein? Ja? Super, Danke.“

Natürlich ist das One V in Wirklichkeit nicht so freundlich, sondern nervt mit einem Hinweis in der Notification-Bar, den man zwar temporär löschen kann, der nach etwa 30 Minuten aber wieder aufploppt. Also habe ich mich irgendwann dem One V erbarmt, eine Speicherkarte herausgekramt und das Update installiert. Das geht dann zwar schön schnell und problemlos via Over The Air, aber das Generve bis dahin fand ich doch unschön. Da hätte ich mir einen Button ala „Erinner mich morgen nochmal“ oder dergleichen gewünscht, so war das ganze aber eher ein „Ich sag wieder Bescheid, wann ich will“ und das gern mehrfach hintereinander… Nun gut, das ist meckern auf hohem Niveau. Was das Update letztlich verändert hat, weiß ich nicht. Laut Update-Info war es auch nur ein kleines System-Update, das nix wirklich ändert.

So, Vellamo ist nun auch fertig und zeigt mir ein Ergebnis von 1157 Punkten an, also etwa 500 Punkte Unterschied zum One X. Damit steht das One V laut der Vellamo-Statistik auf Platz 5, zum Vergleich, das One X auf Platz 2. Man sieht also, trotz vergleichbar deutlich kleinerer Technik kein schlechter Wert für das Kleine aus der One-Familie.

Das Display:

Nicht nur in Sachen Prozessor ist das One V das kleinste Gerät der One-Reihe, auch das Display ist im Gegensatz zu One S und One V deutlich kleiner. Nachdem die beiden großen Brüder immerhin mit 4,7 und 4,3 Zoll aufwarten, bringt es das One V nur auf 3,7 Zoll. Das reicht allerdings auch völlig aus. Ich bin zwar ein Verfechter großer Displays und bei mir können Smartphones eigentlich nie groß genug sein, beim One V vermisse ich jetzt allerdings keinen Millimeter. Das kleine Schwarze ist von der Größe her gut so wie es ist und mehr oder minder optimal.

Nur beim Tippen merkt man, dass HTC dem One V ein wenig an Displaybreite gemopst hat und diese wiederum in der Höhe angebaut hat. Das macht das One V schön schmal, aber für meine Bedürfnisse in Sachen Tippen ein wenig zu schmal. Ich habe bei HTC ja generell ein kleines Tipp-Problem und kommen mit der leichtgängigen, in meinen Augen leicht schwimmenden, Tastatur nicht ganz klar. Dieses Problem hatte ich bereits beim HTC Desire HD meines Freundes und auch beim HTC Sensation XE. Warum ich gerade mit der HTC-Tastatur nicht richtig klar kommen weiß ich nicht, wahrscheinlich geht die Tastatur wirklich zu leicht und ich bin das einfach nicht gewöhnt 😀 Obwohl ich auch zugeben muss, dass das „Problem“ beim One V bei weitem nicht so arg schlimm ist wie beim Sensation XE. Man kann auch nicht sagen, dass das Gerät schlecht oder ungenau reagiert, wahrscheinlich besteht für mich eher das Problem, dass es eben nicht so ist . Die Tastatur geht sehr gut reagiert auf den kleinsten Tipper und setzt alles um, was man drückt. Und da ich als Fingernagelträgerin oft genug sehr ungenau tippe, schleicht sich natürlich eine gewisse Fehlerquote ein. Oder ich bin einfach zu stark ans iPhone gewöhnt, das kann es natürlich auch sein 😀

In Sachen Farbdarstellung kann ich mich nicht beschweren, die Farben werden satt und leuchtend dargestellt. Einzig das schwarz könnte etwas kräftiger sein und wirkt im direkten Vergleich etwas blasser als es sein sollte. Aber das ist etwas, dass mir nur beim genauen Hinsehen aufgefallen ist, wir gucken ja direkt danach 🙂 Im normalen Alltag, ohne dass man genau auf so etwas achtet, fällt das gar nicht auf.

Beim Überprüfen der Farben, vor allem da ich dafür ja verschiedene Testbilder anzeigen lassen, fällt ein kleiner Nachteil des Displays auf. Durch das schmale und lange Display werden Bilder im normalen Hochformat nämlich nur sehr klein dargestellt. Man muss das Handy quasi immer auf Querformat drehen, um Bilder anständig betrachten zu können. Aber das ist der Nachteil von schmalen und verhältnismäßig kleinen Displays.

Um die Farbdarstellung genauer zu zeigen, hier ein paar Fotos:

Gerade in Sachen Display und Leistung hat man beim One V – obwohl das kleinste der One-Familie – trotz allem nicht gespart und dem Gerät neben einem wirklich guten Display auch einen guten Prozessor verpasst, der das Arbeiten mit dem One V sehr angenehm macht.

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Carmen
Handys waren schon immer meine Leidenschaft, die ich durch Zufall vor einigen Jahren zum Beruf machen konnte. Bis heute lässt mich die mobile Welt mit ihren Handys, Smartphones, Tablets und was der Markt sonst noch so her gibt, einfach nicht mehr los.
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2 Kommentare

  1. hi! finde eure tests wirklich super, allerdings eine kleine kritik bzgl der strukurierung: wenn man in der suche nach den htc-tests sucht, dann ist die liste dort nicht ganz vollständig. zb fehlt hier der test zum htc one v
    wär toll, wenn ihr das hinbekommt

    lg
    markus

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