Beim stöbern auf myDealz.de bin ich immer wieder über den Tribit XSound Go Bluetooth  Speaker gestolpert. So oft, dass ihn mir jetzt einfach mal für einen Test gekauft habe. Mall sehen, ob der wirklich so toll ist, wie alle sagen…

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Also eins muss ich ja zugeben. Über mydealz.de finde ich mittlerweile die meisten Testkandidaten. Gerade wenn es günstig sein soll, ist die Community schnell mit Rat und Tat zur Stelle. Oft genug werden dann Produkte in den Raum geworfen, von denen ich bis dato nichts gehört habe. So auch im Falle des Tribit XSound Go. Dieser Hersteller war mir bislang völlig unbekannt, wird aber immer wieder als der Überflieger genannt, der selbst einen JKR KR-1000 (Testbericht) oder gar einen JBL Flip 4 (Testbericht) überflügeln soll. Und das für unter 40 €. Klingt doch gut oder? Und wie es der Zufall wollte, war gerade ein sehr gutes Exemplar in den Amazon Warehouse Deals inkl. 20% Rabatt zu haben. Schwupps tippte mein Finger auf den Bestellen Button. Zwei Tage später stand der Testkandidat auf meinem Tisch.

Technische Daten Tribit XSound Go:

  • 2 x 6W
  • 85Hz – 20kHz
  • ≥80dB
  • Bluetooth 4.2
  • A2DP, AVRCP, HFP, HSP
  • 3,5 mm Aux-IN
  • 180 x 59 x 56 mm
  • 380g
  • 4400 mAh

Produktseite: tribitaudio.com/Tribit-XSound-Go

Deutsche Bedienungsanleitung: tribitaudio.com/Tribit-XSound-Go-Manual.pdf

Zu haben ist der Tribit XSound Go derzeit nur in schwarz zum Preis von 35,99 € und das auch nur bei Amazon*.

Verarbeitung und Ausstattung:

Rein optisch erinnert mich der Tribit XSound Go stark an den Aukey SK-M7 (Testbericht). Und auch technisch sind beide was die Leistung und Ausstattung angeht identisch. Aber das muss ja nichts schlechtes bedeuten. Also die Form ist praktisch mit den Rundungen und auch die kompakten Abmessungen und das relativ niedrige Gewicht von 380 g ist optimal für die Mitnahme. Dank IPX7 Einstufung ist er auch spritzwassergeschützt.

Die komplette Oberfläche ist mit einer Softgrip Beschichtung überzogen. Das ist gut für das Handling und sieht auch toll aus, zieht aber Fingerabdrücke und Staub magisch an und die sind dann nur schwer zu entfernen.

Im Inneren werkeln zwei Treiber mit je 40 mm Durchmesser und ein Passivradiator. An der Oberseite befinden sich die Bedienelemente und eine LED. Die Tasten haben gute Druckpunkte und reagieren gut. Auf der Rückseite, unter einer Abdeckung, verbirgt sich ein Reset-Taster, die Micro-USB Buchse zum Laden und eine 3,5 mm Klinkenbuchse. An der Unterseite sollen vier kleine Noppen das rutschen bei hohen Lautstärken verhindern.

Der Akku ist mit 4400 mAh sehr üppig bemessen. Bis zu 24 Stunden soll er damit durchhalten und das kann ich in der Tat bestätigen. Allerdings nur bei niedriger Lautstärke, also als Hintergrundberieselung. Nach etwas über 24 Stunden schaltete sich die Box wegen Akkumangel ab. Bei normalen Lautstärken werden es aber sicher 18 Stunden werden. Richtig gut. Sobald der Akku zur Neige geht, leuchtet die LED in rot. Geladen wird er mit max. 1A, was dann knapp 5 Stunden dauert. Ein Netzteil fehlt aber, es funktioniert aber jedes handelsübliche Mikro-USB Ladekabel z.B. vom Smartphone. Und während des Ladens kann mit der Box weiter Musik gehört werden.

Verbindung und Bedienung:

Auch beim Tribit XSound Go ertönt beim Einschalten kurzer Ton und die Box ist direkt im Bluetooth-Modus was durch die blau blinkende LED signalisiert wird. Bei einer erfolgreichen Verbindung ertönt dann nochmals eine kurze Tonfolge und die LED leuchtet dauerhaft in blau. Steckt man ein 3,5 mm Klinkenkabel in die Buchse, schaltet die Box direkt um. Geht die Bluetoothverbindung verloren, schaltet sich der Bluetooth Lautsprecher nach 3 Minuten ab. Dabei ertönt wiederum ein kurzer Ton. 

Die Tasten sind durch ihre Form zu erkennen, aber nicht beleuchtet. Die Taste ganz links ist die Power-Taste, daneben die Bluetooth-Taste, mit der man eine erneute Verbindung erzwingen kann. Als nächstes die Play/Pause-Taste. Diese ist mehrfach belegt. Einmal drücken schaltet zwischen Play und Pause um. Soweit so logisch. Drückt man diese Taste zweimal, dann springt man zum nächsten Titel. Dreimal drücken springt einen Titel zurück. Muss man wissen, denn logisch ist das nicht. Normalerweise geschieht das über die Tasten für die Lautstärke. Desweiteren einmaliges Drücken ankommende Anrufe annehmen bzw. beenden und hält man die Play-Taste gedrückt, dann lehnt man einen Anruf ab.




Die Tasten Lauter und Leiser steuern dann auch nur diese Funktion. In der Anleitung wird auch noch die Tastenkombination aus Leiser und Lauter-Taste zusammen für 5 Sekunden gedrückt halten beschrieben, um die Box zurückzusetzen. Dafür gibt es aber unter der Abdeckung einen eigenen Taster, der in der Anleitung weder eingezeichnet noch beschrieben ist.

Klang:

Kommen wir zum wichtigsten Punkt bei einem Lautsprecher. Wie klingt denn der Tribit XSound Go? Gar nicht mal so schlecht, wenn auch weit davon entfernt alles bisher dagewesene bis 100 € in den Schatten zu stellen. Aber auch deutlich besser als ich es gedacht habe.

Erstaunlich wie gut die kleine Box den Bass rüberbringt. Für diese Größe echt beeindruckend, auch wenn sie mit zunehmender Lautstärke den Druck nicht aufrecht halten kann und es dann eher ploppt als knallt. Und auch der Rest des Freqenzbandes kann sich hören lassen. Stimmen haben das nötige Volumen und hohe Töne werden sauber reproduziert. Allerdings neigen die Höhen bei höheren Lautstärken deutlich hörbar zum übersteuern. Da hat die Physik eben ihre Grenzen und die beiden 40 mm Chassis kommen an ihre Grenzen. 




Die Box ist also eher nichts für so richtig laut Hörer, aber sie beschallt gerne auch mal eine kleine Gesellschaft mit allen Arten von Musik. Leider ist die Bühne etwas schmal geraten, was die Räumlichkeit der Musik etwas einschränkt, aber Hallo…diese Box kostet unter 40 € und liefert schon mal deutlich mehr als viele Konkurrenten, welche zum Teil auch deutlich teurer sind. Hut ab, denn so schnell geht der Tribit XSound Go auch nicht die Puste aus. Das muss man erst einmal toppen.

Im direkten Vergleich zur AUKEY SK-M7 (Testbericht) gewinnt die Tribit ganz locker und das in allen Bereichen. Darf man aber auch beim doppelten Preis auch irgendwie erwarten. Gegen die gleich teure JKR KR KR-1000 (Testbericht) zieht der JKR den Kürzeren. Ich beziehe mich jetzt auf die Standardeinstellung der JKR, denn die elektronisch gepushten Klangeinstellungen Super-Bass und 3D-Sound klingen zwar beeindruckend, aber eben nur bei niedrigen Lautstärken und zur Hilfenahme von elektronischen Tricks. Da klingt der Tribit XSound Go per se deutlich besser und sogar einen Ticken voluminöser, auch wenn der JKR deutlich größer ist.

Am Ende steht das Duell gegen die fast dreimal so teure JBL Flip 4 (Testbericht) an und da muss man eingestehen, dass die Tribit keine Chance hat. Weder bei der Basswiedergabe, beim gesamten Klangbild noch beim maximalen Pegel. Da toppt die JBL erwartungsgemäß die Tribit locker. Aber absolut beachtlich, wie gut sich die Tribit XSound Go am Ende schlägt.




Im Gegensatz zu vielen anderen von mir getesteten Bluetooth Lautsprechern ist die Freisprechfunktion wirklich brauchbar. Kommt ein Anruf rein, wird die Musikwiedergabe gestoppt und man kann das Telefonat mit der Play-Taste annehmen. Man selber wird dabei sehr gut verstanden. Kein Rauschen oder Echo. Das Gegenüber klingt angenehm und ist gut zu verstehen. Auch hier ist selbst beim genauen Hinhören kein Echo oder ähnliches hörbar. 

Fazit:

Und ist die Tribit XSound Go empfehlenswert? Ja, aber sowas von. Ich bin nur schwer zu begeistern, aber was man hier für das Geld geboten bekommt, ist schon aller Ehren bzw. Gütesiegel wert. Viel Bumms aus kleiner Hütte und auch sonst stimmt alles, vor allem da sie spritzwassergeschützt ist, klein, leicht und sehr, sehr lange durchhält. Der perfekte Begleiter für alle Outdoor Aktivitäten wie Schwimmbad und Badesee. Und dafür gibt es das Gütesiegel.

  • 8/10
    Verarbeitung - 8/10
  • 7/10
    Ausstattung - 7/10
  • 9/10
    Klang - 9/10
  • 9/10
    Preis/ Leistung - 9/10
8.3/10

Kurzfassung

+ sehr lange Akkuaufzeit
+ gute Haptik
+ spritzwassergeschützt
+ für die Größe sehr guter Klang
+ sehr gute Preis/ Leistung

– Bedienung zu Beginn etwas knifflig
– Softgrip Oberfläche sehr staubanfällig

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