MAPTAQ Q-CAR SpyCar – das mit eimem Smartphone oder Tablet steuerbare Auto im Test

Im Netz bin ich letztens auf ein per Smartphone bzw. Tablet steuerbares Auto gestoßen. Wie ihr sicher wisst, stehe ich total auf solche Gadgets und so habe ich mich mal um ein Testobjekt bemüht und auch zur Verfügung gestellt bekommen. Egal ob die Parrot AR.Drone 2 (Testbericht) und jetzt das MAPTAQ Q-CAR SpyCar. Beide kann man per Android oder iOS fernsteuern. Ist dieses Auto mit seiner eingebauten Kamera wirklich nur ein Spielzeug für Erwachsene, oder kommen auch meine Kiddies damit zurecht? Oder ist es am Ende einfach nur sinnlos? Das gilt es heraus zu finden.


Neben einem Praxisbericht gibt es natürlich auch ein Foto und Video, welches mit der eingebauten Kamera erstellt wurde.

Aber bevor es richtig los geht, hier erst einmal ein paar technische Daten:

  • Steuerung per Joysticks oder Bewegung
  • Fotoaufnahmen mit 480 x 320 Pixel
  • Videoaufnahme mit 320 x 250 Pixel
  • echte Federung
  • LED vorne und hinten
  • Reichweite bis zu 30 Meter
  • Beschleunigung von 3-5 Meter/Sekunde
  • 164 x 110 x 78 mm
  • 371 g
  • Fahrzeit pro Akku bis zu 15 Minuten

Produktseite: http://www.maptaq.com/maptaq.com/index.php/de/produkt-uebersicht/maptaq/q-car

Bei Amazon oder getgoods.de kostet es derzeit knapp unter 95 €, was nicht gerade wenig ist. Die benötigte App ist natürlich kostenlos:

[appbox googleplay com.spspy]

[appbox appstore 550814946]

MAPTAQ QCar SpyCar (3)

Der Lieferumfang ist als mager zu bezeichnen:

  • SpyCar
  • USB Ladekabel
  • Kurzanleitung

Irgendwas fehlt…ein Netzteil. Muss man sich bei Amazon kaufen (unter 3 €) oder man hat bereits eines von seinem Handy, welches man glücklicherweise problemlos nutzen kann.

Schauen wir uns den Hobel mal etwas genauer an.

MAPTAQ QCar SpyCar (5)

Rein optisch wirklich spitze. Futuristisch, elegant und irgendwie cool. Vor allem ist das SpyCar schwerer als es aussieht, auch wenn das Chassis aus Plastik ist. Die Verarbeitungsqualität ist ok, was man für diesen Preis aber auch verlangen kann.

 

Die lackierte Unterseite hätte man sich eigentlich sparen können, denn sie verkratzt sehr schnell.

Vorne auf der Haube die Linse der Kamera. An der Front und Heck jeweils LEDs und hinten mittig angebracht, zwischen den Rücklichtern, die Ladebuchse. Die Federn in Orange sind keine Attrappe sondern wirklich jede für sich voll funktionstüchtig aber sehr schwergängig. Die Räder sind zwar einzeln gefedert, verfügen aber nicht über eine Einzelradaufhängug. Somit ist die Fuhre nur sehr bedingt geländetauglich. Eigentlich gar nicht, denn durch die geringe Bodenfreiheit und die geringe Profiltiefe bleibt man sehr schnell irgendwo hängen.

Die Reifen sind aus Gummi und bieten auf normalen Untergründen ordentlichen Grip. Auf Laminat, Parkett, PVC oder Fliesen gerät man aber sehr leicht ins Rutschen wenn man Gas gibt.

Die Lenkung übernehmen zwei Digitalservos. An der Unterseite findet man auf der Vorderachse eine Art Trimmung, mit der man den Geradeauslauf ein wenig korrigieren kann. Leider funktioniert das nicht so richtig gut, wie sich im Fahrtest zeigen sollte.

MAPTAQ QCar SpyCar (12)

Zuerst einmal den Akku laden. Während es geladen wird, leuchtet eine LED, welche am Ende erlischt.

Danach die App installieren. Am Spycar drückt man die Power-Taste und eine LED fängt an zu blinken. Als Zeichen, dass es per WLAN gefunden werden kann.

MAPTAQ QCar SpyCar App (1)

Einfach verbinden lassen, die App jetzt starten und warten bis die Verbindung steht. Sobald dies erledigt ist, erscheint das Kamerabild.

Die oben eingeblendete Leiste wird automatisch ausgeblendet, kann aber jederzeit mit einem Druck am oberen Rand zurück holen. Hier kann man zwischen den beiden Steuerungsarten und Foto- bzw- Videomodus umschalten.

Bei der Steuerung per Joystick steuert der linke Vorwärts und Rückwärts, der Rechte dient der Lenkung. Ja nachdem, ob man Vorwärts oder Rückwärts fährt, leuchten die jeweiligen LED auf. Sieht echt schick aus.

Aber jetzt will ich fahren. Zuerst einmal das heimische Wohnzimmer. Aber nach wenigen Sekunden wirft mich meine Frau mitsamt Spycar hinaus. Das Ding hat eine derart starke Beschleunigung, dass man sofort irgendwo einschlägt. Dazu kommt noch der Größe Nachteil. Die beiden Digitalservos. Wie der Name schon sagt, kennen diese nur zwei Zustände. Geradeaus oder voll eingeschlagen. Egal ob per Joystick oder durch Kippen gesteuert, ist es beinahe unmöglich mal mehrere Meter schnurgeradeaus zu fahren. Man muss ständig gegenlenken, wobei die Kiste natürlich gleich mal um 90° abbiegt (siehe Videos). Ein paar kleine Steinchen oder flache Gullideckel stellen kein Hindernis dar. Auf einem hochflorigen Teppich oder kurz geschnittenes Gras geht es mühsam bis gar nicht mehr voran. Also je glatter umso spaßiger weil flotter. Aber auch rutschiger. Denn irgendwann reicht auch der sonst gute Grip nicht mehr und man dreht Piouretten. Und viel Platz sollte man haben…

Diese Skateparks eigenen sich z.B. hervorragend. Glatter Asphalt, ein paar Hindernisse, die man spielend leicht erklimmt und auch mal einen kleinen Sprung wagen kann. Das macht richtig Laune. Oder ein großer Parkplatz. Hier kann man richtig Gas geben ohne gleich irgendwo einzuschlagen.

Die Reichweite ist mehr als ausreichend. Die genannten 30 Meter sind absolut realistisch. Viel weiter sollte man das SpyCar nicht wegfahren lassen, denn dann sieht man es kaum noch. Die Akkulaufzeit betrug aber immer weit mehr als die genannten 15 Minuten. Eine Ladung hielt bei mir zwischen 20 bis 25 Minuten und das ohne größere Pausen.

MAPTAQ QCar SpyCar App (4)

Tipp: Displaydrehung beim Fahren deaktivieren, sonst bekommt man den Karren absolut nicht unter Kontrolle, weil man zum fahren das Smartphone oder Tablet weit nach vorne kippen muss.

Übrigens schafft es auch mein Sohn (fast 4 Jahre) und meine Tochter (fast 8 Jahre) problemlos das Autochen zu bewegen. Aber richtig fahren funktioniert nicht wirklich, weil eben kaum zu kontrollieren. Spaß gemacht hat es beiden aber trotzdem.

Fotos und Videos werden automatisch auf dem Smartphone oder Tablet gespeichert. Wobei de Qualität vor allem der Fotos echt unterirdisch ist. Die Videos sind ganz ok.

Und so sieht es aus, wenn das SpyCar herum fährt.

Das Video ist übrigens nicht so verwackelt, weil ich einen getrunken habe, sondern liegt an der bereits erwähnten kniffligen Steuerung der Kiste. Hier macht Übung und richtiges Einstellen den Meister.

Testfoto:

Maptaq Q-Car SpyCar

Testvideo:

Fazit:

Lohnt sich der Kauf nun? Ganz ehrlich? Jein…mobi-test.de-Gütesiegel-300x300

Für Kinder eher nicht. Da ist der Frust wegen der kniffligen Steuerung vorprogrammiert. Aber für Mama oder Papa ist das echt witzig, auch wenn man erst einmal üben muss, bis man halbwegs geradeaus fahren kann. Wenn das dann mal klappt, ist der Spaßfaktor wirklich hoch. Die Kamera ist eher Gimmick und vielleicht kommt in einem Nachfolger dann eine vernünftige in HD rein.

Und da ähnliche geartete Spielsachen für Erwachsene ähnlich viel kosten, eine AR.Drone sogar 250 €, vergebe ich das Gütesiegel. Aber es ist und bleibt am Ende nur ein Spielzeug. Wenn auch ein ziemlich spaßiges.

Bei den Jungs von androidfiguren.de bin ich jetzt noch auf eine weitere Neuheit gestoßen. Ebenfalls ein ferngesteuertes Rennauto und ratet mal, wer sich das für einen Test besorgen wird… -> Link

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Peter W.

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