Wie funktionieren Fitnesstracker und warum zählen viele falsch. Eine einfache Erkläreung

Es kommt immer wieder vor, dass ein Fitnesstracker oder eine Smartwatch die Schritte falsch zählt. Das ist bei einer Smartwatch sicherlich nicht so schlimm wie bei einem Fitnessband. Denn diese Fitnessbänder benutzen wir ja um unsere sportlichen Aktivitäten zu überwachen. Wenn die Schritte nun falsch gezählt werden, kann man das Gerät eigentlich in die Tonne werfen. Aber warum werden die Schritte falsch gezählt? Wie funktioniert ein Fitness Armband? Das erkläre ich mal sehr einfach.



Es müssen drei Komponenten zusammenkommen damit die Schritte vom Fitnessarmband exakt gezählt werden. Zunächst einmal die Sensoren die in diesen Fitnessbändern verbaut sind. Also die Hardware. Wir haben zumeist 2 Bewegungssensoren, die dafür sorgen, dass unsere Bewegung überhaupt aufgezeichnet werden. Die Dritte Komponente ist am problematischsten.

Als Hardwaresensoren ist ein Gyroskop-Sensor und ein Beschleunigungssensor eingebaut.

Der Beschleunigungssensor misst die Beschleunigung unseres Arms.

Der Gyroskop Sensor reagiert auf Drehbewegung des Arms.

Die dritte Komponente ist die Wichtigste. Das ist ein programmierter Algorithmus, der aus diesen beiden Bewegungen die Schritte errechnet.

Genau hier liegt das Problem. Es gibt viele Fitnessbänder, die eine Armbewegung als Schritt interpretieren. Es kann passieren das ihr ins Bad geht, euch die Zähne putzt und danach plötzlich 300 Schritte auf dem Tracker hat. Wenn ihr einen guten Schrittzähler habt, werdet ihr feststellen, dass nicht sofort ab dem ersten Schritt gezählt wird, sondern es dauert eine kurze Weile. In dieser Zeit berechnet die Programmierung, ob es sich tatsächlich um einen Schritt oder nur um eine Armbewegung gehandelt hat. So kann es passieren, dass ein günstiges Fitness-Armband die Schritte besser und genauer zählt als ein deutlich teureres Gerät.

Ein sehr gutes Beispiel ist das Xiaomi Mi Band 2. Es kostet nur um die 20 Euro zählt die Schritte aber nahezu perfekt. Dort haben die Xiaomi Programmierer eine hervorragende Arbeit geleistet. Ein Negativbeispiel ist die Firma Soehnle. Der günstigste Tracker, der Soehnle Connect 100, kostet kostet knapp €40. Leider ist die Programmierung des Algorithmus so schlecht, dass die Schritte eigentlich nie passen.



Dieser Umstand, der programmierte Algorithmus, erklärt auch warum baugleiche Fitnesstracker unterschiedliche Werte aufweisen. Es gibt einen Tracker, den ID107 Plus HR, der von diversen Herstellern mit unterschiedlichen Markennamen versehen auf den Markt geworfen wird. Einige sind brillant. Andere eine Katastrophe. Hier kommt es auf den Programmieraufwand des Anbieters an. Wir können übrigens den ID107 Plus HR von MPow (zum Testbericht) empfehlen. Grandioses Gerät für kleines Geld.

Wenn ihr euch einen Fintesstracker kauft, dann greift nicht zu den teuersten Geräten sondern zu den Besten. Es nützt alles nicht. Wenn ihr euch einen Fitnesstracker kauft, müsst ihr Testberichte lesen. Ihr müsst euch damit auseinander setzten. Ihr könnt €100 ausgeben oder €20.

Übrigens, Auf Amazon-Bewertungen würde ich nicht viel geben. Die kann man für wenige Geld kaufen. In jeder Sprache. Hier haben wir aufgedeckt wie das funktioniert (Link).

Fürs erste haben wir hier eine Bestenliste erstellt. Smartwatches und Fitnesstracker in allen Preisklassen.

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