Donnerstag, Dezember 8, 2022
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Panasonic Eluga vs Motorola Defy Teil 2 – Software, Display, Akku Sound

Elegant user-oriented gateway, kurz ELUGA was ins Deutsche übersetzt etwa so klingt: „elegante Benutzer orientierte Schnittstelle“. Dagegen steht der Herausforderer Motorola Defy, den das bedeutet Defy im deutschen „herausfordern/trotzen“. Im Teil zwei des Vergleichs gehe ich auf Software, Display, Akku und Sound ein. So viel sei vorweg genommen, der Herausforderer macht massig Boden gut!

 

Vergleich Panasonic Eluga vs. Motorola Defy Teil 1

Startup:

Wenn der Powerknopf an der rechten Gehäuseseite dann mal gefunden und gedrückt wird, startet das dL1 hoch. Das Warten bis zum Lockscreen, wird nicht nur beim ersten Powerup mit Hinweisen zur Verwendung und Sicherheit verkürzt. Hat man das „Android-Standart-Erstinstallations-Menü“ überstanden, zeigt sich endlich die Benutzeroberfläche.
Android 2.3.5 (Gingerbread) in seiner fast nackten Form. Viel hat Panasonic nicht geändert. Viel wichtiger, ist vielleicht schon das Update auf Android 4.0 (Ice Creme Sandwich) verfügbar? Mal schnell WLAN einrichten und ab ins Updatemenü. Und tatsächlich, es ist ein Update vorhanden. Die Größe von 22MB lassen allerdings nicht auf ICS hoffen. So ist es auch, nach der Installation der 22MB kann ich nichtmal in den Geräteinformationen Unterschiede finden!? Android-, Baseband- und Kernel-Version sind unverändert, Build-Nr 07.5016 ebenso. Doch Moment, eine Änderung ist mir aufgefallen! Zuvor wurde mir Vodafone als Netzbereiber angezeigt, das ist grundsätzlich richtig, nur bin ich nicht direkt bei Vodafone sondern bei Fyve. Nach dem Update wird jetzt Fyve als Netzbetreiber angezeigt!!??
Die perönlichen Einstellungen wie Konten, Klingelton, WLAN, etc. sind in den üblichen Menü’s zu finden.
So, nun erstmal meine App’s installieren, den das ELUGA soll ja mein Motorola Defy als Hauptgerät für die Testphase ablösen. Installiert ist nicht viel, Boatbrowser, Plume, Calendar, Swiftkey, Whatsapp und ein paar kleinere Alltagshilfen.
So jetzt mal sehen was der Speicher macht, den dieser läst sich leider nicht erweitern, da es keine Möglichkeit gibt eine externe Speicherkarte zu verwenden. Intern sind ca 1,5 GB verfügbar, auf dem USB-Speicher sollen es ca .8 GB. Nach all den Installationen und ca. 500MB Bilder/Videos’s vom Familienausflug, sind nur noch 3,88GB frei??? Soll verstehn wer will, ich finds merkwürdig.

 

 

Der Vergeleich zum Motorola Defy

Das Defy wird ebenfalls mit Andoid 2.3.5 ausgeliefert. Updates gibt es für das Defy und Defy+ wohl nicht mehr. Gut kein Problem, es gibt genug Custom-ROMS’s für die beiden. Derzeit habe ich die cm7-whiterabbit-edition-rom laufen, sie verbindet den CyanogenMod mit dem GoLuncher und bringt einige Funktionen von IceCremeSandwich mit. Die ROM läuft super, bislang keine Abbrüche oder Probleme. Allerdings muß man sich bewust sein, was man mit einer Custom-ROM anrichten kann! Vom Garantieverlust bis zum Totalausfall ist alles möglich!!!
Nun, wie es im Leben eines Android-Users so ist, App’s ausprobieren, wieder löschen, andere installieren. Nach einem halben Jahr war mein Defy so extrem langsam geworden, daß ich mich zur Neuinstallation gezwungen sah. Dabei gleichmal die Speicherkarte auf 16GB (max. 32GB möglich) erneuert und die Custom-Rom aufgespielt. Nun brummt’s wieder, aber richtig! Wobei die Custom-Rom den Prozessor auch übertakten kann und den Prozi besser ausnutzt. Das zeigt auch CPUSpy an.

Beim Defy ist ja möglich den Akkudeckel zu öffnen, so kommt man auch an den Akku, die externe Speicherkarte und die SIM ran. Ist der Akku platt, neu kaufen und rein damit. Panasonic setzt, wie Appel auf das andere „Pferd“. Zum Akkutausch zum Fachmann.
Über den Stromverbrauch gibt’s weiteruntern noch einen Kommentar!

 

Display

Brilliantes 4,3″/10,9 cm qHD-Display (960 x 540) mit 16 Mio. Farben, so schreibt es Panasonic auf seine Homepage. Das 4,3″ im Vergleich zu 3,7″ beim Defy sind zwar nur 0,6″, was ca. 1,5cm entspricht, aber es ist subjektiv auch größer. Das kleine Display stört mich derzeit beim Defy, muß ich beim Texte lesen das Handy doch schon nahe vor’s Gesicht halten. 450 x 854 WVGA-Touchscreen lassen die Farben vom Defy auch nicht wirklich schön erstrahlen. ABER…..!
Das OLED Display überzeugt mich überhaupt nicht!!!!
Ich habe den Eindruck durch ein Sieb auf das Display zu schauen. Die Grafiken und Symbole scheinen aus vielen kleinen, einzelnen Punkten zu bestehen. Gut natürlich ist es technisch ja auch so, aber beim Eluga sieht man diesen Effekt!!!!!!!!!!!!!!!
Das Display scheint so schwammig, mich strengt es an auf das OLED-Display zu schauen. Vom Texte lesen mal abgesehen, das ist fürchterlich!
Leider kann ich diesen Effekt mit einem Foto nicht nachstellen, das müsst ihr mir einfach glauben. Bei Sonneneinstrahlung geben die Display’s beider Smartphones auf, kaum was zu erkennen. Der direkte Displayvergleich mit dem LG Optimus L7 läst mein Eindruck erhärten. OLED ist schön nur leider hat Panasonic die Auflösung zu gering gewählt.
Die Reaktionsfreudigkeit von „drücke auf’s Display“ bis „jetzt passiert etwas“ ist doch recht lang. Das verbaute Display will schon ordentlich gedrückt werden, damit es die Geste versteht. So kommt es zu dem Empfinden wie ich es im ersten Satz geschrieben habe. Manchmal wartet man auf eine Reaktion, aber es kommt nix, also nochmal drücken.

Oben das Motorola Defy und unten das Panasonic Eluga. Auf dem Foto hebt sich deutlich das OLED-Display vom Eluga ab, schärfer und kontrastreicher. Was ich mit meinem Foto leider nicht einfangen konnte, das Eluga Display ist deutlich dunkler als vom Defy. Auch wenn das Foto es anderst anzeigt.

 

 

Schön zu sehen sind auch die beleuchteten Menütasten. Beim Defy (oben) sind die Symbole beleuchtet. Panasonic hat den Tasten lediglich eine runde, weiße LED spendiert. Welche Taste was ist, kann man in der Dunkelheit nur erraten. Gut mit der Zeit bedient man sein Smartphone auch blind 😉

 

 

 

Akku / Stromverbrauch

Allein dieser Punkt ist schon das absolute Knockout für das Eluga.
Schaut euch erstmal diese Bilder an, es zeigt die Akku-Verbrauchskurve…

 

So jetzt mal im Klartext, WLAN an, Datensynch per WLAN und Mobilfunknetz eingeschaltet, GPS bei bedarf wenn es ein App möchte. Telefonieren und Musik höhren tue ich kaum. Überwiegend im Internet lesen, Facebook, Whatsapp (extrem), Twitter, fertig! Die 1100 mAh des Akku’s sind einfach überfordert. Schön das Panasonic eine schlanke Bauform hinbekommen hat, aber die Kapazität der Zelle ist schlichweg unverschähmt!!! Der Akku muß nach einem halben Tag an die Ladung. Gut das Aufladen geht sehr zügig, nach einer Stunde 100%.
Und jetzt der Hammer, ich habe im ersten Teil ja bereits über die Problematik des herstellerabhängigen Ladegerätes geschrieben. Aber jetzt wollte ich das Eluga im Auto als Navi nutzen, also original Ladekabel an NICHT original Zigaretten-Antzünder-Ladegerät, es tut sich nicht’s!!! Zum Ko…zen.
Gestern mit Peter W. zusammen gessen und ihm die Story der Ladegeräte erzählt. Neugierig wie Peter ist 😉 kam der O-Ton „Das glaub ich nicht“. Schnell das Ladegerät des HTC One X ausgepackt, Eluga angestöpselt und, es geht !? der Akku wird geladen.
So grade eben haben ich nochmal mein Hama Ladegerät ausprobiert, vielleicht habe ich was falsch gemacht. Aber nein es geht einfach nicht!!!
Gut mein Defy, muß nach 24 Stunden auch an die Dose, was für ein Smartphone nicht’s besonderes ist. Aber Motorola hat schonmal 1540mAh dem Akku spendiert, das war Technikstand vor über einem Jahr!
Auf ein App von Panasonic muß ich im Bezug auf den Akku eingehen. Das App Namens „eco mode“. Damit soll das kleine Kraftwerk geschont werden. Besonderst toll oder hilfreich finde ich das Ding nicht. Kann auch jede andere App, die in dieser Richtung arbeitet. Den Überblick über die Funktionen könnt ihr euch anhand der Bilder selbst verschaffen.

 

 

Musik, Ton und Teufel
Und wieder muß ich das Panasonic Eluga zum Teufel schicken. Der Lautsprecher am oberen rechten Rand auf der Vorderseite, reicht zum telefonieren in normaler Umgebung aus. Wird’s Draußen laut, verstehe ich mein Gegenüber kaum noch. Somit komme ich wieder auf die Outdoor-Geschichte zu sprechen. Also, Lautsprecher ungeeignet.
Viel schlimmer finde ich die Hinweistöne auf Email, Twitter, WhatsApp, alles sehr leise. Der Klingelton steigt in der Lautstärke an wenn ein Anruf eingeht. Leider ist im Menü keine Möglichkeit gegeben diesen Umstand abzuschalten. Also wieder nach einem externen App suchen 🙁
Bei der Arbeit das Eluga in der Hosentasche und man verpasst das meiste. Gut es gibt ja noch den Vibrator der aber auch nicht der bringer ist.
Gestern das Handy als Navi verwendet, Ansage nur wenn das Radio aus ist, die Kinder still sind und ich nicht auf der Autobahn fahre. Auch hier wieder UNGEEIGNET!
Die Öffnung des Lautsprechers ist nicht mittig im Gehäuse, ich neige dazu das Eluga versetzt ans Ohr zu halten. Diese Position stört mich aber irgendwie, es fühlt sich nicht ergonomisch an.

 

Ausblick
Der dritte Teil des Vergleichs wird auch gleichzeitig das Fazit werden. Wer vorab schon einmal den Testbericht vom Eluga lesen möchte, findet diesen hier:

Teil 1: “Das Unpacking und die ersten Eindrücke
Teil 2: “Design, Verarbeitung & Ausstattung
Teil 3: “Der Akku
Teil 4: “Das Display, die Apps und die Kamera“Teil 5: „Teil 5: Video, Audio, Wasserdichtigkeit und das Fazit
Peter W.
Peter W.https://www.mobi-test.de
Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch oder Marketing Gelaber, sondern Klartext. Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.
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