Sonntag, September 25, 2022
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Folge 186 – Samsung Unpacked, Motorola RAZR, Xiaomi Neuheiten, Nothing Skandälchen und mehr

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Es tut sich was in der Technikwelt. ASUS hat ein Loch in das Sommerloch gerissen und zeigt mit dem ASUS ZenFone 9, dass heutzutage durchaus ein kompaktes Smartphone mit ordentlich Power und auch noch schicken Design hinbekommen kann. Wird das Markus neuer Liebling? Oder doch das Pixel 6a, welches sich Peter gekauft und ihm zum testen geschickt hat. Dabei besprechen wir auch direkt mal seine ersten Eindrücke nach einem Hands-On mit dem nothing phone (1). Und was macht überhaupt OnePlus? Die präsentieren demnächst das OnePlus 10T und niemanden scheint es groß zu interessieren. Beginnt hier langsam ein Abverkauf? Heimlich, still und leise hat das VIVO iQOO 10 Pro die Ladeleistung auf 200 Watt hochgeschraubt und das Gerät als solches gibt es in einer speziellen Spezial-Edition. Dann scheint Samsung wirklich den Exynos zu begraben und Peter hat einer zum testen von Huawei am Start.

Wir wollen euch zukünftig stärker in den Podcast einbinden. Ihr habt Fragen an uns? Dann fragt uns doch einfach. Ihr Fragen zu unseren Testkandidaten? Ihr wollte eure Meinung zu einem unserer Themen loswerden? Immer her damit oder ihr habt Vorschläge für Themen? Dann könnt ihr diese vorschlagen. Die Mailadresse ist: podcast (a) mobi-test.de

IKEA Vappeby im Test – was taugt der Bluetooth Lautsprecher?

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IKEA Vappeby im Test. Wie klingt Lord Helmchen im Alltag und ist er sein Geld wert?

Im Laufe der vielen Jahre habe ich viele Bluetooth Lautsprecher getestet (Testbericht). Meist die günstigen, denn bislang hatte ich keine wirkliche Verwendung für einen tragbaren Bluetooth Speaker. Bis jetzt. Es gibt nichts schöneres, als an einem lauen Sommerabend auf dem Balkon zu sitzen und dezent im Hintergrund einer chilligen Musik zu lauschen. Ich habe eine umfassende Sonos Anlage und da musste es zunächst der Sonos Roam (Testbericht) sein. War am Ende aus mehreren Gründen zu umständlich. Also musste was günstiges her. Bei einem Besuch im IKEA bin ich dann über den IKEA Vappeby gestolpert und habe ihn kurzerhand gekauft.

Wie ich genau teste und worauf ich dabei so achte, habe ich hier im Detail beschrieben (Link zum Artikel). Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität mit Android und iOS, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei. Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. Wie immer sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab. Das auch mit einer der Gründe, warum wir unsere Testberichte eher kurz halten, denn niemand elend lange Texte lesen und daher konzentrieren wir uns auf besonders erwähnenswerte Merkmale.

Technische Daten IKEA Vappeby:

  • 60 mm Treiber
  • Bluetooth 5.0
  • Spotify-Tap
  • Bluetooth Codec AAC, SBC (was ist das?
  • spritzwassergeschützt nach IP65 (was bedeutet das?)
  • USB Typ-C
  • 1,5 Watt LED
  • 250 x 170 mm
  • 1,4 kg
  • 3300 mAh

Produktseite: ikea.com/de/vappeby-leuchte-m-bluetooth-lautsprecher-fuer-draussen-blau

Deutsche Bedienungsanleitung: ikea.com/de/vappeby-leuchte-m-bluetooth-lautsprecher.pdf

Erhältlich ist der IKEA Vappeby in blau oder grau bei IKEA zum Preis von 49,99 Euro.

Der Lieferumfang des IKEA Vappeby mit sehr langen Ladekabel

Was ich gut finde:

In der Verpackung findet man neben dem IKEA Vappeby noch einen Bügel, vier Inbusschrauben, der obligatorische IKEA Imbusschlüssel, ein USB Typ-C Ladekabel und eine deutsche Kurzanleitung.

Jeder, aber wirklich jeder, hat beim Anblick des IKEA Vappeby direkt ein paar Synonyme parat. „Lord Helmchen“, „Helm von Darth Vader“ oder „Pilz“. Irgendwie passt alles und er sieht einfach nur knuffig aus. Zwar Plastik total, eben typisch IKEA, aber hier ist alles gut verarbeitet. Der Griff hält bombenfest und auch die Kuppel scheint nicht von Pappe. Das ganze Konstrukt ist übrigens spritzwassergeschützt nach IP65 (was bedeutet das?) und hält somit Regen oder den umfallenden Wein locker aus.

„Lord Helmchen“, „Helm von Darth Vader“ oder „Pilz“ wird der IKEA Vappeby auch gennant

Dreht man den IKEA Vappeby um, sieht man den kopfüber montierten Breitbandlautsprecher, der, dank des kegelförmigen Diffusor, rundherum abstrahlen kann. Laut Physik klappt das eigentlich nur mit tiefen Tönen, denn mit steigender Frequenz wird der Klang eher gerichtet abgestrahlt, aber das spielt hier jetzt keine Rolle. Dazu noch der LED-Ring für die Rundumbeleuchtung. Über drei Stege ist die Kuppel mit der Basis verbunden. Hier liegt auch das relativ hohe Gewicht des IKEA Vappeby verborgen. Durch das Gewicht ist er sehr standfest, wofür auch die Auflagen aus Gummi sorgen. Nebenbei auch eine akustische Entkopplung zum Untergrund.

Es gibt ingesamt 3 Tasten und einen Drehregler. Dieser ist dreh- und drückbar und damit hat man einen echten Lautstärkeregler, der durch seine Rasterung sehr gut dosierbar ist. Gefällt mir richtig gut und ist gerade im Alltag unbezahlbar. Anstatt das Handy zu suchen kurz drehen und fertig. Drückt man den Knopf, kann man die Wiedergabe pausieren und wieder starten. Links davon die Power-Taste, der gleichzeitig auch Spotify-Tap startet.

Die Tasten und der „echte“ Lautstärkeregler beim IKEA Vappeby

Ist Spotify installiert und man schaltet den IKEA Vappeby ein, dann öffnet sich direkt Spotify und startet auf erneuten Druck die Wiedergabe. Die Bluetooth-Taste ist, welche Wunder, für die Bluetoothverbindung zuständig. Bis zu 8 Geräte können verbunden werden, aber Extras wie Multipoint gibt es nicht oder bessere Codecs wie aptX (was ist das?). Man kann auch nicht mehrere IKEA Vappeby miteinander verbinden und in das Sonos Netzwerk kann es auch nicht eingebunden werden. Na und? Dafür kostet er eben auch unter 50 Euro.

Gegenüber ist dann noch der „Lichtschalter“ zu sehen. Drückt man diesen, wird das Licht eingeschaltet und kann in zwei Stufen eingestellt werden. Das Schöne ist, dass das Licht auch funktioniert, wenn die Box nicht eingeschaltet ist. Das Licht erhellt jetzt nicht eine komplette Gartenparty, aber auf dem Tisch stehend reicht es absolut aus. Auch ist der Unterschied zwischen den beiden Stufen nicht so stark, aber ok.

Lichtschalter auf der Rückseite des IKEA Vappeby

Auf der Unterseite ist die USB Typ-Buchse zu finden und eine Kleinigkeit, wofür IKEA bekannt ist. Zum einen ist die Wiedergabe auch während des Ladevorgangs möglich, was nicht selbstverständlich ist, aber die Buchse sitzt vertieft im Gehäuse und das Ladekabel wird durch einen Kanal nach außen geführt. Damit steht der IKEA Vappeby auch beim Laden absolut standsicher.

Apropos Laden. Man nirgends offizielle Angaben über die Akkulaufzeit. Ich habe es getestet und der Akku hat, bei normalen Hörlautstärken und aktiver Beleuchtung auf hoher Stufe, ganze 19 Stunden und 18 Minuten durchgehalten. Spielt der IKEA Vappeby gerade keine Musik ab, dann geht er nach 20 Minuten in den Standby.

Der über Kopf montierte Lautsprecher mit Diffusor und LED Leuchtring

Der Klang des IKEA Vappeby überrascht absolut positiv in Anbetracht des Preises von ndlcht einmal 50 Euro. Zuerst einmal bekommt man echten 360° Sound, also egal wo man sitzt, klingt es gleich. Der Klangcharakter ist frisch, ausgewogen, aber über alle Frequenzbänder gut aufgelöst. Das verwundert etwas, wenn man den relativ kleinen Breitbandlautsprecher auf der Unterseite der Kuppel anschaut. Da kommen tatsächlich saubere Bässe heraus. Zwar nicht so „bumms“ wie z.B. einer JBL Flip 6*, die aber mehr als doppelt so teuer ist, aber es gefällt. Die Mitten passen perfekt dazu. Nicht zu zurückhaltend, aber auch nicht vorlaut und gleiches gilt auch für die Höhen. In dieser Preisklasse findet man ansonsten eigentlich nur lärmenden Elektroschrott. Zumindest habe ich bislang bei den vielen von mir getesteten Bluetoothlautsprechern unter 50 Euro nichts besseres gehört. Daumen hoch.

Die USB C Buchse mit Tunnel auf der Unterseite des IKEA Vappeby

Was ich nicht gut finde:

Im Lieferumfang findet man kein Netzteil. Ja, ist mittlerweile (leider) fast schon normal, aber im Falle eines Falles nervt es. Ich habe keines mehr zu Hand und merke es erst zu Hause und wie immer ist das am Samstag spät abends oder Sonntag.

Das Licht ist kaltweiß, was Geschmackssache ist. Mir ist es etwas zu kalt für den lauen Sommerabend. Es und könnte durchaus warmweiß sein oder noch besser umschaltbar. Etwas gemütlicher ist es, wenn man die Helligkeit einen Gang herunter regelt.

Extra-Tipp: Man kann den IKEA Vappeby, ebenfalls typisch IKEA, sehr leicht zerlegen und die Blendscheibe mit einer leicht gelblichen Folie bekleben oder lackieren.

Fazit:

Ist der IKEA Vappeby empfehlenswert? Ja und das ohne Einschränkungen. Für den preis kann man absolut nichts falsch machen. Er ist spritzwasserschützt, klingt gut, sehr einfach dank des Lautstärkeregler bedienbar, hat Licht und eine sehr lange Akkulaufzeit. Wer eine große Gartenparty beschallen möchte, muss mehr Geld in die Hand nehmen. Dafür ist der IKEA Vappeby einfach nicht gedacht. Dafür gibt es das Gütesiegel.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf eigene Kosten bei IKEA gekauft. Es wurde nicht vom Hersteller bzw. Onlineshop als Leihgabe bzw. als Geschenk zur Verfügung gestellt. Diese Offenlegung dient der Transparenz.

Amazfit Bip 3 und Amazfit Bip 3 Pro im Test – lohnt sich der Kauf?

Im Test habe ich die Amazfit Bip 3 Pro, die bis auf das GPS baugleich mit der Amazfit Bip 3 ist. Lohnt sich der Kauf dieses Fitnesstrackers überhaupt noch, oder gibt es bessere Alternativen?

Im Podcast haben wir ja mittlerweile eine eigene Rubrik für Amazfit, denn wir sind von Anfang dabei und haben so gut wie alle Wearables getestet (Testbericht). Angefangen hat ja alles mit der Amazfit Bip (Testbericht). Dann wurden es immer mehr und auch die Bip Reihe wurde erweitert. Es kam die Amazfit Bip S (Testbericht) und mit der Amazfit Bip U die Aufteilung in eine „normale“ und eine Pro Version Amazfit Bip U Pro (Testbericht). Aber Amazfit ist nicht alleine auf diesem Gebiet der Tracker um die 50 bis 80 Euro. Das supererfolgreiche Xiaomi Smart Band 7 (Testbericht) spielt dort mit oder das neue Huawei Band 7 (Testbericht) genauso mein derzeitiger Preis/Leistungssieger Huawei Watch Fit New (Testbericht). Wie schlägt sich die Amazfit Bip 3 Pro in diesem Feld? Sie ist bis auf das GPS absolut baugleich mit der Amazfit Bip 3, weshalb ich mir separate Tests spare. Die genauen Unterschiede, habe ich in diesem Artikel gezeigt (Link zum Artikel).

Auch wichtig zu wissen ist, dass ich eine Smartwatch rund um die Uhr trage und wie genau ich teste, ist hier ausführlich beschrieben -> Link

Technische Daten Amazfit Bip 3 / Amazfit Bip 3 Pro:

  • Android ab 7.0 und iOS ab 12.0
  • 1,69″ IPS LCD 2.5D Display mit 280 x 240 Pixel
  • Bluetooth 5.0 LE
  • Gyroskop
  • 3-Achsen Beschleunigungsmesser
  • Pulsmesser
  • Schlaftracker
  • Schrittzähler
  • Zyklustracker
  • GPS (nur Pro)
  • SpO2 Messung (was ist das?)
  • wasserdicht bis 5 ATM (was bedeutet das?)
  • 20 mm Wechselarmbänder
  • 44,12 x 36,49 x 9,65 mm
  • 280 mAh

Produktseite Amazfit Bip 3: amazfit.com/de/amazfit-bip-3

Produktseite Amazfit Bip 3 Pro: amazfit.com/de/amazfit-bip-3-pro

Deutsche Bedienungsanleitung Amazfit Bip 3: amazfit-support.com/Bip3.pdf

Deutsche Bedienungsanleitung Amazfit Bip 3 Pro: amazfit-support.com/Bip3Pro.pdf

Erhältlich ist die Amazfit Bip 3 gibt es in den Farben Lila, rosa und schwarz bei Amazon* zum Preis von 59,99 Euro. Die Amazfit Bip 3 Pro gibt es in Creme, Rosa und Schwarz bei Amazon* zum Preis von 69,99 Euro.

Der Lieferumfang der Amazfit Bip 3 (Pro)

Was ich gut finde:

Im Lieferumfang der Amazfit Bip 3 Pro ist neben dem Tracker noch ein magnetisches Ladekabel und eine deutsche Kurzanleitung. Das Ladekabel ist übrigens dasselbe wie bei der Amazfit Bip U Pro (Testbericht), sind also kompatibel. Muss man bei Amazfit mal positiv nennen, denn das war nicht immer so. Neues Modell = neues Ladekabel.

Beim Design ist die Amazfit Bip 3 bzw. Amazfit Bip 3 Pro seiner Linie treu geblieben. Also viereckig, sehr flach, ein Knopf an der Seite, 20 mm Wechselarmband. Man muss schon sehr genau hinschauen, um zu erkennen, ob man hier eine Amazfit Bip 3 Pro oder eine Amazfit Bip U Pro (Testbericht) vor sich liegen hat. Am ehesten erkennt man es am Display.

Dieses ist bei der Amazfit Bip 3 (Pro) deutlich gewachsen und zwar von 1,43″ auf 1,69″, ist aber nach wie vor ein TFT LCD. Kein AMOLED, was viele jetzt sicher bemängeln würden, aber im Alltag sieht man da keinen Unterschied. Im Gegenteil. Bei strahlenden Sonnenschein ist so ein LCD Display wesentlich besser ablesbar, als ein AMOLED. Allerdings hat sich die Auflösung reduziert, was man aber nur sieht, wenn man beide direkt nebeneinander legt und die Icons vergleicht. Bei der Amazfit Bip 3 bzw. Bip 3 Pro ist das Icon minimal gröber, aber wie gesagt. Im Alltag spielt das keine Rolle, zumal das auch bei Thema Akku zum Tragen kommt.

An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Wie bei den Vorgängern ist das Display leicht erhaben in das Gehäuse aus Polycarbonat eingebaut. Es steht also minimal heraus, ist abgerundet, was sich dann 2,5D nennt. Rundherum ist ein Rand, der an der unten etwas breiter ausfällt. Das es keine automatische Helligkeitsregelung gibt, ist in dieser Preisklasse leider nach wie vor normal, daher kann man das nicht negativ bewerten.

An der rechten Seite gibt es eine Taste, die neben dem Touchscreen zur Steuerung genutzt werden kann. In den Einstellungen kann man auch einstellen, welche Aktion ausgeführt werden soll, wenn man diese Taste gedrückt hält. Auf der Unterseite die Sensoren für den Puls. die Sauerstoffsättigung und die beiden Pogo-Pins an denen das magnetische Ladekabel andockt. Wie bereits erwähnt, ist es mit dem des Vorgängers identisch.

Das einfache Armband aus Silikon hat die Standardbreite von 20 mm und kann ohne Werkzeug gewechselt werden. Bei Amazon* gibt es eine gigantische Auswahl, denn es muss nicht modellspezifisch sein, sondern eben nur 20 mm breit. Aber für den Anfang reicht das Standard-Armband aus Silikon vollkommen aus. Der wichtigste Unterschied zwischen der Amazfit Bip 3 und der Amazfit Bip 3 Pro ist das besagte GPS Modul, welches bis zu vier Satellitensysteme empfangen kann. Telefonieren oder bezahlen kann man mit der Amazfit Bip 3 bzw. Amazfit Bip 3 Pro nicht, denn es fehlen neben dem Mikrofon und Lautsprecher auch das NFC.

Beide sind aber bis 5 ATM wasserdicht (was bedeutet das?), also auch zum Duschen und Schwimmen geeignet. Allerdings nicht zum Tauchen oder für Wassersportarten mit hohen Geschwindigkeiten wie Wasserski fahren oder Turmspringen. Zum Schwimmen gibt es zwar eine entsprechende Aktivität „Freiwasserschwimmen“, aber wie der Name schon andeutet, kann man keine Bahnen festlegen oder zählen lassen.

Das Menü der Amazfit Bip 3 bietet einiges an Einstellmöglichkeiten

An Aktivitäten gibt es über 60 an der Zahl, aber nicht bei allen lassen sich die Datenfelder anpassen oder per GPS aufzeichnen. Womit wir eigentlich direkt zum Praxistest kommen können. Alles fängt mit der Installation der Zepp App (Android / iOS) an. Die Verbindung ist schnell hergestellt und man kann die Amazfit Bip 3 bzw. Amazfit Bip 3 pro einrichten. Bei Fragen und Problemen speziell zur Zepp App, findet man hier einen eigenen Artikel -> Link zum Artikel

Wie immer kann man in der Zepp App zuerst mal die Startseite anpassen, dann natürlich auch seine Ziele festlegen, die angezeigten Widgets auf der Uhr anpassen, die Menüpunkte auf der Uhr, sich mit Apple Health, Google Fit oder Strava verbinden. Beim Thema Whatsapp Smilies kann man nach wie vor berichten, dass die wichtigsten Smilies korrekt angezeigt werden, aber die allermeisten nach wie vor als schlichtes „?“. Antworten oder Reagieren kann man auf Nachrichten nach wie vor nicht. Erfreulicherweise ist das Thema Verbinden und Synchronisieren keines mehr. Es funktioniert und geht auch sehr schnell vonstatten.

Ich lasse mich jeden Morgen mit dem Wecker testen, was durch eine angenehme Vibration geschieht. Man kann sich auf Wunsch auch für alle möglichen Situationen wie eben dem Wecker auch eigene Vibrationen erstellen. Im Alltag ist der Tragekomfort sehr gut. Mich stört die Amazfit Bip 3 bzw. Amazfit Bip 3 Pro nicht. Auch nichts nachts, weshalb ich sie wirklich rund um die Uhr trage. Dabei fehlt mir aber ein Feature, welches ich unten anspreche.

Das Menü der Zepp App_1

Startet man eine Aktivität, dann liefert die Amazfit Bip 3 bzw. Amazfit Bip 3 Pro gute Ergebnisse. Man darf es absolut nicht den teuren Sportuhren vergleichen, aber für die alltägliche Aktivität und Motivation ist es absolut ausreichend. Wie immer gibt es nur beim Laufen, Gehen und Radfahren detaillierte Auswertungen und Aufzeichnung der Strecke per GPS, aber hier kann man über die Uhr die gezeigten Datenfelder anpassen. Die Streckenaufzeichnung ist trotz GPS und der Unterstützung von 4 Satellitensystemen nicht wirklich exakt. In Kurven nimmt man immer wieder Abkürzungen quer durch den Garten und auf gerader Strecke läuft man gerne mal mehrere Meter daneben. Am Ende sind bei einer Strecke von rund 7 Kilometer knapp 500 Meter weniger, was in dieser Preisklasse als normal angesehen werden muss.

Größter Pluspunkt der Amazfit Bip 3 bzw. Amazfit Bip 3 Pro ist die deutlich bessere Akkulaufzeit gegenüber dem Vorgänger Amazfit Bip U Pro (Testbericht). Wie immer habe ich alles aktiviert, was man aktivieren kann. Permanente Pulsmessung, Schlafüberwachung rund um die Uhr, Messung des Sauerstoffgehalt so oft es möglich ist, alle Benachrichtigungen, Displayhelligkeit auf Mittel, täglich ein Lauf von ca. 30 bis 40 Minuten per GPS aufgezeichnet usw. Also das volle Programm. Da war bei der Amazfit Bip U Pro (Testbericht) nach 5 Tagen Schluss. Die Amazfit Bip 3 Pro hat nach 5 Tagen immer noch 41% Akku. Leer war er dann am 9. Tag. Das sind zwar nicht die versprochenen 14 Tage bei „typischer Nutzung“ aber mehr als viele anderen ihrer Art.

Das Menü der Zepp App_2

Was ich nicht gut finde:

Mir fehlt ein Always-On Display (AoD). In dieser Preisklasse mittlerweile weit verbreitet wie z.B. beim Xiaomi Smart Band 7 (Testbericht) oder Huawei Band 7 (Testbericht). Beide deutlich günstiger und haben dieses Feature, was sich im Alltag jeden Tag aufs neue positiv bemerkbar macht.

Bei den Pulswerten sollte man äußerst skeptisch sein, was mich allerdings wundert, da diese beim Vorgänger Amazfit Bip U Pro (Testbericht) durchaus brauchbar waren. Hier bekomme ich immer wieder absolut irre Werte angezeigt. Auf der Couch liegend soll ich einen Puls von 156 Schlägen die Minute haben und beim nächsten Cardio Workout nur noch 48 Schläge und das nicht nur ab und zu, sondern ständig. Vergleicht man die Werte mit einem Fingerclip, sind Abweichungen von bis zu 10 Schlägen als normal anzusehen, was aber für uns als Nutzer eine solche Funktion eigentlich nutzlos macht.

Nicht wirklich schlimm ist die Sache mit den Watchfaces. Natürlich gibt es auch wieder Watchfaces, aber im Gegensatz zu früher kann nur eines zusätzlich installiert werden. Drittanbieter Apps wie AmazFaces werden nicht mehr unterstützt. Das war bis vor kurzem der große Vorteil von Xiaomi bzw. Amazfit. Die gigantische Auswahl an Watchfaces. Leider Aus und vorbei.

Trotz GPS lässt die Genauigkeit zu wünschen übrig

Fazit:

Ist die Amazfit Bip 3 bzw. Amazfit Bip 3 Pro empfehlenswert? Früher war die Amazfit Bip ein sog. No-Brainer. Kaufen und Spaß haben. Das hat sich geändert. Die Konkurrenz ist zur Stelle, auch wenn es z.B. die Realme Watches (Testbericht) nicht besser machen, aber nach wie vor ist für mich die Huawei Watch Fit New (Testbericht) die bessere Wahl in dieser Preisklasse. Die sehr gute Akkulaufzeit der Amazfit Bip 3 wird durch das fehlende Always-On Display und die miserablen Pulswerte wieder aufgefressen. Daher vergebe ich das Gütesiegel dieses mal nicht.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf eigene Kosten gekauft. Es wurde nicht vom Hersteller bzw. Onlineshop als Leihgabe bzw. als Geschenk zur Verfügung gestellt. Diese Offenlegung dient der Transparenz.

Mobi-Test Podcast Folge 185 – das Pixel 6a im ersten Zwischenfazit und seine Konkurrenz

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Es tut sich was in der Technikwelt. ASUS hat ein Loch in das Sommerloch gerissen und zeigt mit dem ASUS ZenFone 9, dass heutzutage durchaus ein kompaktes Smartphone mit ordentlich Power und auch noch schicken Design hinbekommen kann. Wird das Markus neuer Liebling? Oder doch das Pixel 6a, welches sich Peter gekauft und ihm zum testen geschickt hat. Dabei besprechen wir auch direkt mal seine ersten Eindrücke nach einem Hands-On mit dem nothing phone (1). Und was macht überhaupt OnePlus? Die präsentieren demnächst das OnePlus 10T und niemanden scheint es groß zu interessieren. Beginnt hier langsam ein Abverkauf? Heimlich, still und leise hat das VIVO iQOO 10 Pro die Ladeleistung auf 200 Watt hochgeschraubt und das Gerät als solches gibt es in einer speziellen Spezial-Edition. Dann scheint Samsung wirklich den Exynos zu begraben und Peter hat einer zum testen von Huawei am Start.

Wir wollen euch zukünftig stärker in den Podcast einbinden. Ihr habt Fragen an uns? Dann fragt uns doch einfach. Ihr Fragen zu unseren Testkandidaten? Ihr wollte eure Meinung zu einem unserer Themen loswerden? Immer her damit oder ihr habt Vorschläge für Themen? Dann könnt ihr diese vorschlagen. Die Mailadresse ist: podcast (a) mobi-test.de

Huawei FreeBuds Pro 2 im Test – wie gut ist dieses In-Ear Headset mit ANC?

Im Test der Huawei FreeBuds Pro 2 möchte ich herausfinden, ob dieses ANC In-Ear Headset mit einem der wichtigsten Vertreter seiner Gattung mithalten kann oder nicht.

Mit In-Ear Headsets habe ich ja mittlerweile einige Erfahrungen sammeln dürfen. Auch jenen von Huawei. Natürlich habe ich auch den direkten Vorgänger der Huawei FreeBuds Pro 2, die Huawei FreeBuds Pro (Testbericht) getestet, hat mich aber nicht vollends überzeugen können. Laut Huawei sollen die Huawei FreeBuds Pro 2 in allen Punkten verbessert worden. Solche Aussagen fordern mich sprichwörtlich heraus und so muss es sich direkt mal mit den Sony WF-1000XM4 (Testbericht) und den AirPods Pro (Testbericht), welche ich mir extra noch mal besorgt habe.

Wie ich genau teste und worauf ich dabei so achte, habe ich hier im Detail beschrieben (Link zum Artikel). Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität mit Android und iOS, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei. Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. Wie immer sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab. Das auch mit einer der Gründe, warum wir unsere Testberichte eher kurz halten, denn niemand elend lange Texte lesen und daher konzentrieren wir uns auf besonders erwähnenswerte Merkmale. Nicht zuletzt von der Auswahl der passenden Aufsätze die zum sehr großen Teil den Klang beeinflussen. Dazu habe ich hier mal ein paar Tipps zusammengetragen -> Link

Technische Daten Huawei FreeBuds Pro 2:

  • 11 mm Treiber
  • 14 – 40.000 Hertz
  • Bluetooth 5.2
  • Bluetooth Profile A2DP, AVRCP, HFP, HSP (was ist das?
  • Bluetooth Codec AAC, SBC, LDAC (was ist das?
  • Freisprechfunktion
  • Multipoint (was ist das?)
  • ANC
  • Trageerkennung
  • spritzwassergeschützt nach IP54 (was bedeutet das?)
  • USB Typ-C
  • Wireless Charge
  • 67,9 x 47,5 x 24,5 mm (Case)
  • 29,1 x 23,7 x 21,8 mm (Earpiece)
  • 6,1 g (pro Earpiece)
  • 67 g (gesamt mit Case)
  • 55 mAh (Earpiece)
  • 580 mAh (Case)
  • 2W Wireless Charge

Produktseite: huawei.com/de/freebuds-pro-2

Deutsche Bedienungsanleitung: huawei.com/Huawei-FreeBuds-Pro-2-Schnellstartanleitung.pdf

Erhältlich sind die Huawei FreeBuds Pro 2 TWS Headset in Hellblau, Silber und Weiß bei Amazon* zum Preis von 199,99 Euro.

Der Lieferumfang des Huawei FreeBuds Pro 2

Was ich gut finde:

Im Lieferumfang der Huawei FreeBuds Pro 2 gibt es neben den beiden Ohrstöpseln ein (sehr kurzes) USB Typ-C Ladekabel, 2 weitere Ohrpolster in verschiedenen Größen und eine deutsche Kurzanleitung.

An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern, was aber angesichts der Preises auch keine Frage sein sollte. Das Design kennt man schon von den Huawei FreeBuds Pro (Testbericht), aber hier wurde mit kleinen Details wie der silbernen Umrandung der Stege optisch noch mal aufgehübscht. Zudem wurden die Ohrstöpsel noch mal etwas kleiner, was im übrigens auch für das Case gilt, welches aber nach wie vor relativ groß ausfällt.

Das Ladecase der Huawei FreeBuds Pro 2 ist minimal kleiner geworden

Verbessert wurde aber die Entnahme der Ohrstöpsel aus dem Case. Die kurzen Stängeln der Ohrstöpsel sind vergleichsweise breit, was aber auch Vorteile hat, wie eben die Gesamtlänge und den Look. Es geht zwar noch etwas dezenter wie z.B. bei den Oppo Enco X (Testbericht) oder den AirPods Pro (Testbericht), aber die Huawei sehen einfach elegant aus.

Im Inneren werkeln verbesserte 11 mm messende Treiber und sonst hat sich technisch eigentlich nicht viel verändert. Wichtigste Neuerung ist der hochauflösende LDAC Codec (was ist das?), der allerdings nur verwendet wird, wenn das eigene Smartphones diesen ebenfalls unterstützt- Das sind aktuell leider nicht sehr viele und natürlich muss die Musikquelle ebenfalls diese Qualität liefern. Spritzwassergeschützt sind die Huawei FreeBuds Pro 2 nach IP54 (was bedeutet das?) und somit auch zum Laufen im Regen geeignet. Geblieben ist die Möglichkeit der Multipoint Verbindungen (was ist das?), das ANC und die Möglichkeit das Case der Huawei FreeBuds Pro 2 kabellos per Qi zu laden. Dabei muss aber beachtet werden, dass man das Case umdreht, sonst lädt es nicht. Also mit dem silbernen Scharnier nach oben. Zum Akku selbst komme ich später noch.

Die Entnahme wurden beim Huawei FreeBuds Pro 2 ebenfalls verbessert

Der Tragekomfort ist hervorragend und muss sich hinter den oft zitierten AirPods Pro (Testbericht) absolut nicht verstecken. Im Gegenteil. Ich empfinde die Huawei FreeBuds Pro 2 nach einiger Zeit sogar angenehmer im Ohr, was wohl auch an den, sehr leicht wechselbaren, Ohrpolster liegen wird. Gerade beim Sport, wo ich Jumpings Jacks mache, Seilspringen oder auch mal auf dem Laufband, halten die Huawei sehr gut. Aber der gute Tragekomfort war auch schon bei den Vorgängern vorhanden.

Natürlich gibt es für die Huawei FreeBuds Pro 2 auch eine App. Diese nennt sich HUAWEI AI Life (Android / iOS) und gibt es jetzt endlich auch für iOS. Das war eines der negativen Punkte beim Vorgänger. Erfreulicherweise unterscheiden sich die beiden Versionen nicht, aber man sollte nicht unerwähnt lassen, dass die Version der App in der Huawei AppGallery immer einige Versionen voraus ist und neue Funktionen bzw. Updates dort schneller zu bekommen sind.

In der App an sich kann man alles einstellen, wie man es auch von anderen Herstellern kennt. Also das ANC, in gewisser Weise auch die Gesten bzw. deren Funktion, Firmwareupdates und ein Passtest für die Ohrpolster, der dringend angeraten wird. Es gibt auch einen Equalizer mit vier Voreinstellungen und ein frei anpassbares Preset. Es empfiehlt sich auch ein Blick in die Einstellungen des Headset, denn dort kann die Trageerkennung aktiviert werden, genau der Modus für eine niedrigere Latenz.

Für die Verbindung bzw. Nutzung der Huawei FreeBuds Pro 2 ist die App aber nicht zwingend notwendig. Verbunden wird es einfach, in dem das Case aufgeklappt wird und an der rechten Seite des Case die (nahezu unsichtbare) Taste für 2 Sekunden gedrückt wird. Daraufhin fängt die LED im Inneren des Case an in weiß zu blinken und kann nun per Bluetooth verbunden werden. Genau geht man auch vor, wenn man weitere Geräte verbinden möchte. Dank Multipoint (was ist das?) sind zwei Geräte gleichzeitig verbunden, mit zwischen denen ohne Unterbrechungen gewechselt werden kann. Die Verbindungsqualität ist dabei ohne Tadel, wobei die Reichweite maßgeblich von den baulichen Gegebenheiten abhängt.

Bei der Bedienung der Huawei FreeBuds Pro 2 hat man zum Glück das alte, bewährte, Konzept auch drücken und wischen beibehalten. Ja, richtig gelesen. Drücken und zwar lassen sich die Stängel „drücken“. Das ist so einfach wie genial gelöst, außerdem sehr zuverlässig. Es gibt einmaliges zusammendrücken für Play/ Pause und Annehmen eines Anrufs, doppeltes zusammendrücken , um einen Titel nach vorne zu springen oder einen Anruf abzulehnen oder dreifaches Drücken, um einen Titel zurück zu springen oder gedrückt halten, um zwischen den ANC-Modus zu wechseln. Um die Lautstärke zu ändern, streicht man einfach am Stängel nach oben oder unten.

Dieses System kennt man von einem sehr bekannten Headset

Den größten Sprung gibt es beim, auf Wunsch adaptiven, ANC. War es bei den Huawei FreeBuds Pro (Testbericht) eher so naja, ist es jetzt bei den Huawei FreeBuds Pro 2 absolut top. Es kann mit dem ANC eines Sony WF-1000XM4 (Testbericht) oder auch AirPods Pro (Testbericht) absolut mithalten. Ok, sobald man das ANC aktiviert, gibt es ein leichtes Rauschen, aber das ist so minimal, dass man schon hinhören muss. Meine Wache liegt an einer sehr stark befahrenen Straße und diese Autos werden ganz schön stark herausgefiltert. Die Kollegen sind zwar noch zu hören, aber sehr leise. Also das ANC ist schon richtig gut.

Hervorragender Tragekomfort bei den Huawei FreeBuds Pro 2

Noch viel besser gefällt mir aber, dass dieses ANC beim Huawei FreeBuds Pro 2 auch automatisch arbeitet. Kann man in der App einstellen, dass es anhand der Geräuschkulisse zwischen den verschiedenen Stufen umschaltet. Das ist zwar nicht so perfekt gelöst wie bei den Sony WF-1000XM4 (Testbericht), aber es funktioniert gut. Nahezu perfekt ist der Modus „Aufmerksamkeit“. Bei diesem werden die Mikrofone aktiviert und zur Musik gemischt, aber das so perfekt, dass man es als ganz normal nimmt. Man hört seine Musik, aber ist trotzdem irgendwie mittendrin, ohne gestört zu werden. Hier kann in der App noch mit Aktivierung von „Sprachmodus“ der Fokus auf Stimmen gesetzt werden.

Und wie klingt das Huawei FreeBuds Pro 2? So richtig gut. Ohrstöpsel ins Ohr, Musik an, Spaß an. Der Klangcharakter ist angenehm unaufgeregt, luftig und weiträumig. Hier möchte ich jetzt keinen Vergleich zu den AirPods Pro (Testbericht) machen, weil die AirPods nur mit einem iPhone so richtig laufen und gegen diese Kombi kommt kein Headset ran. Eigentlich braucht es den Equalizer gar nicht, denn es passt auch so. Ein sauberer Bass, der die richtige Portion „Druck“ ins Ohr bringt, dazu schöne Mitten und fein aufgelöste Höhen. Wie aus einem Guss eben. Selbst wenn man mal etwas lauter hört, verzerrt da nichts oder fängt das Dröhnen an. Ich mag diesen Klang. Genauso stilvoll, wie das Äußere.

Bei Telefonaten kann die Klangqualität ebenfalls auf ganzer Linie überzeugen. Man selbst wird gut verstanden und Nebengeräusche effektiv heraus gefiltert.

Das ANC ist per App konfigurierbar

Was ich nicht gut finde:

Wie so oft, sind die Herstellerangaben im normalen Alltag nicht zu erreichen. So auch bei den Huawei FreeBuds Pro 2, die sogar am Ende noch schlechter abschneiden als die Huawei FreeBuds Pro (Testbericht), obwohl die Kapazitäten der Akkus gleich geblieben sind. Die haben mit aktivierten ANC immerhin knapp 5 durchgehalten. Laut Huawei sollen die Huawei FreeBuds Pro 2 mit aktivierten ANC 4 Stunden durchhalten. Das ist sogar schon hoch offiziell eine Stunden weniger, als beim Vorgänger. Im Alltag waren es am Ende dann 3 Stunden und 12 Minuten, also noch mal eine Ecke weniger und das normalen Hörlautstärken. Das ist deutlich weniger als die Hälfte der Sony WF-1000XM4 (Testbericht), auch noch deutlich unter den AirPods Pro (Testbericht) und auch der Oppo Enco X (Testbericht).

Über die App lässt sich so einiges einstellen

Fazit:

Sind die Huawei FreeBuds Pro 2 empfehlenswert? Ja und obwohl die Akkulaufzeit besser sein könnte, ist das Gesamtpaket aus dem tollen Klang, dem guten ANC und nicht zuletzt der genialen Bedienung absolut das Gütesiegel wert. Es reiht sich zwischen dem Sony WF-1000XM4 (Testbericht) und dem Oppo Enco X (Testbericht) ein und wer darauf gewartet hat – nein, die Huawei FreeBuds Pro 2 sind keine AirPods Pro Killer (Testbericht) aber absolut ebenbürtig.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Huawei Watch Fit 2 im Test – wie gut ist dieser Fitnesstracker im Alltag?

Im Test der Huawei Watch Fit 2 will ich herausfinden, wie sich dieser Zwitter aus einem Fitnesstracker und einer Smartwatch so im Alltag schlägt. Ist es empfehlenswert oder nicht?

Natürlich habe ich auch die Huawei Watch Fit 2 im Test, denn der Vorgänger HUAWEI Watch Fit New (Testbericht) ist für mich nach wie vor die Nummer 1 für alle, die ein sehr gutes Preis/ Leistungsverhältnis suchen. Dessen kleiner Bruder, das Huawei Band 7 (Testbericht) konnte ja gerade das Gütesiegel abräumen und die Huawei Watch Fit 2 hat eine noch bessere Ausstattung, ist größer, edler, aber eben auch mehr als doppelt so teuer. Lohnt sich der stattliche Aufpreis? Ja oder Nein, oder gibt es brauchbare Alternativen? Das Xiaomi Smart Band 7 Pro (Vergleich) fällt dabei derzeit leider raus, da es nach wie vor nur in chinesischer Sprache nutzbar ist.

Auch wichtig zu wissen ist, dass ich eine Smartwatch rund um die Uhr trage und wie genau ich teste, ist hier ausführlich beschrieben -> Link

Technische Daten Huawei Watch Fit 2:

  • Android ab 6.0 und iOS ab 9.0
  • 1,74″ AMOLED Display mit 480 x 336 Pixel
  • Pulsmessung
  • Schlaftracking
  • Benachrichtigungen
  • Zyklustracking
  • SpO2 Messung (was ist das?)
  • wasserdicht bis 5 ATM (was bedeutet das?
  • GPS
  • Bluetooth 5.2 LE
  • 18 mm Armband
  • 46 x 33,5 x 10,8 mm
  • 34 g (inkl. Armband)
  • 180 mAh

Produktseite: huawei.com/de/watch-fit2

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist die Huawei Watch Fit 2 in drei Ausführungen „Active Edition“, „Classic Edition“ und „Elegant Edition“ bei Amazon* zum Preis ab 149,99 Euro. Sie unterscheiden sich in der Gehäusefarbe, dem Gehäusematerial und dem Armband.

Was ich gut finde:

Wie üblich findet man in der Verpackung nur die Uhr an sich, ein Ladekabel und eine deutsche Kurzanleitung. Ich habe die Classic Edition mit dem silbernen Gehäuse und dem grauen Lederarmband. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und die Rückseite aus Polycarbonat. Das Display der Huawei Watch Fit 2 ist gegenüber der HUAWEI Watch Fit New (Testbericht) um 0,1″ gewachsen. Das klingt im ersten Moment nicht viel, hat aber im Menü Auswirkungen. Am Design hat sich nichts geändert. Vorne natürlich das leicht gekrümmte Display, welches wie gesagt etwas größer geworden ist und bei dem auch die Auflösung minimal erhöht wurde.

Auf den folgenden Fotos sieht man links die Xiaomi Smart Band 7 Pro (Vergleich), in der Mitte die Huawei Watch Fit 2 und rechts die Apple Watch 5. Mittlerweile habe ich ein Edelstahlarmband an der Huawei Watch Fit 2 und mit einem ähnlichen Watchface ist es schon nicht leicht, diese mit einem Blick zu unterscheiden.

Auf der linken Seite ist nur die Öffnung des Mikrofons zu sehen, auf der Gegenseite die Taste und der Lautsprecher. Das Telefonieren ist zwar prinzipiell möglich, aber das ist wirklich nur eine Notlösung. Zum Einen muss dafür das Smartphone verbunden sein, denn alleine für sich kann die Huawei Watch Fit 2 nicht telefonieren, da man keine Simkarte einbauen kann. Des weiteren ist die Sprachverständigung nicht so prickelnd. Ein bisschen zu viel Hall und Echo, aber es funktioniert ansonsten gut. Man sollte nur aufpassen, das Mikrofon nicht zu nahe an den Mund zu bringen, sonst übersteuert es.

Die wichtigste Neuerung findet man beim Armband oder besser gesagt bei dessen Befestigung. War diese noch beim HUAWEI Watch Fit New (Testbericht) ein fummeliger Horror, ist das endlich behoben worden und das in zweierlei Hinsicht. Je nach Ausführung gibt es Unterschiede. Das einfache Silikonarmband ist nach wie vor direkt mit dem Gehäuse verbunden und kann, wie bei der Apple Watch, entriegelt werden. Das funktioniert aber jetzt deutlich einfacher. Bei den Modellen mit dem Leder- und Milanaise Armbändern gibt es noch einen Adapter, an dem alle Armbänder mit einer Standardbereite von 19 mm ohne Werkzeug montiert werden können.

Auf der Rückseite gibt es die beiden Pogo-Pins, an denen das magnetische Ladegerät Anschluss findet. Es ist übrigens dasselbe wie auch beim Huawei Band 7 (Testbericht). Auf einem kleinen Buckel dann noch die LEDs der Puls- und SpO2-Messung. Ansonsten gibt es noch GPS inkl. einer einfachen Navigation und der Möglichkeit Routen im GPS Format zu importieren. Wie das funktioniert, habe ich hier beschrieben (Link zum Artikel). und die Möglichkeit per Bluetooth ein Headset zu verbinden. Auch Die Huawei Watch Fit 2 ist wasserdicht bis 5 ATM (was bedeutet das?) und kann zum Duschen und Schwimmen getragen werden. Allerdings ausdrücklich nur in Süßwasser und an der Wasseroberfläche. Zum Tauchen, Wasserski fahren und ähnliche Aktivitäten ist die Huawei Watch Fit 2 nicht geeignet.

Der Praxistest beginnt mit der Einrichtung der Huawei Health App (Android iOS), welche sich ein wenig zwischen Android und iOS unterscheidet. Die Unterschiede liegen zum Einen darin, dass man unter Android eine AppGallery findet, über die man kleine Apps wie z.B. einen einfachen Taschenrechner oder die Petal Navigation auf der Huawei Watch Fit 2 installieren kann. Startet man die Navigation auf dem Android Smartphone, werden die Richtungsangaben in Pfeildarstellung auf der Watch gezeigt. Das funktioniert übrigens seit neuesten auch auf der Amazfit T-Rex 2 (Testbericht). Damit wird die Huawei Watch Fit 2 noch mal ein Stück smarter.

Das Menü der Huawei Watch Fit 2 ist riesig und hat einiges zu bieten

Des weiteren können nur unter Android auch Kurzantworten konfiguriert werden, mit denen Nachrichten z.B. von Whatsapp beantwortet werden können. Nach wie vor kann man auch nur unter Android die Benachrichtigungen aller Apps anpassen. Unter iOS sind das nur eine Handvoll vordefinierte Apps und beim Rest gilt alles oder nichts. Aber ansonsten ist alles gleich. Man kann die Startseite anpassen, die Ziele von Health Living. Beim Training kann man, wie bereits beschrieben, Routen importieren und ablaufen. Auf Wunsch kann man sich jederzeit auch wieder zum Startpunkt zurück navigieren lassen. Wer möchte, kann sich bis zu 2,5 GB an Musik direkt auf die Huawei Watch Fit 2 laden und offline hören.

Auch bei der Huawei Watch Fit 2 gibt es eine riesige Auswahl an Watchfaces, bei denen man teilweise auch die Komplikationen anpassen kann. Da sollte wirklich jeder was für sich finden. Auch sonst kann man vieles über die App steuern, vor allem aber auch die vielen Laufprogramme ausprobieren, die auch absolute Einsteiger zum Marathon führen sollen. Apropos Aktivitäten. Davon gibt es jede Menge und bei den wichtigsten wie Laufen oder Radfahren kann man die Anzeige der Datenfelder auf der Uhr anpassen, Intervall-Programme einrichten, Navigation, oder auch Workouts, die man in der Health App auswählt, auf die Uhr lädt und dort dann kleine animierte Videos abspielen. Wer mehr davon möchte, kann sich ein Abo für Health+ abschließen. Die ersten 3 Monate sind gratis. Danach kostet es 7,99 Euro pro Monat.

Am Arm ist die Huawei Watch Fit 2 ein angenehmer und vor allem unauffälliger Begleiter. Dank des AoD-Displays hat man das Gefühl einer echten Uhr mit ein paar Extras. Eines mal direkt vorweg. Die Sache mit dem Akku. 7 Tage bei intensiver Nutzung sind utopisch. Wie immer aktiviere ich alles, was möglich ist, also Always-On Display, alle Benachrichtigungen aktiviert, alle Messungen auf permanent, jeden Tag Sport und alle zwei Tage ein Lauftraining per GPS aufgezeichnet. Nach 3 Tagen ist der Akku leer, was immer noch sehr gut für die heutige Zeit ist. Wer etwas zurückhaltender ist, der kommt vielleicht noch mal einen Tag weiter. Wer alles abschaltet, um auf diese 7 Tage zu kommen, der sollte sich fragen, ob er wirklich eine Smartwatch braucht.

Gerade für Läufer gibt es viel einzustellen

Die automatische Helligkeitsregelung arbeitet zügig und vor allem sehr treffsicher. Im Freien, bei strahlenden Sonnenschein, ist das Display ganz gut ablesbar. Ein AMOLED-Display ist zwar bunt, aber eben nicht perfekt, wenn es um die Ablesbarkeit bei schwierigen Lichtverhältnissen geht. Das Always-On Display ist dabei sehr hilfreich, weil diese meist einen sehr guten Kontrast bieten, also sehr einfach gehalten und in schwarz/weiß gehalten. Allerdings bringt es nicht wirklich viel mehr an Akkulaufzeit, wenn man diese Anzeige deaktiviert.

Natürlich kann man sich die Widgets, die auf der Uhr angezeigten Aktivitäten und noch vieles mehr seinen Wünschen und Bedürfnissen anpassen. Gerade liegt einer der vielen Vorteile von Huawei. Die Bedienung ist kinderleicht und hier macht sich auch das Plus an Displaygröße bemerkbar, denn das Menü zeigt zwar jetzt minimal kleinere Icons als noch bei der HUAWEI Watch Fit New (Testbericht), aber eben übersichtlicher in einem 3×4 Raster. Man muss nicht lange suchen und der Touchscreen setzt alle Befehle direkt um. Zusammen in der Taste ist die Bedienung nicht mehr zu toppen.

Der Wecker weckt mit einer ordentlichen Vibration und den kann man übrigens komplett auf der Huawei Watch Fit 2 steuern. Ankommende Nachrichten können zwar nur mit den ersten Zeilen gelesen werden, aber das reicht allemal aus, um zu entscheiden, ob es wichtig ist oder nicht. Die Pulsmessung ist erstaunlich präzise, was aber kaum verwundert, denn die waren schon beim Vorgänger HUAWEI Watch Fit New (Testbericht) brauchbar. Da hat sich technisch nicht viel getan. Das Thema GPS kann man auch schnell abhaken. Ausreichend präzise, bei der man ab und an mal durch die Kurve schneidet, aber am Ende rechnet der Algorithmus alles zurecht, dass es doch irgendwie passt. Wer es präzise braucht, muss mehr Geld ausgeben. Wie im richtigen Leben.

Die Huawei Health App bietet viel und ist trotzdem übersichtlich

Was ich nicht gut finde:

Nicht nur mich nervt nach wie vor dieses falsche Zählen der Schritte. Egal welches Huawei Wearable man nutzt, zählt die Health App die Schritte aus dem Wearable und dem verbundenen Smartphone zusammen und bildet daraus irgendeinen Schnitt, der nie passt. So soll ich an einigen Tagen 25.000 Schritte gemacht haben, dabei waren es gerade einmal 10.000. Was war passiert? An diesem Tag trug ich das Huawei Band 7 (Testbericht) und die Huawei Watch Fit 2, welche natürlich unabhängig gezählt und die Daten an Huawei Health melden. Daraus wurden dann besagte 25.000 Schritte. Man kann es zwar fixen, aber das hilft nur kurz -> Huawei Health zählt die Schritte doppelt – hier ist die Lösung

Viel einzustellen in der Huawei Health App

Warum wird in der Huawei Health App unter Android das „Wallet“ angezeigt? Das wird noch viele Fragen aufwerfen, denn damit könnte man durchaus bargeldlos bezahlen. Könnte man. Geht aber nicht, denn das Huawei Watch Fit 2 hat kein NFC und ist damit für die bargeldlose Zahlung nicht ausgerüstet. Weder für Geld noch gute Worte.

Nach wie vor sind die Ansagen während einer Aktivität in englischer Sprache. Seit Jahren schon. Keine Ahnung, warum man die nicht endlich mal übersetzt. Das sind zwar immer nur die aktuellen Daten einer Aktivität wie der Puls, Zwischenzeiten usw. aber es stört das sonst positive Gesamtbild.

Auf den ersten Blick ungenau, aber am Ende passt die Strecke doch

Fazit:

Ist die Huawei Watch Fit 2 empfehlenswert? Ja, absolut und auch wenn es nach wie vor dieses Problem mit diesen viel zu vielen Schritten, aber wer zählt heute noch Schritte? Ist total out, denn es gibt viel wichtigere Angaben wie die Art der Aktivität, die Dauer und vor allem die Intensität. Das zählt und genau hier kann Huawei punkten, denn die Auswahl ist riesig und gerade für Läufer und Cardio-Trainierende bietet die Watch jede Meng. Das Huawei Watch Fit 2 ist ein absolut empfehlenswertes Gesamtpaket, welches die Lücke zwischen einem Fitnesstracker wie dem Huawei Band 7 (Testbericht) und den „echten“ Smartwatches wie der Huawei Watch GT 3 Pro (Testbericht) sinnvoll füllt. Und genau dafür gibt es das Gütesigel.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Leihgabe bzw. erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Fresh ’n Rebel Code ANC im Test – wie gut ist dieses günstige On-Ear Headset mit ANC?

Im Test habe ich das Fresh ’n Rebel Code ANC, welches die Reihe meiner Tests günstiger On-Ear Headsets mit ANC komplettiert. Wie gut ist es im direkten Vergleich zu anderen seiner Art?

Das Fresh ’n Rebel Code ANC beendet einen Series von Tests, bei dem ich Over-Ear und On-Ear Kopfhörer mit ANC in der Preisklasse um die 70 Euro getestet habe. Mit dabei waren das Dockin D Pure NC (Testbericht), welches laut Amazon ein absoluter Geheimtipp sein soll, der Klassiker Sony WH-CH710N (Testbericht) und das für mich bis dato unbekannte Srhythm NC75 Pro (Testbericht). Gegen diese drei muss sich nun das Fresh ’n Rebel Code ANC behaupten, denn auch dieses wird immer wieder in den höchsten Tönen gelobt. Aber wie es wirklich?

Wie ich genau teste und worauf ich dabei so achte, habe ich hier im Detail beschrieben (Link zum Artikel). Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität mit Android und iOS, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei. Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. Wie immer sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängen extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab. Das auch mit einer der Gründe, warum wir unsere Testberichte eher kurz halten, denn niemand elend lange Texte lesen und daher konzentrieren wir uns auf besonders erwähnenswerte Merkmale.

Technische Daten Fresh ’n Rebel Code ANC:

  • 20 Hz – 20 kHz
  • Bluetooth 5.0
  • Bluetooth Profile A2DP, AVRCP, HFP, HSP (was ist das?
  • Bluetooth Codec AAC, SBC (was ist das?
  • Freisprechfunktion
  • Multipoint (was ist das?)
  • ANC
  • Sprachassistenten
  • USB Typ-C
  • 229 g

Produktseite: freshnrebel.com/de/code-anc

Deutsche Bedienungsanleitung: freshnrebel.com/code-anc-anleitung.pdf

Erhältlich ist das Fresh ’n Rebel Code ANC Headset in Pink, Mint, Rot, Sand, Blau und Grau zu einer UVP von 79,99 Euro. Bei Amazon* ist es bereits zum Preis von 59,99 Euro zu haben.

Der Lieferumfang des Fresh ’n Rebel Code ANC

Was ich gut finde:

Beim Auspacken des Fresh ’n Rebel Code ANC fallen einem neben dem Headset als solches noch ein USB Typ-C Ladekabel, ein 3,5 mm Klinkenkabel, eine Tragetasche und eine deutsche Kurzanleitung. Die Verarbeitung ist sehr gut. Obwohl es komplett aus Kunststoff gefertigt ist, hat man nicht den Eindruck von Plastik. Alles sehr, sehr hochwertig. Das fängt schon beim weich gepolsterten Kopfband aus Silikon an. Sieht schon sehr schick aus und geht an den stabilen Gelenken mit der feinen Rasterung für die Längenverstellung weiter.

Durch die Gelenke ist das Fresh ’n Rebel Code ANC zusammenklappbar und machst sich so auf Reisen sehr klein und kompakt. Die beiden Bügel beherbergen auf der linken Seite den Schalter für das ANC, eine kleine Status-LED und die USB Typ-C Buchse. Auf der rechten Seite dann die Power-Taste, die zweiteilige Taste zur Steuerung der Lautstärke, eine weitere LED für das Verbinden, ein Mikrofon und die 3,5 mm Headsetbuchse. Eine Bedienung per Touch ist beim Fresh ’n Rebel Code ANC nicht vorgesehen. Zwei der drei Tasten sind durch eine Art „Pickel“ sehr gut ertastbar.

Zusammengeklappt ist der Fresh ’n Rebel Code ANC echt platzsparend

Die Ohrpolster bestehen aus veganen Leder, sind sehr weich und haben an sich ein gutes Tragegefühl. Beim Tragekomfort über längere Zeit komme ich später noch mal zu sprechen. Alleine die Dicke der Ohrpolster und der Druck sorgen für eine sehr gute Dämpfung der Umwelt und das ohne ANC. Nebenbei haben solche On-Ear Headsets vor allem im Sommer einen großen Vorteil gegenüber den Over-Ear Headsets. Wie der Name On-Ear schon sagt, liegt das Ohrpolster auf dem Ohr und umschließt es nicht, wie ein Over-Ear. Dadurch schwitzt man nicht so stark, was sich hier durchaus positiv bemerkbar macht.

Von den technische Daten her hält man sich beim Fresh ’n Rebel Code ANC leider zurück. So ist mir nicht bekannt, wie groß die Treiber im Inneren sind, aber ich gehe von 30 mm aus. Bis auf das ANC und Multipoint gibt es ansonsten auch nichts aufregendes zu berichten. Aber das Multipoint (was ist das?) ist ein echtes Highlight, denn es erlaubt die gleichzeitige Verbindung mit zwei Geräten wie z.B. dem Smartphone und Tablet. Kommt ein Anruf rein, schaltet das Headset automatisch um und danach wieder zurück. Aber sonst? Standardkost.

An der Verarbeitung des Fresh ’n Rebel Code ANC gibt es nichts auszusetzen

Die Bedienung ist sehr einfach gehalten und dank der gut unterscheidbaren Tasten schnell in Fleisch und Blut übergegangen. Für die erste Kopplung hält man die Power-Taste für 3 Sekunden gedrückt, wodurch es sich einschaltet und in den Pairing-Modus wechselt. Sobald es verbunden ist, kann man über diese Taste die Wiedergabe pausieren und fortsetzen. Kommt ein Anruf rein, kann man diesen durch einmaliges Drücke annehmen und durch gedrückt halten auch ablehnen. Drückt man doppelt, aktiviert man den Google Assistant bzw. Siri.

Die Tasten für Lauter und Leiser steuern, welche Wunder, lauter und leiser. Gedrückt halten springt einen Titel vor oder zurück. Drückt man die ANC-Taste, kann man es aktivieren und wieder deaktivieren. Wie gesagt alles sehr einfach und intuitiv. Die Reichweite des Fresh ’n Rebel Code ANC ist ok. Bluetooth 5.0 ist halt nichts das Neueste, aber für den Alltag ist es ausreichend. Sehr gut gefällt mir, dass die Multipoint Verbindung sehr schnell und sicher vor allem sicher auf das aktuelle Gerät wechselt. Da hatte ich schon ganz andere Kandidaten wie das Srhythm NC75 Pro (Testbericht), bei dem man händisch wechseln musste.

Die Polster sind schön dick und filtern schon einiges weg

Der Akku ist ok, der Preisklasse angemessen, aber die auf der Homepage genannten 17 Stunden mit ANC sind nichts zu schaffen. Selbst bei moderaten Lautstärken komme ich auf maximal knapp 14 Stunden. Deaktiviert man das ANC, dann sollen es 30 Stunden sein. In der Realität waren es 25 Stunden und 46 Minuten. Das ist wie gesagt in Ordnung und angemessen. Geladen ist der Akku in knapp 2 Stunden und wie bei vielen anderen auch, kann auch das Fresh ’n Rebel Code ANC während des Ladevorgangs nichts genutzt werden.

Und wie klingt der Fresh ’n Rebel Code ANC? Spaß total. Er ist nicht für High-End gedacht, dafür ist der Klangcharakter nicht linear genug, aber diese dezente Überhöhung bei den tiefen Tönen macht einfach nur Spaß. Da fallen die etwas zurückhaltenden Mitten und Höhen irgendwie gar nicht mehr so auf. Reden wir nicht lange über die Bühne, denn sie ist nicht die breiteste ihrer Art und auch die Räumlichkeit hinkt der Konkurrenz etwas hinterher, aber hier gibt es eines – Spaß, Spaß, Spaß. Das es klanglich mit dem Sony WH-CH710N (Testbericht) nicht ganz mithalten kann, ist irgendwie auch nicht mehr so wild. Das Sony klingt nicht weniger spaßig, luftiger und räumlicher, aber wen interessiert das?

Manchen dürfte die nicht allzu hohe Maximallautstärke zu niedrig sein, aber hier verzerrt nichts, das kreischt nix, es macht über alle Lautstärken hinweg einfach nur einen riesigen Spaß damit Musik zu hören. Also Headset auf den Kopf, Musik an und aufdrehen. Genau dafür ist das Fresh ’n Rebel Code ANC gemacht.

Was ich nicht gut finde:

Das Fresh ’n Rebel Code ANC sitzt recht eng, was gerade für Brillenträger wie mich, nach einiger Zeit durchaus zum Problem werden kann. Hängt natürlich davon ab, wie tolerant man mit dem Druckgefühl ist. Aber es ist schon durchaus unangenehm, so dass man das Headset nach einiger Zeit mal kurz absetzen muss.

Noch viel schlimmer ist aber diese Tonfolge beim Ein- und Ausschalten des Fresh ’n Rebel Code ANC. Diese sind viel zu laut und nerven einfach nur, zumal sie absolut unnötig sind. Leider fehlt auch hier eine Trageerkennung.

Das ANC ist leider relativ wirkungslos, was aber zuerst nicht so auffällt, weil die bereits erwähnten dicken Ohrpolster, eine gute Dämpfung bieten. Aktiviert man das ANC, tut sich leider nicht sehr viel, außer das der Bass angehoben wird und das Rauschen. Vorbeifahrende Autos sind noch zu hören, auch die Kollegen drumherum, oder was halt so sonst in der Umgebung los ist. An das ANC des Sony WH-CH710N (Testbericht) kommt es absolut nicht ganz heran. Ich möchte noch mal extra erwähnen, dass die dicken Polster schon ordentliches (mechanisches) ANC liefern. Da braucht es das elektronische eigentlich gar nicht mehr.

Oft wird behauptet, dass bei On-Ear Headsets die Umgebung mithören kann. Das ist dank der dicken Polster des Fresh ’n Rebel Code kein Thema. Genauso wenig wie man von außen hören kann, können auch Mitmenschen nichts hören. Mir fehlt aber ein Ambient-Modus, bei dem Mikrofone aktiviert werden, um mit der Umgebung interagieren zu können z.B. im Straßenverkehr oder den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Man sieht schon, dass der Fresh ’n Rebel Code ANC drückt

Fazit:

Ist das Fresh ’n Rebel Code ANC empfehlenswert? Ja, auch wenn es mit dem Sony WH-CH710N (Testbericht) nicht mithalten kann, aber das Dockin D Pure NC (Testbericht) oder das Srhythm NC75 Pro (Testbericht) lässt es klar hinter sich. Allerdings sollte man das Headset zuerst mal eine Zeitlang über die Sofalehne klemmen, damit es etwas weiter wird, dann passt das auch mit dem Tragekomfort. Klanglich ist das eine echte Spaßmaschine mit ordentlicher Akkuleistung, aber einem eher nutzlosen ANC. Wenn man das Headset vor dem Ein- und Ausschalten absetzt, nerven auch diese Töne nicht mehr. Alles im allem gefällt mir das Gesamtpaket und daher vergebe ich das Gütesiegel.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Tonor TC 30 Test – Günstig oder Billig?

Oje, was habe ich gelacht. Ich bin eben bei einem anderen Blog über einen Testbericht des Tonor TC 30 gestolpert. Dort wurde die Prämisse ausgerufen, kann das Tonor TC 30 mit dem Marktführer Rode mithalten. Logisch, wir vergleichen auch das Nokia 5130 mit einem Samsung Galaxy S22 ultra. Unsere Technikwelt ist merkwürdig. Natürlich kann das Tonor TC 30 nicht mit einem Rode mithalten. Wie auch es kostet nur ein die hälfte des günstigsten Rodes. Und genau darum soll es in diesem Testbericht eben nicht gehen. Es soll darum gehen, was kann ein Mikrofon für 40 € leisten. Denn am Ende des Tages 40 € sind 40 € und für viele Leute ist das viel Geld. Besonders dann, wenn man das Tonor TC 30* dazu verwenden möchte, um in einem Call besser verstanden zu werden oder ab und zu mal ein YouTube-Video oder ein Podcast ein zu sprechen. Selbiges habe ich gemacht und auch meine übrigen Erfahrungen mit diesem günstigen Mikrofon werde ich hier mit euch teilen. Also willkommen zum Tonor TC 30* Test. 

Starten wir mit den technischen Daten des Tonor TC 30

USB-Kabellänge: 2 m
Eingang Samplerate: 48 kHz
Ausgangsimpedanz: 2,2 kΩ
S / N Ratio >68 dB
Polares Muster: Nierencharakteristik

Nebenbei bemerkt ich weiß, das Gerät kostet eigentlich 58 € aber es ist immer und überall auf Amazon für um die 40 € zu erhalten. Beginnen wir mit dem Unboxing. Was bekommen wir für unsere 40 €? Zunächst einmal eine schicke Verpackung. Darin befindet sich eine ganze Menge. Neben dem Mikrofon ein Dreibein, eine Spinne, so nennt man die Halterungen, in den das Tonor TC 30* eingehängt werden kann. Bei meinem Gerät war es schon vormontiert. Sehr einfach in der Ausführung, aber effektiv. Ein recht langes USB-Kabel. Und einen Popschutz. Dazu noch einige Papiere und eine ausführliche Bedienungsanleitung. Wobei Bedienungsanleitung ist eigentlich Unsinn. Denn dieses Mikrofon ist im wahrsten Sinn des Wortes Plug-and-Play. Aber dazu später mehr.

Die Verarbeitung des Tonor TC 30* hinterlässt einen dem Preis angemessenen Eindruck. Wir haben sehr viel Plastik verbaut. Einzig die Oberseite des Mikrofonkorbes scheint aus Metall zu bestehen. An der Unterseite haben wir ein USB-C-Anschluss. Das mitgelieferte Kabel ist ein usb-c auf usb-a Kabel. Wohl eins der Preisgünstigeren, die man so bekommen kann. Wer sich darüber beschwert, dass dieses Kabel keinen Mantelwellenfilter besitzt, dem ist bei dem Preis des Mikrofons nicht zu helfen. Das Mikrofon hat einen schönen Retro-Charakter. Es sieht ein wenig so aus wie die Mikrofone, die in den 70er Jahrenn beim Presseclub aufgebaut waren.

Der Popschutz, der sehr effektiv funktioniert, wird an 2 Halteelementen des Mikrofons eingeklinkt. Erfreulicherweise besteht der Haltebügel des Popschutz aus massivem Metall. Aus demselben Material sind auch die Standfüße der Triport gefertigt. Drei Kappen am Ende schützen vor dem Verrutschen und dämpfen zusätzlich. Apropos dämpft. Mein Tonor TC 30 war bereits in die Spinne eingesponnen. Diese Miktofonspinne ist in diesem Fall wirklich rudimentär und einfach ausgeführt. Die Gummibänder halten das Mikrofon dennoch sehr gut und die Dämpfungseigenschaften waren perfekt. Manchmal fragt man sich ja, warum kompliziert, wenn es auch einfach geht.

Das Anschließen an einen Computer ist wirklich simpel. Einfach den USB-Anschluss in die dafür vorgesehene USB-Buchse eures Rechners einstöpseln das  Tonor TC 30* wird sofort erkannt. Sobald ihr euer Aufnahmenprogramm startet, z.b. Audacity könnt ihr sofort loslegen. Genauso funktioniert es nicht nur an meinem PC, sondern auch an meinem MacBook. Mikrofon eingestöpselt, es wird sofort erkannt und man kann augenblicklich mit der Aufnahme beginnen. Bei einem MacBook müsst ihr auf eine Sache achten. Da das Anschlusskabel des Mikrofons ein USB-A- Anschluss ist. Mein MacBook Pro aber nur über USB-C Anschlüsse verfügt, muss man sich, wie üblich bei einem MacBook oder Chromebook mit dem besten Zubehörteil, was man für einen Laptop kaufen kann, behelfen. In meinem Fall mit einem Anker USB Port. Den Testbericht dazu findet hier. Das Ding kostet nix und ist eine der besten Investitionen, die ich in meinem Leben getätigt habe. 

Tonor TC30 Klangqualität

Also, Wunderdinge solltet ihr von diesem Gerät nicht erwarten. Das Tonor TC 30* hat einen ausreichenden Klang, wenn man keine hohen Ansprüche stellt. Anders ausgedrückt es klingt so wie ein 40 € Mikrofon klingen sollte. Ich finde das Ansprechverhalten etwas hoch, der Attak ist ein bisschen zu stark ausgeprägt, aber ansonsten alles im Rahmen. Wer mit dem Gerät einen Podcast aufnehmen möchte, für den habe ich hier einen Artikel geschrieben wie man Audacity am besten einstellt, damit es gut klingt. Link zum Artikel.

Wenn ihr auf dem Mac Garageband zum Aufnehmen verwendet, einfach die beiden Haken bei Noisegate und Automatische Pegesteuerung setzen und loslegen. Gegebenenfalls müsst ihr es im Nachhinein etwas runterregeln. Den Mobi-Test Podcast, Folge 183, habe ich ausschließlich mit dem Tonor TC 30 aufgenommen. Ich finde, die Aufnahmequalität ist für ein 40 € Mikrofon gar nicht schlecht. Allerdings klinge ich etwas hell und spitz. Auch ist das Ansprechverhalten etwas hoch. Hier habe ich euch den Podcast verlinkt, da könnt ihr direkt die Klangqualität des Tonor TC 30* hören.

Aber das Tonor TC 30* kostet offiziell €59. Auch wenn man es eigentlich immer für €40 bekommt. Und für den Preis ist die gelieferte Leistung nicht gut genug. Dann kommen wir direkt zum Fazit des Tonor TC 30* Test

Fazit Tonor TC30 Test

Klar könnte ich das Mikrofon kritisieren. Viel Plastik. Es gibt keine Steuerung, Regelung des Tons am Mikrofon selber. Weitere zuschaltbare Filter sind ebenfalls nicht mit an Bord. Das Abtastverhalten ist im unteren Spektrum angesiedelt. Trotz Nierencharakteristik werden Nebengeräusche nicht gut gefiltert. 

Positiv zu erwähnen kann man einiges. Trotz der sehr einfachen Spinne funktioniert die Dämpfung perfekt. Das Tonor TC 30* besitzt ein sehr geringes Grundrauschen. Die Klangqualität ist (eigentlich) völlig in Ordnung. Der Lieferumfang ist sehr gut. Der Popschutzt effektiv. Das Mikrofon wird problemlos erkannt und eingerichtet. Plug and Play halt.

Vergebe ich unser Gütesiegel? Wir vergeben unser Gütesiegel immer wenn wir ein Produkt einem Freund empfehlen würden. Und das kann ich beim Tonor TC 30 nicht uneingeschränkt. Denn mit €40-€58 ist es für das gelieferte zu teuer. Wir bekommen deutlich besser klingende Mikrofonoe für denselben Preis. Das Samson Go-Mic* kostet ebenfalls um die €40. Das Samson Meteor* um die €50 Das Razor Seiren Mini*, mit dem ich standradmäßig aufnehme, ist derzeit für €30 zu erhalten. Wenn mich jemand fragt welches ich empfehlen würde, wäre es in dieser Preisklasse nicht das Tonor TC 30*. Ich würde aber auch nicht abraten. Es ist ein okayes Mikrofon. Wenn euch allerdings das Retro-Design gefällt, dann greift ruhig zu.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Mobi-Test Podcast Folge 184 – vom ASUS ZenFone 9, Pixel 6a, OnePlus 10T, Samsung Exynos und Huawei Wearables

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Es tut sich was in der Technikwelt. ASUS hat ein Loch in das Sommerloch gerissen und zeigt mit dem ASUS ZenFone 9, dass heutzutage durchaus ein kompaktes Smartphone mit ordentlich Power und auch noch schicken Design hinbekommen kann. Wird das Markus neuer Liebling? Oder doch das Pixel 6a, welches sich Peter gekauft und ihm zum testen geschickt hat. Dabei besprechen wir auch direkt mal seine ersten Eindrücke nach einem Hands-On mit dem nothing phone (1). Und was macht überhaupt OnePlus? Die präsentieren demnächst das OnePlus 10T und niemanden scheint es groß zu interessieren. Beginnt hier langsam ein Abverkauf? Heimlich, still und leise hat das VIVO iQOO 10 Pro die Ladeleistung auf 200 Watt hochgeschraubt und das Gerät als solches gibt es in einer speziellen Spezial-Edition. Dann scheint Samsung wirklich den Exynos zu begraben und Peter hat einer zum testen von Huawei am Start.

Wir wollen euch zukünftig stärker in den Podcast einbinden. Ihr habt Fragen an uns? Dann fragt uns doch einfach. Ihr Fragen zu unseren Testkandidaten? Ihr wollte eure Meinung zu einem unserer Themen loswerden? Immer her damit oder ihr habt Vorschläge für Themen? Dann könnt ihr diese vorschlagen. Die Mailadresse ist: podcast (a) mobi-test.de

Huawei Band 7 im Test – wie gut ist dieser günstige Fitnesstracker?

Im Test habe ich das Huawei Band 7, dem neuesten Fitnesstracker aus dem Huawei und dieses muss sich gegen die Konkurrenz von Xiaomi und sogar aus dem eigenen Hause durchsetzen.

Das Huawei Band 7 ist, oh welch Wunder, der Nachfolger des Huawei Band 6 und kommt kurz nach dem Xiaomi Mi Band 7 (Testbericht), welches jetzt schon wieder als der Quasi-Standard in dieser Geräteklasse angesehen werden kann. Erschwerend kommt hinzu, mit dem Huawei Watch Fit new (Testbericht) ein direkter Konkurrent direkt im eigenen Regal liegt. Aber geben wir dem Huawei Band 7 mal eine faire Chance, denn wie immer soll auch dieses alles besser machen. Aber wie sieht es in der Realität aus?

Auch wichtig zu wissen ist, dass ich eine Smartwatch rund um die Uhr trage und wie genau ich teste, ist hier ausführlich beschrieben -> Link

Technische Daten Huawei Band 7:

  • 1,47″ AMOLED-Display mit 368 x 194 Pixel
  • Bluetooth 5.0 LE
  • Benachrichtigungen
  • Pulsmessung
  • Schlaftracking
  • wasserdicht bis 5 ATM (was bedeutet das?)
  • SpO2 Messung (was ist das?)
  • 16 mm Wechselarmband
  • 6-Achsen Sensor
  • 96 Workouts
  • 44,35 x 26 x 9,99 mm
  • 30 g
  • 180 mAh

Produktseite: huawei.com/de/band7

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist das Huawei Band 7 in den Farben Schwarz, Pink, Grün und Rot bei Amazon* zum Preis von 54,99 Euro.

Der Lieferumfang des Huawei Band 7

Was ich gut finde:

In der Verpackung ist neben dem Huawei Band 7 nur noch ein kurzes Ladekabel und eine deutsche Kurzanleitung. Mehr braucht es auch nicht. Die Verarbeitung ist sehr gut und macht mehr her als das Xiaomi Mi Band 7 (Testbericht). Das liegt auch daran, dass das Huawei Band 7 eher einer Smartwatch ähnelt und nicht so sehr nach einem Fitnesstracker.

Das Huawei Band 7 besteht komplett aus Kunststoff, welches sich aber alles andere als nach Plastik anfühlt und schon gar nicht danach aussieht. Gerade in grün kommt der Metalliclack sehr schön zur Geltung. Die Front wird natürlich zum größten Teil vom 1,47″ messenden AMOLED-Display mit 368 x 194 Pixel Auflösung eingenommen. Der Rand ist leider etwas breit, fällt im Alltag aber nicht weiter auf, wenn man ein eher dunkles Watchface nutzt. Eine automatische Helligkeitsregelung gibt es zwar nicht, aber selbst bei Sonnenschein habe ich noch nie die Helligkeit nachregeln müssen. Dafür gibt es aber ein Always-On-Display, was die alltägliche Nutzung ungemein erleichtert. Zum Akkuverbrauch komme ich gleich.

Links das Xiaomi Smart Band 7 Pro, das Huawei Band 7 und rechts das Xiaomi Mi Band 7

An der rechten Seite findet man eine Taste, mit der man das Huawei Band 7 zusammen bedienen kann. Diese Art der Bedienung ist intuitiv, da logisch aufgebaut. Das Armband ist ohne Werkzeug wechselbar, was aber eine ziemliche Fummelei ist. Mittlerweile gibt es bei Amazon eine stattliche Auswahl an Armbändern*. Das original Armband ist eines der besseren seiner Art, denn es hat eine vernünftige Schließe und ist angenehm zu tragen.

Telefonieren kann man mit dem Huawei Band 7 nicht, obwohl es oft behauptet wird. Es gibt weder ein Mikrofon, noch einen Lautsprecher. Zwar werden eingehende Anrufe signalisiert, aber telefoniert wird dann ganz normal über das Smartphone.

Auf der Rückseite sind die beiden Pogo-Pins für das magnetische Ladekabel zu sehen. Das Ladegerät ist übrigens auch mit dem Huawei Watch Fit 2 kompatibel. Weiterhin die Sensoren für den Puls und die Sauerstoffsättigung. Wasserdicht ist die Huawei Watch 7 bis 5 ATM (was bedeutet das?), womit sie sich zum Duschen eignet, aber auch zum Schwimmen im Süßwasser, wofür es auch diverse Aktivitäten gibt.

Am Anfang ist immer die App. In diesem Fall natürlich die Huawei Health App (Android / iOS). Diese unterscheiden sich bei den jeweiligen Betriebssystem primär darin, dass man unter Android bei allen Apps die Benachrichtigungen steuern kann, was bei iOS seit jeher nur sehr eingeschränkt möglich ist. Zudem kann man unter Android sog. „Schnellantworten“ aktivieren, mit denen man auf Whatsapp reagieren kann. Aber so richtig antworten wie z.B. auf der Apple Watch mit einem eigenen Text geht auch unter Android nicht. Ansonsten ist Huawei Health eine sehr ausgereifte App, die aber leider immer noch ein riesiges Manko hat, welches ich später noch ansprechen muss.

Ansonsten bietet Huawei Health auch beim Huawei Band 7 alles, was sich für ein modernes Wearable gehört. Zuerst einmal kann man fast alles den eigenen Vorstellungen anpassen. Angefangen von den Bildschirmen auf dem Band, die man durch das Wischen von links nach rechts erreicht, die auf dem Band angezeigten Aktivitäten, deren Reihenfolge, die Startseite der Health App und natürlich das Watchface. In der Health App gibt es mittlerweile eine riesige Auswahl und viele davon kostenlos. Da hat man echt die Qual der Wahl und bei einigen kann man auch noch die Komplikationen anpassen. Also viel auszuprobieren und anzupassen.

Die App als solches ist sehr übersichtlich. Die anpassbare Startseite zeigt alle wichtigen Infos auf einen Blick, bei denen man durch antippen weitere Details präsentiert bekommt. Gerade für Läufer, oder alle die es werden wollen, gibt es diverse Pläne, die von den ersten Schritten bis hin zum kompletten Marathon helfen sollen. Startet man einen Lauf, egal ob Indoor oder Outdoor, kann man weitere Lauftrainings starten, darunter auch selbst erstellte Pläne. Also für Läufer bietet das Huawei Band 7 mehr als alle Konkurrenten in dieser Preisklasse zusammen.

Der Wecker weckt morgens mit einer angenehmen Vibration, die man auch noch schwächer einstellen kann, sollte diese doch zu stark sein. Auch sonst ist das Huawei Band 7 ein eher unaufgeregter Begleiter durch den Alltag, aber genau so soll das ja auch sein. Es soll mich unterstützen und nicht noch zusätzlich Arbeit machen.

Das Menü des Huawei band 7

Das Always-On Display ist für mich eine echte Bereicherung, da ich jederzeit die Uhrzeit sehen kann und auch hier kann man sich beim Huawei Band 7 eines aussuchen und passen sich größtenteils auch dem gewählten Watchface an. Kommt eine Benachrichtigung herein, dann erscheint diese zuverlässig auf dem Display, zeigt aber meist nur die ersten Zeilen. Das reicht aber vollkommen aus, um zu entscheiden, ob diese Nachricht wichtig ist oder nicht. Überhaupt gefällt mir, dass man vieles wie z.B. den Wecker direkt auf dem Band nutzen kann und nicht ständig das Handy dazu holen muss.

Bei Aktivitäten hat man die Wahl zwischen dem Start in der App oder direkt auf dem Band. Über die App hat den Vorteil, dass man hier etwas mehr einstellen kann, als über das Band. Aber die grundlegenden Funktionen sind identisch. Zum Thema GPS Empfang habe ich weiter unten noch etwas geschrieben, denn das Huawei Band 7 hat kein GPS, auch wenn das immer wieder behauptet wird. Auch zum Schrittzähler komme ich noch später zu sprechen.

Ansonsten liefert das Huawei Band 7 zufriedenstellende Messwerte. Der Schlaf wird bis auf wenige Minuten Abweichungen korrekt aufgezeichnet, was auch für das Nickerchen am Nachmittag gilt. Es spielt also keine Rolle, wann man schläft. Das Huawei Band 7 erkennt den Schlaf automatisch und addiert es ggf. zusammen. Über die Auswertung des Schlafs kann man sicher streiten. Ich weiß am Besten, wie ich geschlafen habe, aber die Dauer über die Zeit ist schon interessant.

Alles wichtige auf einen Blick in der Huawei Health App

Bei den Pulswerten gibt es ein gemischtes Ergebnis. In Ruhe sind die Werte durchaus korrekt, denn im direkten Vergleich zur Pulsmessung mit einem Fingerclip, liegt die Abweichung meist nur bei wenigen Schlägen. Während einer Aktivität liegen die Werte dann schon mal um bis zu 20 Schläge auseinander, aber auch hier muss man die Kirche im Dorf lassen. Wir sprechen hier von einem 50 Euro Tracker. Professionelle Sportler werden da sicher nicht zur Kundschaft gehören. Für die Tendenz beim Sport, ob zu hoher Puls oder genau richtig, reicht es allemal. Über die unsinnige SpO2-Messung habe ich mich schon hier ausgelassen -> Link zum Artikel

Die von Huawei genannten 10 Tage Akkulaufzeit bei normaler Nutzung können wir direkt mal vergessen. Keine Ahnung, was da gemessen wird, aber wie immer teste ich auch das Huawei Band 7 mit allem aktiviert, was es bietet. Also Always-On Display aktiviert, mittlere Helligkeit, alle Benachrichtigungen aktiviert, jeden zweiten Tag Laufen mit GPS Aufzeichnung von mindestens 30 Minuten, dazwischen Cardio-Training, Puls-, SpO2,- und Stressmessung permanent aktiviert usw. Also das vollen Programm. Nach spätestens 3 Tagen ist der Akku leer, ist aber dank Schnellladefunktion aber wieder in etwas mehr als einer Stunde wieder voll aufgeladen. Schränkt man sich etwas ein, sind bestimmt auch mal 4 Tage drin. Wer aber alles möglich abschaltet, um irgendwie an die 10 Tage zu kommen, sollte sich die Frage gefallen lassen, ob man wirklich ein smartes Wearable braucht.

Das GPS Signal wird offensichtlich zu selten abgefragt

Was ich nicht gut finde:

Leider gibt es beim Huawei Band 7 kein GPS. Das ist zwar jetzt nicht das große Problem, weil es in dieser Preisklasse (leider) noch viel zu selten ist, aber das GPS Signal wird vom Smartphone wohl zu selten abgefragt, weshalb man laut GPS gerade in Kurven oft durch die Gärten abkürzt. Am Ende fehlen bei den Strecken gerne mal mehrere hundert Meter. Jetzt muss man natürlich fair sein und den Preis bedenken, aber es geht durchaus besser.

Es gibt eine riesige Auswahl an Watchfaces für das Huawei band 7

Nach wie vor zählt die Huawei Health App die Schritte falsch, da mehrere Datenquellen zusammengeführt und daraus dann eine Schrittzahl ermittelt wird. Jetzt habe ich zum Testzeitpunkt zwei Huawei Band 7 hier liegen und noch die Huawei Watch Fit 2. Natürlich sind alle auch jeweils verbunden, allerdings zwei davon mit meinem iPhone und eines mit meinem OnePlus Nord CE. Das führt dazu, dass von diesen drei Wearables und beiden Smartphones die Schritte zusammengefasst werden, was natürlich totaler Quatsch ist. Schrittzahlen über den Tag von weit über 20.000 sind zwar super, aber leider nicht die Realität. Eher die Hälfte davon. Wie man (vorübergehend) Abhilfe schaffen kann, habe ich hier beschrieben -> Huawei Health zählt die Schritte doppelt – hier ist die Lösung

Vergleicht man das Huawei Band 7 mit dem Vorgänger Huawei Band 6, merkt man sehr schnell, dass es sich nur minimal unterscheidet. Eigentlich nur in den Abmessungen, dem Design auf der Rückseite, wo sich die Sensoren befinden und das das Armband beim Huawei Band 7 jetzt wechselbar ist. Ansonsten ist das 7er ist etwas dünner geworden, dafür aber länger und breiter. Ansonsten gleiches Display, gleiche Funktionen, gleiches Design, gleicher Akku usw.

Übersichtlich aufgebautes Menü der Huawei Health App

Fazit:

Ist das Huawei Band 7 empfehlenswert? Das kommt drauf an. Wer das Huawei Band 6 sein eigen nennt und umsteigen möchte, kann es sich sparen. Dafür bietet es zu wenig Mehrwert. Wer noch mit dem Kauf eines Xiaomi Mi Band 7 (Testbericht) liebäugelt, sollte zum Huawei Band 7 greifen. Es ist in fast allen Bereichen die bessere Wahl. Oder wer absolut nicht mehr als 55 Euro ausgeben kann oder möchte, soll das Huawei Band 7 greifen. Wer aber noch einen 10er drauflegen kann, sollte sich das Huawei Watch Fit new (Testbericht) kaufen. Minimal größer, bessere Ausstattung, kann mehr und auch sonst die bessere Wahl. Trotzdem vergebe ich das Gütesiegel, denn für Einsteiger in dieser Preisklasse ist es nach wie vor eine Empfehlung.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf eigene Kosten bei Huawei gekauft. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra im Test – was taugt der Saug-Wischroboter mit Absaugstation?

Im Test habe ich den Xiaomi Mi Robot Vacuum-Mop 2 Ultra, einem Saugroboter mit Wischfunktion, den man mit einer optional erhältlichen Absaugstation erweitern kann. Wie gut ist das Topmodell in der Praxis?

Also eines kann Xiaomi unbestritten – umständliche Produktbezeichnungen. Länger macht sie keiner. Aber das ist nur ein optischer Makel, denn der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2S (Testbericht) konnte im Test überzeugen und jetzt habe ich den Xiaomi Mi Robot Vacuum-Mop 2 Ultra mit der Absaugstation für einen Test zur Verfügung gestellt bekommen. Worin liegen die Unterschiede zwischen diesen beiden Modellen, lohnt sich der Aufpreis und ich beantworte auch die Frage, ob sich der Aufpreis für die separat erhältliche Absaugstation lohnt. Natürlich muss auch der Xiaomi Mi Robot Vacuum-Mop 2 Ultra in meiner ganz normalen Wohnung zeigen was er kann (oder auch nicht) und wird dabei mit dem Roborock Q7 Max+ (Testbericht) verglichen.

Wie immer sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und Erfahrungen in meiner Wohnung und nicht aus einem Testlabor. Wie meine Wohnung so aussieht und welche Herausforderungen auf den Testkandidaten warten, habe ich hier ausführlich beschrieben -> Link

Technische Daten Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra:

  • LDS Lasernavigation
  • Sprachsteuerung per Google Assistant/ Alexa
  • 4000 pa Saugleistung
  • 1 Seitenbürste
  • 1 Bodenbürste
  • Zonenreinigung
  • No-Go Areas
  • Virtual Wall
  • 20 mm Steigleistung
  • Xiaomi Mi Home App kompatibel
  • 550 ml Staubbehälter
  • 150 ml Wassertank
  • HEPA-Filter
  • WLAN (2,4 GHz)
  • 353 x 350 x 98,8 mm (Sauger)
  • 130 x 126 x 93 mm (Station)
  • 3,6 kg
  • 46 Watt
  • 5200 mAh

Produktseite: mi.com/de/mi-robot-vacuum-mop-2-ultra

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra gibt es nur in schwarz zu einer UVP von 549 Euro und bei Amazon* noch mal um einiges günstiger zum Preis von 419 Euro.

Der Lieferumfang des Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra

Technische Daten Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Pro Ultra Absaugstation:

  • 16500 pa
  • 4 l Staubbehälter
  • 1000 W
  • 285 x 397 x 468 mm

Produktseite: mi.com/de/mi-robot-vacuum-mop-2-ultra-auto-empty-station

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Die Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Pro Ultra Auto-empty station Absaugstation STYTJ05ZHMHWJC gibt es ebenfalls nur in der Farbe schwarz, hat eine UVP von 259 Euro, ist aber bei Amazon* schon für 209 Euro zu haben.

Der Lieferumfang der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra Absaugstation

Was ich gut finde:

Zuerst packe ich den Xiaomi Mi Robot Vacuum-Mop 2 Ultra aus. In dessen Karton ist noch eine einfache Ladestation nebst Netzkabel, ein Reinigungswerkzeug und eine deutsche Anleitung zu finden. In einem extra Karton dann noch die Absaugung. Hier gibt es dann neben der Auto-Entleerungsstation noch ein Netzkabel, einen Ersatz-Staubbeutel und eine Kurzanleitung. Dazu noch ein spezieller Staubbehälter, der den aus dem Sauger ersetzt. Der Unterschied zwischen den beiden Staubbehältern liegt in den beiden Öffnungen für die Absaugstation.

Der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra ist optisch ein klassischer Saugroboter. Oben der Turm mit der LDS Lasernavigation, was am Ende nichts anderes wie ein bekannter LiDAR-Sensor, also für die Vermessung des Raumes zuständig ist. Dazu die beiden Tasten zum händischen Steuern des Saugers. Auch unter dem Deckel das gewohnte Bild. Der Staubbehälter, der ausgetauscht werden muss, sollte man die Absaugstation dazu kaufen, der Reset-Taster und die LED für das WiFi Signal.

An der Front die ToF-Kamera, die für die Orientierung und Hinderniserkennung zuständig ist. Dazu der Schlagbalken und weitere Sensoren an beiden Seiten. Die Unterseite bietet auch keine wirklichen Überraschungen. Eine Seitenbürste (warum eigentlich immer nur eine?), die Bodenbürste, zwei Räder mit großen Federweg, die Hindernisse bis 20 mm meistern sollen, diverse Sensoren und der abnehmbare Wassertank mit nur 150 ml Fassungsvermögen und montierter Mop-Pad. Dieser lässt sich sehr einfach entnehmen und nach dem Auffüllen wieder genauso leicht montieren.

Die optional erhältliche Absaugstation bietet einem 4 l fassenden Staubbeutel Platz und reicht damit wohl für mehrere Wochen. Ersatzbeutel kosten im 6er Pack 29,90 Euro bei Amazon*. Auf dem Deckel findet man eine Taste, mit der man die Absaugung jederzeit manuell starten kann, was dann ca. 10 Sekunden dauert und mit einer entsprechenden Lautstärke quittiert wird. Mir gefällt, dass es auf der Rückseite einen Ein/Ausschalter mit Kabelaufwicklung gibt.

Und wo liegen jetzt die Unterschiede zum deutlich günstigeren Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2S (Testbericht)? Zuerst einmal hat der 2S keine Sensoren an der Seite, hat eine deutlich geringere Saugleistung, der Staubbehälter ist kleiner, genauso der Akku und er ist nicht mit einer Saugstation erweiterbar. Mit dem Roborock Q7 Max+ (Testbericht) ist der Ultra besser vergleichbar. Gleicher Akku, etwas geringere Saugleistung beim Roborock, aber ansonsten nahezu baugleich. Die Absaugstation des Roborock bietet war weniger Platz im Staubsaugerbeutel, hat aber eine deutlich höhere Absaugleistung.

Wie alle Saugroboter von Xiaomi, wird auch der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra mit der Mi Home App (Android iOS) verbunden. Die ist mittlerweile ausgereift und trotz vieler Funktionen übersichtlich. Auf der Startseite sieht man direkt die Karte der Wohnung und kann direkt von hier aus loslegen. Wischt man von der unteren Leiste nach oben, erscheint ein Menü, in dem man jederzeit, auch während eines Reinigungsvorgangs, die Saugstärke und den Wasserdurchfluss regulieren kann. Neben der Reinigung einzelner Räume, aber mehrerer hintereinander, kann man auch einen definierten Bereich reinigen lassen.

Oben rechts erreicht man die Einstellungen und dort kann man unter anderem weitere Karten z.B. für eine weitere Etage, erstellen, bearbeiten, No-Go Areas anlegen und ebenfalls bearbeiten. Natürlich kann man auch komplette Reinigungspläne anlegen, die Verbrauchsmaterialien checken und vieles mehr. Das alles eben sehr übersichtlich.

Im Praxistest weiß der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra im normalen Betrieb mit einem leisen Betriebsgeräusch zu überzeugen. Er fährt aufmerksam durch die Gegend, ohne an Möbel oder andere Einrichtungsgegenstände zu stoßen. Was auf der einen Seite ein echter Vorteil ist, macht sich bei mir unter dem Esstisch mit den 6 Stühlen und den 24 Stuhlbeinen negativ bemerkbar. Da er so übervorsichtig ist, fährt er nicht zwischen Stühle. Dafür fährt er aber unter der kompletten Couch entlang und auch unter dem Wohnzimmertisch. Nach oben ist der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra also nicht so empfindlich, wie zu den Seiten.

Die Saug- und Wischleistung in der Fläche ist sehr gut, aber es gibt diverse Probleme in den Ecken und beim Wischen, worauf ich weiter unten eingehen werde. Teppiche stellen den Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra vor keinerlei Probleme. Egal ob Kurzflor- oder Hochflor. Alle Arten von Teppichen werden souverän befahren und gesaugt. Hindernisse bis 20 mm werden ebenso überquert. Das teste ich mit zwei Holzbrettern mit 12 mm und 18 mm. Die Waage im Bad hat eine Höhe von exakt 20 mm und sie alle wurden ohne jede Mühe überwunden. Überhaupt fällt auf, wie gut er mit Hindernissen umgeht.

Das teste ich mit drei Gegenständen, die ich dem Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra in den Weg lege. Eine Fernbedienung, ein Teddybär und eine Steckdosenleiste mit extra langen Kabel. Alle drei werden erkannt und gekonnt umfahren. Allerdings ist ein Kabel wohl schon fast zu klein, denn die Steckdosenleiste an solches wird einwandfrei erkannt, das Kabel aber erst, nachdem die Seitenbürste fast schon blockiert wird. Das Kabel wird dann etwas hin und her geschoben, aber letztlich nicht weiter durch die Gegend geschleift. Sollte sich der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra trotzdem mal festfahren, beginnt er sofort mit diversen Aktionen zur Befreiung. Vorwärts, Rückwärts, Drehen, Räder anheben. Schon spannend, wie er dabei vorgeht und jedes mal hat er sich selbstständig befreien können.

Positiv ist auch die enorme Akkulaufzeit. Der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra reinigt meine kompletten Wohnung mit 115 m² ohne Unterbrechung. Das spricht für eine gute Ausdauer und sollte der Akku doch mal nur Neige gehen, wird die aktuelle Aufgabe unterbrochen, er fährt zur Ladestation um sich aufzuladen, um dann weiter zu machen.

Das Hauptmenü der Xiaomi Home App überzeugt

Was ich nicht gut finde:

Bevor es richtig losgeht, bemerkt man, dass es keine schnelle Kartierung gibt. In dieser Preisklasse sollte das eigentlich zum Standard gehören. So muss der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra zuerst mal durch die ganze Wohnung fahren, um am Ende eine Karte präsentieren zu können. Immerhin ist die schon sehr präzise und bedarf bei mir nur kleiner Korrekturen. Die Kartierung macht man meist nur einmal, aber so eine schnelle Kartierung ist schon was sehr feines und fehlt mir.

Der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra hat leider ein paar Probleme in Ecken. Hier macht ihm seine Vorsicht wieder einen Strich durch die Rechnung. Er müsste einfach noch etwas knapper an eine Ecke heranfahren, damit die Seitenbürste auch die Ecke vollständig ausfegen kann.

Die Einstellungen sind vielfältig

Auch beim Wischen gibt es nach wie vor ein paar Probleme wie auch schon beim Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2S (Testbericht). Ist der Fleck frisch, dann nimmt ihn der Wischer problemlos auf. Aber wehe, der Fleck ist etwas eingetrocknet. Wie immer teste ich das mit dem kompletten Inhalt des Spülbehälters inkl. Resten von Kaffeepulver, die dann auch noch ein paar Stunden Zeit zum eintrocknen haben.

Die Wasserzufuhr wird für diesen Test auf maximal gestellt und auch die Saugleistung erhöht. Am Ende waren drei Durchgänge nötig und trotzdem waren noch diverse eingetrocknete Ränder zu sehen. Auch Reste des Kaffeepulver waren zu sehen. Das es auch ganz anders geht, hat der supergünstige Lefant M213 (Testbericht) gezeigt. Dabei fällt auf, dass trotz maximaler Wasserzufuhr zu wenig Wasser zum Wischen zum Einsatz kommt. Ob das das Problem ist?

Die Karten können vielfältig bearbeitet werden

Fazit:

Ist der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra empfehlenswert? Ja, er ist nicht perfekt, aber wenn Xiaomi die Wasserzufuhr in den Griff bekommt und ihn etwas tiefer in die Ecken fahren lässt, dann ist so ein Xiaomi Saugroboter absolut empfehlenswert. Aber auch so gefällt mir das Gesamtpaket und der Ultra saugt auf Augehöhe mit dem ähnlich teuren Roborock Q7 Max+ (Testbericht). Ob man die Absaugstation benötigt, muss jeder für sich entscheiden. Ich brauche die nicht. Klar ist es bequemer, aber man muss von Zeit zu Zeit neue Beutel kaufen und den Behälter einmal die Woche von Hand leeren dauert wenige Sekunden und ist komplett kostenlos. Für das gelungene Gesamtpaket gibt es das Gütesiegel.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Lefant M213 im Test – was taugt dieser günstige Saugroboter mit Wischfunktion?

Mit dem Lefant M213 teste ich einen sehr kompakten Saug- Wischroboter, der zudem noch ziemlich günstig ist. Aber was taugt er im Alltag in einer ganz normalen Wohnung?

Vor kurzem haben wir für den Podcast eine Sonderfolge mit dem Thema Saugroboter veröffentlicht (Link zum Podcast) und dabei am Ende davon geträumt, dass man mal einen kompakten Saugroboter auf den Markt bringen müsste, der kleiner vom Durchmesser und vor allem flacher baut. Als ob uns Lefant gehört hat, kam am nächsten Tag per Mail das Angebot rein, den Lefant M213 zu testen, der eben genau das ist. Klein, flach, kompakt und außerdem dem noch sehr günstig. Ob ich den testen will? Na logisch. Zumal er keine Karten speichert und somit auch Nutzern gerecht werden könnte, die in dieser Hinsicht Bedenken haben. So richtig offline ist das zwar nicht, da es (auf Wunsch) eine App gibt, aber wie auch der INOMI LE7 (Testbericht) zeichnet der Lefant M213 keine festen Karten. Technisch unterscheiden sich die beiden nur in wenigen Punkten, also kann man diese beiden durchaus miteinander vergleichen.

Wie immer sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und Erfahrungen in meiner Wohnung und nicht aus einem Testlabor. Wie meine Wohnung so aussieht und welche Herausforderungen auf den Testkandidaten warten, habe ich hier ausführlich beschrieben -> Link

Technische Daten Lefant M213:

  • Infrarot-Navigation
  • 2200 pa Saugleistung
  • 2 Seitenbürsten
  • Lefant App kompatibel
  • 500 ml Staubbehälter
  • HEPA-Filter
  • WLAN (2,4 GHz)
  • Sprachassistenten Alexa und Google Assistant
  • 12 mm Steigfähigkeit
  • 280 x 280 x 76 mm (Sauger)
  • 130 x 125 x 93 mm (Station)
  • 19 Watt

Produktseite: lefant.com/en-de/lefant-m213

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist der Lefant M213 auf Amazon* zum Preis von 239,99 Euro. Mit dem Code PD7RYR8Q gibt es bis zum 31. Juli 2022 einen Rabatt von 90 Euro.

Der gute Lieferumfang des Lefant M213

Was ich gut finde:

Beim Auspacken fällt schon mal der gute Lieferumfang des Lefant M213 auf. Neben dem eigentlichen Sauger ist im Karton noch die Ladestation mit integrierten Reinigungstools zu finden, das Netzkabel, gleich vier Seitenbürsten, ein Ersatzfilter, eine Packung mit feuchten Wischtüchern und eine deutsche Kurzanleitung.

Der Lefant M213 ist der mit Abstand kompakteste Saugroboter mit Wischfunktion, den ich jemals getestet habe. Er ist nicht nur vom Durchmesser her deutlich kleiner als die allermeisten Konkurrenten, sondern auch deutlich flacher. Das macht sich im Praxistest absolut positiv bemerkbar, denn er passt bei mir unter alle Möbel. Er passt selbst unter Hänge-WCs, wenn diese etwas höher aufgehängt sind.

Einen Turm gibt es nicht, denn der Lefant M213 orientiert sich per Infrarot und das rundherum. Was sich zunächst nach einer mittlerweile veralteten Technik anhört, ist in der Praxis so schlecht nicht, aber dazu gleich mehr. Der fehlende Turm ist aber einer der Gründe, warum der Lefant M213 so kompakt ist. Bis auf eine Taste ist auf der Oberseite nichts weiter zu finden bis auf den Deckel.

Klappt man diesen auf, wird zuerst einmal der rote Ein/Ausschalter sichtbar. Dazu der QR-Code zum herunterladen der Lefant Life App. Dazu der 500 ml fassende Staubbehälter.

An der Front gibt es auch keinen klassischen Schlagbalken oder Kameralinsen. Erst auf der Unterseite wird interessant, denn hier bietet der Lefant M213 gleich zwei Seitenbürsten, aber keine Bodenbürste. Hier wird ganz oldschool mit drei Gummilippen der Dreck gesammelt und per Direktabsaugung in den Staubbehälter befördert. Ansonsten gibt es noch Sensoren gegen Absturz und zwei grobstollige Gummiräder mit einem relativ kleinen Federweg. Mit diesen soll der Lefant M213 Hindernisse von bis zu 12 mm Höhe überwinden können.

Die Wischfunktion wird beim Lefant M213 ohne Wassertank realisiert. Die Platte ist lediglich in den Roboter eingesteckt und das Wischtuch muss vorab händisch gewässert werden. Das klingt zunächst etwas umständlich und ja, das ist es auch, aber der Bezug kann mehrmals verwendet werden, bis er gereinigt werden sollte. Im Lieferumfang sind feuchte Einmalwischtücher, welche aber wirklich nur einmal genutzt werden können, da sie sehr schnell austrocknen. Auf Dauer sicher bequem, aber auch teuer. ich bevorzuge das „normale“ Wischtuch.

Die Lefant Life App (Android / iOS) ist wirklich sehr einfach gehalten. Obwohl der Lefant M213 ein eher einfacher Vertreter seiner Art ist, ist die App durchaus umfangreich, aber leider nicht sehr übersichtlich. Die untere Leiste kann man seitlich scrollen. Erst dadurch kommen weitere Reinigungsfunktionen zum Vorschein. Die einzelnen Funktionen sind selbsterklärend. Die dort befindlichen „Einstellungen“ steuern unter anderem die Saugkraft und zeigt eine Historie. Oben rechts, bei dem Icon mit dem Stift, erreicht man weitere Einstellungen wie z.B. Alexa und den Google Assistant. Das hat bei mir im Test zwar prinzipiell funktioniert, aber mehr als den Saugvorgang starten und stoppen konnte ich nicht. Also wirklich sehr, sehr einfach gehalten.

Übrigens. Wer die App nicht will oder nicht benötigt, kann den Lefant M213 auch ganz ohne nutzen, dann aber sehr stark eingeschränkt. Entweder drückt man die Taste auf der Oberseite, wenn er noch auf der Ladestation steht und er fängt im „Smart“ Betrieb mit der Reinigung an, oder man setzt ihn händisch irgendwo hin und drückt dann erst die Taste. Allerdings kehrt er nicht selbstständig zur Ladestation zurück. Wenn der Akku zur Neige geht und er ist von der Station gestartet, findet er sie mit etwas Glück. Aber händisch irgendwo abgesetzt, findet er die Ladestation nicht mehr eigenständig.

Der Praxistest hat mich dann in einen echten Zwiespalt gedrängt. Da der Lefant M213 keine Karte speichert, kann man natürlich keine Räume definieren, keine No-Go Areas oder andere Gimmicks. Er kann nur nach dem Alles-oder-Nichts Prinzip arbeiten. Dazu weiter unten etwas mehr. Es gibt mehrere Programme. „Smart“ bedeutet, dass er vom Startpunkt aus erst einmal ca. 5 Meter geradeaus fährt bzw. ein Hindernis kommt, sich dann dreht und etwas versetzt parallel zurückfährt und da so lange, bis der Akku leer ist. Also bahn für Bahn.

Bei „Willkürlich“ fährt der Lefant M213 kreuz und quer durch die Wohnung, bis auch hier der Akku leer ist. „An der Wand entlang“ sagt eigentlich schon von selbst alles aus. Mit der „Spirale“ dreht er sich in größer werdenden Kreisen um sich selbst und wieder zurück zur Mitte der Spirale. Wählt man „Manuell“, wird eine Fernbedienung eingeblendet, über die man den Lefant M213 fernsteuern kann, was Sinn macht, wenn man schnell einen bestimmten Bereich reinigen möchte.

Obwohl der Lefant M213 keinen LiDAR-Sensor nutzt, sondern sich rein mit Infrarot-Sensoren orientiert, erkennt er größerer Hindernisse einwandfrei und umfährt diese auch. Wie immer teste ich das mit einer Fernbedienung, die aber wohl etwas zu klein ist, denn diese schiebt er vor sich her. Den kleinen Teddy erkennt er direkt und ohne diesen zu berühren, wird er umfahren. Gleiches gilt auch für die Steckdosenleiste mit dem extra langen Kabel. Obwohl das Kabel deutlich dünner als die Fernbedienung ist, wird das Kabel erkannt und komplett umfahren. Da haben selbst deutlich teurere Konkurrenten so ihre Probleme.

Die beiden Seitenbürsten leisten gute Dienste, schießen aber ab und zu mal größere Fundstücke durch den Raum. Aber alles im allem ist die Saugleistung trotz „nur 2200 pa“ richtig gut. Auch die fehlende Bodenbürste macht sich nicht negativ bemerkbar, denn auch auf hochflorigen Teppichen macht der Lefant M213 in Punkto Saugleistung eine gute Figur.

Apropos Teppiche. Egal ob der kleine Läufer vor der Balkontür, der hochflorige Teppich im Badezimmer oder die Schlingenware im Büro. Sie alle werden gekonnt bestiegen und befahren. Auffällig hierbei ist, dass der Lefant M213 die Teppiche auch nicht irgendwie zusammenschiebt oder direkt mitschleift, sondern wirklich an Ort und Stelle belässt und reinigt. Für einen Saugroboter dieser Preisklasse sicher keine Selbstverständlichkeit. Da hatte ich schon ganz andere Kandidaten, die das mehrfache kosten.

Oder die Wischfunktion. Ja, ok. So eine „dumme“ Platte mit einem daran befestigten Wischtuch ist jetzt kein High-End Schrubber, der wild vibrierend wischt, aber im Gegensatz zu vielen, vielen anderen, schafft der Lefant M213 die nun folgende Sauerei bis auf den letzten Krümel zu beseitigen und das beim ersten Durchgang.

Wie immer verschütte ich dafür den kompletten Inhalt des Spülbehälters der Kaffeemaschine, in dem sich auch jede Menge Trester, als Reste des Kaffeepulvers befinden, auf dem Fliesenboden und lasse ihn ein paar Stunden eintrocknen. Da der Lefant M213 keine Wischfunktion im klassischen Sinne besitzt, wässere ich das Tuch händisch (weiter unten beschrieben), setze ihn an den Rand der Sauerei und starte das Programm „Spirale“. Wenige Sekunden ist die Sauerei komplett beseitigt. Er ist der Erste, er wirklich alles restlos beseitigt inkl. aller eingetrockneten Ränder. Hut ab.

Und auch sonst weiß der Kleine in der Praxis größtenteils zu überzeugen. Durch seine kompakte Bauart passt er problemlos unter die Couch, den Couchtisch und saugt auch im Labyrinth aus 24 schräg stehenden Stuhlbeinen unter dem Esstisch alles auf. Hindernisse bis 12 mm schafft er dabei problemlos. Erst die Waage im Bad mit ihren 20 mm wird zum unüberwindbaren Hindernis. Aber sonst? Auf großen Flächen ist die Saug- und Wischleistung richtig gut und dabei ist er angenehm leise. Wie oft habe ich ihn einfach machen lassen. Stört ja nicht der Kleine und so wischt und saugt er sich durch die Wohnung, wie der Akku zur Neige geht.

Was ich nicht gut finde:

Größtes Problem des Lefant M213 ist die Navigation durch den Raum. Da er keinen richtigen Plan der Wohnung speichert, ist es eigentlich unmöglich, dass er mit einem Durchgang einen Raum vollständig reinigt. Erst recht nicht, wenn man eine eher offene Wohnung mit großen Wohn-Essbereich und angrenzender offener Küche hat. Selbst im Gäste-WC mit nicht einmal 4 m² hat es mehrere Durchgänge gebraucht, bis dieses komplett gereinigt war. Zuerst habe ich die Kantenreinigung gestartet, dann die smarte Reinigung und weil es trotzdem noch eine Ecke gab, die er nicht gereinigt hat, habe ich noch mal die Willkürliche Reinigung gestartet. Tipp: Türen schließen, damit der Lefant M213 nicht aus dem Raum herausfährt und dann einfach machen lassen.

Auf der unteren Leiste kann man durch die Funktionen scrollen

Die smarte Reinigung erstellt zwar so etwas wie einen Raumplan, aber in der 80er Pixelgrafik erkenne ich rein gar nichts und der Lefant M213 scheint diese „Karte“ auch zu ignorieren, da er immer wieder dieselben Bereiche abfährt, andere wiederum komplett ignoriert. Alles sehr merkwürdig. Besser scheint da der Willkürliche Modus zu sein, bei dem der Lefant M213 so lange kreuz und quer durch die Gegend fährt, bis der Akku leer ist. Allerdings ist dann längst nicht alles gereinigt worden. Dafür muss man den Lefant M213 einfach sehr, sehr viel Zeit einräumen und am Ende ist dann doch nicht alles sauber.

Gerade in den Ecken hat der Lefant M213 so seine Probleme. Er ist da einfach zu vorsichtig, denn seine Infrarotsensoren lassen ihn nicht nahe genug an die Ecken heranfahren. Er dreht schon etliche Zentimeter vorher ab und lässt Ecken dann komplett aus, was sich natürlich im Detail negativ bemerkbar macht. Natürlich haben auch andere Saugroboter ihre liebe Mühe mit den Ecken, aber beim Lefant M213 ist es wirklich sehr deutlich, auch wenn die Kantenreinigung an sich gut ist. Aber in die Ecken schaut man immer als erstes und da liegt am Ende immer noch der Dreck.

Die Wischfunktion ist wie oben beschrieben richtig gut, aber doch stark eingeschränkt. Das ordentlich gewässerte Tuch hält bei normalen Temperaturen ca. 5 Minuten, dann ist es, natürlich abhängig vom Bodenbelag, schon so trocken, dass man von wischen nicht mehr sprechen kann. Natürlich kann man den Lefant M213 alle paar Minuten kurz stoppen und das Wischtuch wieder wässern, aber will man das wirklich, zumal man ihn dann nie alleine in der Abwesenheit arbeiten lassen kann. Also nicht, wenn man auch gewischt haben möchte.

Das Menü der Lefant Life App ist etwas undurchsichtig

Fazit:

Ist der Lefant M213 empfehlenswert? Eindeutig Jein. Durch seine Kompaktheit empfiehlt er sich eigentlich von selbst, zumal auch seine Saug- und Wischleistung an sich gut sind. Aber am Ende des Tages gibt es einfach zu viele Probleme beim Reinigen der Wohnung und genau deswegen kauft man sich so ein Teil ja. Es macht auf Dauer keinen Sinn den Lefant M213 immer wieder neu zu starten, um dann doch nicht alle Bereiche gereinigt gesäubert zu bekommen. Eigentlich lohnt er sich nur für kleine, abgeschlossene Räume, in denen er ungestört vor sich hin saugen kann. Es fällt mir schwer, denn ich mag den Lefant M213, aber er macht in normalen Wohnungen keinen Sinn und daher vergebe ich das Gütesiegel nicht.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Dockin D Pure NC im Test – was taugt dieses ANC Headset wirklich?

Im Test des Dockin D Pure NC Over-Ear Headset mit ANC gilt es zu klären, ob dieser angebliche Geheimtipp wirklich sein Geld wert oder nicht und ob es Alternativen dazu gibt.

Vor kurzem habe ich mit dem Srhythm NC75 Pro (Testbericht) mal ein eher günstiges Over-Ear Headset mit ANC getestet und diese Gerätegattung wieder für mich entdeckt. Gerade weil ich kurz davor war in den Urlaub zu fliegen und für den Flug brauche ich ein vernünftiges ANC Headset. Durch die Amazon Vorschläge bin ich dann noch rechtzeitig auf das Sony WH-CH710N (Testbericht) geworden und nach dem Test kurzerhand zwei davon gekauft. Zwei? Natürlich für meine Frau und mich und was soll ich sagen – der Flug verging lautlos wie im Flug. Aber gibt es in der Preisklasse von 50 bis 100 Euro vielleicht noch mehr ANC Headsets für unsere Bestenliste in Over-Ear Bauweise zu entdecken? Wieder geht es auf Amazon und da taucht ziemlich schnell der Dockin D Pure NC als „der absolute Geheimtipp“ auf. Natürlich wissen wir alle, wie das mit den Rezensionen bei Amazon läuft, also habe ich ihn mir im Rahmen der Prime Days einfach mal gekauft und ausprobiert.

Wie ich genau teste und worauf ich dabei so achte, habe ich hier im Detail beschrieben (Link zum Artikel). Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität mit Android und iOS, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei. Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. Wie immer sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab. Das auch mit einer der Gründe, warum wir unsere Testberichte eher kurz halten, denn niemand elend lange Texte lesen und daher konzentrieren wir uns auf besonders erwähnenswerte Merkmale.

Technische Daten Dockin D Pure NC:

  • 40 mm Treiber
  • 20 Hz – 20 kHz
  • Bluetooth 5.1
  • Bluetooth Profile A2DP, AVRCP, HFP, HSP (was ist das?
  • Bluetooth Codec AAC, SBC, aptX HD (was ist das?
  • spritzwassergeschützt IPX7 (was bedeutet das?)
  • Freisprechfunktion
  • ANC
  • USB Typ-C
  • 3,5 mm Klinkenanschluss
  • 261 g

Produktseite: dockin.de/dockin-d-pure-nc

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist das Dockin D Pure NC bei Amazon* zum Preis von 84,99 Euro. Ich habe es am PrimeDay 2022 für 71,90 Euro gekauft.

Ordentlicher Lieferumfang beim Dockin D Pure NC

Was ich gut finde:

Das Auspacken fängt schon mal gut an. Ok, jede Menge Plastik ist in 2022 etwas out, aber es gibt neben dem Headset noch ein Micro-USB Ladekabel, ein 3,5 mm Klinkenkabel, eine Kurzanleitung und ein Tragebeutel. Dieser ist zwar nicht sehr hochwertig und stinkt in den ersten Tagen fürchterlich, aber immerhin wird einer mitgeliefert.

Die Verarbeitung des Dockin D Pure NC ist der Preisklasse angemessen. Zwar Plastik total, aber vollkommen in Ordnung. Das Kopfband aus Kunstleder ist schon mal angenehm zu tragen. Die Länge ist in einem weiten Bereich einstellbar und macht einen wirklich stabilen Eindruck. Das gilt auch für den Klappmechanismus, der das Headset kompakt werden lässt.

Klassisches Design des Dockin D Pure NC in Platik

Weiter geht es mit den Ohrmuscheln. Die äußere Fläche ist geriffelt, was zwar gut aussieht, aber ziemlich anfällig für Dreck und Staub ist. Für eine bessere Passform lassen sich die beiden, leider nicht wechselbaren Ohrpolster, in einem kleinen Bereich kippen und schwenken. Der Tragekomfort ist gut, denn der Druck ist selbst für mich als Brillenträger nicht zu hoch. Im Inneren der Ohrmuscheln ist in großen Lettern „L“ und „R“ eingedruckt.

Auf der linken Seite ist lediglich ein Mikrofon des ANC zu finden. Alle Bedienelemente und Buchsen sind auf der rechten Seite zu finden. Zuerst einmal die USB Typ-C Buchse zum Laden des Dockin D Pure NC. Daneben eine 3,5 mm Klinkenbuchse und der Schalter zum Umschalten des ANC. Weiterhin die 3-teilige Taste zur Bedienung des Dockin D Pure NC. Links und Rechts die Tasten zur Steuerung der Lautstärke. In der Mitte die Multi-Taste, die auch die Power-Taste repräsentiert. Daneben findet man noch eine superkleine LED.

Tasten mit Problemen bei der Bedienung des Dockin D Pure NC

Im Inneren werkeln Treiber mit einem Durchmesser von 40 mm. Neben den obligatorischen AAC und SBC Codecs gibt es noch aptX HD (was ist das?). Allerdings muss auch das eigene Smartphone diesen unterstützen, was aber die wenigsten tun, sonst wird der Standard-Codec genutzt. Natürlich muss auch der Streaminganbieter diese Qualitäten liefern, was ich in diesem Artikel in eine Übersicht gepackt habe (Link zum Artikel). Das Dockin D Pure NC ist spritzwassergeschützt nach IPX7, womit der Regenschauer oder starkes Schwitzen kein Problem darstellen sollten.

Das ANC bietet drei Stufen „Aus“, „Ambient“ und „ANC“. Mit dem Schiebeschalter an der rechts Ohrmuschel kann man jederzeit zwischen den drei Einstellungen wechseln. Der Ambient-Modus aktiviert die beiden Außenmikrofone, wodurch das Drumherum zu Gehör gebracht wird. Mir gefällt der Mix aus Umwelt und Musik. Genau richtig dosiert, allerdings leidet die Klangqualität ein wenig. Aktiviert man das ANC, wird es angenehm ruhig. Für diese Preisklasse echt ordentlich und ist deutlich besser als vom Srhythm NC75 (Testbericht) und auf Augenhöhe mit dem Sony WH-CH710N (Testbericht). Mit dem deutlich hörbaren Rauschen kann man leben, da es nur störend wird, wenn man leise hört. Aber lieber etwas rauschen, als den Lärm um einen herum. Man darf halt nie den Preis vergessen, welches das Dockin D Pure NC kostet. Mit einem Sony WH-1000XM5 (Testbericht) lässt es sich natürlich nicht vergleichen.

Die Buchsen des Dockin D Pure NC

Der Akku des Dockin D Pure NC soll mit aktiven ANC bis zu 32 Stunden durchhalten. In der Praxis waren es bei normalen Hörlautstärken am Ende 31 Stunden und 52 Minuten, also fast an der Werksangabe. Eine Schnellladefunktion gibt es leider nicht, aber auch ohne ist der Akku relativ schnell geladen.

Und wie klingt das Dockin D Pure NC? Besser als ich dachte. Es hat den typischen Badewannen-Klangcharakter, der bei vielen Hörern so beliebt ist. Die Tiefen und Höhen etwas hervorgehoben und dazwischen ein neutraler Mitteltonbereich. Im direkter Vergleich fällt das Srhythm NC75 (Testbericht) gnadenlos ab. Hier kann das Dockin D Pure NC mühelos vorbeiziehen. Im direkten Vergleich mit dem Sony WH-CH710N (Testbericht) hört man den Klangcharakter dann aber deutlich heraus. Das Sony hört sich luftiger und räumlicher an und auch der neutralere Klangcharakter der Sonys lässt es schlicht schöner klingen. Aber am Ende macht das Dockin D Pure NC trotzdem Spaß, denn gerade der voluminöse Bass weiß zu gefallen. Gerade beim Sport ideal, oder wenn es mal richtig scheppern soll. Leider kann es bei der maximalen Lautstärke nicht ganz erzeugen, denn die Höhen werden dann doch zu aufdringlich.

Weiter Verstellbereich des Kopfbandes des Dockin D Pure NC

Bei Telefonaten gibt es hingegen nichts zu meckern. Im Gegenteil. Hier macht die leichte Überhöhung der tiefen Töne bei Anrufern positiv bemerkbar. Störende Nebengeräusche werden ausreichend gut herausgefiltert.

Etwas ungelenk aber trotzdem vernünftig einstellbar

Was ich nicht gut finde:

Die Bedienung ist an sich sehr einfach gehalten, da es keine Bedienung per Touch gibt, sondern ganz oldschool per Tasten. Allerdings ist die Bedienung teils nervig, obwohl die Tasten ordentliche Druckpunkte aufweisen. Vielmehr liegt das Problem beim Drücken bzw. gedrückt halten der Tasten. Das fängt schon beim Einschalten an. Oft muss klappt das nicht beim ersten mal, obwohl man vernünftig drückt. Um die Lautstärke zu reduzieren bzw. zu erhöhen, darf die jeweilige Taste wirklich nur ganz kurz gedrückt werden. Einen Hauch zu lange gedrückt, springt man direkt einen Titel weiter oder produziert anderweitig lustige Aktionen.

Das Dockin D Pure NC ist flatbar

Kommt ein Anruf rein, genügt das kurze Drücken der mittleren Taste, aber hierbei muss man ebenfalls höllisch aufpassen nicht zu lange zu drücken, denn ich habe so oft genug Telefonate aus versehen weggedrückt, obwohl ich der Meinung war nur kurz gedrückt zu haben. Das zurücksetzen auf die Werkseinstellungen mutet etwas seltsam an. Laut Anleitung soll man das Dockin D Pure NC nur an das Ladekabel anschließen, um es zurückzusetzen. Das kann aber nicht so ganz stimmen, denn dann müssten ja auch alle Verbindungen mit den Geräten gelöscht sein, was nicht der Fall ist. Also irgendwas passt da hinten und vorne nicht.

Weiterer Minuspunkt des Dockin D Pure NC ist das Fehlen von Multipoint. Man kann also immer nur ein Gerät verbinden. Selbst das Srhythm NC75 Pro (Testbericht) bietet es und das Sony WH-CH710N (Testbericht) sowieso. Heutzutage ist das in dieser Preisklasse ein Must-Have, was die Nutzung im Alltag deutlich vereinfacht. Leider kann man das Dockin D Pure NC während des Ladevorgangs nicht nutzen, da es sich abschaltet, sobald man das Ladekabel verbindet.

Negativ fällt auch die hohe Latenz auf. Egal ob beim Filme schauen oder zocken. Der Versatz zwischen Bild und Ton ist deutlich hör- bzw. sichtbar. Das ist sehr schade, denn in Punkte Reichweite und Verbindungsqualität kann das Dockin D Pure NC absolut überzeugen.

Der Tragekomfort des Dockin D Pure NC ist gut

Fazit:

Ist das Dockin D Pure NC empfehlenswert? Am Ende leider nicht, denn das Sony WH-CH710N (Testbericht) kostet dasselbe und bietet in allen Punkten einfach mehr von allem. Beim Sony fehlt zwar aptX HD, aber speziell dieser Codec wird nur von sehr wenigen Smartphones unterstützt und sollte daher nicht überbewertet werden. Zudem macht die hohe Latenz das Dockin D Pure NC nicht zum idealen Partner zum Filme schauen oder spielen, wenn es um schnelle Reaktionen geht. Daher vergebe ich das Gütesiegel nicht.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf eigene Kosten bei Amazon gekauft. Es wurde nicht vom Hersteller bzw. Onlineshop als Leihgabe bzw. als Geschenk zur Verfügung gestellt. Diese Offenlegung dient der Transparenz.

Mobi-Test Podcast Folge 183 – das Pixel 6a ist da, wieder nothing und viele Ankündigungen

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Das Pixel 6a ist da und damit für viele die direkte Konkurrenz zum nothing phone (1), welches natürlich auch dieses mal Thema ist. Erheiternd ist dann wieder mal der aktuelle Test von Smartphones in der Stiftung Warentest, die dazu noch die besten Smartphonehersteller in verschiedenen Kategorien krönen. Schon mal was vom unbekannten Hersteller Xiaomi gehört? Sagt schon einiges oder? Zum Abschluss gibt es einige Ankündigungen von OnePlus, Samsung, Huawei und, man höre und staune, der Bundesregierung. Also endlich mal wieder einiges los und nun viel Spaß mit der aktuellen Folge.

Wir wollen euch zukünftig stärker in den Podcast einbinden. Ihr habt Fragen an uns? Dann fragt uns doch einfach. Ihr Fragen zu unseren Testkandidaten? Ihr wollte eure Meinung zu einem unserer Themen loswerden? Immer her damit oder ihr habt Vorschläge für Themen? Dann könnt ihr diese vorschlagen. Die Mailadresse ist: podcast (a) mobi-test.de

Mit der Apple Watch im Meer schwimmen – geht oder geht nicht?

Jeder Nutzer einer Apple Watch wird sich irgendwann genau diese Frage stellen. Vor allem wenn man im Urlaub am Meer ist. Kann ich mit der Apple Watch jetzt im Meer schwimmen gehen oder nicht? Diese Frage lässt sich zweifelsfrei und absolut eindeutig klären.

Sommerzeit ist Urlaubszeit. So auch bei mir, trotzdem hat unser Podcast keine Sommerpause eingelegt. Wie viele andere auch, zieht es mich ans Meer. Nun bin ich Träger der Apple Watch und am Strand stellt sich mir dann die Frage aller Fragen – kann ich mit der Apple Watch eigentlich im Meer, also im Salzwasser, schwimmen gehen? Man hört und liest ja immer wieder von Schauermärchen. „Bloß nicht ins Salzwasser“, „die Salzkristalle durchdringen alle Dichtungen und zerstören die Elektronik“ oder „Das Salzwasser greift das Aluminium an und das wird dann matt“ hört man am häufigsten. Oder aber auch, dass „Chlorwasser ganz doll schädlich ist“ usw.

Also habe ich mich mal schlau gemacht. Ging schneller als ich dachte, denn diese Frage lässt sich zweifelsfrei klären.

Ist die Apple Watch jetzt wasserdicht oder nicht?

Ja, sie ist es, wobei man da etwas differenzieren muss, wie Markus in einem ausführlichen Artikel beschrieben hat. Wasserdicht ist leider nicht gleich wasserdicht. Es kommt auf den Druck des Wassers an und damit ist jetzt nicht der Druck in der Tiefe wie z.B. beim Tauchen gemeint. So ist Apple Watch 1 zwar nach IPX7 wasserabweisend, was landläufig als spritzwassergeschützt bezeichnet wird, jedoch nicht wasserdicht. Laut Apple soll das Eintauchen in Wasser vermieden werden. Erst die Apple Watch der 2. Generation bis einschließlich der Apple Watch der 6. Generation sind wasserabweisend bis 5 ATM. Die Apple Watch 7 ist dann zusätzlich noch staubgeschützt nach IPX6.

Alles schön und gut, aber was heißt das jetzt konkret? Apple meint mit Wasserabweisend, dass mit der Apple Watch problemlos im Regen Sport getrieben werden kann, Hände gewaschen werden, geduscht und eben auch Schwimmen in allen Formen. Aber ausdrücklich verboten sind Sauna, Dampfbäder und Tauchen. Also alles, was mit hohen Drücken zu tun hat oder mit Dampf aller Art, denn zu hoher Druck und Dampf kann die Dichtungen zerstören und damit die Apple Watch unbrauchbar machen. Das gilt im übrigen auch für Waschmittel, Seifen, Sonnencreme, Parfüm usw. Also am besten die Apple Watch erst wieder anlegen, wenn man sich fertig gemacht hat.

Darf die Apple Watch im Salzwasser getragen werden?

Ja und das zweifelsfrei, wie aus den Apple Supportdokumenten (Link am Ende des Artikels) eindeutig hervorgeht. Dort steht klar geschrieben, dass die Apple Watch „für Aktivitäten im seichten Wasser genutzt werden“ kann, „etwa das Schwimmen in einem Pool oder im Meer“. Damit ist dann eben auch Salzwasser gemeint, auch wenn es nicht auf der Welt auch Meere mit Süßwasser gibt, was hier jetzt aber keine Rolle spielt. Also schwimmen und Schnorcheln an der Wasseroberfläche ist kein Problem. Egal ob im Süßwasser oder Salzwasser. Ausdrücklich untersagt sind alle Wassersportaktivitäten, bei denen hohe Geschwindigkeiten oder Wassertiefen eine Rolle spielen. Neben dem klassischen Wasserskilaufen oder Tauchen zählt dazu auch Springen aus mehr als einem Meter Höhe oder auch solche Sachen wie Banana-Bboot fahren. Im Falle eines Falles werden die Indikatoren in der Apple Watch unweigerlich zeigen, dass es zu viel war und Apple die Garantie ablehnen.

Dabei spielt es im übrigen auch keine Rolle, ob es sich um die Apple Watch aus Aluminium oder Edelstahl handelt. Selbst die Apple Watch SE erfüllt alle genannten Voraussetzungen inkl. den Einschränkungen.

Welche Einschränkungen gibt es noch beim Schwimmen mit der Apple Watch?

Apple verweist weiter darauf, dass nicht alle Armbänder für das Tragen im Wasser geeignet sind. Selbst die hauseigenen Edelstahlarmbänder und natürlich alle Lederarmbänder sind ausdrücklich erwähnt. Im Falle der Edelstahlarmbänder überrascht das ein wenig, denn Edelstahl ist per se beständig gegen Salzwasser. Ich selbst trage seit Jahren ein günstiges Edelstahlarmband von Amazon* und bislang keinerlei Probleme. Im Gegenteil. Schon erstaunlich, wie viel Dreck beim Schwimmen aus dem Armband kommt.

Weiterhin werden bei Aktivitäten im Wasser kein GPS und auch kein Puls ausgezeichnet. Hat schon einen Grund, warum man vor dem Start einer Aktivität, wie dem Beckenschwimmen, der Apple Watch sagen muss, wie lang eine Bahn ist. Zum Schwimmen in einem See oder dem Meer muss die Aktivität Freiwasser genommen werden. Die Apple Watch erkennt bzw. schätzt die Entfernungen anhand der Bewegungen. Allerdings gibt es da immer wieder riesige Unterschiede zwischen erkannter Strecke und der Realität. Das hängt offensichtlich vom Schwimmstil ab. Beim Brustschwimmen ist die Erkennung besser, als beim Freistil oder Rückenschwimmen.

Um Geistereingaben vorzubeugen. aktiviert sich mit dem Start einer Aktivität im Wasser der Wassersperrmodus. Denn Wasser auf dem Display führt sonst zu den wildesten Eingaben auf dem Display. Nach dem Ende der Aktivität entfernt man Wasser vom Display, in dem man das Wasser herunterbläst und dreht dann an der Krone, um die Öffnungen mechanisch ausblasen zu lassen. Danach trocknet man das restliche Wasser mit einem weichen Tuch ab.

Alle Angaben stammen aus dem offiziellen Apple Support-Dokumenten, die man hier einsehen kann -> Link zum Apple Support

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