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Amazfit T-Rex im Test – was ich gut finde und was nicht

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Die Amazfit T-Rex ist noch recht neu und noch nicht weit verbreitet. Ich habe sie bereits hier und der Test wird zeigen, wie gut diese robuste Smartwatch wirklich ist.

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Zuerst einmal vorweg, dass ich schon seit einigen Jahren mit den sog. Wearables unterwegs bin. Derzeit trage ich die neben der Huawei Watch GT2 (Testbericht) noch die Apple Watch 5, welche ich aber für den Test der Amazfit T-Rex abgelegt habe. 

Schon länger bin ich Fan von Amazfit, denn ich kann von mir behaupten alle bisher erhältlichen Smartwatches getestet zu haben. Zuletzt die Amazfit GTR (Testbericht)  und die Amazfit Stratos 3 (Testbericht), auf welcher die Amazfit T-Rex übrigens basiert.

Übrigens sind auch schon die Tipps und Tricks zur Amazfit T-Rex online -> Link

Also die Technik der Stratos 3 + ein robustes Gehäuse = Amazfit T-Rex und ich will wissen, wie gut diese Smartwatch wirklich ist, denn in der letzten Zeit hat Amazfit ein wenig mit Problemen bei der Verarbeitung und Langlebigkeit zu kämpfen.

Technische Daten Amazfit T-Rex:

  • Android ab 5.0 / iOS ab 10.0
  • 1,3″ LCD-Display mit 360 x 360 Pixel
  • Gorilla Glas 3
  • 512 MB RAM
  • 4 GB interner Speicher
  • Pulsmessung
  • Schlaftracking
  • 6-Achsen-Beschleunigungssensor
  • Barometer
  • wasserdicht bis 5 ATM (was bedeutet das?)
  • zertifiziert nach Militärstandard MIL-STD-810G (was bedeutet das?)
  • GPS / GLONASS
  • NFC (nutzbar nur mit Alipay)
  • Bluetooth 5.0 LE
  • WLAN 802.11 b/g/n (2,4 GHz)
  • 22 mm Armbänder
  • 47,7 x 47,7 x 13,5 mm
  • 62 g
  • 390 mAh

Produktseite: de.amazfit.com/t-rex

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Farben: Metallgrau, Steinschwarz, Tarnfarbe, Khaki, Olivgrün

Preis: 138,99 Euro

Am günstigsten ist sie aktuell nach wie vor bei notebooksbilliger.com*.

Wichtig sind mir primär die Benachrichtigungen, denn wenn man diese schon auf der Uhr anschauen kann, braucht man oft genug nicht erst das Smartphone in die Hand nehmen. Fitnesstracking ist mir mittlerweile nicht mehr so wichtig, denn die Erfassung der Daten kränkelt an der Technik und da kann man es auch direkt über das Smartphone aufzeichnen.

Auch wichtig zu wissen ist, dass ich eine Smartwatch rund um die Uhr trage. Also auf der Arbeit, zu Hause und auch Nachts. Nur so kann man wirklich eine Aussage treffen, wie gut oder wie schlecht so eine Smartwatch wirklich ist.

Was ich gut finde:

In der Verpackung findet man neben der Uhr nur noch ein Ladekabel und eine deutsche Anleitung.

Für den Preis von knapp 140 Euro hat die Amazfit T-Rex eine wirklich gute Ausstattung. Allem voran ist die Zertifizierung nach dem Militärstandard MIL-STD-810G (was bedeutet das?), wodurch sie extrem robust sein soll. So wie z.B. auch die Garmin Instinct (Testbericht).

Das heißt unter anderem auch, dass sie wirklich wasserdicht bis 5 ATM (was bedeutet das?) ist. Eben nicht nur Schweiß und Regen, sondern auch Duschen und Schwimmen. Dazu noch ein GPS Modul, womit man seine Aktivitäten auch ohne Smartwatch tracken kann.

Zum Thema NFC muss ich leider sagen, dass es zwar vorhanden ist, aber nur in Verbindung mit AliPay funktioniert. Übrigens auch schon bei der DM Drogerie, wo man seit kurzem per Alipay bezahlen kann. 

Was ich ok finde:

Die Amazfit T-Rex ist keine dezente Smartwatch. Das suggeriert ja auch schon der Name. Groß, grob aber auch irgendwie gefällig. Das Design passt zu der Uhr.

Allerdings passt das Gewicht etwas weniger, denn die Uhr wiegt komplett gerade einmal 62 Gramm. Alles Plastik und Gummi bzw. Silikon, was an sich nichts schlechtes ist, aber ist schon ein komisches Anfassgefühl in Richtung billig.

Das 1,3″ messende AMOLED-Display hat nunmehr 360 x 360 Pixel und löst damit minimal besser als die ansonsten baugleiche Amazfit Stratos 3 (Testbericht). Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es zwar nicht mehr so gut ablesbar, aber man erkennt es noch gut. Nur bei den Eingaben reagiert es ab und zu mal etwas träge und man muss mehrmals drücken, bis was passiert um kurze Zeit später alle „verschluckten“ Drucke hintereinander abgespult werden. Als ob das Display ab und zu mal hängt.

Bis zu 20 Tage soll der Akku halten. Sicher nur, wenn man alles deaktiviert. Denn mit aktiver Pulsmessung komme ich im Schnitt auf gerade einmal etwas mehr als 5 Tage, was für eine Smartwatch mit dieser Ausstattung schon recht gut ist. 

Geladen wird er über ein magnetisches Ladekabel, welches aber trot Magnet recht locker an den Pins hängt. Einmal kurz dran gestoßen, fällt es auch schon ab und der Ladevorgang ist unterbrochen. 

In Punkto Sport kann die Amazfit T-Rex wie auch die Vorgänger wirklich glänzen. 14 Modis erkennt sie und da ist wirklich alles wichtige dabei inkl. Schwimmen im Becken und Freiwasser.

Die Probleme mit der Verbindung zum Smartphone bzw. App hat Amazfit zum Glück in den Griff bekommen, auch wenn die Synchronisation gerne mal ein paar bis zu 10 Sekunden in Anspruch nimmt. Aber sobald man die App startet, wird der Sync gestartet und ohne Probleme bis zum Ende durchgeführt.

Sollte die Verbindung mal getrennt werden, weil man z.B. ohne Smartphone unterwegs ist oder außerhalb der Reichweite, wird dieser zuverlässig wieder hergestellt.

Die zur Uhr gehörende App nennt sich schlicht Amazfit Watch App (Android / iOS) und hat mittlerweile auch ihre Bugs ausgemerzt bekommen. Die App arbeitet zuverlässig und bietet viele Funktionen, die sich aber sehr übersichtlich präsentieren. Allerdings muss man Bedenken, dass einige davon nur auf der Uhr bzw. andere wieder nur in der App zu finden sind.

Im Praxistest gibt es eigentlich nicht viel zu beanstanden, denn die Amazfit T-Rex werkelt eigentlich eher unauffällig am Arm. Also im Bezug auf die Funktionen wie die Pulsmessung, die ich nicht bewerte, denn sie kann keine verlässlichen Werte liefern. Warum das so ist, habe ich in diesem Artikel ausführlich beschrieben. So ist es auch bei der T-Rex. Die Pulsmessung kann dauerhaft aktiviert werden, aber auch in frei einstellbaren Intervallen.

Ansonsten kann unter anderen der Wecker direkt über die Uhr gestellt werden, der Musikplayer gesteuert, Watchfaces geändert werden und vieles mehr. 

In Verbindung mit Android können alle Apps zur Benachrichtigung ausgewählt werden, bei iOS gezielt nur die üblichen wie Whatsapp, Facebook und Co. Alle anderen können nur pauschal im Paket an- oder abgeschaltet werden. 

Überhaupt hat die Amazfit T-Rex einiges zu bieten, was den Alltag durchaus erleichtert wie einen Timer, eine Stoppuhr oder gerade im Bezug auf den Sport viele Sportarten und für Läufer gibt es extra spezielle Trainings oder für Einsteiger spezielle Programme, um die Leistung zu steigern.




Gerade für den Sport eignet sie die Amazfit T-Rex und macht auch in Sachen GPS eine gute Figur, auch wenn die Aufzeichnungen gerne mal um bis zu 100 Meter differieren. Da läuft man laut GPS gerne mal neben der Straße oder kürzt die Kurve quer über ein Feld ab. Aber eben alles im üblichen Rahmen, denn selbst eine Garmin Fenix oder die Apple Watch 5 macht das nicht besser. Liegt einzig und alleine am GPS Empfang und den kann kein Hersteller beeinflussen. Vergessen viele halt immer.

Das Display ist wie schon erwähnt gut ablesbar und so bestreitet man seinen Alltag und freut sich, dass man sein Handy nicht mehr so oft in die Hand nehmen muss, weil die Uhr zuverlässig Benachrichtigungen zustellt. Allerdings kann man keine Whatsapp Nachrichten beantworten oder Anrufe entgegennehmen. Das ist dann den wesentlich teureren Konkurrenten vorbehalten wie einer Samsung Galaxy Watch (Testbericht) oder der bereits erwähnten Huawei Watch GT2 (Testbericht).

Links: Amazfit T-Rex Rechts: Huawei Watch GT2

Das Armband ist übrigens wechselbar, aber nicht wie gewohnt, sondern man bedient sich der Technik, wie sie bei der Casio G-Shock zu finden ist. Am Gehäuse befinden sich an beiden Seiten jeweils zwei Stege, an denen jeweils eine Öse des Silikonarmbands eingehängt wird. Klingt etwas merkwürdig und ist es auch. Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis das Armband an einer dieser Ösen reißt. Zum Glück haben mehr als genug Drittanbieter bereits passende Wechselarmbänder im Angebot.

Was ich nicht gut finde:

Nicht so gut finde ich die Verarbeitung der Amazfit T-Rex. Das Plastik fühlt sich wirklich billig an. Alles andere als hochwertig, auch wenn sie robust ist. Sie macht halt nicht diesen Eindruck und das spürt man jedes mal, wenn man auf das Display tippt. Dieses hohl klingende „Tock“ bei jedem Tippen verstärkt diesen Eindruck auch noch. 

Die Lünette ist ebenfalls aus Plastik und ohne jede Funktion. Dafür sind die Tasten jeweils mit verschiedenen Funktionen belegt bzw. selbst belegbar. Allerdings lässt deren Bedienbarkeit zu wünschen übrig. Nicht nur, dass sich auch diese Tasten total billig anfühlen, klappern zwei davon schon vom ersten Tag an.

Bei meiner Amazfit Stratos (Testbericht) haben sich nach nicht einmal 6 Monaten dieselben zwei Tasten komplett verabschiedet. Sie sind aus dem Gehäuse gefallen und konnten nicht mehr befestigt werden. Das befürchte ich leider auch bei der Amazfit T-Rex.

Ebenfalls ärgerlich sind diverse Bugs in der App und der Uhr. So kann man zwar einstellen, dass die Uhr von z.B. 22 Uhr bis 8 Uhr in den Bitte-Nicht-Stören-Modus geht, diesen sogar automatisiert, aber es funktioniert nur halb.

So gibt es zwar keine Benachrichtigungen, aber das Always-On-Display leuchtet in der Nacht munter weiter. Die einzige Lösung ist bislang das händische ausschalten des Always-On-Display, um es am morgen wieder zu aktivieren. 

In der App kann man seine persönlichen Daten hinterlegen, aber die werden wohl nicht immer gespeichert. Wie oft habe ich die Daten korrigiert, um sie beim nächsten mal wieder verstellt zu sehen.

Was ich nicht verstehe ist, warum man im Gegensatz zum ersten Modell Amazfit Stratos (Testbericht) einige Funktionen weg gelassen hat wie z.B. das man kein Bluetooth Headset verbinden kann, man kann keinen Bluetooth-Brustgurt verbinden und auch keine Musik mehr auf der Uhr selbst speichern. Genauso wenig kann GPX Routen im- oder exportieren.

Daher bleibt mein größter Kritikpunkt, dass die Amazfit T-Rex zwar ganz toll nach Outdoor aussieht, aber wenig für Outdoor bietet. Viele erwarten hier sicher mehr Funktionen für tagelange Wanderungen, Klettertouren, detaillierte Auswertungen, Wettervorhersagen für die Alpen usw. Leider alles Fehlanzeige. Sie ist nicht mehr als eine gewöhnliche Amazfit Stratos 3 (Testbericht) im robusten Gewand.

Aber das war es auch schon an negativen Punkten.

Fazit:

Ist die Amazfit T-Rex empfehlenswert? Durchaus, wenn man mit ein paar Einschränkungen leben kann. Die genannten Bugs werden sicher in kurzer Zeit mit Updates gefixt. Die Akkulaufzeit ist ordentlich, das Display ebenfalls und sie werkelt ohne größerer Auffälligkeiten im Alltag. Mit einer Garmin Fenix darf man sie aber keinesfalls vergleichen. Dazwischen liegen Welten. Nicht nur in der Verarbeitung und Ausstattung, sondern wirklich in allen Punkten. 

Ich vergebe nicht das Gütesiegel, da die Amazfit GTR (Testbericht) oder auch die Amazfit Stratos 3 (Testbericht) wesentlich günstiger zu haben sind und das bei gleicher Ausstattung. Außer man steht auf diesen Pseudo-Outdoor Look.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Onlineshop notebooksbilliger.com als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Amazfit T-Rex
  • 6/10
    Verarbeitung/ Ausstattung - 6/10
  • 6/10
    Verbindung/ Bedienung - 6/10
  • 6/10
    Praxistest - 6/10
  • 5/10
    Preis/ Leistung - 5/10
5.8/10

Kurzfassung

+ gute Akkulaufzeit
+ viele Funktionen
+ wasserdicht
+ robust

– billiges Plastik
– mehr Outdoor-Schein als Sein

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