Sonntag, Dezember 4, 2022
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Mobi-Test Podcast Folge 201 – Lange Updates, Elon Musks tELONphone, Wearables im Vergleich und neue Ladegeräte

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Die letzte Woche stand ganz im Zeichen der Black Week und dementsprechend wenige News gab es. OnePlus hat aber eine wichtige Neuigkeit bezüglich Update-Garantie verkündet, über die wir unbedingt sprechen müssen. Dabei spielt auch die EU eine wichtige Rolle. Auch der Elon ist mal wieder Thema, aber nicht, weil er Twitter kaputt macht, sondern mit Apple Krach hat, diesen aber schnellstens wieder beigelegt hat. Weiterhin sprechen wir über Markus seinen 3-fach Test von 7er Bändern und seiner neuen Smartwatch und was Huawei angekündigt hat. Zum Abschluss spricht Peter kurz über potente, super kompakte Ladegeräte und was uns da noch in Zukunft erwarten wird.

Wir wollen euch zukünftig stärker in den Podcast einbinden. Ihr habt Fragen an uns? Dann fragt uns doch einfach. Ihr Fragen zu unseren Testkandidaten? Ihr wollte eure Meinung zu einem unserer Themen loswerden? Immer her damit oder ihr habt Vorschläge für Themen? Dann könnt ihr diese vorschlagen. Die Mailadresse ist: podcast (a) mobi-test.de

Xiaomi Mi Band 7, Amazfit Band 7, Huawei Band 7 welches ist das beste?

Das hier wird kein Testbericht. Denn wir haben das Xiaomi MI Band 7 sowie das Huawei Band 7 bereits ausgiebig getestet. Sobald Peter den Testbericht zum Amazfit Band 7 fertig hat, werden wir ihn hier ebenfalls verlinken. Es soll eher ein Pro und Contra Erfahrungsbericht werden, denn ich habe die 3 Geräte, das Amazfit Band 7, das Xiaomi Mi Band 7 sowie das Huawei Band 7 einige Wochen getestet und auch immer zeitgleich getragen. Und es hat sich für mich im Laufe der Zeit ein Favorit herauskristallisiert. Eines aber mal vorweg, schlecht ist keines dieser Bänder.

Bisher bin ich davon ausgegangen, das all diese Fitnesstracker vom selben Band laufen und einfach nur umgelabelt werden. Hier muss ich mich verbessern. Selbst die Hardware der einzelnen Bänder ist unterschiedlich. Und zwar komplett.

Das Amazfit Band 7 wird in das Armband eingeklemmt. Es hält superfest und fällt nicht raus. Aber man kann den Tracker aus dem Armband rausnehmen und so auch neue Bänder kaufen. Sehr praktisch. Man kann diesen kleinen Tracker dann auch in der Hosentasche mit sich rumtragen. Die Armbänder des Xiaomi Mi band 7 passen nicht für das Amazfit Band 7. Auch das Mi Band 7 kann aus dem Armband rausgenommen werden und so sehr einfach in ein neues Armband eingeklinkt werden. Das Huawei Band 7 besitzt ein richtiges Armband mit Dornenschließe. Es handelt sich dabei um ein Standard 16mm Armband und man kann somit aus Tausenden Ersatzarmbändern auswählen. Das finde ich sehr gut.

Aber kommen wir mal zu den technischen Daten des Mi Band 7, Huawei Band 7 sowie des Amazfit Band 7

Amazfit Band 7Huawei Band 7Xiaomi Mi Band 7
Größe42,33 x 24,36 x 12,2 mm44,35 x 26 x 9,99 mm46.5 x 20.7 x 12.25 mm
Display1,47″1,47″1,62″
PPI282282326
Amazfit Band 7 kaufen*Huawei Band 7 kaufen*Xiaomi Mi Band 7 kaufen*
Xiaomi Mi Band Amazfit Band Huawei Band Technische Daten

Wie ihr seht, beginnen die Unterschiede schon in der Größe der einzelnen Bänder. Während das Huawei sowie das Amazfit Band recht ähnlich aufgebaut sind, ist das Mi Band doch etwas anders. Gerade bei der Displaygröße hätte ich darauf gewettet, dass Display des Xiaomi-Mi-Band 7 ist kleiner als die beiden Displays des Huawei sowie des Amazfit-Bandes. Scheinbar ist das nicht der Fall. Dafür ist klar zu sehen, dass Huawei-Band breiter und flacher ist als die beiden Mitbewerber. Interessant ist auch, dass das Huawei-Band leicht gebogen ist. Das finde ich wirklich gut, denn so folgt es der Form des Handgelenkes.

Display Xiaomi Mi Band 7, Amazfit Band 7, Huawei Band 7

Spannend sind die einzelnen Displays. Die des Amazfit sowie des Huaweibandes sind gleichgroß und haben dieselbe ppi von 282. Das Display des Mi Band 7 hat eine höhere Pixeldichte und ist ein kein wneig größer. Aber wie ich oben schon bemerkt habe, wäre ich niemals auf die Idee gekommen, das das Display des Mi Band 7 größer ist. Ich hätte es für kleiner gehalte. Das Display des Mi Bandes ist zwar länger, allerdings auch schmaler als die Displays der anderen Geräte. Grundsätzlich sind die Inhalte auf allen Displays ok gut zu lesen.

Tragekomfort – Mi Band 7, Amazfit Band 7, Huawei Band 7

Dieser Punkt ist natürlich auf meine eigenen Vorzüge beschränkt. Aber es gibt einige Dinge, die für und gegen eines der 3 Bänder sprechen.

Das Xiaomi Mi Band 7 ist recht lang mit 20 mm aber deutlich schmaler als die anderen beiden. Das Armband besteht aus Gummi und fühlt sich recht gut an. Es wird wie beim Amazfit durch die Gummischlaufe geschoben und mittels eines Druckknopfes geschlossen. Es hält recht sicher. Aufgrund dessen, dass das Mi Band so schmal ist, ist der Tragekomfort für mich am besten. Man spürt das Band nach einigen Minuten nicht mehr und kann es Tag und Nacht tragen.

Auch wenn man glauben könnte, dass das Gehäuse des Mi Bands 7 gummiert wäre, so trifft das nicht wirklich zu. Bei dem Mi Band 7 handelt es sich um eine Konstruktion, bei der das Modul, die Hardware in das Armband eingeklemmt wird. Es hält sicher und fest. Wenn man ein Ersatzarmband möchte oder eine andere Farbe, Material muss man darauf achten, das es für das Mi Band 7 gemacht wurde. Ersatzarmbänder erhält man hier bei Amazon*.

Das Amazfit Band 7 hat ungefähr dieselben Maße wie das Huawei Band 7. Das Armband sowie die Schließe ist aber der des Mi Band ähnlich. Auch hier ist wird der Tracker in das Armband eingeklemmt. Das Armband besteht aus einem weichen Gummi und fühlt sich gut zu tragen an. Allerdings nicht so komfortabel wie bei Mi Band 7. Die Schließe ist auch hier ein System, bei dem das Armband durch eine Schlaufe geschoben wird und dann mittels Druckknopf befestigt wird. Hier gilt dasselbe wie für das Mi Band. Es hält recht sicher. Wenn man sich ein Ersatzarmband besorgen möchte, geht das nicht so leicht wie beim MI Band 7. Versuchen könnt ihr es hier*.

Das Huawei Band 7 geht einen anderen Weg. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und ist nicht gummiert. An der rechten Gehäuseseite befindet sich ein länglicher Knopf, mit dem man schnell ein Training starten kann. Das Armband besitzt eine echte Dornenschließe. Das Armband besteht ebenfalls aus Gummi und trägt sich recht angenehm. Es handelt sich dabei um ein Standard-Uhrenmarmband. So das die Auswahl an Armbändern schier grenzenlos ist. Ob ein Metallarmband oder eines aus Leder, Kunststoff. Ihr könnt euer Huawei Band 7 pimpen und ändern, wie ihr es wünscht. Allerdings sorgt die Dornenschließe dafür, dass das Huaweiband 7 für mich den letzten Platz beim Tragekomfort besitzt. Armbänder in jeglicher Auswahl erhaltet ihr direkt hier bei Amazon*

Für mein Empfinden trägt sich das Xiaomi Mi Band 7 am besten, gefolgt vom Amazfit Band. Das Huawei-Band landet auf dem letzten Platz.

Bedienung des Xiaomi Mi Band 7, Amazfit Bandd und das Huawei Band.

Hier können wir recht schnell durchhuschen. Das Mi Band 7 sowie das Amazfit Band 7 werden beide durch die üblichen und bekannten Wischgesten bedient. Einzig das Huawei Band 7 hat einen Knopf an der rechten Gehäuseseite. Wenn man diesen drückt, landet sofort im Traingsmodus und kann dort aus den 100ten Sportarten auswählen. Wenn man den Knopf länger drückt, kann man das Gerät ausschalten oder neu starten.

Technik, was kann das Xiaomi Mi Band 7, Amazfit Band 7 und das Huawei Band 7

Es gibt einen Unterschied zwischen Bewegungen und Sport. Das folgende gilt ausnahmslos für alle 3 Geräte. Sie sind sehr gute Aktivitätstracker. Sie sind nicht für den Sport geeignet. Auch wenn alle Bänder angeblich Hunderte Sportarten tracken können. Das können sie nicht. Zumindest nicht ausreichend und auch nur für Freizeitsportler. Die Daten, Puls und Schritte, die von den Bändern gesammelt werden, stimmen nicht. Das ist bei einem Aktivitätstracker auch nicht schlimm. Wenn ein Band jeden Tag 756 Schritte falsch zählt, habe ich dennoch einen Anhaltspunkt, ob ich mich an einem Tag zu wenig bewegt habe.

Als genau das solltet ihr diese Geräte nutzen. Um eure Aktivitäten aufzuzeichnen. Und ja, wenn ihr laufen geht oder Fahrrad fahrt, dann bemerken das die Bänder und werden diese körperliche Aktivität als Sport anzeigen. Ihr erhaltet dann im Laufe der Zeit eine gewisse Trainigsübersicht. Im Endeffekt eine Übersicht von Tagen und Zeiten, an denen ihr euch mehr bewegt habt als normal. Ihr solltet diese Geräte aber nicht zu Training nutzen wenn ihr ernsthaft trainieren wollt.

Da ist das Radfahren das beste Beispiel. Es macht einen Unterschied, ob man 25 KM auf ebener Strecke mit einem Rennrad unterwegs ist. Oder ob man 25 KM über Stock und Stein, Sand und Abhänge mit einem Mountainbike fahrt. Professionelle Sportuhren wie z. B. meine Garmin haben verschiedene Radfahrprofile. Die Daten, die beim Mountainbiken gesammelt und ausgegeben werden, sind andere als beim Rennradfahren. Oder beim Einfachen Radeln an der frischen Luft.

Hier ein Beispiel der Daten, die die Garmin sammelt. 1x Rennradfahren und 1x Mountainbiken. Wie ihr sehr werden unterschiedliche Statistiken erstellt. Denn die Trittfrequenz ist beim Trackbike wichtig, aber nicht beim Mountainbiken. Dort zählt eher der Grit sowie der Flow. – Ich weiß, das man eine €500 Uhr nicht mit einem €50 Band vergleichen sollte. Dennoch, wenn man Sport treibt, ist es wichtig, welche Daten erhoben werden.

Die Daten, die von den einzelnen Bändern erhoben werden, sind alle gleich. Es interessiert das Bänder nicht, ob man Rennrad fährt oder Mountainbike. Es ist für die Bänder auch nicht von Interesse, ob man joggt oder Crossläufe macht. Ein weiterer Schwachpunkt, der Bänder und warum diese nicht für den Sport geeignet sind. Die Pulsdaten stimmen nicht. Und mal ehrlich, wer hätte das auch erwartet? Es sind zu wenige Sensoren verbaut. Und für die kleine Fläche, auf der die Sensoren verteilt sind, ist es nicht möglich, korrekte Daten zu erhalten. Selbst wenn die Messungen nur um +- 10 Schläge falsch sein sollten.

Beim liegen auf der Couch, ob man einen Puls von 68 oder 78 hat, ist es relativ egal. Beim Sport allerdings sind 10 Schläge viel, verdammt viel. Es ist der Unterschied zwischen aerober und anaerober Bereich. Wenn ich mich nicht gut fühle nach einer Infektion (ist ja gerade die zeit) ich mich langsam wieder rantasten möchte. Also bloß nicht zu viel machen und den Puls immer im „grünen“ Bereich belassen, dann können 10 Falsch gemessene Schläge ernsthafte Folgen für mein Herz haben. Und wenn es nur 10 Schläge wären. Ich habe aus Spaß mein Garmin mit einem Brustgurt gegen die Bänder antreten lassen. Vergesst es einfach. Die Pulsdaten der Bänder stimmen vorne und hinten nicht. Wie gesagt, wenn ihr ernsthaft Sport betreibt. Belastungswerte für euch wichtig sind, solltet ihr immer mehr Geld ausgeben. Und auch dann nutzt ihr einen Brustgurt, um den Puls zu messen.

Nebenbei die Bänder geben auch Werte wie VO2 max, Trainigsbelastungen etc aus. Auch hier vergesst die Daten. Sind sind maximal ein Anhaltspunkt. Und ganz wichtig. Wer Herzprobleme hat oder eines der 3 Bänder für jemanden kaufen möchte mit Herzproblemen. Ich lese immer wieder, dass Menschen eines dieser Bänder für ihre Eltern kaufen, damit eine Herzkranke ältere Person die Herzdaten überwachen kann. Bitte nicht. Das sind keine Medizinprodukte, sondern Freizeitprodukte. Die können so was nicht.

Zum Abschluss des Trainigs-aspektes, die Bänder sind tolle Freizeitprodukte. Sie können euch einen Anhaltspunkt über eure Aktivitäten geben. Sie können euch unterstützen, sich ein wenige mehr mit euren körperlichen Aktivitäten auseinanderzusetzen. Die Daten, die von den Geräten ausgegebene werden. Schlafdaten, Pulsdaten usw sind nicht verwertbar. Aber wie soll ein Gerät für €40-50 Euro dasselbe leisten wie Geräte, die das 15-fache kosten. Und selbst bei diesen Geräten werden Zusatztools wie ein Brustgurt, Wattmesser etc genutzt, um einigermaßen korrekte Daten zu erhalten.

Aber was sollen diese Produkte dann? Wenn nicht für den Sport? Wenn die Daten unterschiedlichster Sportarten wertlos sind. Wofür soll ich diese Geräte dann nutzen? – Ganz einfach zum Spaß. Diese Geräte sollen Spaß bringen. Und ehrlicherweise, das machen sie. Wenn man darüber hinweggeht, dass die Daten einfach nicht stimmen, dann kann man unglaublich viel Spaß mit den 3 Geräten haben und ja, ich habe einen ganz klaren Favoriten. Denn diese 3 Bänder sind dann doch recht unterschiedlich.

Eventuell nicht die Technik, aber die Apps machen den Unterschied. Denn alle 3 Bänder haben eigene Apps. Für das Pairing mit eurem Smartphone empfehle ich euch die Testberichte von Peter zum Mi Band 7 und zum Huawei Band 7. Hier soll es jetzt etwas detaillierter um die einzelnen Apps gehen und die sorgen wirklich für einen Mehrwert und auch für die größten Unterschiede zwischen den einzelnen Bändern.

Amazfit Band 7 App

Wie schon erwähnt ist der Tragekomfort meiner Ansicht nach zwischen dem Mi Band 7 und dem Huawei Band 7 anzusiedeln. Das Display ist schön hell und löst gut auf. Alle Inhalte sind gut zu erkennen. Der Akku hält wie bei den anderen Bändern nach meinem Nutzungsprofil ca 7 Tage. Wer die Schlafüberwachung reduziert, SPO2 Messung, kontinuierliche Pulsmessung abschaltet, seltener Trainieren geht, wird locker auf +10 Tage Nutzungsdauer kommen. Aber das gilt für alle Bänder.

Die dazugehörige App nennt sich ZEPP App. Sie bietet einiges an Features. Die üblichen Daten, die so erhoben werden, werden fein säuberlich auf der Startseite aufgelistet. Ihr könnt jede Karte anklicken, um tiefergehende Informationen und Daten zu erhalten. Im Trainingsverlauf könnt ihr euch eure Trainings anschauen und sehr detaillierte Daten und Statistiken erhalten. Der nächste Reiter mittig lautet Gesundheit. Hier könnt ihr eure Ziele eingeben. Also viel Schritte ihr am Tage gehen wollt usw. Auch könnt ihr hier Familienmitglieder mit einladen. Hier könnt ihr auch aus der App heraus ein Training starten

Der dritte untere Punkt nennt sich Profil. Hier könnt ihr eure Geräte verwalten und diverse Einstellungen vornehmen. Sobald ihr das gewünschte Gerät auswählt, öffnet sich die Geräteseite. Hier könnt ihr direkt das Gerät einstellen. Zum App-Store Watchfaces, ändern. Oben rechts kommt man zu einem weiteren Einstellungsmenü. Hier kann man die Trainigsdaten abrufen, die Stammdaten betrachten, Anzeichen für den Gesundheitszustand, Körpermaße usw.

In der obigen Galerie bekommt ihr einen Überblick über den Aufbau der App. Die Trainigsdaten sind für so einen Tracker recht umfangreich und gut aufbereitet. Da diese Bänder allesamt nicht über ein GPS-Modul verfügen, werden Strecke und Geschwindigkeit vom gekoppleten Smartphone übernommen.

In dieser Galerie seht ihr die Daten für ein einzelnen Training. Wie gesagt, die Pulsdaten sind nicht wirklich korrekt aber wer darauf wert legt sollte zu einem anderen Gerät greifen.

Also, grundsätzlich gefällt mir die Zepp App von Amazfit gut mit einigen kleinen Einschränkungen. Man kann Familien-Mitglieder (wahrscheinlich jeden) mit einladen und dann die Leistungen vergleichen. Was mir bei der App fehlt, ist ein wenig der Community Gedanke, wie es andere machen. Auch wirkt die App auf mich sehr rational. Das verspielte, was die anderen Anbieter z.t. bieten, bleibt bei der kühlen Zepp App ein wenig auf der Strecke. Wer aber lieber das Rationale mag, der ist beim Amazfit Band 7 wohl am besten aufgehoben. Eine abschließende Wertung findet ihr weiter unten.

Das Xiaomi Mi Band 7 – App

Zunächsteinmal, der Tragekomfort des Mi Band 7 ist für mich perfekt. Wie oben bereits beschrieben merkt man es nach kurzer zeit nicht mehr. Auch bei dem Mi Band 7 ist das Display mittlerweile recht groß. Es ist im Testfeld das größte, auch wenn ich das so nicht gedacht hätte, da es eher lang und weniger breit ist als die anderen Displays. Es ist ebenfalls schön hell und löst wirklich gut auf. Der PPI wert ist hier der Höchste. Auch hier kommt ihr mit dem Akku locker eine Woche hin. Aber 30 Tage wie noch beim MI Band 1 sind utopisch. Wenn ihr euch etwas einschränkt, sind mehr als 10 Tage drin.

Die dazugehörige App nennt sich Mi Fit und ist im Vergleich zur Zepp App von Amazfit deutlich bunter und verspielter. Anstatt Ringe zu schließen wie bei vielen anderen müsst ihr hier einen Regenbogen vollmachen. Das ist das Erste, was man sieht, wenn man auf der Startseite ankommt. Darunter befindet sich ein Feld, PK-Wettbewerb. Dort kann man Wettbewerbe mit seinen Freunden veranstalten.

Dies ist eine der sozialen Integrationen, die mir gut gefällt. Darunter befindet sich eine große Kachel. Dort kann man sich die Daten der letzten Trainings anschauen. Darunter dann viele weiter kleine Kacheln, die man sich so zusammenstellen kann wie man es benötigt. Der nächste Punkt unten lautet Training. Dort kann man direkt aus der App ein Training starten. Auch die Trainigseinstellungen sind dort zu finden.

Der nächste Punkt namens Gerät ist sehr umfangreich, hier kann man alles auf seinem MI Band 7 einstellen, was man sich wünscht. Das alles zu beschrieben wäre echt zu umfangreich. Werft am besten einen Blick in die untenstehende Galerie.

Der letzte Punkt Profil ist ebenfalls spannend. Hier kann Wettbewerbe mit seinen Freunden starten. Man kann seine verbundenen Apps betrachten. Sich mit Zepp Live verbinden. Ja Amazfit und Xiaomi arbeiten eng zusammen und viele weitere Einstellungen und Berechtigungen verwalten. Wie auch bei der Zepp App kann man seine Daten zu anderen Anbietern exportieren. Strava z.b.

In der obigen Galerie bekommt ihr einen Überblick über den Aufbau der App. Die Trainigs-Daten sind für so einen Tracker recht umfangreich und gut aufbereitet. Da diese Bänder allesamt nicht über ein GPS-Modul verfügen, werden Strecke und Geschwindigkeit vom gekoppelten Smartphone übernommen.

In dieser Galerie seht ihr die Daten für ein einzelnes Training. Wie gesagt, die Pulsdaten sind nicht wirklich korrekt, aber wer darauf wert legt, sollte zu einem anderen Gerät greifen.

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber irgendwie wirkt die Huawei Mi-Fit App freundlicher und sympathischer auf mich als die Amazfit Zepp App. Aber das ist tatsächlich mein subjektives Empfinden. Was den Umfang betrifft, so nehmen sich die beiden Apps nicht viel. Anders als die Huawei App. Mein endgültiges Fazit der 3 Bänder lest ihr am Ende des Artikels.

Huawei Band 7 – App

Also das Huawei Band 7 wirkt auf den ersten Blick wie ein Verwandter des Amazfit Band 7. Das Display, Größe und Auflösung sind gleich. Aber damit enden auch die Gemeinsamkeiten. Das Huawei Band 7 hat an der rechten Seite einen Button, mit dem man einige Aktion starten kann, zum Beispiel ein Training oder das Gerät ausschalten.

Das Armband des Huawei Band 7 ist weicher als das der anderen beiden und es ist ein echtes Uhrenarmband, welches mittels den üblichen beiden Schnappern gewechselt werden kann. Ihr könnt den Look des Huawei Bands 7 ständig wechseln und anpassen, indem ihr einfach neue Armbänder kauft. Die Auswahl ist grenzenlos.

Was den Tragekomfort des Huaweibandes betrifft, so liegen die anderen beiden Geräte meinem Empfinden nach vor dem Huaweiband. Es trägt sich einfach nicht so angenehm und schuld ist das Armband. Die Dornenschließe trägt etwas auf und wenn man die Hand auf dem Schriebtisch liegen hat, drückt diese Schließe immer ein wenig. Es ist wie bei einer Uhr. Die anderen Armbänder tragen sich etwas komfortabler. Auch bei Huaweiband kommt man locker auf 7-10 Tagen Nutzungsdauer. Je nachdem, wie man das Band und die permanenten Überwachungen einstellt.

Kommen wir mal zum großen Pluspunkt des Huawei Band 7 und die eine Sache, die das Band den anderen voraushat. Das ist die App. Die Huawei Health App ist grandios. Sie macht mir mit Abstand am meisten Spaß. Und im Vergleich zu den anderen bietet sie einen echten Mehrwert. Wenn man es denn nutzen möchte. Aber mal der Reihe nach.

Die Traningsdaten, Pulsdaten etc die das Huawei Band 7 sammelt, sind genauso gut oder genauso schlecht wie die Daten der anderen beiden. Nett, aber nicht wirklich passend. Die Daten stimmen einfach nicht. Auch das grundsätzliche Aufbereiten der Daten innerhalb der Huawei Health App ist nicht groß anders als bei den anderen. Mit einigen kleinen Unterschieden.

Wenn wir die App starten, haben wir im ersten Reiter „Health“. Dort werden unsere Schritte und Gesundheitsdaten angezeigt. Unter den Schritten zeigen sich die nächsten Parameter in kleinen Kacheln, wie wir es von der Mi App kennen. Aber diese sind bei der Huawei App anders. Wenn wie uns die Traningsdaten anschauen, können wir unsere einzelnen Trainings betrachten. Wenn wir diese dann anklicken, erhalten wir eine Übersichtskarte, wo wir wann gefahren sind. Genau wie bei den anderen.

Aber wir können diese Karte animieren lassen. Im Überflugmodus wird dann die Strecke abgefahren, einzelne Punkte, Spitzengeschwindigkeit, Pulsschlag etc, herausgestellt und wir können eigene Bilder hinzufügen. Das Ganze wird auf Wunsch als Video auf unserem Smartphone gespeichert. Dann ist es direkt aus der App teilbar. Sorry, aber ich liebe solche Spielereien. Ok, mehr als das ist es nicht, aber ich mag es dennoch. Wenn wir weiter nach unten scrollen, erhalten dieselben Daten wie bei den anderen Bändern. In derselben Aufmachung mit denselben falschen Werten. Schaut euch einfach das Video oben an. Dort ist es recht gut gezeigt.

Die nächste Kachel nennt sich Healthy Living und das ist der große Unterschied zu den anderen Apps. Unter Healthy Living kann ich mir Ziele setzten. Besser schlafen, weniger Stress, Stärkung des Immunsystem, Blutdruckmanagement, gesunde Lebensweise und Gewichtskontrolle etc. Wenn man einen dieser Punkte auswählt, erhält man einen Plan mit Aufgaben, die zu erledigen sind. Man sieht, wie viele Nutzer ebenfalls diesen Plan verfolgen und kann sich mit diesen vergleichen. Da spornt an, die Ziele zu erreichen. Diese soziale Komponente, diese Pläne sind einer der größten Vorteile des Huawei Band 7. Und ihr bekommt das ganze für den Preis des Huaweibandes mitgeliefert. Und wir sind noch lange nicht am Ende.

Die übrigen Kacheln liefern dieselben Daten wie die anderen Bänder. Auch hier kann man sich seinen Homescreen recht einfach zusammenstellen. Ein Klick auf die Kachel zeigt dann weitere Daten an. Z.b. die Schlafüberwachung – Siehe Screenshots unten in der Galerie.

Der nächste Reiter heißt Training. Hier kann man auf einen Klick ein Training starten. Merkwürdig, während ich auf dem Huawei Band 7 Fahrradfahren nur als „indoor“ Aktivität gefunden habe, kann ich dieses als Outdoor-Aktivität aus dem Trainigsbereich innerhalb der App starten. Sobald man dort ein Training startet, wird dieses auch auf dem Band gestartet. Warum das so kompliziert ist, weiß ich nicht.

Der mittlere untere Punkt nennst sich entdecken. Dahinter verbirgt sich der Huawei-eigene Webshop. Hier kann man diverse soziale Aktionen starten. Z. B. kann man sich zum Besuch eines „virtuellen“ Weihnachtsmarktes anmelden. Man muss dann 3 km Strecke gehend zurücklegen. Wenn das Geschäft wurde, erhält man eine Medaille. Ja, auch auf so was stehe ich total. Das Ganze wirkt wie Fitbit und die dortigen sozialen Komponenten. Auch kann man hier Huawei Health+ abonnieren. Das Huawei-Äquivalent zu Apple Health+ oder Fitbit+. Wenn man das macht, erhält Tranigs-anleitungen, Ernährungspläne usw. ich bin tatsächlich am Überlegen, das mal zu machen, denn man erhält ebenfalls KI-Laufpläne. Die sollen angeblich sehr gut funktionieren. Ich möchte wissen, ob so eine Laufplan-KI einen alten Radfahrer wie mich zum Laufen bringen kann. Beim Kauf eines Huawei Band 7 erhält man 4 Wochen Huawei Health + kostenlos.

Der nächste Punkt heißt Gerät. Dort kann man sein Gerät einstellen und viele Punkte beeinflussen. Man kann Watchfaces ändern und Apps installieren. Der letzte Punkt ist das persönliche Konto. Auch hier gibt es viele Infos. Interessant, unter Datenschutzverwaltung-Datenquellenfreigabe kann man Huawei Health mit anderen Anbietern wie Strava, Komoot, Adidas etc verbinden.

All die weiteren Features der App hier aufzuzählen würde einen eigenen Testbericht rechtfertigen, der sich nur um die Health App dreht. Mal sehen, eventuell kommt da noch was.

Grundsätzlich ist die Huawei App so vielfältig und gut, dass diese App dafür sorgt, dass das Huawei Band 7 mein Lieblingstracker geworden ist. Aber alles Weitere weiter unten im Fazit. Zunächst noch einige Grundsätze zu allen 3 Trackern. Wenn ihr weiter Inforamtionen wünscht so habe ich euch hier noch ein Video erstellt. Schaut doch gerne mal rein.

Kurze Informationen zum Xiaomi Mi Band 7, Amazfit Band 7 und dem Huawei Band 7

Kommen wir mal zu einigen Grundsätzen, die bei den 3 Bändern gleich sind.

Die Displays der 3 Bänder nehmen sich nichts. Auch wenn die Pixel per Inch Rate bei dem Mi Band 7 höher ist als bei den anderen beiden, so sind die Displays der 3 Bänder gleich gut abzulesen.

  • Einstellungen sind bei allen 3 Bändern relativ gleich. Es gibt eigentlich nichts, was man bei den Bändern nicht einstellen kann. Ein Beispiel ist der Schlafmodus. Wenn man die Bänder beim Schlafen trägt, kann man bei allen 3 Bändern die Zeit einstellen, zu der das Display ausgeschaltet und wieder eingeschaltet wird.
  • Akkulaufzeit ist ebenfalls bei allen 3 Bändern relativ gleich. Wir kommen, wenn alle Daten eingeschaltet sind, auf 7–8 Tage Laufzeit. Wenn man die ständige Pulsmessung ausschaltet, dann sind auch 10–12 Tage drin. Aber Laufzeiten von 25 Tagen sind nicht mehr möglich.
  • Die Bedienung der 3 Bänder ist simpel und wird beim Einrichten erklärt. Schaut euch obiges Video an, zeige ich die Bedienung. Grundsätzlich sind das Amazfit-Band sowie das Mi Band sehr ähnlich. Wischen von oben nach unten, links nach rechts. Das Huawei Band 7 ist etwas anders, da den tollen Knopf an der Seite hat.
  • Wasserdicht – Alle 3 Bänder sind wasserdicht und staubgeschützt. Also schwitzen und Sport ist kein Problem. Auch Duschen geht problemlos. Beim Schwimmen wird es komplizierter. Ja, man kann mit ihnen schwimmen. Salzwasser würde ich aber meiden.
  • Pulsdaten sind bei allen 3 Bändern vorhanden, aber bitte verlasst euch nicht drauf. Ich habe alle 3 Bänder gegen meine Garmin getestet, die mit einem Brustgurt verbunden war. Die Pulsdaten der Bänder stimmen hinten und vorne nicht. Wie soll es auch gehen? Wie sollen diese €50 Bänder dieselben Daten liefern wie meine €500 Fitnessuhr. Also bitte es sind keine Medizinprodukte, sondern reine Freizeitprodukte.

Fazit, zum Xiaomi Mi Band 7, Amazfit Band 7, Huawei Band 7 – Welches soll es denn nun werden

Das ist eine Frage, die ich nur subjektiv beantworten kann.

Wenn es um den Tragekomfort geht, dann ganz klar das Xiaomi Mi Band 7. Auch ist die App subjektiv besser als die App des Amazfit Band 7. Der Tragekomfort beim Huawei Band 7 ist nicht so gut. Dies liegt an der Dornenschließe, die immer etwas drückt. Man merkt es aber nicht, wenn man die anderen Bänder nicht im direkten Vergleich hat.

Wenn es um die App geht, so ist mein subjektives Empfinden die Huawei Health App, der Grund, weshalb man ich Huawei Band am liebsten nutze.

Der beste Kompromiss zwischen den 3 Bändern scheint das Mi Band zu sein. Gute App und tolles tragegefühlt. Das Amazfit Band 7 ist aber auch nicht schlecht, wenn man eine App möchte, die nicht so viel Aufhebens macht. Eine gute, unaufgeregte App. Dazu der angenehme Formfaktor mit einem breiteren Display als das Mi Band, welches sich aber angenehmer trägt als das Huawei Band 7.

Mein Sieger ist das Huawei Band 7. Gefolgt von dem Mi Band 7, welches beinahe gleichauf mit dem Amazfit Band liegt. Es ist schon erstaunlich, was man heutzutage für unter €50 erhält.

Wechselarmband Mi Band

Wechselarmband Huaweiband

UGREEN Nexode 45W GaN Ladegerät im Test- Wie gut ist dieses Ladegerät?

Im Test habe ich das UGREEN Nexode 45W GaN Netzteil, welches ebenfalls sehr kompakt und leicht ist. Da es einen direkten Konkurrenten hat, finde ich heraus, welches von beiden die bessere Wahl ist.

Dieser Konkurrent heißt Anker Nano II GaN Ladegerät mit 45 Watt (Testbericht) getestet habe, kommt nun der direkte Konkurrent in Form des UGREEN Nexode 45W GaN Netzteils dran. Beide mit der gleichen Leistung, ähnlichen Abmessungen und vor allem einem identischen Preis. Aber welches ist die bessere Wahl? Genau das finde ich heraus. Auch der Ugreen Nexode 45W wird dabei exakt den gleichen Testparcour durchlaufen, wie das von Anker.

Was GaN-Ladegeräte sind, habe ich hier beschrieben und auch einen eigenen Artikel, warum man auch beim Kauf der USB-C Kabel aufpassen muss. Wie genau ich teste, habe ich weiter unten beschrieben.

Technische Daten UGREEN Nexode 45W:

  • Input: max. 1,2A / 100 – 240V
  • Gesamt Output: max. 45W
  • Output USB-C:
    • 5V-3A (15W)
    • 9V-3A (27W)
    • 12V-3A (36W)
    • 15V-3A (45W)
    • 20V-2,25A (45W)
  • Output PPS:
    • 3,3V-11V=4,05A Max (45W Max)
  • 48 x 39 x 39 mm
  • 102 g

Produktseite: eu.ugreen.com/gan-chargers

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist das UGREEN Nexode 45W GaN Ladegerät in schwarz bei Amazon* zum Preis von 39,99 Euro. Aktuell gibt es bei Amazon* noch einen Rabatt von 24%. Auch von Ugreen gibt es breites Angebot an Ladegeräten der Nexode Serie von 30 bis 200 Watt.

Der Lieferumfang des UGREEN Nexode 45W

Was ich gut finde:

Auch beim UGREEN Nexode 45W gibt es beim Auspacken nicht viel zu sehen. Das Ladegerät an sich und eine deutsche Kurzanleitung. Wenig überraschend ist auch das Design. Eckig, zweifarbig und gut verarbeitet. Eben Ugreen. Einer der besseren Anbieter für Ladegeräte auf Amazon. Auch hier kommen allerlei Sicherheitseinrichtungen wie eine Temperaturüberwachung, Kurzschluss, Überspannung, Überhitzung, Überstrom usw. zum Einsatz, um im Falle eine Falles für Sicherheit zu sorgen. Bei solchen Leistungen mehr als angebracht.

Im direkten Vergleich mit dem Anker Nano II 45W (Testbericht) fällt auf, dass das UGREEN Nexode 45W zwar nun wenig größer ist, aber deutlich schwerer. Die 30 Gramm mehr des UGREEN spürt man deutlich. Dafür hat das UGREEN eben zwei USB-C Anschlüssen, das Anker hingegen nur einen.

Das UGREEN Nexode 45W im Detail

Wichtigste Unterschiede zum Anker Nano II 45W (Testbericht) sind die beiden USB-C Ports des UGREEN und dass er bei Spannungen von 110 bis 240 Volt eingesetzt werden kann, also weltweit. Hier hat der Anker das Nachsehen. Beim UGREEN Nexode 45W gibt es die 45 Watt aber nur bei Nutzung eines einzelnen der beiden USB-C Ports. Sind beide in Benutzung, dann gibt es auf einem Port 25 Watt und auf dem anderen Port nur noch 20 Watt.

Genau wie das Anker Nano II 45W (Testbericht) muss auch das UGREEN Nexode 45W Netzteil zuerst mal mein iPhone 13 Pro und danach das iPad Pro 12.9 laden. Dafür verbinde ich das das iPad bzw. das iPhone bei einem Akkustand von 8% und schaue dann alle 15 Minuten nach, um wie viel % der Akku aufgeladen wurde. In dieser Zeit werden die Geräte natürlich nicht genutzt. Um alles vergleichbar zu haben, verwende ich immer dasselbe hochwertige 240W USB-C Kabel. In der Tabelle kann man die Ergebnisse sehr übersichtlich vergleichen.

Natürlich kann man mit dem UGREEN Nexode 45W auch das iPad und iPhone zusammen aufladen. Wie weiter oben bereits beschrieben, ist diese Kombination kein Problem, allerdings gehen die Ladeleistungen massiv nach unten. In der Realität bekomme ich auf beiden USB-C Ports bei gleichzeitiger Nutzung zwischen 5 und 16 Watt und das sehr stark schwankend. Damit dauert der Ladevorgang natürlich länger, aber man halt zwei Geräte zur gleichen Zeit aufladen.

Was ich nicht gut finde:

Am Ugreen Nexode 45W GaN Ladegerät habe ich nichts auszusetzen, außer, dass es man sich keine Anleitung vom Hersteller herunterladen kann.

Links das UGREEN Nexode 45W, rechts das Anker 713 Nano II

Fazit:

Ist das UGREEN Nexode 45W empfehlenswert? Ja, auch dieses ist allemal sein Geld wert, zumal es auch bei UGREENS immer wieder Rabattaktionen auf Amazon*, bei denen sich ordentlich sparen lässt. Im direkten Vergleich mit dem Anker Nano II 45W (Testbericht) gibt es nur den Unterschied, dass das UGREEN zwei USB-Buchsen hat, dafür aber größer und deutlich schwerer. Es muss also jeder für sich alleine entscheiden, ob man mit einem USB-C auskommt, oder es doch besser zwei sein sollen, die dann aber bei Nutzung beider Buchsen nicht so schnell laden wie alleine. Trotzdem gibt es das Gütesiegel, denn die Preis/ Leistung ist richtig gut.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Geschenk erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Anker 713 Nano II 45 Watt GaN-Ladegerät im Test – was bringt es im Alltag?

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Im Test habe ich das Anker 713 Nano II 45 Watt GaN-Ladegerät, denn ich bin gerade auf der Suche nach einem sehr kompakten Ladegerät mit USB-C PD und ordentlich Power. Was taugt es im Alltag?

Im Podcast sprechen wir immer wieder mal über unseren Alltag und das ist bei mir sehr mobil und vor allem sehr ladeintensiv. Auf der Wache habe ich immer mein Huawei Laptop dabei, dazu mein iPad Pro 12.9, mein iPhone 13 Pro, mein Pixel 6a und meine Apple Watch 5. Die wollen alle auch geladen werden und weil ich keine Lust mehr habe für alles ein eigenes Netzteil herumzuschleppen, habe ich mir vor kurzem den UGREEN Nexode 140 W GaN Charger (Testbericht) besorgt. Der ist aber alles andere als kompakt, also suche ich weiter, wenn ich nur mal kurz mein iPhone oder iPad laden möchte. Derzeit sieht man in den sozialen Netzwerke massenhaft Werbung zum superkompakten Anker 713 Nano II 45 Watt GaN-Ladegerät mit dem Modellnummer A2664 und genau deswegen habe ich es mir mal für einen Test gekauft.

Was GaN-Ladegeräte sind, habe ich hier beschrieben und auch einen eigenen Artikel, warum man auch beim Kauf der USB-C Kabel aufpassen muss. Wie genau ich teste, habe ich weiter unten beschrieben.

Technische Daten Anker 713 Nano II 45 Watt:

  • Input: max. 1A / 200 – 240V
  • Gesamt Output: max. 45W
  • Output USB-C:
    • 5V-3A (15W)
    • 9V-3A (27W)
    • 12V-3A (36W)
    • 15V-3A (45W)
    • 20V-2,25A (45W)
  • Output PPS:
    • 3,3V-16V=3A Max (45W Max)
    • 3,3V-21V=2,25A Max (45W Max)
  • 41 x 38 x 35 mm
  • 72 g

Produktseite: anker.com/eu-de/nanoII_45

Deutsche Bedienungsanleitung: anker.com/eu_de/nanoII45.pdf

Erhältlich ist das Anker 713 Nano II 45 Watt GaN-Ladegerät gibt es in weiß oder schwarz bei Amazon* zum Preis von 39,99 Euro. Aktuell gibt es bei Amazon* noch 25% Rabatt. Die Anker Nano II Serie besteht aus insgesamt 3 Modellen mit 30 Watt*, 45 Watt* und 60 Watt*.

Was ich gut finde:

Beim Auspacken findet man neben dem Ladegerät noch eine deutsche Kurzanleitung. Mehr braucht es auch nicht. Ok, es könnte vielleicht noch ein passendes Ladekabel beiliegen, aber das gibt es auch woanders nicht dazu.

Das Design des Anker 713 Nano II 45 Watt ist klassisch eckig. Vor der Stecker, hinten der Klotz mit der Elektronik und eine USB-C Buchse. Dank GaN-Technologie (was ist das?) ist das Anker Nano II 45W wirklich extrem kompakt für seine Leistung. Kompakt bedeutet oft aber auch Wärmeentwicklung. Nicht so beim Anker, denn hier wird nichts auffällig warm. Egal, ob ich mein iPad lade oder mein Laptop. Maximal 41°C zeigte mein Thermometer an. Es gibt beim Laden auch keine unnormalen Geräusche wie Fiepen oder Pfeifen. Zur Sicherheit ist alles an Bord, was heute nötig ist. Also Spannungsüberwachung, Überwachung der Temperatur, Polung usw.

Wie immer teste ich auch das Anker 713 Nano II 45 Watt für jeden sehr einfach nachvollziehbar. Aber anstatt nur mit meinem iPhone 13 Pro wird nun auch mit dem iPad Pro 12.9 getestet. Das iPad wird bei einem Akkustand von exakt 8% mit dem Ladegerät verbunden und dann alle 15 Minuten geschaut, wo der Akku steht. Nach einer Stunde wird der Test beendet. In dieser Zeit wird das iPad nicht benutzt. Natürlich wird dabei ein vernünftiges 240W USB-C Kabel verwendet, denn das iPad Pro verfügt ebenfalls über USB-C.

Leider ist mein HUAWEI MateBook X Pro ist beim Laden eine echte Diva. Bisher hat es nur mit dem riesigen original Ladegerät geladen oder eben mit dem UGREEN Nexode 140 W GaN Charger (Testbericht). Mit meinem Huawei Laptop werde ich das Anker 713 Nano II 45 Watt natürlich auch mal testen. Da ich kein MacBook besitze, kann ich es damit leider nicht testen.

Was ich nicht gut finde:

Einziger Nachteil des Anker 713 Nano II 45 Watt ist die Beschränkung der Spannung auf 200 bis 240 Volt. Das könnte im Ausland wie z.B. den USA und Kanada nicht genutzt werden kann.

Fazit:

Ist das Anker Nano II 45W empfehlenswert? Ja und das jeden einzelnen Cent. Zumal es bei Anker immer wieder Rabattaktionen gibt, bei denen man kräftig sparen kann. Aber auch ohne Rabatt lohnt sich der Kauf, weil jetzt nur nur ein Ladegerät gebraucht wird, welches dazu noch super kompakt und leicht ist. Perfekt für unterwegs und seitdem mein täglicher Begleiter, auch auf Reisen in Verbindung mit meinem 3-in-1 Ladegeräten (Testbericht). Und dafür gibt es natürlich das Gütesiegel.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf eigene Kosten bei Amazon gekauft. Es wurde nicht vom Hersteller bzw. Onlineshop als Leihgabe bzw. als Geschenk zur Verfügung gestellt. Diese Offenlegung dient der Transparenz.

Fresh ’n Rebel Twins 3 im Test – was taugt diese Semi-In-Ear Headset wirklich?

Im Test habe ich das Fresh ’n Rebel Twins 3 Semi-In-Ear Headset, welches ich mir mal wieder selbst gekauft habe, um herauszufinden, wie gut es wirklich ist. Taugt es oder eher nicht?

Fresh ’n Rebel ist einer der Hersteller, die schon Gefühl ewig dabei sind, aber eigentlich angesprochen werden, wenn es um Headsets geht. In unserem Podcast ist es dasselbe. Dort sprechen wir immer wieder mal über Headsets aller Art und nie fällt uns dieser Hersteller ein. Jetzt wurden die Fresh ’n Rebel Twins 3 vorgestellt und weil sie preislich genau in mein aktuelles Testfeld von Half-In-Ear Headsets bis 150 Euro passt, habe ich es mir mal gekauft. Warum gekauft? Weil wohl auch Fresh ’n Rebel nach einigen Tests mit weniger guten Urteilen wohl sauer auf mich ist und nicht auf Anfragen reagiert. Aber egal. Nicht lange betteln, sondern kaufen und komplett frei testen. Zum direkten Vergleich treten die SoundPEATS Air3 Deluxe HS (Testbericht), welche ich direkt vorher getestet habe.

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität mit Android und iOS, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei. Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde.  Wie immer sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab. Das auch mit einer der Gründe, warum wir unsere Testberichte eher kurz halten, denn niemand elend lange Texte lesen und daher konzentrieren wir uns auf besonders erwähnenswerte Merkmale. Wie ich genau teste und worauf ich dabei so achte, habe ich hier im Detail beschrieben -> Link

Technische Daten Fresh ’n Rebel Twins 3:

  • 13 mm Treiber
  • Bluetooth Profile A2DP, AVRCP, HFP, SPP, GATT (was ist das?
  • Bluetooth Codec SBC, AAC (was ist das?
  • Freisprechfunktion
  • Touchbedienung
  • Trageerkennung
  • Wireless Charge
  • Sprachassistenten Siri / Google Assistant
  • spritzwassergeschützt nach IPX4 (was bedeutet das?)
  • USB Typ-C
  • 56,5 x 48 x 22,8 mm (Case)
  • 4 g (pro Earpiece)
  • 37 g (gesamt mit Case)

Produktseite: freshnrebel.com/de/twins-3

Deutsche Bedienungsanleitung: freshnrebel.com/fnr-3tw2003-manual.pdf

Erhältlich ist das Fresh ’n Rebel Twins 3 Semi-In-Ear Headset in lila, grün, grau, blau oder schwarz bei Amazon* zum Preis von 59,99 Euro. Wer doch lieber ein „richiges“ In-Ear Headset haben möchte, kann die baugleichen Twins 3 Tip bei Amazon* kaufen.

Der Lieferumfang der Fresh ’n Rebel Twins 3

Was ich gut finde:

Beim Auspacken der Fresh ’n Rebel Twins 3 findet man neben dem Case mit den beiden innliegenden Ohrstöpseln, ein kurzes USB-C Ladekabel und eine deutsche Kurzanleitung. So weit so normal. Allerdings kann ich nicht ganz nachvollziehen, was auf der Produktseite mit Bezug auf das Case mit „…einen gewagten und raffinierten Look.“ gemeint sein soll. Das ist ein Case wie jedes andere auch. Aus Plastik, in grau lackiert und steht nicht von selbst. Auch der Deckel hält nur mit Mühe selber offen, wenn man das Case hinlegt. Bislang haben nur die Nothing ear (stick) (Testbericht) einen wirklich gewagten und raffinierten Look. Aber sicher nicht das Case der Fresh ’n Rebel Twins 3. Aber über Design lässt sich nicht streiten und bewerten darf man es auch nicht,

An der Unterseite des Case befindet sich die USB-C Buchse und daneben eine Taste. Klappt man es auf, dann leuchten zwischen den beiden Ohrstöpseln vier LEDs, die den Ladezustand des Case in 25%-Schritten anzeigen. Die Ohrstöpsel werden magnetisch gehalten, sind aber schwer zu entnehmen. Das ist wirklich ganz schön fummelig, aber man hat den Dreh nach kurzer Zeit raus. Wasserdicht ist das Fresh ’n Rebel Twins 3 zwar nicht, aber wie alle anderen auch spritzwassergeschützt nach IPX4 (was bedeutet das?). Damit kann man mal im Regen joggen, aber nicht duschen.

Rein optisch unterscheiden sich die Ohrstöpsel des Fresh ’n Rebel Twins 3 schon mal vom klassischen Design der AirPods 3 (Testbericht) und Co, aber auch nicht einzigartig. Die Verarbeitung ist tadellos. Alles ist sehr sauber gearbeitet. Im Inneren werkeln Treiber mit einem Durchmesser von 13 mm aber das war es auch schon, was man an technischen Daten bekommen wird, aber dazu weiter unten mehr.

Hochauflösende Codecs wir aptX oder LDAC (was ist das?) gibt es beim Fresh ’n Rebel Twins 3 nicht. Nur die beiden Standards AAC und SBC, aber in dieser Preisklasse kein Problem. Dagegen ist das Vorhandensein von Wireless Charge ein dickes Plus. Das Case der Fresh ’n Rebel Twins 3 kann auf einem entsprechenden Qi-Ladepad kabellos aufgeladen werden. Es gibt auch eine Trageerkennung, aber auch über die muss ich leider weiter unten berichten. Der Tragekomfort ist gut bis sehr gut. Seilspringen oder Burpees sind mit dem Fresh ’n Rebel Twins 3 kein Thema. Liegt man auf dem Rücken z.B. beim Bankdrücken verschiebt es sich nur minimal. Das passt soweit im wahrsten Sinne des Wortes.

Klassisches Case mit USB-C beim Fresh ’n Rebel Twins 3

Eine App gibt es nicht, was aber kein Beinbruch ist, weil es auch ohne geht und lieber gar keine App, als irgendeine Wischiwaschi App ohne erkennbaren Nutzen, nur dass es eine gibt. Beim Thema Akku habe ich gemischte Gefühle. Auf der Produktseite steht was von bis zu 6 Stunden Akkulaufzeit und zusammen mit dem Case bis zu 27 Stunden. In der Realität waren es bei mir 4 Stunden und 18 Minuten. Insgesamt konnte ich beide Ohrstöpsel nur zweimal aufladen und beim dritten mal Aufladen, reichte der Akku dann noch mal für 2 Stunden und 48 Minuten. Macht zusammen knapp 16 Stunden. Das ist deutlich weniger als versprochen, aber das ist eigentlich bei allen Konkurrenten dieser Preisklasse der Fall. Trotzdem sind die mehr als 4 Stunden länger als bei vielen anderen.

Und wie klingen die Fresh ’n Rebel Twins 3? Sehr Neutral, um es positiv auszudrücken. Egal welche Art von Musik ich von meiner 120 Titel umfassenden Test-Playlist höre, es klingt fad, langweilig und ohne Spielfreude. Es plätschert so vor sich hin. Da es keine App gibt, kann man dem Klang auch nicht per Equalizer auf die Sprünge helfen. Für Podcasts oder Hörbücher mag das ja noch funktionieren, aber so richtig lange Musik hören mag ich damit nicht. Schon gar nicht laut, denn damit werden die so gut wie gar nicht vorhandenen Bässe noch dünner, die Höhen dafür umso bohrender und nerviger. Das ist sehr schade, denn die Bühne ist angenehm breit und vor allem tief, aber was nützt mir das, wenn der Rest keinen Spaß macht.

Das Semi-In-Ear bietet einen guten Tragekomfort

Bei Anrufen gibt es kaum etwas zu bemängeln, außer das männliche Anrufer eher dünn daher kommen, was dem neutralen Klang geschuldet ist. Weibliche Stimmen kommen hingegen gut verständlich rüber. Man selber wird gut verstanden, auch wenn Nebengeräusche wie Wind oder vorbeifahrende Autos deutlich zu hören sind.

Was ich nicht gut finde:

Ein ständiges Ärgernis der Fresh ’n Rebel Twins 3 sind die Probleme mit der Verbindung. Da es keine Informationen darüber gibt, welche Bluetooth Version zum Einsatz kommt, vermute ich eine ältere Bluetooth Version 5.0 oder sogar noch älter. Denn das Fresh ’n Rebel Twins 3 kämpft mit Problemen, die ich schon ewig nicht mehr gesehen habe. Irgendwie exemplarisch für Fresh ´n Rebel. Man bekommt so gut wie keine Detailinformationen zu den Produkten und das ärgert mich. Ich möchte vergleichen, natürlich mit der Konkurrenz, oder ist es Fresh ´n Rebel peinlich und verschweigt das besser? Keine Ahnung, denn auch Mails bleiben unbeantwortet.

Einer der Vorzüge des Fresh ’n Rebel Twins 3 ist das kabellose Laden

Die erstmalige Einrichtung ist erst mal kein Problem. Egal ob iOS oder Android. Per Bluetooth ist das Fresh ’n Rebel Twins 3 in Sekunden betriebsbereit. Beim nächsten mal sollte es sich dann direkt mit dem letzten verbundenen Gerät verbinden. Zumindest in der Theorie, denn in der Praxis funktioniert das so gut wie nie. Entweder verbindet keiner der beiden Ohrstöpsel, auch wenn Smartphone und Headset direkt nebeneinander liegen, oder es verbindet nur ein Ohrstöpsel. Dann wieder den „toten“ Ohrstöpsel in das Case, Deckel zu, kurz warten und hoffen, dass es dann funktioniert. Ab und zu ja, oft genug nein. Total nervig.

Oder man geht mit dem Headset aus der Reichweite des Smartphones. Dann wieder zurück und das Fresh ’n Rebel Twins 3 sollte sich wieder automatisch verbinden. Klappt in ca. 50% der Fälle und das unabhängig vom Betriebssystem. Ist bei Android und iOS derselbe Mist. Ob mein Fresh ’n Rebel Twins 3 defekt ist? Nein, denn diese Erfahrungen kann man auf vielen Portalen nachlesen. Achso, Multipoint gibt es nicht, aber das ist wirklich das kleinere Übel.

Oder diese Trageerkennung. Zwar prinzipiell funktionsfähig, aber irgendwie unbrauchbar, weil der Sensor entweder zu träge, gar nicht oder zu empfindlich reagiert. Ich nehme einen der beiden Ohrstöpsel des Fresh ’n Rebel Twins 3 aus dem Ohr und es spielt weiter. Das passiert in etwas der Hälfte der Fälle. Man muss den Ohrstöpsel wirklich ganz am Ende Stängels greifen, sonst reagiert der Sensor nicht. Meist schaltet sich die Wiedergabe erst ab, wenn man das Headset auf den Tisch legt. In der Hosentasche spielt es munter weiter.

Wo es am engsten ist, wird das Fresh ’n Rebel Twins 3 bedient

Zusammen mit der Trageerkennung gibt es auch ein paar Probleme bei der Bedienung. Die ist an sich sehr einfach gehalten, denn bis auf Play, Pause, Titel vor, zurück, Anrufe annehmen, ablehnen, auflegen oder den Sprachassistenten starten gibt es nichts zu bedienen. Beim Blick auf den Ohrstöpsel denkt jeder zuerst daran, auch auf der Fläche mit dem Logo zu tippen. Das ist aber falsch, denn der richtige Punkt ist ein paar Millimeter weiter unten am oberen Teil des Stängels. Leider werden Befehle nur selten korrekt erkannt und umgesetzt.

Das Problem ist offensichtlich die Unterscheidung zwischen zwei oder dreimal drücken. Total nervig, denn auch das vorübergehende Herausnehmen eines Ohrstöpsels für ein kurzes Gespräch ist dank der problematischen Trageerkennung keine Option. Für einen Reset auf die Werkseinstellungen setzt man die beiden Ohrstöpsel in das Case und hält die Taste auf der Unterseite des Case für 10 Sekunden gedrückt.

Diese Verbindungsprobleme sind extrem nervig

Fazit:

Ist das Fresh ’n Rebel Twins 3 empfehlenswert? Leider nein, auch wenn der Preis und der namhafte Hersteller dahinter verlockend ist. Am Ende ist die Enttäuschung riesig. Dünner Klang, schlechte Trageerkennung, massive Probleme mit der Verbindung und eine mehr schlecht als recht funktionierende Bedienung. Das reißt auch Wireless Charge nicht mehr raus oder die ordentliche Akkuleistung. Eine deutlich bessere Alternative sind die SoundPEATS Air3 Deluxe HS (Testbericht), welche nach wie vor ihren Platz in unserer Bestenliste behaupten.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf eigene Kosten beim Hersteller gekauft. Es wurde nicht vom Hersteller bzw. Onlineshop als Leihgabe bzw. als Geschenk zur Verfügung gestellt. Diese Offenlegung dient der Transparenz.

Teufel Real Blue TWS 2 im Test – was taugt der Teufel im Ohr?

Im Test habe ich das Teufel Real Blue TWS 2 In-Ear Headset, dem Nachfolger eines ziemlich erfolgreichen Vertreters, weil es halt ein echter Teufel war. Das „Neue“ soll aber alles noch besser machen und das gilt es zu überprüfen.

Der Vorgänger hört auf die Bezeichnung Teufel Real Blue TWS (Testbericht) und konnte sich seinerzeit wegen der hervorragenden Akkulaufzeit und guten Klang das Gütesiegel und einen Platz in unserer Bestenliste sichern. Bis zum Test des OnePlus Buds Pro (Testbericht), denn da war das Preis/Leistungsverhältnis einfach besser und genau damit muss sich das Teufel Real Blue TWS 2 jetzt auch messen.

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität mit Android und iOS, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei. Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde.  Wie immer sind sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab. Das auch mit einer der Gründe, warum wir unsere Testberichte eher kurz halten, denn niemand elend lange Texte lesen und daher konzentrieren wir uns auf besonders erwähnenswerte Merkmale. Wie ich genau teste und worauf ich dabei so achte, habe ich hier im Detail beschrieben -> Link. Nicht zuletzt von der Auswahl der passenden Aufsätze die zum sehr großen Teil den Klang beeinflussen. Dazu habe ich hier mal ein paar Tipps zusammengetragen -> Link

Technische Daten Teufel Real Blue TWS 2:

  • 12 mm Treiber
  • 10 Hz – 20 kHz
  • 95 dB ±3 dB
  • Bluetooth 5.2
  • Bluetooth Profile A2DP, AVRCP, HFP, HSP (was ist das?
  • Bluetooth Codec AAC, SBC (was ist das?
  • Freisprechfunktion
  • ANC
  • Touchbedienung
  • Sprachassistenten
  • spritzwassergeschützt nach IPX3 (was bedeutet das?)
  • USB Typ-C
  • 65,1 x 40,4 x 29,6 mm (Case)
  • 22,4 x 22,26 x 27,6 mm (Earpiece)
  • 5,5 g (pro Earpiece)
  • 49 g (gesamt mit Case)
  • 55 mAh (Earpiece)
  • 370 mAh (Case)

Produktseite: teufel.de/real-blue-tws-2

Deutsche Bedienungsanleitung: teufel.com/REAL_BLUE_TWS_2/Teufel_REAL_BLUE_TWS_2_UM_V1.1_DE.pdf

Erhältlich ist das Teufel Real Blue TWS 2 TWS Headset in schwarz bei Amazon* zum Preis von 149,99 Euro.

Was ich gut finde:

Packen wir das Teufel Real Blue TWS 2 doch mal aus. Typisch Teufel gibt es einen schlichten, braunen Karton. Darin das Case mit den beiden Ohrstöpseln, ein kurzes USB-C Kabel, neben den bereits montierten Ohrpolstern noch mal vier Paar Ohrpolster aus Silikon in vier Größen und eine deutsche Bedienungsanleitung.

Vergleicht man das Teufel Real Blue TWS 2 mit dem Teufel Real Blue TWS (Testbericht), dann sieht man zuerst einmal das leicht abgeänderte Case des 2er. Es ist am Deckel etwas abgeflacht, aber ansonsten nahezu identisch was die Größe, Gewicht und Akkukapazität angeht. Nach wie vor steht das Case von selbst und der Deckel bleibt offen stehen, was nur eine Kleinigkeit ist, aber in der Praxis echt nützlich ist. An der Front die drei LEDs für die Anzeige der Akkukapazität des Case und auf der Rückseite die USB-C Buchse.

Der Lieferumfang des Teufel Real Blue TWS 2

Auch die Ohrstöpsel sind primär nur optisch dezent verändert worden. Die Touchfläche ist nach wie vor angenehm groß und problemlos blind zu ertasten. Im Inneren finden immer noch die 12 mm messenden Treiber Platz, dazu noch das ANC und jeweils ein Akku mit 55 mAh, der für die erstklassige Laufzeit sorgt. Die Entnahme aus dem Case ist zwar nicht perfekt gelöst, aber besser als bei vielen anderen Konkurrenten. Etwas Übung macht den Meister.

Obwohl die Gehäuse des Teufel Real Blue TWS 2 relativ groß ausfallen, ist der Sitz und der Tragekomfort gut bis sehr gut. Ich kann problemlos Burpees machen, aber bei Jumping Jacks rutschen sie dann doch mal ein Stück aus dem Ohr, fallen aber nicht heraus. Das hängt wie oben beschrieben aber maßgeblich von den passenden Ohrpolstern ab. Wie hier im Artikel beschrieben sollte man sich wirklich etwas Zeit nehmen, was das Headset mit einem guten Sitz quittiert. Selbst nach vielen Stunden stören sie nicht im Ohr, obwohl sie keine aktive Hinterlüftung wie z.B. die AirPods Pro 2 (Testbericht) haben.

Das neue Case ist etwas flacher, aber sonst identisch

Wasserdicht ist das Teufel Real Blue TWS 2 zwar nicht, aber spritzwassergeschützt nach IPX3 (was bedeutet das?), wodurch man auch mal im Regen joggen kann oder stark schwitzen. Aber zum Duschen taugt es nicht.

Neu ist die App Teufel Headphones (Android / iOS), über die die Teufel Real Blue TWS 2 verbunden werden. Das geht schnell und dank Bluetooth 5.2 ist die Reichweite mittlerweile echt kein Problem mehr. Auch das Wiederverbinden nach der Trennung ist heute nur noch selten ein Problem. Bei Teufel ist hier alles im grünen Bereich.

USB-C wie gehabt

In der App lässt sich zuerst mal das ANC steuern, was man aber auch, bequemer und schneller, direkt am Ohrstöpsel anpassen kann. Der Equalizer bietet etliche Voreinstellungen, aber auch die Möglichkeit ein eigenes Preset zu speichern. Wie immer teste ich in der neutralen Einstellungen, denn nur so kann ich direkt vergleichen. In den Einstellungen der App lässt sich dann noch der Standby aktivieren, der das Teufel Real Blue TWS 2 nach vier Minuten ohne Nutzung in den Standby-Modus versetzt.

Die Bedienung per Touch ist einfach, eingängig und funktioniert tadellos. Um das Teufel Real Blue TWS 2 mit einem neuen Gerät zu verbinden, hält man beide Ohrstöpsel für ca. 1,5 Sekunden gedrückt. Klingelt das Handy, kann man den Anruf ablehnen, in dem man links oder rechts für ca. 1,5 Sekunden gedrückt hält. Hält man rechts kurz gedrückt, startet man entweder Amazon Alexa oder den Google Assistant. Links für ca. 1,5 Sekunden gedrückt halten, schaltet das ANC entweder Aus, ein oder aktiviert den Transparenz-Modus.

Auch im Inneren des Case gibt es nichts Neues

Um die Lautstärke zu ändern, drückt man kurz links für leiser und kurz recht für lauter. Das ganze in einer sehr angenehmen Abstufung. Doppelt drücken links oder rechts steuert Play und Pause. Kommt ein Anruf rein, dann kann man diesen so auch annehmen und auch wieder beenden. Dreimaliges Drücken links springt einen Titel zurück und dasselbe rechts, springt einen Titel nach vorne. Für einen Reset auf die Werkseinstellungen legt man beide Ohrstöpsel in das Case, lässt den Deckel offen und drückt links und rechts insgesamt fünf mal hintereinander auf die Touchfläche.

Apropos ANC. Da konnte schon das Teufel Real Blue TWS (Testbericht) überzeugen und das Teufel Real Blue TWS 2 ist sogar noch mal einen Ticken besser geworden. Selbst ohne aktives ANC sorgen die Ohrpolster für eine ordentliche Dämpfung der Umgebung. Schaltet sich das ANC ein, dann wird es ganz schön ruhig um einen herum. Zwar sind die Kollegen auf der Wache noch zu hören, aber so leise, dass es nicht mehr stört. Vorbeifahrende Autos sind nur noch als leises Rauschen zu hören, genauso ein Fön oder ein klingelndes Telefon. Für diese Preisklasse absolut top. Das gilt auch für den Transparenzmodus, der mir besonders wichtig ist.

Damit ich keinen Alarm verpasse oder auch mal einen Kollegen, der mich anspricht, ist das eigentlich mein Mittel der Wahl. Hier findet das Teufel Real Blue TWS 2 die richtige Mischung aus Umgebung und Dämpfung.

Das Design des Teufel Real Blue TWS 2 wurde minimal aufgefrischt

Der Akku hält, wie auch schon beim Teufel Real Blue TWS (Testbericht) überdurchschnittlich lang durch. Auf der Produktseite liest man was von 8 Stunden. Das gilt aber nur ohne ANC. Mit aktiven ANC und etwas höherer Lautstärke sollen es 5 Stunden sein. Diese Angabe habe ich mit 6 Stunden und 22 Minuten locker überbieten können. Wie versprochen konnte ich beide Ohrstöpsel zweimal komplett aufladen und beim Dritten mal hat es sogar noch mal für 2 Stunden und vier Minuten gereicht.

Und wie klingt das Teufel Real Blue TWS 2? Eigentlich genauso wie das Teufel Real Blue TWS (Testbericht). Wuchtig, eben ein echter Teufel im Ohr. Der omnipräsente Bassbereich dürfte vielen Hörern gefallen, auch wenn die Mitten oder besser gesagt die Stimmen demgegenüber etwas in den Hintergrund gedrängt werden. Die hohen Frequenzen wiederum, bieten eine leichte Überhöhung, die aber selbst bei maximaler Lautstärke nicht nervig werden. Überhaupt überzeugt das Teufel Real Blue TWS 2 über alle Lautstärken mit einer Leichtigkeit und Spielfreude, dass es ein klassisches Spaß-Headset ist. Rein ins Ohr, aufdrehen und Abfahrt. Im direkten Vergleich mit dem OnePlus Buds Pro (Testbericht) fehlt es zwar ein wenig an der Breite und Tiefe des Raumes, aber hier bei der Wucht und Präsenz zieht das Teufel Real Blue TWS 2 gnadenlos davon.

Bei Telefonaten weiß die Betonung des Tieftonbereichs zu gefallen, da es Anrufern das nötige Volumen gibt und es gibt nur ganz schwache Nebengeräusche bei Wind, wo hingegen die Umgebung sehr wirkungsvoll fast vollständig ausgeblendet wird.

Der Tragekomfort des Teufel Real Blue TWS 2 ist gut

Was ich nicht gut finde:

Leider gibt es immer noch kein Wireless Charge. Selbst deutlich günstigere In-Ear Headsets wie die OnePlus Buds Pro (Testbericht) oder die Nothing ear (1) (Testbericht) bieten es und es ist ein nettes Extra. Ich nutze es gerne und möchte es nicht mehr missen.

Eine Trageerkennung gibt es auch noch nicht. OK, bei einem 50 Euro Headset lässt sich das Fehlen dieses Komfortmerkmals ja noch verkraften, aber nicht bei einem 150 Euro Headset, welches sich bewusst mit den „Großen anlegen“ will. Da müssen solche Extras mit an Bord sein. Das gilt auch für Multipoint (was ist das?). In dieser Preisklasse meiner Meinung nach absolute Pflicht.

Die neue App ist ok, hat aber noch Potential nach oben

Genauso hochwertige Audiocodecs. Bis auf die beiden Standards AAC und SBC gibt es nichts obendrauf. Aktuelles Gegenbeispiel gefällig? Die SoundPEATS Air 3 Deluxe (Testbericht) kosten gerade einmal 47 Euro und bieten den LDAC (was ist das?). Und die Liste derer für unter 100 Euro lässt sich mittlerweile recht lange fortsetzen. Also gehört so etwas auch in das Teufel Real Blue TWS 2.

Für die Zukunft wünsche ich mir noch die Möglichkeit die Bedienung per App ein wenig anzupassen.

Fazit:

Ist das Teufel Real Blue TWS 2 empfehlenswert? Ja, auch der Nachfolger ist eine Empfehlung wert, auch wenn mir Features wie Multipoint, eine Trageerkennung oder ein hochwertiger Codec fehlt. Aber beim Thema Akku und Klang macht man keinen Fehler. Party On mit dem Teufel im Gehörgang, der viele, viele Stunden ungestörten Spielspaß garantiert und dank des sehr guten ANC zu überzeugen weiß. Dafür gibt es dann auch das Gütesiegel, aber man sollte vor dem Kauf immer warten, bis Teufel mal wieder eine Rabattaktion startet. Das passiert sehr häufig und dann verbessert sich das Preis/Leistungsverhältnis nochmals.

Party-Headset

Lieferumfang
Verarbeitung
wechselbare Ohrpolster
Ausstattung
Powerbank
Wasserdicht
Trageerkennung
Andere Extras
Abmessungen
Gewicht
Akku (Musik während laden?)
Tragekomfort
Sitz im Ohr
Sport
Verbindung
Latenz
Master
App
Bedienung
Ein/ Aus
ANC
Klang
Reset

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Geschenk erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Mobi-Test Podcast Folge 200 – das Amazfit, Mi Band, Huawei Band und Elektroautos im Alltag

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Was für eine Woche – in der Technikszene war es eher ruhig, aber in unserem Alltag tat sich dafür umso mehr. Markus trägt nicht nur einen Fitnesstracker, auch nicht zwei, sondern teilweise drei auf einmal und Peter hat die ersten (schlechten) Erfahrungen mit der Elektromobilität. Er ist jetzt bereits eine Woche vollelektrisch unterwegs und hat schon einiges erlebt und plaudert aus dem Nähkästchen. Ach ja, es gibt auch noch wichtige Infos zur bundesweiten Warntag, weil bei wohl allen Smartphone Nutzern der Empfang von Testwarnungen gar nicht aktiviert sind und Honor hat ein paar Neuigkeiten auf Lager.

Wir wollen euch zukünftig stärker in den Podcast einbinden. Ihr habt Fragen an uns? Dann fragt uns doch einfach. Ihr Fragen zu unseren Testkandidaten? Ihr wollte eure Meinung zu einem unserer Themen loswerden? Immer her damit oder ihr habt Vorschläge für Themen? Dann könnt ihr diese vorschlagen. Die Mailadresse ist: podcast (a) mobi-test.de

eufy Clean LR30 Hybrid+ im Test – wie gut ist dieser Saugroboter mit Wischfunktion und Absaugstation wirklich?

Im Test habe ich den eufy Clean LR30 Hybrid+, dem neuesten Saugroboter von eufy by Anker, der mit einer Absaugstation glänzen möchte und auch sonst sehr viel verspricht. Aber was taugt er im Alltagstest in einer ganz normalen Wohnung im direkten Vergleich zu zwei bekannten Konkurrenten?

eufy ist eine Marke von Anker und für smarte Haushaltsgeräte zuständig. Zuletzt hatte ich den eufy RoboVac G20 Hybrid (Testbericht) im Test, der dem eufy Clean LR30 Hybrid+ rein vom Saugroboter sehr ähnlich ist, nur dass unser Testobjekt noch mit einer automatischen Absaugstation daherkommt. Über den Sinn und Unsinn einer solchen Station kann man streiten, aber ich finde diese ungemein praktisch, auch wenn sie im Laufe der Zeit Zusatzkosten durch den Kauf von Staubbeuteln nach sich zieht. Vergleichen werde ich den eufy wohl mit dem Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra (Testbericht) und dem Dreame Bot D10 Plus (Testbericht). Sie alle liegen in einer Preisklasse, verfügen über ähnliche Leistungsdaten und eine automatische Absaugstation.

Wie immer sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und Erfahrungen in meiner Wohnung und nicht aus einem Testlabor. Wie meine Wohnung so aussieht und welche Herausforderungen auf den Testkandidaten warten, habe ich hier ausführlich beschrieben -> Link

Technische Daten eufy Clean LR30 Hybrid+:

  • LiDAR-Navigation
  • Sprachsteuerung per Google Assistant/ Alexa
  • 3000 pa Saugleistung
  • 25.000 pA Saugleistung (Station)
  • 2 Seitenbürsten
  • 1 Bodenbürste
  • Zonenreinigung
  • No-Go Areas
  • Virtual Wall
  • eufy Clean App kompatibel
  • 200 ml Staubbehälter
  • 200 ml Wassertank
  • 3 l Absaugstation
  • HEPA-Filter
  • WLAN (2,4 / 5 GHz)
  • 62 dBA
  • 350 x 350 x 100 mm (Sauger)
  • 394 x 245 x 220 mm (Station)
  • 3,5 kg
  • 50 Watt
  • 3200 mAh

Produktseite: de.eufy.com/eufy_Clean_LR30_Hybrid+

Deutsche Bedienungsanleitung: ankertechnologycompanyltd.com/eufylr30hybrid+manual_de.pdf

Erhältlich ist der eufy Clean LR30 Hybrid+ derzeit nur in schwarz zum Preis von 599 Euro bei Amazon*.

Der Lieferumfang des eufy Clean LR30 Hybrid+

Was ich gut finde:

Wie immer fängt es mit dem Auspacken an, so auch beim eufy Clean LR30 Hybrid+. In dem Karton befindet sich zunächst einmal der Saugroboter selbst, dazu zwei Ersatz-Seitenbürsten, zwei zusätzliche Staubbeutel, ein Ersatzfilter, ein weiteres Wischtuch, ein Reinigungswerkzeug, ein Netzteil, die Absaugstation, eine Unterlage und die deutsche Bedienungsanleitung.

Der Saugroboter ist an sich unspektakulär. Oben der Turm mit der integrierten LiDAR-Navigation, die sich bei eufy „iPath Laser Navigation“ nennt, welche für die Vermessung und Kartierung der Räume auf bis zu 3 Etagen zuständig ist. Dazu zwei, schick in Chrom eingefasste, Tasten. An der Front gibt es keine extra Kamera für die Hinderniserkennung. Leider finde ich keinerlei Angabe, wie diese realisiert wird und genau das war auch ein Problem im Praxistest, worauf ich weiter unten eingehen werde.

An der Rückseite des eufy Clean LR30 Hybrid+ der Einschub mit dem kombinierten Staubbehälter und Wassertank, die jeweils 200 ml fassen. Die Entnahme ist etwas knifflig, wenn die Wischplatte montiert ist. Um den Tank zu entfernen sollte man den Saugroboter etwas anheben, um an der Wischplatte vorbei zu kommen. Das Füllen des Wassertanks ist kein Problem genauso wenig das manuelle Entleeren des Staubbehälters.

Auf der Unterseite des eufy Clean LR30 Hybrid+ fallen zuerst mal die beiden Seitenbürsten auf. Dass diese doppelt vorhanden sind, ist ein großer Vorteil gegenüber allen Konkurrenten mit nur einer Seitenbürste. Obwohl sich die Seitenbürsten relativ schnell drehen, passiert es nur sehr selten, dass Dreck zur Seite „weg geschossen“ wird. Eine Bürste fängt den meistens auf. Die Bodenbürste ist wieder ein Standardmodell, genauso die Platte mit dem Wischmop. Dieser ist passiv, wird also nur hinterher gezogen, bewegt sich aber ansonsten nicht und kann auch nicht für die Teppichreinigung angehoben. Das Wischpad kann problemlos entfernt und gewaschen werden.

Die Absaugstation des eufy Clean LR30 Hybrid+ ist optisch schon mal sehr ansprechend. Kein klobiger Kasten, sondern schön rund und wirklich gefällig. Öffnet man den Deckel, hat man Zugang zum Staubbeutel mit 3 Liter Fassungsvermögen. Unten die beiden Kontakte zum Laden und die Öffnung für die automatische Absaugung. An der Rückseite ist die Buchse für das Netzkabel. Überschüssiges Kabel kann man leider nicht verstecken. Über diese Unterlage lasse ich mich weiter unten aus, denn ob das hübsch ist oder nicht ist Geschmackssache, aber das Ding nervt einfach nur, denn einen Sinn erkenne ich dahinter nicht.

Bevor es dann mit dem Praxistest losgeht, muss der eufy Clean LR30 Hybrid+ zuerst mal mit der eufy Clean ehem. EufyHome App (Android / iOS) verbunden werden. Das geht wie gewohnt in wenigen Schritten und schon kann es mit der Erkundungsfahrt durch die Wohnung losgehen. Leider gibt es keine schnelle Kartierung und so dauert die Erstellung der Karte, je nach Wohnung, pro Etage bis zu einer Stunde. Dabei wird nichts gesaugt oder gewischt. Ist die Karte erstellt, können die Räume angepasst werden. Also getrennt, verbunden, umbenannt und direkt auch virtuelle Wände oder No-Go Areas konfiguriert werden. Natürlich kann man komplexe Reinigungspläne konfigurieren oder auch für jeden Raum festlegen, wie dieser zu reinige ist. Die Küche z.B. maximale Saugkraft und maximales Wasser, das Schlafzimmer dafür alles auf mittel. Auch während einer laufenden Reinigung lassen sich die Wasserzufuhr und Saugkraft regulieren.

Im Praxistest muss sich auch der eufy Clean LR30 Hybrid+ der Sauerei mit dem Kaffee stellen. Also wieder das Missgeschick, dass mir der Spülwasserbehälter heruntergefallen ist und da ich das nicht gemerkt habe, zum Teil eingetrocknet. Bei allen Testkandidaten habe ich zur Reinigung die Wasserzufuhr und Saugleistung auf Maximal gestellt. Dadurch wird der Saugroboter zwar lauter, aber es ist absolut im Rahmen. Bis auf wenige Kaffeereste in einer Fuge hat der eufy Clean LR30 Hybrid+ die komplette Sauerei beseitigt, was viele im ersten Anlauf nicht so gut bewältigen. Wirklich top.

Auch sonst kann der eufy Clean LR30 Hybrid+ im Alltag mit seiner Saug- und Wischleistung überzeugen. Ab und an gibt es mal ein kleines Problem z.B. an überhängenden Kanten wie bei mir in der Küche, an denen zu vorsichtig agiert und daher zu weit von der Kante entfernt bleibt. Dafür fährt er bei mir unter dem Esstisch in das Stuhllabyrinth hinein und saugt auch zwischen den Stühlen. Auffällig ist auch, wie zielsicher der Sauger durch die Wohnung navigiert. Er bleibt nirgends hängen und hat sich bislang auch noch nicht festgefahren. Meine „Testschwelle“ mit 20 mm hat der eufy Clean LR30 Hybrid+ spielend überwunden und auch hochflorige Teppiche sind kein Problem.

Gesaugt und gewischt wird zuerst einmal komplett am Rand und dann Z-förmig im Inneren der Bereichs oder Raums. Das macht durchaus Sinn und gerade an Tischbeinen oder den Füßen der Couch fährt der eufy Clean LR30 Hybrid+ nahezu perfekt drum herum, um auch ja nichts auszulassen. Das dauert zwar etwas, aber dafür ist es wirklich gründlich.

Fährt der eufy Clean LR30 Hybrid+ auf einen Teppich, dann aktiviert sich automatisch „BoostIQ“, durch die die Saugkraft auf Teppichen automatisch erhöht wird. Da das Wischpad ein passives ist, wird der Teppich feucht, was aber kein großes Problem ist, denn so richtig nass ist das nicht und genauso schnell trocknet das auch wieder.

Es gibt verschiedene Modis zur Reinigung. Die Automatik reinigt schlicht alles. Keine Ahnung, was da automatisch sein soll. Mit „Raum“ können einzelne Zimmer oder mehrere hintereinander gereinigt werden. Dann die Reinging eines bestimmten Bereichs. Hier ist allerdings die Änderung der Größe etwas knifflig. Wählt man „Stelle“, dann führt der eufy Clean LR30 Hybrid+ eine punktuelle Reinigung mit einem Radius von ca. 80 cm durch.

Insgesamt überzeugt der eufy Clean LR30 Hybrid+, denn bis auf das Problem mit den überhängenden Kanten habe ich nie das Gefühl, dass ich noch mal mit dem Handsauger nachhelfen muss. Bei Flecken muss man einfach mal realistisch bleiben. Der wochenlang eingetrocknete Soßenfleck oder mit dem Hund vom Gassi gekommen und 2 kg Matsch im Flur, wird kein Sauger der Welt beseitigen können. Für den normalen Alltagsdreck funktioniert der Sauger einwandfrei.

Was ich nicht gut finde:

Diese Unterlage für die Saugstation wird einfach nur lose an die Absaugstation gelegt und genau das ist das größte Problem. Da sie nicht wirklich befestigt wird, verrutscht das ganze Konstrukt permanent. Denn oft genug fängt sich der eufy Clean LR30 Hybrid+ noch auf der Unterlage an zu drehen, stößt dabei an die Abaugstation und schiebt diese von der Unterlage weg. Damit verliert der Saugroboter dann aber auch seine Orientierung und versucht verzweifelt wieder anzudocken, was natürlich nicht gelingt. Es folgt eine Fehlermeldung und die Quittierung des Dienstes, bis man wieder alles korrekt aufstellt und den eufy Clean LR30 Hybrid+ auf den ladekontakten platziert. Ein paar Streifen Panzertape lösen das Problem, was wirklich schön sieht das nicht aus, da die Platte transparent ist. Mich wundert das sehr, denn beim eufy RoboVac G20 Hybrid (Testbericht) ist diese Platte fest mit der Station verbunden. Eufy weiß also, wie es richtig geht. Warum nicht hier?

Weiterhin muss man vorab entscheiden, ob man den Staubbehälter nach der Reinigung automatisch absaugen lassen möchte oder doch lieber Wischen möchte, dann aber ohne Absaugung. Das liegt wie oben beschrieben daran, dass der eufy Clean LR30 Hybrid+ für die automatische Absaugung rückwärts an die Station heranfährt. Ist dieselbe Geschichte wie z.B. beim Ecovacs Deebot T10+ (Testbericht). Auch er parkt rückwärts für die Absaugung ein und auch dort kann man entweder wischen oder automatisch absaugen lassen. Der Umbau ist zwar schnell gemacht, aber viele Konkurrenten können beides.

Entweder besitzt der eufy Clean LR30 Hybrid+ keine extra Hinderniserkennung, oder sie funktioniert nicht richtig. Denn wie gewohnt, lege ich dem Saugroboter auf seinem Weg eine Fernbedienung, einen kleinen Plüschteddy und ein Steckdosenleiste mit extra langen Kabel in den Weg. Alle drei Gegenstände hat der eufy gnadenlos missachtet und vor sich hergeschoben. Lediglich beim Kabel hat er irgendwann mal gemerkt, dass da irgendwas ist und versucht, drüber zu fahren, was am Ende auch gelingt. Aber das ist nicht Sinn der Sache.

Fazit:

Ist der eufy Clean LR30 Hybrid+ empfehlenswert? Jein. Mit der UVP zieht er im direkten Vergleich zum Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra (Testbericht) und dem Dreame Bot D10 Plus (Testbericht) eindeutig den Kürzeren. Der Xiaomi und der Dreame bieten mehr Leistung und weniger Probleme für weniger Geld. Allerdings gibt es bei Anker/ eufy eigentlich immer irgendeine Rabattaktion auf Amazon*. Dann wird das alles schon knapper und der eufy könnte eine echte Alternative werden, denn eufy liefert immer wieder Updates, die viele Probleme beseitigen, aber bis dahin vergebe ich das Gütesiegel noch nicht. Dafür fehlt gibt es dann doch zu viele Ärgernisse.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

SoundPEATS Air3 Deluxe HS im Test – wie viel Deluxe steckt in diesem Semi-In-Ear Headset

Im Test habe ich das SoundPEATS Air3 Deluxe HS Semi-In-Ear Headset, denn der Hersteller verspricht viel Deluxe und ich will wissen, wie viel Luxus wirklich drin steckt.

SoundPEATS ist bei uns schon lange kein Unbekannter mehr. Auch bei uns im Podcast haben wir des Öfteren über sie gesprochen. Zuletzt über die SoundPEATS Air 3 (Testbericht) von denen ich nun die Deluxe Ausführung in Form der SoundPEATS Air3 Deluxe HS in den Händen halte. Die SoundPEATS Air 3 Pro (Testbericht) sind übrigens die In-Ear Ausführung der SoundPEATS Air3 Deluxe HS. Da ich gerade die mehr als doppelt so teuren Nothing ear (stick) (Testbericht) getestet habe, bin ich gespannt, wie sich die SoundPEATS dagegen behaupten können.

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität mit Android und iOS, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei. Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. Wie immer sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab. Das auch mit einer der Gründe, warum wir unsere Testberichte eher kurz halten, denn niemand elend lange Texte lesen und daher konzentrieren wir uns auf besonders erwähnenswerte Merkmale. Wie ich genau teste und worauf ich dabei so achte, habe ich hier im Detail beschrieben -> Link

Technische Daten SoundPEATS Air3 Deluxe HS:

  • 14,2 mm Treiber
  • 20 Hz – 40 kHz
  • 24bit / 96kHz / 990kbps
  • Bluetooth 5.2
  • Bluetooth Profile A2DP, AVRCP, HFP, SPP, GATT (was ist das?
  • Bluetooth Codec SBC, AAC, LDAC (was ist das?
  • Freisprechfunktion
  • Touchbedienung
  • Trageerkennung
  • Adaptiver Equalizer
  • SoundPEATS App
  • Low-Latency Game-Modus mit 60 ms
  • spritzwassergeschützt nach IPX4 (was bedeutet das?)
  • USB Typ-C
  • 56,5 x 48 x 22,8 mm (Case)
  • 4 g (pro Earpiece)
  • 37 g (gesamt mit Case)
  • 30 mAh (Earpiece)
  • 300 mAh (Case)

Produktseite: soundpeats.com/soundpeats-air3-deluxe-hs-wireless-earbuds

Deutsche Bedienungsanleitung: soundpeats.com/SOUNDPEATS-Air3_Deluxe_HS-User-Manual.pdf

Erhältlich ist das SoundPEATS Air3 Deluxe HS Semi-In-Ear Headset in schwarz bei Amazon* zum Preis von 49,99 Euro. Bis zum 30.11.2022 gibt es bei Amazon* noch 20% Rabatt.

Der Lieferumfang der SoundPEATS Air3 Deluxe HS

Was ich gut finde:

In der Verpackung des SoundPEATS Air3 Deluxe HS findet man neben dem USB-C Ladekabel noch eine deutsche Kurzanleitung. Das Case ist eines von vielen, hat aber im Gegensatz zum Nothing ear (stick) (Testbericht) den Vorteil, dass es in der Hosentasche nicht aufträgt. Das Look und Feel ist on Ordnung, aber diese hochglanzlackierte Oberfläche ist im Alltag der Horror. Fingerabdrücke, Fussel und sehr kratzempfindlich. Das sieht nur in den ersten Tagen so richtig schick aus. Spätestens am Deckel des Case merkt man dann aber doch, dass wir hier einen eher günstigen Vertreter der Gattung Semi-In-Ear Headset liegen haben.

Das Öffnen ist irgendwie „billig“. Ein etwas schwergängiges Scharnier, welches zwar offen bleibt, wenn man das Case hinlegt, aber nur deswegen, weil es eben so schwergängig ist. Die Taste steht minimal aus dem Case heraus, was zum Problem werden könnte, wenn man mal etwas drauflegt oder in der Hosentasche transportiert wird. Wasserdicht ist das Case bzw. die Ohrstöpsel nicht, aber spritzwassergeschützt nach IPX4 (was bedeutet das?). Man kann damit mal im Regen joggen gehen oder stark schwitzen, aber duschen geht mit den SoundPEATS Air3 Deluxe HS nicht.

Das Case des SoundPEATS Air3 Deluxe HS sieht hübsch aus, aber diese Fingerabrücke und Fussel

Die Ohrstöpsel sind exakt dieselben wie schon beim SoundPEATS Air 3 (Testbericht). Die Touchfläche ist in Gold gehalten und gut zu treffen, aber bei der Bedienung gibt es ein paar Probleme bei der Bedienung, worauf ich weiter unten eingehen werde. Im Gegensatz zum Air 3 wurde der Empfang deutlich verbessert. So kann ich mich jetzt auch mal über die Wache oder meine Wohnung in ein anderes Zimmer bewegen, ohne das die Verbindung abbricht. Das erneute Verbinden funktioniert jetzt ebenfalls tadellos. Multipoint gibt es leider nach wie vor nicht. Dafür ist das SoundPEATS Air3 Deluxe HS dann wohl nicht Luxus genug, aber in dieser Preisklasse ist das kein Mangel, sondern (leider) Standard.

Im Inneren werkeln weiterhin die 14,2 mm Treiber, wie sich auch schon bei den SoundPEATS Air 3 (Testbericht) zum Einsatz gekommen sind. Neu ist aber der neue hochauflösende LDAC Codec (was ist das?), welcher von den Qualitäten auch von immer mehr Streamingdiensten unterstützt wird (Link zum Artikel). Allerdings muss auch das Smartphone diesen Codec unterstützen und das sind bisher (leider) nur sehr wenige. iPhones schon mal nicht, dafür aber Sony, denn LDAC ist ein Produkt von Sony, dazu noch Huawei, Realme oder Xiaomi. Eine Liste aller Hersteller, die LDAC unterstützen, findet man hier -> Link

USB-C und eine Taste, die im Alltag zum Problem werden könnte

Auch der Low-Latency Game-Modus mit 60 ms ist wieder mit von der Partie und leistet gute Arbeit. So ganz wird man den Versatz zwischen Bild und Ton aber nicht los.

Der Tragekomfort ist gut, was aber jetzt nur eine Aussage für meine Ohren ist. Hier muss leider jeder selber seine Erfahrungen sammeln, denn was bei mir passt, kann bei meinem Arbeitskollegen überhaupt nicht passen. Bei Burpees oder Jumping Jacks halten sie gut, aber schwitzt man stark und liegt z.B. beim Bankdrücken auf einer Bank, dann kann so ein Ohrstöpsel auch mal ein Stück aus dem Uhr rutschen. Allerdings passt das auch mit meinen AirPods 3 (Testbericht), also kein wirklicher Mangel, weil das bauartbedingt nicht anders möglich ist.

Neu ist auch die SOUNDPeats App (Android / iOS). Nach der Registrierung bzw. Anmeldung in der App, ist die Einrichtung eine Sache von Sekunden. Die App als solches ist sehr übersichtlich und man kann schon direkt auf der Startseite die wichtigsten Funktionen wie die Trageerkennung oder den Spielmodus per Klick aktivieren bzw. deaktivieren kann. Hier lässt sich auch die One-Click Funktion deaktivieren, worauf ich später noch zu sprechen komme. Weiterhin kann man einen Equalizer bemühen, um dem Klang auf die Sprünge zu helfen. Es gibt 9 Voreinstellungen und dazu noch die Möglichkeit einen eigenen Preset zu speichern.

Von oben nach unten die SoundPEATS Air3 Deluxe HS, AirPods 3 und Nothing ear (stick)

Viel spannender ist aber „Adaptiver EQ“. In dieser Preisklasse einmalig, wenn man mal die SoundPEATS Air 3 Pro (Testbericht) außen vor lässt, weil das sind die In-Ears aus der Air3 Serie. Man durchläuft einen Hörtest, für den man sich an einem wirklich leisen Ort befinden sollte, um am Ende ein wirklich brauchbares Ergebnis zu bekommen, denn der Equalizer wird dann an das eigene Gehör angepasst. Und das es tatsächlich was bringt, hat der Klangtest bewiesen.

Ohne den adaptiven Equalizer klingt der SoundPEATS Air3 Deluxe HS wie viele andere dieser Preisklasse. Der tayische „Badewannen“-Klangcharakter mit einer Betonung des Tief- und Hochtonbereichs. Das wird für die meisten Nutzer bei den meisten Musikrichtungen gut klingen, aber da geht noch mehr, wenn man den adaptiven Equalizer aktiviert. Das Klangbild ändert sich komplett zu so richtig gut. Ok, es kann nicht mit einem High-End Headset wie dem Sony WF-1000XM4 (Testbericht) heran, aber es klingt richtig gut, weil die einzelnen Frequenzen plötzlich miteinander harmonieren. Die maximale Lautstärke ist in Ordnung und es fehlt ein wenig die Tiefe des Raumes und die Räumlichkeit, wie sie z.B. die Nothing ear (stick) (Testbericht) liefern. Aber hey, wir sprechen hier von einem Headset für unter 50 Euro.

Bei Telefonaten ist der Klang in Ordnung. Man selbst wird gut gehört und der Anrufer ist gut zu verstehen. Vor allem mit dem aktivierten adaptiven Equalizer. Lediglich laute Geräusche oder stärkerer Wind finden ihren Weg zum Gegenüber, aber es bleibt alles im Rahmen des erträglichen.

Der Tragekomfort der SoundPEATS Air3 Deluxe HS ist gut

Was ich nicht gut finde:

Laut Produktseite sollen die SoundPEATS Air3 Deluxe HS bis zu 5 Stunden bei 50% Lautstärke mit einer Akkuladung durchhalten. Mit 3 Stunden und 19 Minuten war ich leider weit davon entfernt. Viermal soll man beide Ohrstöpsel im Case aufladen können. Bei mir waren es dreimal und beim vierten mal reichte es dann noch für knapp 40 Minuten Musik hören und damit weit weg von den versprochenen 20 Stunden. Ist leider ein bekanntes Problem bei allen SoundPEATS Headsets.

Genau wie bei den SoundPEATS Air 3 (Testbericht) gibt es dieselben Probleme bei der Bedienung der SoundPEATS Air3 Deluxe HS. Berührungen werden oft gar nicht umgesetzt oder einmaliges Drücken wird als zweifach erkannt. Total nervig, denn so gut wie nie passiert das, was man möchte. Durch kurzes Drücken links oder rechts, wird die Lautstärke jeweils reduziert bzw. erhöht. Das funktioniert gut, aber sobald man nur mal kurz den Sitz des Ohrstöpsel korrigieren möchte, wird mit 99%iger Sicherheit die Lautstärke ändern. Diese Funktion kann man zwar in der App deaktivieren, aber damit kann man dann auch nicht mehr die Lautstärke am Ohrstöpsel ändern.

Die SoundPEATS App ist sehr übersichtlich

Oder genau wie bei den Air 3 passiert es immer wieder, dass man ein Telefonat beendet, sobald man es nur kurz halten möchte, weil zweimal Drücken ein Telefonat beendet und kurz gedrückt halten soll es halten. Dumm nur, weil genau dieser kleine Unterschied zwischen Drücken und gedrückt halten nicht korrekt erkannt wird.

Eine Kleinigkeit, die mich bei vielen Headsets stört, ist die Tatsache, dass die Ohrstöpsel falsch herum im Case des SoundPEATS Air3 Deluxe HS stecken. Zieht man sie heraus, dann hat man sie falsch herum in der Hand. Eigentlich müsste der Kopf des rechten Ohrstöpsel nach links zeigen und entsprechend der Kopf des linken Ohrstöpsels nach rechts zeigen. Beim SoundPEATS Air3 Deluxe HS muss ich die zum Einsetzen erst noch drehen. Schwer zu erklären, aber sobald man das mal beachtet, merkt man sofort, was ich meine.

Die App bietet auch einen adaptiven Equalizer

Fazit:

Ist das SoundPEATS Air3 Deluxe HS empfehlenswert? Ja, weil es mit unter 50 Euro günstig ist und dafür einiges bietet. Alleine der adaptive Equalizer ist in dieser Preisklasse der Oberknaller, da er nicht nur Deko ist, sondern wirklich den Klang auf ein neues Level hebt. Die Probleme mit der Verbindung oder die niedrigere Akkulaufzeit als angegeben sind zwar nervig, aber alles in allem ist es ein echtes Spaß-Headset für jedermann ohne spezielle Ansprüche und aufgrund des Preis/ Leistungsverhältnisses gibt es das Gütesiegel und einen Platz in unserer Bestenliste.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Geschenk erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Bundesweiter Warntag – so aktiviert man die Testwarnungen

Am 8. Dezember 2022 um 11 Uhr steigt der bundesweite Warntag, aber die allermeisten haben den Empfang der Testwarnungen gar nicht auf ihrem Smartphone aktiviert. Wie das bei iOS und Android aktiviert, erkläre ich hier Schritt für Schritt.

Stelle dir vor, es ist Warntag und keiner bekommt es mit. So, oder so ähnlich lief es letztes Jahr, als der bundesweite Warntag zum ersten mal stattfand. Dieses Jahr findet er zum zweiten mal statt, nachdem beim ersten Warntag doch so einiges, eigentlich alles, schief gegangen ist. Dieses mal wurde auch endlich die Warnung per Cell Broadcast (CB) der breiten Masse bekannt gemacht und auch wir haben im Podcast darüber gesprochen. Also die Technik, dass Smartphones Warnungen auch ohne entsprechende Apps jederzeit empfangen können. Allerdings ist bei vielen der Empfang der Testwarnungen gar nicht aktiviert.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Android oder iOS und hier zeige ich Schritt für Schritt, wie man den Empfang dieser Testwarnungen aktiviert. Dauert nur ein paar Sekunden, denn es sich nur ein paar Klicks, aber man muss wissen wo.

Die offizielle Homepage zum bundesweiten Warntag:

1.) So aktiviert man die Test-Warnungen und iOS:

1.1.) Auf dem iPhone geht man in die Einstellungen und dort auf „Mitteilungen“

1.2.) Ganz unten findet man den Schalter für die „Test Warnungen“, der mit großer Wahrscheinlichkeit deaktiviert ist.

1.3.) Den Schalter umlegen, so dass er grün wird und die Test-Warnungen sind aktiviert.

2. So aktiviert man die Test-Warnungen und Android:

Bei Android gibt es, je nach Hersteller, verschiedene Wege, um zum Ziel zu kommen. Entweder bei Punkt 2.1.) weitermachen oder wenn das nicht funktioniert bei Punkt 2.7.) weiterlesen.

2.1.) Der einfache geht über die Einstellungen und dort auf „Benachrichtigungen“.

2.2.) Dort angekommen, tippt man auf „Notfallbenachrichtigungen für Mobilgeräte“…

2.3.) …dort ist der Schalter „Testwarnung“ zu finden, der mit großer Wahrscheinlichkeit deaktiviert sein wird.

2.6.) Diesen Schalter tippt man an, damit die Testwarnungen aktiviert werden und grün wird.

2.7.) Bei Android öffnet man die App „Messages“ oder „Nachrichten“ und tippt oben rechts auf das Profilbild

2.8.) Dort angekommen, tippt man auf „Messages-Einstellungen“…

2.9..) …auf „Erweitert“ tippen…

2.10.) …wo man den Menüpunkt „Notfallbenachrichtigungen für Mobilgeräte“ auswählen.

2.11.) Dort ist der Schalter „Testwarnung“ zu finden, der mit großer Wahrscheinlichkeit deaktiviert sein wird. Diesen aktivieren und fertig.

So könnte man diese Warnungen auch deaktivieren, was aber keinen Sinn macht, denn hier geht es um Tests auf überregionaler Ebene, die nicht zum Spaß stattfinden.

Nuki Keypad 2.0 im Test – ist diese Erweiterung sinnvoll?

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Im Test habe ich das neue Nuki Keypad 2.0, welches mein „altes“ Nuki Keypad ablösen wird, denn ich will wissen, ob sich der Aufpreis für dieses Extra am Ende lohnt oder nicht.

Seit Februar 2022 bin ich begeisterter Nutzer eines Nuki Smartlock 3.0 (Testbericht) und habe diesen mittlerweile noch um diverses Zubehör erweitert, welches ich hier vorgestellt habe. Nun ist der Nuki Keypad 2.0 für den Test bei mir angekommen und natürlich wurde es sofort montiert und eingerichtet.

Mit dem Nuki habe ich mich schon mal etwas näher beschäftigt, denn ich habe herausfinden können, wie man per Siri Kurzbefehl die Haustür mit der Apple Watch öffnen kann.

Technische Daten Nuki Keypad 2.0:

  • Bluetooth 5.0
  • spritzwassergeschützt nach IP54 (was bedeutet das?)
  • 20 Fingerabdrücke speicherbar
  • 200 Codes speicherbar
  • 118 x 29 x 21 mm
  • 90 g
  • 4 AAA Batterien (im Lieferumfang)

Produktseite: nuki.io/de/keypad-2-0

Deutsche Bedienungsanleitung: nuki.io/de/installationsanleitung-nuki-keypad

Erhältlich ist das Nuki Keypad 2.0 nur in schwarz bei Amazon* zum Preis von 159 Euro.

Der Lieferumfang des Nuki Keypad 2.0

Was ich gut finde:

In der Verpackung findet man neben dem Nuki Keypad 2.0 nur noch eine deutsche Kurzanleitung. Die Verarbeitung ist ok. Plastik total, aber je leichter, umso besser zu hält er. Der „alte“ Nuki hatte noch eine Art Softgrip-Beschichtung, die beim Nuki Keypad 2.0 (zum Glück) fehlt, denn diese Beschichtung hat sich wohl nach einiger Zeit von den am meisten benutzten Tasten gelöst.

Zur Befestigung wird das Nuki Keypad 2.0 auf eine glatte Oberfläche geklebt. Ob das ein Nachteil ist? Da ich in einer Mietwohnung wohne, werde ich keine Löcher in die Türzarge bohren. Also nein. Wer das Keypad andübeln will, könnte sich aus einem Stück Alu eine weitere Basis mit Bohrlöchern anfertigen, diese andübeln und dort den Nuki Keypad 2.0 draufkleben. Wo man das Keypad am Ende montiert ist egal. Hauptsache nicht weiter als 5 Meter von der Bridge bzw. Smartlock entfernt, dass die Verbindung jederzeit bestehen bleibt.

Der Nuki Keypad 2.0 sieht schon etwas anders aus…

Das Keypad 20 ist mit dem Nuki Smart Lock 2.0, Nuki Smart Lock 3.0 und Nuki Smart Lock 3.0 Pro kompatibel. Im oberen Bereich sind mehrere LEDs zu sehen, die über den Zustand des Nuki Keypad 2.0 informieren. Darunter das Tastenfeld mit einem guten Druckpunkt und darunter der Fingerabdrucksensor, wie man ihn z.B. von den iPhones kannte. Es ist keine Taste, sondern ein Sensor. So reicht es vollkommen aus, den Finger kurz aufzulegen. Drücken muss bzw. kann man da nichts.

…wenn man den „alten“ Nuki Keypad daneben legt

An der unteren Stirnseite ist eine etwas schwer öffenbare Klappe angebracht, hinter der sich die insgesamt vier AAA-Batterien verbergen. Damit man die Batterien des Nuki Keypad 2.0 auch nach der Anbringung ganz bequem wechseln kann, ist das Keypad von der Grundplatte abnehmbar. Dazu schiebt man das Keypad einfach nach oben. Im direkten Vergleich zum Nuki Keypad 1.0 sieht man, wie groß das Nuki Keypad 2.0 geworden ist.

Das Nuki Keypad 2.0 gibt es ganz bewusst nur in schwarz. Wäre es weiß, dann würde man im Laufe der Zeit auf den einzelnen Tasten den Dreck sehen, die am meisten gedrückt wurden und daraus lässt sich sehr leicht auf den Code schließen oder ausprobieren. Auch das es keine Taste „0“ auf dem Keypad gibt hat einen triftigen Grund. So werden schon mal einfach zu erratende Geburtstage und Jahrestage als Zugangscode unterbunden.

Vier AAA Batterien sollen ein Jahr reichen

Prinzipiell hat man bei der Nutzung des Nuki Keypad 2.0 die Wahl zwischen der Öffnung per Fingerabdruck oder wie gehabt per Zutrittscode. Gerade für Nutzer ohne eigenes Smartphone wie z.B. Kinder ist der Fingerabdrucksensor ein Segen. Einmal eingerichtet, braucht man eigentlich kein Smartphone mehr, um die Tür zu öffnen. Dazu können auf dem Nuki Keypad 2.0 bis zu 20 Fingerabdrücke gespeichert werden. Also entweder 20 verschiedene Personen oder entsprechend weniger, wenn pro Person mehrere Fingerabdrücke gespeichert werden sollen, was aber keinen Sinn macht. Ein Finger pro Person reicht vollkommen aus.

Die Einrichtung ist über die Nuki Smart Lock App (iOS Android) in kürzester Zeit erledigt. Zuvor muss aber ein bereits vorhandenes Nuki Keypad entfernt werden. Aber keine Angst. Es geht nichts verloren, denn bei der Einrichtung des Nuki Keypad 2.0 werden schon vorhandene Einstellungen wie Nutzer und Codes komplett übernommen. Nicht wundern, dass einfache Codes wie 123456 oder 111111 bei der Einrichtung abgelehnt werden. Bei jeder Nutzung „lernt“ der Fingerabdrucksensor noch mehr vom Finger, um so die Erkennung mit jeder Nutzung zu verbessern.

Das Nuki Keypad 2.0 montiert

Übrigens ist es sinnlos, ein Nuki Keypad abzureißen, bzw. muss man sich keine Gedanken machen, wenn jemand das Keypad klaut, denn ohne vorherigen Reset auf die Werkseinstellungen kann es nicht genutzt werden. Auch wird niemand Fremdes ohne vorherige Einrichtung erkannt. Dann blinkt das Keypad einfach nur, macht aber nichts. Zudem bekommt man darüber eine Meldung auf das Smartphone.

In der Praxis ist das Nuki Keypad 2.0 eine echte Verbesserung, denn der Fingerabdruck wird binnen kürzester Zeit erkannt und die Tür geöffnet. Das dauert bei mir keine 2 Sekunden. Also von Finger auf den Sensor legen und die Tür ist offen. Wer da mault, dass es zu langsam ist…den Schlüssel aus der Tasche holen, ins Schloss stecken und Aufschließen dauert garantiert länger. Wir haben es innerhalb der letzten 4 Wochen hunderte male genutzt und nicht einmal hat es nicht funktioniert. Die Sicherheit ist somit gewährleistet, aber der Komfortgewinn ist enorm, zumal man die Zugänge bei Bedarf auch zeitlich beschränken kann.

Die Einrichtung des Nuki Keypad 2.0 ist sehr einfach

Was ich nicht gut finde:

Es gibt keine Beleuchtung, was natürlich im Dunkeln nicht ganz einfach ist, wenn man nicht per Fingerabdruck entsperrt. Aber auch das wird schlüssig begründet. Der Stromverbrauch würde sich massiv erhöhen, denn rund um die Uhr kann es nicht leuchten. Und wenn es zeitlich gesteuert sein sollte, müssten im Inneren eine Elektronik dafür sorgen, was ebenfalls auch Strom verbraucht. Beleuchtung auf Tastendruck? Möglich, aber wenn man es vergisst, sind nach wenigen Stunden die Akkus leer und eine automatische Abschaltung, na ihr wisst schon, erhöhter Stromverbrauch.

Der Preis? Den kann man nicht bewerten, denn ob so ein Nuki Keypad 2.0 sein Geld wert ist oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Wem es zu teuer ist, kauft es halt nicht und muss auf die Bequemlichkeit verzichten. So einfach ist das.

Innerhalb von 2 Minuten ist alles erledigt

Fazit:

Ist das Nuki Keypad 2.0 empfehlenswert? Für mich ja, auf jeden Fall, denn der Komfortgewinn ist wirklich enorm. Ja, knapp 160 Euro sind viel Geld, aber Komfort muss man sich erkaufen und die Investition lohnt sich absolut, denn nun kommt man auch mal zur Not ohne Smartphone rein. Dafür gibt es das Gütesiegel, denn ich will nicht mehr ohne.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Geschenk erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Nothing Ear (stick) im Test – wie gut ist dieses Semi-In-Ear Headset wirklich?

Im Test habe ich die Nothing Ear (stick), welche im Vorfeld wieder mit viel Marketing angekündigt wurden und nun erhältlich sind. Aber wie gut sind die wirklich abseits des Hypes?

Im Podcast ist Nothing immer wieder mal Thema, denn wir sind zwar keine „Fan-Boys, haben aber absoluten Respekt, was Carl Pei dort mit einem kleinen Team und minimalen Marketingbudget innerhalb kürzester Zeit geschafft hat. Natürlich habe ich auch deren Nothing ear (1) (Testbericht) getestet. Bis vor kurzem waren diese auch in unserer Topliste der In-Ear Headsets ganz vorne mit dabei, bis sie durch die Redmi Buds 3 Pro (Testbericht) abgelöst wurden. Aber das ist eine ganz andere Art Headset, die man nicht mit einem Semi-In-Ear wie dem Nothing Ear (stick) vergleichen sollte. Und da ich mich aktuell wieder kreuz und quer durch das aktuelle Angebot an den Half-In-Ear Headsets teste (Testberichte), musste ich auch die Nothing Ear (stick) testen.

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität mit Android und iOS, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei. Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. Wie immer sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab. Das auch mit einer der Gründe, warum wir unsere Testberichte eher kurz halten, denn niemand elend lange Texte lesen und daher konzentrieren wir uns auf besonders erwähnenswerte Merkmale. Wie ich genau teste und worauf ich dabei so achte, habe ich hier im Detail beschrieben -> Link

Technische Daten Nothing Ear (stick):

  • ab Android 5.1 und iOS 11
  • 12,6 mm Treiber
  • 20 Hz – 20 kHz
  • Bluetooth 5.2
  • Bluetooth Profile RFCOMM, SPP, HFP, A2DP, AVDTP, AVCTP, AVRCP, GAVDP (was ist das?
  • Bluetooth Codec AAC, SBC (was ist das?
  • Freisprechfunktion
  • Touchbedienung
  • Trageerkennung
  • Sprachassistenten
  • spritzwassergeschützt nach IP54 (was bedeutet das?)
  • USB Typ-C
  • 87,1 x 29,8 x 29,8 mm (Case)
  • 29,8 x 18,8 x 18,4 mm (Earpiece)
  • 4,4 g (pro Earpiece)
  • 46,3 g (gesamt mit Case)
  • 48 mAh (Earpiece)
  • 360 mAh (Case)

Produktseite: https://de.nothing.tech/products/ear-stick

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist das Nothing Ear (stick) Headset in schwarz bei Cyberport* zum Preis von 119 Euro.

Der Lieferumfang des Nothing Ear (stick)

Was ich gut finde:

Wie immer fängt es mit dem Auspacken an und da kommt schon mal das erste „Wow“, denn man öffnet die Verpackung mit zwei Laschen und zieht dann einen Zylinder heraus. Auf der anderen Seite ist dann noch ein USB-C/ USB-C Ladekabel zu finden und eine deutsche Kurzanleitung. Ein kleines, aber feines Detail ist der QR-Code auf der Front der Anleitung ganz im Stil mit der Dot-Matrix Schriftart von Nothing.

Das Case sieht irgendwie aus wie ein Lippenstift. Was im ersten Moment für den nächsten Wow-Effekt sorgt, wird im weiteren Verlauf zu einem kleinen Problem, auf das ich weiter unten eingehen werde. Um an die Ohrstöpsel zu kommen, dreht man das Case wie einen Lippenstift. Die beiden Ohrstöpsel werden durch Magnete gehalten und sind leicht entnehmbar. Um sich zu merken, wo der linke bzw. rechts Ohrstöpsel rein muss, kann man sich merken, dass der rot markierte, rechte Ohrstöpsel dort rein muss, wo die rote USB Buchse ist. Also rot zu rot. An der einen Stirnseite, in rot eingefärbt, die USB-C Buchse und ein silberner Stift – das ist eine perfekt getarnte Taste.

Das Case der Nothing Ear (stick) ist ein Hingucker

Die Ohrstöpsel der Nothing Ear (stick) sorgen für das dritte „Wow“, denn klar sehen die aus wie viele andere, aber eben nicht so ganz. Dieses halbtransparente Design kennen wir ja schon von den Nothing ear (1) (Testbericht), aber es sieht einfach nur cool aus, zumal sie auch extrem leicht und kompakt sind. Der obere Teil, in schwarz/ weiß gehalten, ist als Semi-In-Ear ausgeführt. Somit liegt das Headset in der Ohrmuschel und wird nicht, wie ein „normales“ In-Ear, in den Gehörgang gesteckt. Diese Bauweise hat gewisse Vor- und Nachteile, über die man stundenlang diskutieren könnte.

Im Inneren werkeln Treiber mit einem Durchmesser von 12,6 mm. Dazu mehrere Mikrofone, um die Telefonie zu optimieren. ANC sucht man vergebens, was aber bei einem Semi-In-Ear Headset, ohnehin keinen Sinn macht, da das Headset ja in der Ohrmuschel liegt und es einen gewissen, wenn auch kleinen Abstand, zwischen Headset und Gehörgang gibt. Diese halboffene Bauweise kann kein ANC vernünftig überbrücken. Dafür gibt es aber eine gut funktionierende Tragerkennung. Die Nothing Ear (stick) sind spritzwassergeschützt nach IP54, womit man mit ihnen problemlos auch mal im Regen joggen kann, aber duschen sollte man damit nicht.

Das silberne ist eine echte Taste

Die Bedienung des Nothing Ear (stick) funktioniert per Drücken über eine Kontaktfläche am Stängel. Ist dieselbe Technik wie bei den Apple AirPods (Testberichte) und funktioniert richtig gut. Alleine diese dezente Klicken ist schon eine Erwähnung wert, denn dieses bekommt man auch zu hören, wenn man die Lautstärke direkt am Stängel anpasst. Sehr gut gelöst, denn wie oft bekommt man entweder gar kein Feedback oder viel zu laut.

Einmal drücken steuert Play und Pause und nimmt eingehende Anrufe an bzw. beendet diese auch wieder. Drückt man doppelt, dann springt man einen Titel vorwärts und kann ankommende Anrufe ablehnen. Dreimaliges Drücken springt einen Titel zurück. Gedrückt halten links oder rechts regelt die Lautstärke, was man aber auf Wunsch auch ändern kann.

Der Tragekomfort des Nothing Ear (stick) ist für ein Semi-In-Ear Headset ebenfalls richtig gut, denn es sitzt besser als viele meinen. Ok, wer jetzt meint, mit so einem „lose im Ohr hängenden Ding“ Purzelbäume zu schlagen, wird es schaffen, dass die Nothing Ear (stick) aus den Ohren fallen. Bei mir haben sie trotz Burpees, Jumping Jacks oder auf dem Laufband einwandfrei gehalten. Kommt halt immer auf die Form der Ohren an und sollte daher nicht bewertet werden.

Verbunden wird das Nothing Ear (stick) per Bluetooth 5.2 und damit kann man das Thema Verbindung sehr schnell abhandeln, denn die Reichweite ist wirklich gut und sollte die Verbindung mal verloren gehen, wird diese sofort wieder aufgebaut, sobald das Headset wieder in Reichweite ist. Für einen Reset auf die Werkseinstellungen des Nothing Ear (stick) packt man beide Ohrstöpsel in das Case, lässt dieses offen und dann die Taste für 10 Sekunden gedrückt halten. Eine gewisse Latenz ist zwar vorhanden, aber im Alltag bemerkt man diese nicht, außer man konzentriert sich darauf. Macht man aber halt normalerweise nicht.

Die Ohrstöpsel der Nothing Ear (stick) im Detail

Die Nothing Ear (stick) haben auch eine App. Diese wurde gerade in Nothing X (Android / iOS) umbenannt und unterscheidet sich in einem Punkt zwischen Android und iOS. Bei Apple sieht man in der App nur den Akkustand der beiden Ohrstöpsel, aber nicht des Case, Diese sieht man nur unter Android. Ansonsten gibt es die Möglichkeit zum Update der Firmware oder das Headset zu suchen. Allerdings ist der abgespielte Piepton viel zu leise, so dass man es wirklich nur finden kann, wenn es offen herumliegt. Ein T-Shirt oder gar ein Kissen drüber und man hört nichts mehr.

Richtig genial ist aber der Equalizer, der sich stufenlos in den Bässen, Mitten und Höhen anpassen lässt. Alleine diese „Wolke“ als Animation beim Ändern der Frequenzen ist sehen, zumal sich der Klang dann auch deutlich ändert. Also nicht nur eine Spielerei, sondern sinnvoll. Des weiteren kann man auch die Bedienung ein Stück weit ändern. Also was beim doppelten Drücken passieren soll, beim dreifachen Drücken usw.

Oben die Nothing Ear (stick) und unten die Apple AirPods 3

Beim Akku kann das Nothing Ear (stick) vollends überzeugen. Bis zu 7 Stunden werden versprochen. Im Test hat es dann auch zwischen 6 Stunden und 38 Minuten bis hin zu 7 Stunden und 23 Minuten gereicht und das mit etwas höherer Lautstärke. Im Case kann man beide Ohrstöpsel dreimal komplett aufladen und beim vierten mal reicht es dann noch mal für 2 Stunden und 58 Minuten. Also Saft mehr als genug, zumal sich das Case dank Schnellladefunktion auch wieder schnell aufladen lässt. Das es kein Wireless Charge hat, ist zwar ein Wehrmutstropfen, aber nur ein sehr ein kleiner, weil es ewig dauert und kaum genutzt wird.

Und wie klingt das Nothing Ear (stick)? Das nunmehr vierte „Wow“ kommt mir über die Lippen, als die ersten Takte meiner Test-Playlist zu hören sind. Was für eine tolle Räumlichkeit und Tonalität. Ja, das ist Software, aber ist das verwerflich? Nein, denn niemand geringeres als Apple und Co. machen das ja nicht anders. Dafür klingt es halt einfach nur gut und das zählt, egal wie die das bei Nothing hinbekommen haben. Der Bass ist prägnant, was vor allem bei elektronischer Musik richtig gut kommt, aber bei Rock, Soul oder Funk ist das eine Spur zu viel des Guten. Zum Glück kann man ja per Equalizer nachsteuern. Die Mitten und Höhen sind dagegen wieder für eigentlich alle Musikrichtungen passend.

Die Nothing Ear (stick) bieten einen sehr guten Tragekomfort

Auffallend ist auch, dass die Nothing Ear (stick) selbst bei maximaler Lautstärke nicht verzerren oder scheppern. Klanglich ist es dem Nothing ear (1) (Testbericht) sehr ähnlich, auch die In-Ears deutlich mehr Bass liefern, was aber prinzipbedingt ist. Mir gefällt der Klang für ein Semi-In-Ear sehr gut. So gut, dass ich mich im Podcast zur Aussage hinreißen lassen habe, dass ich die Nothing Ear (stick) nehmen würde, wenn ich nicht schon die AirPods 3 (Testbericht) hätte.

Auch die Sprachqualität bei Telefonaten ist überdurchschnittlich. Hier scheint die Software richtig gut zu arbeiten, denn selbst Windgeräusche werden wirkungsvoll herausgefiltert. Man selbst wird gut verstanden und man hört sei Gegenüber sehr gut und vor allem deutlich.

Nicht was man denkt, sondern das Case der Nothing Ear (stick) in der Hosentasche

Was ich nicht gut finde:

So cool das Case des Nothing Ear (stick) auch aussieht, aber im Alltag ist das echt unpraktisch. Ja, andere Cases sind auch nicht dünner, aber es ist deutlich länger als alle anderen Cases der Konkurrenz. Was mich daran stört? Steckt das Case mal in die Hosentasche. Das sieht schon sehr seltsam aus und könnte bzw. wird für Verwirrung sorgen. Prompt kam von Kollegen ein entsprechender Spruch und auch meiner Frau ist es unabhängig davon direkt aufgefallen. Leider kommt es auf dem Foto nicht so gut rüber wie in Natura, aber ich denke man versteht, was ich meine.

Die Nothing X App bietet einiges an Funktionen

Nächstes Problem ist Staub, welches zwischen das äußere Plexiglas und den inneren Zylinder eindringt. Das bekommt man ums Verrecken nicht mehr raus, denn zerlegen kann man das Case nicht. Die auf den Fotos zu sehen Staubeinschlüsse sind das Ergebnis von einer Woche täglicher Nutzung und Transport in der Hosentasche. Und gleich als Tipp mit auf dem Weg – kräftig reinpusten ist keine wirkliche Lösung gegen den Staub, da man nur wenig davon entfernt und dann zusätzlich noch Feuchtigkeit in der Röhre hat, die ewig braucht, um wieder zu entweichen.

Viel schwerer wiegt meiner Meinung nach aber das Fehlen hochauflösender Audio-Codecs wie aptX oder LDAC (was ist das?). Gab es auch schon beim Nothing ear (1) (Testbericht) nicht, aber die Konkurrenz schläft nicht und immer mehr Nutzer buchen hochauflösende Codecs bei den Streaming Anbietern. Oder warum gibt es kein Multipoint (was ist das?)? In dieser Preisklasse mittlerweile Pflicht, denn ich bin sicher nicht der Einzige, der mit seinem Smartphone und Tablet gleichzeitig verbunden sein möchte. Denn klingelt das Handy, muss ich erst umständlich zwischen den beiden Geräten umschalten, was heute immer noch zu lange dauert.

Der Equalizer ist nicht nur optisch sehr brauchbar

Fazit:

Ist das Nothing Ear (stick) empfehlenswert? Ja, denn das Gesamtpaket passt einfach, auch wenn mir persönlich Multipoint fehlt und es keine hochlösenden Codecs gibt. Das das Case in der Hosentasche „etwas seltsam“ aussieht ist nur eine Kleinigkeit, aber die sehr gute Akkulaufzeit und nicht zuletzt der richtig gute Klang reißen vieles wieder raus. Und dafür gibt es das Gütesiegel und den Einzug in unsere Bestenliste. Ob das Nothing ear (1) (Testbericht) die bessere Wahl ist? Muss jeder für sich entscheiden, denn man kann ein In-Ear Headset nicht ernsthaft mit einem Semi-In-Ear Headset vergleichen.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Onlineshop Cyberport als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Mobi-Test Podcast Folge 199 – die Grenzen der Wearables und das Fernsehen heute

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Aus Zeit- und Termingründen mussten wir diese Woche etwas früher aufnehmen. Aber wie immer finden wir jede Woche neue Themen, auch wenn die Technikwelt mal nichts spannendes bietet. Wir sprechen über das Fernsehen heute und was Peter demnächst so an Sticks und Boxen testen wird. Dazu über Markus sein neuestes Video bezüglich der Grenzen der günstigen Wearables, da er gerade drei davon testet. Dazu News zum Samsung Galaxy S23, welches wohl von einem Snapdragon angetrieben werden soll, über Google Health Connect App, den ersten Leaks zum Google Pixel Fold und einer neuen Smartwatch von Diesel.

Wir wollen euch zukünftig stärker in den Podcast einbinden. Ihr habt Fragen an uns? Dann fragt uns doch einfach. Ihr Fragen zu unseren Testkandidaten? Ihr wollte eure Meinung zu einem unserer Themen loswerden? Immer her damit oder ihr habt Vorschläge für Themen? Dann könnt ihr diese vorschlagen. Die Mailadresse ist: podcast (a) mobi-test.de

Google Health Connect – so verbindet man Samsung Health, Fitbit, Google Fit und Co.

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Mit Google Health Connect kann man diverse Fitnessapps und Dienste synchronisieren. Welche Dienste und Anbieter das sind und wie genau das funktioniert, habe ich hier Schritt für Schritt beschrieben.

Im Podcast ist das Thema Wearables immer zugegen. Oft kommen dabei Fragen auf, wie man seine gesammelten Gesundheits- und Fitnessdaten von der App X zur App Y oder Dienst Z hochladen bzw. synchronisieren kann. Dazu habe ich schon mal einen größeren Artikel geschrieben (Verschiedene Fitnessapps synchronisieren – diese Dienste können es) oder ganz speziell, wie man Samsung Health mit Google Fit synchronisieren kann. Mittlerweile wird das Thema immer wichtiger, weil Krankenkassen wie die TK für die Daten Rabatte auf die Beiträge anbieten oder sonstige Vorteile. Auch dazu gibt es bei uns einen eigenen Artikel, wenn es bei der Synchronisation der Daten zur TK-Fit App mal Probleme gibt.

Mit Google Health Connect gibt es nun eine Lösung direkt von Google, die nicht nur kostenlos ist, sondern auch super einfach zu konfigurieren. Allerdings gibt es noch ein paar Einschränkungen und einen kleinen Haken.

Homepage:

Voraussetzungen:

Die App befindet sich derzeit noch in einer Beta-Phase, die aber allen Nutzern offen steht.

Einschränkungen:

Health Connect ist derzeit nur für Android verfügbar. Ob und wann diese App auch für Apple iOS verfügbar sein wird, ist derzeit nicht bekannt.

Diese Dienste und Apps werden unterstützt:

Derzeit werden folgende Apps und Dienste unterstützt:

  • Fitbit
  • Samsung Health
  • Google Fit: Aktivitätstracker
  • MyFitnessPal: Kalorienzähler
  • Peloton
  • Oura
  • WW / WeightWatchers
  • Periodenkalender Flo
  • Lifesum: Gesunde Ernährung
  • Outdooractive Wandern, Fahrrad
  • Proov Insight

Weitere Dienste sollen folgen, aber man kann keine eigenen oder andere Dienste hinzufügen, ändern oder löschen.

So wird Health Connect installiert und eingerichtet:

1.) Nach der Installation von Health Connect, kann man direkt loslegen, in dem man auf „Jetzt Starten“ tippt.

2.) Im nächsten Schritt tippt man auf „App-Berechtigungen“, da derzeit och 0 Apps ausgewählt wurden.

3.) Hier kann man nun die Apps bzw. Dienst sehen, die auf dem Smartphone installiert sind. Natürlich kann man weitere Apps bzw. Dienste nachträglich installieren und dann einfach Health Connect neu starten, damit diese in der Liste erscheinen.

4.) Hat man einen Dienst ausgewählt, kann man nun entscheiden, welche Daten übertragen werden sollen. Wer alles synchronisieren möchte, nimmt einfach „Alle zulassen“

5.) Am Ende erscheinen die Apps unter „Zugriff erlaubt“. Bei Bedarf können darüber auch nachträglich noch die zu übertragenen Daten angepasst werden.

6.) Unter dem Menüpunkt „Daten und Zugriff“ kann jederzeit überwacht werden, welche Daten übertragen wurden und diese bei Bedarf auch aus dem Verlauf löschen.

7.) Die App Health Connect findet man nicht in der Übersicht der Apps, da sie sich als Dienst in den Quick-Toggles einträgt. Also dort, wo man z.B. schnell das WLAN ein- oder ausschalten kann. Am Ende dieser Liste sollte der Health-Connect Button zu finden sein. Einmal antippen und man gelangt in die Einstellungen.

DreameBot D10s Pro im Test – was taugt dieser Saugroboter mit Wischfunktion?

Im Test habe ich den DreameBot D10s Pro, einem neuen Saugroboter mit Wischfunktion, der in der Mittelklasse antritt, aber Funktionen aus der High-End Klasse mit an Bord hat. Aber was taugt er im Praxistest in einer ganz normalen Wohnung?

Mittlerweile habe ich von Dreame ja schon ein paar Saugroboter testen dürfen, zuletzt den Dreame Bot D10 Plus (Testbericht). Nun gab es zur IFA eine ganze Reihe neuer Modelle zu bestaunen. Unter anderem der DreameBot D10s Pro, der preislich in der Mittelklasse angesiedelt sein wird, aber mit Funktionen wie der AI- Kamera aus dem deutlich teureren Dreame Bot W10 Ultra (Testbericht) und einer nochmals deutlich erhöhten Saugleistung aufwarten kann. Die D-Serie kommt ohne Absaugstation daher, welche ab der L-Serie mitgeliefert wird. Die W-Serie sind dann die High-End Linie von Dreame.

Wie immer sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und Erfahrungen in meiner Wohnung und nicht aus einem Testlabor. Wie meine Wohnung so aussieht und welche Herausforderungen auf den Testkandidaten warten, habe ich hier ausführlich beschrieben -> Link

Technische Daten DreameBot D10s Pro:

  • LiDAR-Navigation
  • Sprachsteuerung per Google Assistant/ Alexa/ Siri
  • 5000 pa Saugleistung
  • 1 Seitenbürste
  • 1 Bodenbürste
  • Zonenreinigung
  • No-Go Areas
  • Virtual Wall
  • Dreame App kompatibel
  • AI Kamera
  • 570 ml Staubbehälter
  • 235 ml Wassertank
  • HEPA-Filter
  • WLAN (2,4 GHz)
  • 350 x 350 x 96,8 mm (Sauger)
  • max. 60 dB(A)
  • 3,6 kg
  • 46 Watt
  • 5200 mAh

Produktseite: n/a

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Der DreameBot D10s Pro ist ab sofort in schwarz zum Preis von 429 Euro erhältlich.

Der Lieferumfang des DreameBot D10s Pro ist in Ordnung

Was ich gut finde:

Packen wir den DreameBot D10s Pro aus, fallen uns neben dem Saugroboter noch Ladestation nebst dem Ladekabel, dem Wischpad und eine deutsche Kurzanleitung. Die Seitenbürste ist auf dem Bild nicht zu sehen, da ich sie direkt montiert habe. Soweit so gut und wenig aufregend.

Viel mehr, was im DreameBot D10s Pro drin steckt. Aber zuerst mal außen. Oben wie üblich der Turm mit dem integrierten LiDAR Sensor, was übrigens dasselbe ist wie LDS, nur ein anderer Name. Damit vermisst der Saugroboter die Wohnung und orientiert sich im Raum. Davor sind drei Tasten zu sehen, über die man den Roboter auch mal ohne App bedienen kann. Damit sind aber nur die nötigsten Befehle umsetzbar wie alles reinigen, Pause und Stopp bzw. zurück zur Ladestation.

Unter dem Deckel ist alles wie gehabt. Ein Reset-Taster, eine LED für das WLAN, das Werkzeug zum Reinigen des Saugers, was eine gute Sache ist, denn so hat man sie immer griffbereit. Eine Kleinigkeit, die im Alltag Golf wert ist. Dazu dann noch der Staubbehälter. Der QR-Code führt direkt zur App. Ebenfalls ein kleines Helferlein, welches gerade den Einstieg enorm erleichtert.

An der Front sieht man schon mal die Linse des Laser, über den der DreameBot D10s Pro Hindernisse erkennt und drum herum fährt. Darunter die Linse der AI-Kamera. Mit ihr kann man tatsächlich aus der Ferne einen Blick in die Wohnung werfen und auch „telefonieren“. Der Schlagbalken mit weiteren Sensoren ist nichts Aufregendes.

Die Unterseite wird schon mal vom Wischpad dominiert, in dem auch der Wassertank mit 235 ml integriert ist. Das es sich hier um passives Wischpad handelt, habe ich weiter unten noch mal im Detail angesprochen. Daneben die Bodendüse mit der Gummiwalze, wie man sie auch vom iRobot Roomba j7 (Testbericht) kennt. Üb das Für und Wider von einzelnen bzw. doppelten Walzen kann man diskutieren. Wichtig ist, was im Praxistest unten rein kommt und das dürfte dank einer Saugleistung von 5000 pa sicher einiges. Damit hängt man schon mal viele Konkurrenten alleine schon von den Zahlen her ab.

Allerdings frage ich mich, warum man auch beim DreameBot D10s Pro immer noch auf eine einzelne Seitenbürste setzt. Hier hat eine Zweite nur Vorteile. Die Ladestation ist eine 08/15 ohne Extras, bietet keine Möglichkeit das zu viel vorhandene Kabel zu verstecken. Dafür ist das Kabel ausreichend lang.

Die Einrichtung erfolgt nur noch über die Dreame Home App (iOS Android). Die Xiaomi Home App wird nicht mehr unterstützt. Ist auch nicht nötig, denn die Dreame App ist mittlerweile richtig gut geworden. Die eigentlich Verbindung zur App ist binnen Sekunden eingerichtet und vielleicht kann man schon ein erstes Update installieren. Ist alles verbunden, geht es auch schon an die Kartierung. Wie bei Dreame üblich, verfügt auch der DreameBot D10s Pro über die schnelle Kartierung. Damit ist meine Wohnung mit ihren 4 Zimmern und 115m² innerhalb von nicht einmal 5 Minuten fertig kartiert und bereit für die Bearbeitung.

Bei der Bearbeitung der Karten sollte man sich wirklich Zeit nehmen und alles so einrichten, bis es passt. Das wird dann im Alltag einiges erleichtern. Natürlich gibt es auch virtuelle Wände und No-Go Areas. Dazu kann man auch gleich eine 3D-Karte erstellen, die zwar sehr aufwendig ist, da man sogar Möbel passend platzieren kann. Wer sich hier wirklich die Zeit nimmt, kann später per Sprachbefehl auch unter der Couch saugen lassen, weil der DreameBot D10s Pro ja genau weiß, wo die Couch steht. Das ist gerade im Alltag echt nützlich.

Wie es sich für einen modernen Saugroboter gehört, kann man mehrere Etagen verwalten, umfangreiche Reinigungspläne erstellen oder auch für jeden Raum einzelne Programme erstellen, wie gesaugt bzw. gewischt werden soll. Letzteres gerne auch während der Arbeit in Echtzeit. Auch wenn die App sehr umfangreich ist, ist die Bedienung einfach, wenn man sich einmal gewöhnt hat. Oft braucht man die App später sowieso nicht mehr, da ich mittlerweile alles per Sprachbefehl erledige. Die bereits kurz angesprochene Videofunktion ist schon genial.

Ich kann den Roboter aus der Ferne durch die Wohnung per Fernbedienung fahren lassen und nachschauen, was los ist. Mit potentiellen Einbrechern oder Haustieren kann man auch per Sprache kommunizieren. Für Spanner auch direkt der Hinweis, dass der DreameBot D10s Pro direkt beim Starten der Videofunktion akustisch darauf hinweist. Also heimlich ausspionieren ist nicht möglich. Auf Wunsch kann man sich z.B. für den Urlaub einen Zeitplan mit einer Route erstellen, die er dann abfährt.

In der Praxis muss sich auch der DreameBot D10s Pro beweisen. Es fällt zuerst einmal der leise Betrieb auf. Natürlich abhängig von der gewählten Saugleistung. Selbst auf der normalen Saugkraft ist die Reinigungsleistung schon sehr ordentlich. Da bleibt kaum noch was liegen. Je mehr Saugkraft, desto lauter, aber selbst auf Maximum ist das absolut erträglich. Leider fährt er nicht komplett durch mein Stuhllabyrinth unter dem Esstisch. Der DreameBot D10s Pro fährt zwar ein Stück weit zwischen die Stühle, um dann umzudrehen und weiter zu fahren. Wie viele andere auch, ist er da zu vorsichtig.