Seit knapp 4 Wochen teste ich nun den Trouver Finder Saugroboter. Hier werde ich euch erklären wie gut dieser Saugroboter ist und weshalb ich nicht mehr ohne leben möchte. Peter hat ja gerade seinen Testbericht zum iRobot roomba i3 abgeschlossen. Ein Saugroboter der ein vielfaches des Trouver Finder kostet und nur ein Bruchteil der Features des Trouver Finders liefert. Was der Trouver alles kann und weshalb ich diesen Roboter jedem empfehlen würde lest ihr hier im folgenden Testbericht.

Der Trouver Finder ist ein Saugroboter der eben nicht nur saugen kann. Auch Nass wischen gehört zu seinen Features. Und dass alles zu einem Preis von €200. Da muss doch ein Hacken sein. Ich muss dazu sagen das es sich um den ersten Saugroboter handelt der in unserem Haushalt sauber macht. Mein Haushalt besteht aus 3 Personen, 2 Erwachsen und einem 3 jährigen Kind. Bedeutet, wir könnten eigentlich nach jedem Frühstück saugen.

Die zu bearbeitende Fläche beträgt 170qm auf 3 (4) Etagen verteilt. Die Fußboden-Beschaffenheit ist Stein und Holz mit einigen Teppichen und Läufern im Eingangsberich sowie in den Badezimmern und Toiletten. Dreck ist bei 3 Personen reichlich vohanden. Besonders die kleine, rein raus, Garten, Sandkiste etc. Es gibt also eine Menge zu tun.

Aber beginnen wir mal ganz vorne mit dem Unboxing und dem ersten betrachten des Trouver Finder.

Technische Daten Trouver Finder

MarkeTROUVER
ModellnummerRLS3
FarbeWeiß
Produktabmessungen35 x 35 x 9.45 cm; 3 Kilogramm
Fassungsvermögen0.27 Liter
Leistung33 Watt
Spannung20 Volt
Lautstärke50 dB
Laufzeit1 Stunde und 30 Minuten
Kompatible GeräteSmartphones
Artikelgewicht3 kg
Trouver Finder Lieferumfang

Der Trouver Finder kommt in diversen Varianten und Namen auf den Markt. Zum Beispiel ist er baugleich zum, aus dem selben Haus stammenden, Dreame Bot.

Der Trouver Finder wird in einer schönen Box geliefert. In selbiger befindet sich der Roboter, die Ladestation, der Bürstenaufsatz sowie der Wischbehälter mit Wischtuch.

Die Montage und Einrichtung des Trouver Finder ist mehr als einfach. Zunächst ladet ihr euch die Xiaomi Mi Home App runter. Genau die Xiaomi App.

Denn Trouver gehört zu Dreame, die wiederum zu Xiaomi gehören oder zumindest auf deren Ökosystem aufsetzten. Nachdem ihr die App runtergeladen habt (Android / iOS), werdet ihr durch den Einrichtungsprozess geleitet.

Nachdem dieser durchgeführt wurde, es geht recht schnell, und der Finder sich seine Ladestation gesucht hat, kann man starten. Aber halt, der Finder muss erstmal die zu reinigenden Räume vermessen. Und das dauert. Der Trouver Finder besitzt eine Laservorrichtung. Damit werden die Räume gescannt. Dafür fährt er durch die Wohnung und zeichnet eine Karte. Diese kann man sich auf dem Smartphone anschauen. Ich habe es als total faszinierend empfunden wie nach und nach ein Virtueller Abdruck des Hauses, zumindest des Erdgeschosses, entstanden ist. Die Teilbereiche, die nicht komplett gescannt wurden, z.b. oben links in der Karte sind Bereiche in denen der Trouver Finder nicht vordringen konnte. Zum Beispiel weil es dort eine Stufe nach unten geht oder die Bereiche Mitte Links der Karte. Die Treppe nach unten und oben. Alle anderen Bereiche wurden perfekt kartografiert.

Nachdem dieser Vorgang erledigt wurde kann man der Karte einzelne Räume zuweisen. Das hat den großen Vorteil das man dem Finder sagen kann wo er zu reinigen hat. Mit einem klick auf dem entsprechenden Raum fährt der Finder los und saugt.

Auf den oberen Screenshots seht ihr wie der Trouver Finder die untere Etage vermisst. Der Bereich, auf dem rechten Bild, der mit A gekennzeichnet wurde ist unserer Schmutzschleuse. Ein großer Raum der von der Küche mittels Stufe abgetrennt ist. Dort geht es direkt in den Garten. Dort kommt der Roboter nicht hin aber der Raum wurde dennoch zu einem teil gescannt.

Man kann aber nicht nur einzelne Räume, oder mehrere Räume saugen lassen sondern auch einzelne Teilbereiche der Räume. Aber eines nach dem anderen.

Die Saugarbeiten teilen sich folgendermaßen auf. Der Finder ist in der Lage die komplette Karte zu saugen. Dafür klickt man in der App auf „Alles“ und „Start der Reinigung“. Man kann auch einzelne Räume saugen lassen. Etwas das meiner Ansicht nach das wichtigste bei solch einem Saugroboter ist. Die Küche muss, 3 Jähriges Kind, deutlich häufiger gesaugt werden als z.b. das Badezimmer. Bei anderen Geräten, z.b. dem iRobot 3 muss man die Krümel iliegen lassen und warten bis er die ganze Wohnung gesaugt hat. Finde ich nicht sehr smart. Den Trouver Finder kann man auch mal zwischendurch, ohne weiteres etwas Dreck wegmachen lassen. Dazu klickt man in der App auf den Raum der gesaugt werden soll und los geht es.

Ein weiterers tolles Feature, man kann auch Teilbereiche, z.b. den Bereich um den Frühstückstisch saugen lassen.

Warum die ganze Küche saugen wenn die Krümel nur um den Frrühstücksplatz der kleinen liegen. Mittels der bekannten „Pinch to zoom“ Geste kann man in den Räumen auch Bereiche markieren die er reinigen soll.

Zum Beispiel nach dem Frühstück nur den Bereich um den Frühstückstisch. Weiterhin kann man dem Finder automatisieren. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ihr könnte Szenarien erstellen oder eure Räume nach einem Zeitplan reinigen lassen. Was spricht dagegen, wenn man oben schläft den Roboter Nachts um 3:00 die Wohnung saugen zu lassen?

Wie erledigt der Trouver Finder seine Arbeit? Die Arbeitsweise ist eigentlich recht simpel. Der Trouver Finder besitzt 2 Bürsten. Die eine rotierende Walze die mit Borsten und Gummilippen versehen ist. Diese rotiert sehr schnell, der länge nach unter dem Finder. Eine weitgere Bürste ist versetzt unter dem Gehäuase angebracht und befördert den Schuz in den großen Auffangbehälter. Die Saugkraft scheint so mittelmäßig stark zu sein. Sie wird mit 2000 p.a angegeben. Auch hier, mangels Vergleichsmöglichkeiten kann ich nicht sagen ob und wie stark der Roboter im Vergleich zu anderen ist. Was ich sagen kann, wenn er über Teppiche fährt macht er diese absolut top sauber.

Ob große Krümel vom Frühstück, Müslireste, die warum auch immer auf dem Fußboden landen oder Staub unter Schränken. Alles erledigt der Trouver Finder perfekt. Schön ist die Automatische Bodenerkennung. Wenn er z.b. auf einen Teppich fährt, wird augenblicklich die Saugkraft erhöht, die Bürsten drehen sich schneller und somit wird auch der Teppich gut gereinigt.

Durch den Laserradar und den Berührungsempfindlichen Korpus ist er in der Lage jederzeit gut und sicher durchs Haus zu navigieren. Das bedeutet man muss nichts wegräumen. Was wir aber machen. Wenn die Großreinigung ansteht, also die komplette Wohnung 2x gesaugt werden soll, dann stellen wir zumindest die Stühle auf den Tisch. Nachdem der Trouver seine Reinigung beendet hat erhält man eine kurze Benachrichtigung auf sein Smartphone.

Die Lautstärke des Trouver Finder. Nunja, er ist ein Staubsauger. Und jeder weiß wie laut solche Geräte sind. Das macht der Trouver Finder auch nicht viel anders. Er ist definitiv kein leises Gerät aber bei weitem nicht so laut wie ein großer, analoger Staubsauger.

Dann wollen wir mal auf die Besonderheiten eingehen. Zunächst einmal das Reinigen der Bürsten. Die Bürsten bestehen nicht aus Gummilippen sondern aus Gummilippen und Bürsten. Ich schreibe das ausdrücklich da es auch Geräte gibt die nur aus Gummilippen bestehen. Das ist hier deutlich besser gelöst als bei sehr viel teureren Geräten. Reinigen kann man diese indem man die Klappe unten mit den beiden Schiebereglern entriegelt und die Bürste einfach raus nimmt. Ersatzbürsten zu bestellen ist übrigens kein Problem. Diese gibt es überall. Bei eBay oder Amazon. Die Räder lassen sich übrigens komplett einklappen. Im ausgefahrenen Zustand sind sie 3 cm hoch. Bedeutet, ihr kommt wirklich über jede Bodenkante oder Türschwelle.  Das sich der Trouver Finder festgefahren hat, haben wir in den letzten 4 Wochen nicht erlebt.

Um den großen Schmutz-Auffangbehälter zu leeren müsst ihr das Gerät nicht umdrehen. Ihr kommt ganz entspannt über die Serviceklappe an der Oberseite heran. Der Auffangbehälter ist ausreichend groß sodass ihr ihn nicht nach jedem Reinigungsgang wechseln müsst. Ein Filter ist selbstverständlich ebenfalls eingebaut. Wenn eins der Teile mal ausgewechselt werden muss, wie die rotierende Bürste oder die kleine Dreh-Bürste sagt euch die App übrigens bescheid. 

Apropos App, es ist das faszinierend was ihr alles einstellen könnt. Die App ist unglaublich umfangreich und funktioniert auch mit dem Google Assistent oder Amazon Alexa. In den Geräteeinstellungen könnt ihr die Sprachansage des Roboters und die Lautstärke anpassen. Ihr könnt einstellen ob ihr euch benachrichtigen lassen möchtet wenn das Gerät sein Reinigung beendet hat. Ihr könnt eine Leistungsschub für Teppiche einschalten. Dieser funktioniert wirklich hervorragend. Der Saugroboter erkennt ob er sich auf einem Teppich befindet und schalte dann in den Turbo Modus. Sobald er den Teppich verlassen hat schaltet er zurück in den normalen Modus. Dann gibt es noch die Reinigung fortsetzen Aktivierung oder den DnD Modus. Dieser ist sehr praktisch wenn ihr Automatisierungen laufen lasst  und ihr nicht möchte dass er außerhalb der von euch eingestellten Zeit saugt.

Es gibt vier Reinigungsmodies. Leicht, Standard, Stark und Turbo. Dann könnt ihr einen Timer einstellen wann er saugen soll, ihr könnt geplante Reinigungen einstellen ihr könnt euch den Reinigungs-Verlauf anschauen und der Serviceplan erklärt euch wie lange die einzelnen Teile des Roboters noch nutzbar sind. Natürlich könnt ihr die auch mit einem Klick zurücksetzen und über den vorgeschlagenen Zeitraum nutzen. Mit der App könnt ihr auch den Staubsauger Roboter finden falls ihr nicht mehr wisst wo ihr ihn gerade geparkt habt. Ihr könnt ihr Standort Verwaltung einstellen, also den bevorzugten Raum und ihr könnt das Gerät an andcere Nutzer freigeben. Dann gibt es noch intelligente Szenen in denen ihr dem Roboter gewisse Szenarien programmieren könnt

All das hört sich jetzt relativ kompliziert an ist aber in der Praxis unglaublich einfach und simpel. Das kann wirklich jeder.

Man kann selbstverständlich auch unsichtbare Mauern definieren. Wenn ihr also einen Schrank habt der schnell zerkratzt könnt ihr vor den Schrank eine unsichtbare Bauer platzieren. Oder ich habe eine ebenerdige Dusche. Und habe gerade geduscht und wollten nicht dass euer Roboter dort hinein fährt. Auch dort könnt ihr unsichtbare Mauern platzieren. Ihr könnt auch Räume sperren oder Wege definieren an den er saugen soll. Auch das funktioniert ganz einfach und intuitiv mittels App.

Aber der Trouver Finder kann nicht nur saugen. Nein, er kann auch wischen. Und das funktioniert ebenfalls recht gut. Allerdings, auch hier, wenn ihr eine Kuhherde in der Wohnung haltet wird dieser Saugroboter da nicht gegen ankommen. Aber zum zwischenzeitlichen durchwischen ist es wirklich gut. Das funktioniert relativ einfach und ist bei allen Saugrobotern dieser Art gleich. Ihr habt einen Wassertank in den ihr Wasser einfüllt. Auf die Oberseite wird ein Reinigungstuch befestigt. Auch dies funktioniert sehr einfach. Dieses Tuch mach ihr vorher feucht. Es ist noch eine einfache Anleitung, mit Bildern, auf den Wassertank gedruckt. Dann befestigt ihr mittels klicken den Reinigungswasser Tank unter den Roboter.

Das funktioniert sehr einfach und hält wirklich fest. Der Roboter merkt sofort dass der Wassertank angebracht wurde und schaltet in den Nasswischen Modus. Ihr sollte dann natürlich darauf achten die Läufer zu entfernen. Und dann lasst ihr ihn einfach losfahren. Ihr könnt übrigens nass wischen und saugen denn beides funktioniert gleichzeitig ihr saugt erst die Fläche und dahinter wird gewischt. Wie gesagt das ist jetzt keine porentiefe Reinigung aber für das schnelle über-wischen weil mal etwas Milch verkleckert wurde ist das perfekt.

Einen negativer Punkt möchte ich kurz beschreiben. Der Touver Finder kann sich leider keine zwei Etagen merken. Das bedeutet, wenn ihr eine Wohnung auf einer Ebene besitzt ist das überhaupt kein Problem. Wenn Ihr aber zwei Etagen damit saugen wollt dann muss der Saugroboter jedes mal die zweite Etage vermessen. Und dabei vergisst er die erste Etage. Es gibt Saugroboter die können das, mehrere Etagen speichern, die Kosten aber das zwei oder dreifache des Trouver Finder. Wir haben uns so arrangiert dass der normale Staubsauger im Obergeschoss steht unter Trouver Finder das Untergeschoss sauber hält. Wie gesagt, für uns kein Beinbruch ich wollte aber drauf hinweisen.

Dann kommen wir mal zum Fazit. Ist der Trouver Finder empfehlenswert? Zu 100% ja. Wir können das FAzit ganz kurz und schmerzlos machen. Die Saugleistung ist gut, er verrichtet seinen Dienst tadellos. Und all die cleveren Features die so ein Gerät dann wirklich zu einem smarten Home Gerät machen sorgen dafür, dass täglich Freude aufkommen. Die App und die Einstellungen sind intuitiv und einfach. Die Ergebnisse sind sehr gut die Lautstärke ist mehr als erträglich und das nass wischen tut sein übriges. Dabei kostet der trouver Finder um die 200 €.  Ich wüsste nicht, was man an diesem Gerät noch verbessern kann. Deshalb gibt es selbstverständlich eine absolute Kaufempfehlung und unser Gütesiegel. So und nicht anders geht Saugroboter.

trouver Finder im Test
  • Lieferumfang
  • Saugen
  • Wischen
  • Smarte Funktionen
4.4

Zusammenfassung

Der Trouver Finder Saug und Wischroboter im Test. Ein großartiges, smartes, kleines Gerät

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