Huawei P30 Test – was mir gut gefällt und was nicht

Volle Deckung. Ich teste wieder. Auch dieser Huawei P30 Test läuft frei nach dem Motto – was mir an diesem Smartphone gut gefällt, was ich ok finden und was mir so gar nicht gefällt. Denn ich bin nicht so gehypt wie viele andere…




Nach einer langen Pause mit den Smartphone Tests bin ich wieder mit am Start. Ich hatte schlicht keine Lust mehr immer dasselbe zu schreiben. Dafür sind die heutzutage alle zu gleich und so wirklich schlecht ist keines. 

Mit dem Xiaomi Mi 9 (Testbericht) bin ich wieder eingestiegen und hatte wieder meinen Spaß gefunden. Nun habe ich mir das Huawei P30 vorgenommen, welches durch das Chaos (wir haben im Podcast darüber gesprochen) unter 500 € gerutscht ist und damit preislich äußerst interessant.

Das Huawei P30 wurde mir von Huawei leihweise für die Dauer von 3 Wochen zur Verfügung gestellt.

Daraus sind direkt einmal die besten Huawei P30 Tipps und Tricks entstanden, bevor es mit dem Huawei P30 in die Türkei in den Urlaub gegangen ist. 

Und eines direkt einmal vorweg. Die Sache mit der Zukunft um Huawei hat bei meinem Test keinen Einfluss auf die Bewertung, denn ich bin nach wie vor der Meinung, dass sich alles von selbst regeln wird und am Ende alles beim alten bleiben wird.

Huawei selbst hat eine Seite ins Netz gestellt, auf der alle wichtigen Fragen beantwortet werden -> huaweiantwortet.de

Von daher die Frage aller Fragen. Lohnt es sich noch ein Huawei P30 zu kaufen oder besser doch liegen lassen?

Technische Daten Huawei P30:

  • Android 9.0 mit EMUI 9.1
  • Dual-SIM
  • 6,1″ OLED Display mit 2340 x 1080 Pixel
  • 2,6 GHz Kirin 980 Octa-Core Prozessor
  • 6 GB RAM
  • 128 GB interner Speicher
  • 32 Megapixel Frontkamera mit Blende f/2.0
  • Leica Triple Kamera
    • 40 Megapixel Weitwinkelobjektiv mit Blende f/1.8
    • 16 Megapixel Ultraweitwinkelobjektiv mit Blende f/2.2
    • 8 Megapixel Teleobjektiv mit Blende f/2.4
  • 3x optischer Zoom / 5x Hybrid Zoom /  30x digitaler Zoom
  • Optischer Bildstabilisator
  • In-Display Fingerabdrucksensor
  • WLAN 802.11 a/b/g/n/ac (2,4 GHz/5 GHz)
  • Bluetooth 5.0
  • NFC
  • GPS / Glonass / BeiDou / Galileo
  • USB Typ-C
  • Spritzwassergeschützt nach IP53
  • 149,1 x 71,36 x 7,57 mm
  • 165 g
  • 3650 mAh
  • 20W mit HUAWEI SuperCharge

Produktseite: huawei.com/de/p30

Ausführliche deutsche Bedienungsanleitung: huawei.com/de/HUAWEI_P30_Benutzerhandbuch.pdf

Das Huawei P30 ist in den Farben ,Schwarz, Breathing Crystal und Aurora erhältlich. Die UVP lag zur Einführung bei 749 € und ist mittlerweile auf unter 500 € gefallen.

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Was wir am Huawei P30 gut gefällt:

Fangen wir mal vorne an. Wie immer habe ich mir zum Schutz ein Case bei Amazon* bestellt. Schließlich ist das ein Leihgerät und wird pfleglich behandelt. Hätte ich mich mal besser vorher informiert, denn im Lieferumfang ist neben dem üblichen Kram wie 18W Ladegerät, Ladekabel und Headset auch noch…ein Silikoncase…na prima.

Und dann liegt es vor mir. Ein wunderschönes Huawei P30 in Black mit seiner spiegelnden Rückseite und Waterdrop Notch. Wenig aufregend, weil mittlerweile Standard, aber von der Verarbeitung über jeden Zweifel erhaben.

Als nächsten Pluspunkt habe ich die Performance auf dem Zettel. Sein Kirin 980 Octa-Core Prozessor leistet 2,84 GHz und damit ist Leistung mehr als genug vorhanden. Für die Statistiker unter euch zur Info, dass der Snapdragon 855 Prozessor des Xiaomi Mi 9 (Testbericht) mit 2,84 GHz zwar auf dem Papier schneller ist, aber davon merkt man im Alttag rein gar nichts.

Egal ob stink normal damit hantieren oder leistungshungrige Games wie PUBG Mobile spielen, welches auf dem Huawei P30 in der maximalen Auflösung und höchsten Details super flüssig läuft. Und genau das war auch zu erwarten.

Eine Wärmeentwicklung habe ich dabei nicht bemerkt und das trotz 35° am Strand in der Türkei, wo ich ganz viel Zeit zum zocken hatte.

Dann wäre da noch die Kamera. Für Huawei das Kaufargument überhaupt, denn es wird als Fotowunder betitelt. Jetzt bin ich ja ein 0815-Knipser. Raus aus der Tasche, Kamera starten und die Automatik kümmert sich um den Rest. Ich habe schlicht keine Lust vorher ewig einzustellen oder mich mit irgendwelchen Messwerten zu befassen.

Von meinem OnePlus 6 bin ich ja schon richtig gute Fotos gewohnt, aber das Huawei P30 liefert hier mehr als ordentlich ab. Egal welches Programm man wählt, das Ergebnis kann sich immer sehen lassen. 

Allerdings muss man über den Nachtmodus sprechen. Nachtaufnahmen sehen auf dem Foto phänomenal aus, wenn auch sehr gekünstelt. So ist das Foto der Hotelanlage um 23:32 Uhr entstanden. Also mitten in der Nacht. Der Himmel tendiert habe in Richtung blau und Beleuchtung ist im Wahrheit nicht annähernd so gelb wie auf dem Foto, was auch für die Gebäude gilt.

Aber spektakulär ist es allemal und macht einen riesigen Spaß. Das gilt übrigens auch für den Fotoeditor, der ohne Ende Möglichkeiten der Nachbearbeitung bieten.




Ein weitere Pluspunkt ist der Akku. Ich würde mich als Heavyuser einstufen, der mit seinem Smartphone permanent arbeitet. Podcast hören, RSS Feed lesen, Nachrichten lesen/schauen, telefonieren, kommunizieren usw. Mein OnePlus 6 hält muss da spätestens auf frühen Nachmittag an die Steckdose.

Das Huawei P30 noch lange nicht, denn das hat mich echt überrascht. Für die Performance hält der Akku gefühlt ewig und im Vergleichstest, wer am schnellsten lädt, hat das Huawei P30 die Konkurrenz aus OnePlus 6, Xiaomi Mi 9, Google Pixel 3a XL und Samsung Galaxy S10 locker auf die Plätze verwiesen.

Dabei hilft auch die Software des Huawei P30, also die EMUI Oberfläche von Huawei, (hier die besten Tipps und Tricks) ein gutes Stück. Es nimmt den Nutzer an die Hand und meldet, wenn eine App im Hintergrund Akku verbraucht oder gibt Tipps zur Optimierung.

Und dann das Ladegerät. Sage und schreibe 65% kann man mit dem original Ladegerät des Huawei P30 dank SuperCharge mit seinen 20W in nur 30 Minuten aufladen.

Was wir am Huawei P30 ok finde:

Machen wir uns nichts vor. Die Ausstattung eines Huawei P30 ist in dieser Preisklasse klassenüblich. Seien es die 6 GB RAM, die 128 GB interner Speicher, Dual-SIM oder IP53 Spritzwasserschutz. Bekommt man auch bei der Konkurrenz sogar teilweise billiger, wie z.B. das Xiaomi Mi 9 (Testbericht) gezeigt hat.

Dieses gilt auch für das AMOLED Display. Es verteilt insgesamt 2340 x 1080 Pixel auf einer Diagonalen von 6,1″. Schöne satte Farben und wem das zu bunt ist, kann in den Einstellungen nachregeln. Fast perfekt. Aber eben nur fast, denn in der Türkei am Strand bei strahlenden Sonnenschein hatte ich immer wieder Probleme mit der Ablesbarkeit. Hier fehlt es wohl an Helligkeit, aber das liest sich jetzt schlimmer, als es ist. Es muss aber erwähnt werden und ist kein negativer Punkt, denn das passiert auch den anderen.

Nächster Prüfpunkt ist das Betriebssystem. Die EMUI Oberfläche ich sehr umfangreich und bietet jede Menge Funktionen und Möglichkeiten (hier die besten Tipps und Tricks).

Allerdings nimmt das Huawei P30 den Nutzer an die Hand und gibt immer wieder mal Tipps, wie man die Performance verbessern kann, wie man die Akkulaufzeit verlängern kann oder einfach nur Ordnung halten, in dem man es aufräumen lässt. Das funktioniert gut, erfordert aber ein wenig Geduld, um sich zurecht zu finden.

Der Klang des Monolautsprecher ist ok. Vorbei die Zeiten eines HTC BoomSound, aber für ein bisschen Podcast oder Hörbuch hören, reicht es allemal. Für Musik hat der Lautsprecher zu wenig Dynamik, eine zu niedrige Lautstärke und einfach zu wenig Spielfreude. Dann doch lieber direkt das beiliegenden Headset anschließen oder eine kleine Bluetooth Box nehmen.

So ist die JBL Box (Testbericht) sehr klein und handlich, ist teilweise für unter 15 € zu bekommen und klingt um Längen besser, als das Huawei P30.

Der Fingerabdrucksensor arbeitet zuverlässig, aber die alten Probleme haben die Hersteller mittlerweile in den Griff bekommen. Das gilt auch für das Face Unlock, also die Gesichtsentsperrung des Huawei P30. Zumeist wurde ich sofort erkannt und das Smartphone entsperrt. Aber es bleibt noch Luft nach oben.

Was wir am Huawei P30 gar nicht gefällt:

Das einzige, was mir am Design des Huawei P30 stört, ist die weit herausstehende Kamera. Das ist doch schon ziemlich arg, zumal es die Konkurrenz deutlich flacher hin bekommt und dabei insgesamt kaum dicker ist.

Leider muss auch die Konnektivität genannt werden und hier im speziellen der WLAN Empfang. Immer wieder hatte ich mit dem Huawei P30 Probleme mit dem WLAN Empfang. Aber das ist keine Einbildung, denn im Urlaub mitt dabei war mein OnePlus 6, das OnePlus 5T meiner Frau und ein Lenovo Yoga Tablet. Sie alle hatten keinerlei Probleme mit dem Empfang.

So hatte ich öfter mal das Problem, dass ich keine Musik streamen konnte. Mit Videos musste ich gar nicht erst anfangen. Der Datendurchsatz war so gering, dass der Stream nicht einmal gestartet wurde. Mein OnePlus 6, welches direkt daneben lag, hatte dieses Problem nicht. Das galt auch für Onlinespiele wie PUBG Mobile, bei denen ein niedriger Ping über Leben und Tod entscheidet. Hier wurde ich leider zu oft der schlechten Verbindung.

Das ist dann aber auch der einzige Kritikpunkt des Huawei P30, denn egal ob beim Netzempfang beider Simkarten in verschiedenen Netzen oder Bluetooth. Hier gab es keine Auffälligkeiten.

Fazit:

Ist das Huawei P30 empfehlenswert und vergebe ich das Gütesiegel? Ja und Ja. Eindeutig, wobei auch eine Rolle spielt, dass die Preise für das Huawei P30 derzeit steil nach unten zeigen. Das liegt natürlich am derzeit aktuellen Bann von Huawei bezüglich Android. Aber davon können Käufer profitieren, denn für bereits produzierte gerät gilt dieses Verbot nicht und damit auch alle Modelle die jetzt in den Läden verkauft werden.

Der Käufer bekommt ein super performantes Smartphone, welches verarbeitungstechnisch auf höchsten Niveau liegt und viel Ausstattung fürs Geld bietet. Dazu eine tolle Akkulaufzeit, eine super Kamera mit vielen Möglichkeiten und eine Oberfläche, die den Nutzer wirklich im Alltag unterstützt anstatt zu nerven.

Huawei P30
  • 8/10
    Vearbeitung - 8/10
  • 8/10
    Ausstattung - 8/10
  • 9/10
    Praxistest - 9/10
  • 7/10
    Preis/ Leistung - 7/10
8/10

Kurfassung

+ top Verarbeitung
+ top Performance
+ eine der besten Kameras überhaupt
+ sehr lange Akkulaufzeit
+ Schnellladefunktion
+ Dual-SIM
+ Case im Lieferumfang

– schlechter WLAN Empfang
– Kamera steht zu weit aus dem Gehäuse

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