Im Test – das auvisio IHS-670 ZX-1827-909 In-Ear-Stereo-Headset bei Pearl

Den Elektronikversender Pearl kennt jeder. Damit auch dessen Untermarken wie auvisio, von denen es gefühlt hunderte Headsets im Katalog zu finden gibt. Ganz neu und am spannendsten ist für ich das Pearl auvisio ZX-1827-909, welches ich getestet habe. Denn noch kleiner geht wohl nicht mehr.




Nicht schon wieder ein TWS Headset…doch…es muss sein. Nicht weil das Pearl auvisio ZX-1827-909 technisch so herausragend ist, sondern weil es so klein, leicht und kompakt ist.

Beim blättern im neuen Katalog hat es mich auf der ersten Seite direkt angesprungen. Also eine kurze Mail an Pearl und zwei Tage später lag es bei mir auf dem Tisch.

Und ja, ich habe schon sehr viele TWS Headsets getestet, aber gerade die günstigen sind sehr gefragt und es gibt jede Menge Elektroschrott auf dem Markt. 

Zum direkten Vergleich nehme ich das Xiaomi Haylou GT1 Test (Testbericht), da es genauso kompakt ist und auch preislich in etwa gleich ist.

Dabei erst einmal kurze Verwirrung, denn auf dem Case steht die Bezeichnung ZX-1827-675, auf der Homepage von Pearl findet man es als ZX-1827-625 und im Katalog als ZX-1827-909. In der Anleitung ist wiederum von einem IHS-670 die Rede. Aber Entwarnung. Es ist ein und dasselbe Headset gemeint.

Technische Daten Pearl auvisio ZX-1827-909:

  • 20 Hz – 20 kHz
  • 90 dB ±3 dB
  • Bluetooth 5.0
  • A2DP, AVRCP, HFP, HSP
  • Google Assistant/ Siri
  • Freisprechfunktion
  • spritzwassergeschützt nach IPX5
  • Micro-USB
  • 44 x 44 x 35 mm (Case)
  • 27 x 17 x 16 mm (Earpiece)
  • 3,5 g (pro Earpiece)
  • 32 g (gesamt mit Case)
  • 50 mAh (Earpiece)
  • 550 mAh (Case)

Produktseite: pearl.de/a-ZX1827-1260

Deutsche Bedienungsanleitung: pearl.de/ZX1827_11_174668.pdf

Erhältlich ist das Pearl auvisio ZX-1827-909 bei Pearl zum Preis von 39,95 Euro.

Wie immer teste ich für jeden ganz einfach nachvollziehbar. Für den Test lade ich die Dinger komplett auf, in diesem Fall das Case und die Stöpsel, höre Musik bis der Akku leer ist und lade sie im Case wieder auf. So lange, bis auch der Akku im Case leer ist.

Als Musik habe ich bei Google Play Music eine Playlist „Alltime Favorites“, in der aktuell 141 Titel zu finden sind. Von Klassik über Pop, Elektro, Hardrock, Filmmusik, Jazz, Funk, Soul usw. Von allem etwas. Dazu höre ich Podcasts und Hörbücher. Ein Equalizer kommt bei mir nicht zum Einsatz.

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei.

Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. 

Natürlich sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab.

Nicht zuletzt von der Auswahl der passenden Aufsätze die zum sehr großen Teil den Klang beeinflussen. Dazu habe ich hier mal ein paar Tipps zusammengetragen -> Link

Reset durchführen:

Einen Reset durchführen bzw. zurücksetzen auf die Werkseinstellungen funktioniert folgendermaßen:

1.) Headset ausschalten

2.) Die Funktions-Taste des rechten Ohrstöpsel 10 Sekunden gedrückt halten, bis die LED zweimal rot und
weiß blinkt und dann erlischt




 

Was ich gut finde:

Das Case ist wirklich winzig im Vergleich zur massenhaft vorhandenen Konkurrenz. Dabei muss es sich mit einer Kapazität von 550 mAh nicht hinter wesentlich größeren verstecken. 

Gilt im übrigen auch für die beiden winzigen Ohrstöpsel, die trotz allem mit 50 mAh aufwarten können.

Kleiner und kompakter geht vermutlich nicht mehr.

Der Tragekomfort ist wegen der geringen Größe und Gewicht einfach phänomenal gut. Sie sind so klein, dass sie beinahe komplett in meiner Ohrmuschel verschwinden.

Dreht man sie ein wenig, passen sie perfekt und können schon rein von der Passform nicht herausfallen. Übrigens auch beim Sport. Da konnte ich auf dem Laufband rennen, mein Cardio Workout mit Burpees machen, Seilspringen oder was auch immer. Heraus gefallen sind sie nicht.

Hängt natürlich von den Ohren ab und natürlich von der Zeit die man sich nimmt, die für sich passenden Aufsätze zu finden -> Link mit Tipps dazu

Nur eines muss man sich aber bewusst sein. Weil die so klein sind und im Freien aus dem Ohr fallen, ist die Gefahr sehr groß, die nicht mehr zu finden.

Dank der „richtigen“ großen Taste ist die Bedienung ein Kinderspiel.

Man kann das Headset bzw. die einzelnen Ohrstöpsel unabhängig von einander Ein- und Ausschalten, in dem man die Taste gedrückt hält. Das ist leider sehr selten.

Bei Entnahme aus dem Case schalten sie sie automatisch ein und auch wieder Aus, wenn man sie in das Case zurück legt.

Bei der Musikwiedergabe bedeutet einmal drücken links oder rechts ist Play bzw. Pause. Zweimal drücken springt einen Titel vor, dreimal drücken einen Titel zurück.

Kommt ein Anruf rein, dann nimmt man diesen mit einmal drücke an und legt so auch wieder auf. Hält man man beim klingeln die Taste gedrückt, kann man den Anruf abweisen und durch doppeltes drücken kann man den Anrufer kurz stumm schalten.

Seht gut finde ich auch, dass man beide Ohrstöpsel getrennt voneinander nutzen kann. Also könnte z.B. meine Frau den linken mit ihrem Handy verbinden und ihre Musik hören und ich mit dem rechten meine. Geht problemlos. 

Aber prinzipiell ist rechts der Master, baut also die Verbindung zum linken auf, wenn man beide nutzen will.

Was finde ich am Pearl auvisio ZX-1827-909 noch gut finde?

Den Klang. Der ist zwar nicht überragend, aber für die Größe und Preis richtig gut. Vorausgesetzt, das Headset sitzt gut im Ohr (Tipps dazu). Denn damit steht und fällt der Klang eines TWS Headset.

Dann gibt es schöne Bässe, einen guten Mittelton- und angenehmen Hochtonbereich. Klingt alles sehr ausgewogen ohne in irgendeiner Art und Weise hervorzustechen.

Es kann zwar nicht so extrem laut, aber laut genug, um sich von der Umgebung akustisch zu verabschieden. Es verzerrt zwar ein wenig, aber bleibt absolut im Rahmen. Weit weg von der Kreissäge im Kopf, wie man es von vielen anderen Konkurrenten bei hohen Lautstärken geliefert bekommt.

Zwar klingt das Xiaomi Haylou GT1 Test (Testbericht) noch mal einen Hauch besser, aber das hört man eigentlich nur bei der etwas besseren Räumlichkeit und Tiefe des Raumes. Aber so marginal, dass man das eigentlich nur bei entsprechenden Musikstücken heraushört, wenn man still sitzt und sich darauf konzentriert.

Das  Pearl auvisio ZX-1827-909 ist absolut ein Allzweck und Alltags Headset, mit dem man viel Hörspaß haben wird. Egal ob Musik, Podcast (z.B. unser Podcast) oder ein Hörbuch.




Was ich ok finde:

Die Verarbeitung ist absolut in Ordnung. Zwar Plastik durch und durch, aber eben sauber verarbeitet. Die Tasten haben gute Druckpunkte und auch das Case ist ohne Beanstandungen.

Im Lieferumfang sind neben dem Headset noch jeweils zwei Aufsätze in verschiedenen Größen, ein Micro-USB Ladekabel und eine Anleitung in deutscher Sprache.

Das Case zeigt anhand von 4 LEDs den Ladezustand an. Die Ohrstöpsel werden magnetisch darin gehalten und aufgeladen.

Der verbaute 50 mAh Akku soll bis zu 6 Stunden durchhalten, was ich aber nicht einmal annähernd erreicht habe. Bei mir waren es knapp 4 Stunden bei normaler Lautstärke. Diese 6 Stunden erreicht mal wohl nur, wenn man sehr, sehr leise hört.

Laut Homepage soll man beide Ohrstöpsel dann bis zu 3 mal aufladen können, was so auch nicht funktioniert hat. Zweimal hat es funktioniert und beim dritten mal hat es dann noch mal für 38 Minuten Musik gereicht. Trotz allem sind das ordentliche Werte, wenn man mal die Größe berücksichtigt.

Wasserdicht sind sie zwar nicht, aber Dank IPX5 immerhin spritzwassergeschützt, so dass man auch mal im Regen Sport treiben kann oder stärker schwitzen. Kann aber mittlerweile jedes Real Wireless Headset.

Was ich nicht gut finde:

Was ich wirklich für ein Problem erachte, ist das Fehlen einer Beschriftung auf den Ohrstöpsel.

Man sieht nicht was links oder rechts ist und auch das Case hilft da nicht weiter. Dummerweise werden beide einzeln auch noch mit derselben Bezeichnung gefunden. So verwechselt man sehr schnell links und rechts.

Auch nicht so prickelnd ist die Sache mit der Verbindung. Immer wieder ist es passiert, dass es sich nach der Entnahme aus dem Case nicht selbst verbunden hat. 

Oder der linke Ohrstöpsel hat sich nicht mit dem rechten verbunden, was eigentlich automatisch gehen sollte, wenn man beide innerhalb weniger Sekunden aus dem Case nimmt.

Da hilft es dann nur noch, beide wieder in das Case zu legen und noch mal anzufangen.

Wie so oft ist auch hier die enorme Latenz beim Video schauen ein Problem. Ich weiß nicht, ob die Hersteller da überhaupt was ändern können, aber die Unterschiede zwischen sehen und hören sind deutlich zu bemerken.

Fazit:

Ist das auvisio IHS-670 ZX-1827-909 In-Ear-Stereo-Headset empfehlenswert? Ja, das ist es und löst per sofort mein Xiaomi Haylou GT1 (Testbericht) als Headset auf der Wache ab. Es klingt genauso gut, ist genauso klein, hält vom Akku auch lange genug hat aber eben eine Taste für die Bedienung und keine Touch-Bedienung.

Preislich ist es auch in Ordnung und von daher gibt es das Gütesiegel.

auvisio IHS-670 ZX-1827-909
  • 7/10
    Verarbeitung/ Ausstattung - 7/10
  • 6/10
    Verbindung/ Bedienung - 6/10
  • 7/10
    Klang - 7/10
  • 8/10
    Preis/ Leistung - 8/10
7/10

Kurzfassung

+ für die Größe guter Klang
+ gute Verarbeitung

+ Sehr klein und leicht
+ guter Sitz auch beim Sport
+ gute Akkulaufzeit

– fehlende Beschriftung für links und rechts
– ab und zu Verbindungsprobleme
– spürbare Latenz bei Videos

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