Ich bin seit einiger  Zeit auf der Suche nach einem neuen Tablet. Wichtigste Voraussetzung, es muss mit einem Stift zu bedienen sein. Da gibt es einige Kandidaten. Das günstigste mit Stift ist das Samsung Galaxy Tab S6 lite und das teste ich. Ich habe beruflich schon immer sehr viel mit Videocalls zu tun. Jetzt während des Lockdowns umso mehr. Ich möchte mir während eines langen Calls, Notizen machen. Natürlich kann ich diese auf einen Zettel schreiben. Aber danach muss ich die Notizen irgendwie in meinen Rechner bekommen. Natürlich könnte ich die Notizen während des Calls, mittels Tastatur in mein OneNote schreiben. 

Das klackern der Tastatur nervt mich, auch muss ich mich mehr auf das Schreiben konzentrieren als dem Call zu folgen. Also wäre ein Tablet, bei dem ich handschriftlich Notizen aufschreiben kann und ich diese dann immer und überall dabei habe, sinnvoll. Also habe ich mich auf die Suche gemacht nach einem für mich passenden Tablet.

So viel Auswahl gibt es nicht. Den meisten würde sicherlich sofort das iPad einfallen. Nun habe ich mich aber wohlweislich aus der Apple Welt verabschiedet. Ich möchte keinerlei Produkte von Apple mehr nutzen. 

Dann gibt es noch das MediaPad von Huawei. Das kann ebenfalls Handschrifterkennung. Allerdings sind Produkte von Huawei derzeit etwas kompliziert in der Nutzung. Ohne die Google Play Dienste ist es in Europa etwas beschwerlich.

Dann gibt es noch die Surface Reihe von Microsoft. Das Surface Go ist tatsächlich in meine nähere Auswahl gerückt. Aber zunächst möchte ich mich mit dem Samsung Galaxy Tab S6 Lite beschäftigen. Das kann ebenfalls Handschrifterkennung und ist preislich in einem Rahmen angesiedelt, der für mich völlig okay ist. Hier in diesem Test werde ich versuchen herauszufinden ob das Samsung Galaxy Tab S6 für meine Ansprüche ausreicht.

Zu Beginn möchte ich mich bei notebooksbilliger.de Bedanken, die uns das Galaxy S6 Tab lite zur Verfügung gestellt haben.

Ich werde diesen Testbericht nach dem Schema, was mir gefällt und was mir nicht so gut gefällt, aufbauen. Das hat sich in letzter Zeit bewährt.

Beginnen wir zunächst mit den technischen Daten.

Technische Daten Galaxy Tab S6 lite

Prozessor

  • Prozessortaktung 2,3 GHz, 1,7 GHz
  • Prozessortyp Octa-Core

S Pen-Unterstützung

  • Ja

Display

  • Displaygröße (Hauptdisplay)26,31 cm / 10,4″
  • Displayauflösung in Pixel (Hauptdisplay)2.000 x 1.200 (WUXGA+)
  • Displaytechnologie (Hauptdisplay)TFT
  • Anzahl Farben (Hauptdisplay)16 Mio.

Kamera

  • Auflösung Hauptkamera8 MP
  • Autofokus HauptkameraJa
  • Auflösung Frontkamera5 MP
  • Blitz HauptkameraNein
  • Auflösung VideoaufnahmeFull HD (1.920 x 1.080 Pixel) @30fps

Speicher

  • Arbeitsspeicher in GB4  
  • Interner Gerätespeicher in GB64  
  • Frei verfügbarer interner Gerätespeicher in GB*Ca. 49,2  
  • SpeichererweiterungmicroSD (bis zu 1 TB)

Konnektivität/Vernetzungsmöglichkeiten

  • ANT+Ja
  • USB-VersionUSB 2.0
  • StandortbestimmungGPS, Glonass, Beidou
  • Kopfhöreranschluß3,5 mm Klinkenanschluss
  • MHL-SchnittstelleNein
  • WLAN802.11 a/b/g/n/ac 2,4 G + 5 GHz, VHT80 MIMO
  • Wi-Fi DirectJa
  • Bluetooth-VersionBluetooth 5.0 (LE bis zu 2 MBit/s)
  • NFCNein
  • Bluetooth-ProfileA2DP, AVRCP, DI, HID, HOGP, HSP, OPP, PAN
  • SynchronisationSmart Switch (PC Version)

Betriebssystem

  • Android

Artikelinformationen

  • FarbenOxford Gray
  • FormfaktorTablet

Sensoren

  • Beschleunigungssensor, Lagesensor, Hallsensor, Umgebungslichtsensor

Abmessung und Gewicht

  • Abmessungen (HxBxT in mm)244,5 x 154,3 x 7,0
  • Gewicht (in g)465

Akku

  • Internetnutzung (WLAN, in Stunden)Bis zu 12
  • Videowiedergabe (in Stunden)Bis zu 13
  • Akku-Kapazität (mAh, typisch)7.040
  • AustauschbarNein
  • Musikwiedergabe (in Stunden)Bis zu 149

Audio und Video

  • Videoformate (Wiedergabe)MP4, M4V, 3GP, 3G2, WMV, ASF, AVI, FLV, MKV, WEBM
  • Videoauflösung (Wiedergabe)UHD 4K (3.840 x 2.160)@120fps
  • Audioformate (Wiedergabe)MP3, M4A, 3GA, AAC, OGG, OGA, WAV, WMA, AMR, AWB, FLAC, MID, MIDI, XMF, MXMF, IMY, RTTTL, RTX, OTA

Samsung Galaxy S6 lite – Was mir gefällt.

Beginnen wir mal ganz vorne. Was mir gut an dem Samsung Galaxy Tab S6 gefällt, ist das Aussehen. Es ist ein richtig schönes Stück Technik. Ich habe hier die graue Version vorliegen. Der Rahmen, sowie die Rückseite des Tablets, sind komplett aus Metall gefertigt. Die Kamera steht nur minimal hervor.  Dadurch wackelt das Tablet, wenn man es auf den Tisch legt, nicht. Es liegt wirklich gerade und plan. Auf der rechten Seite haben wir den Ein-Aus-Schalter, sowie die Lautstärken Wippe. An der Unterseite den USB Typ-C Anschluss sowie ein Lautsprecher. Die linke Displayseite ist komplett frei von Bedienelementen. An der Oberseite haben wir einen 3.5 mm Kopfhörereingang. Einen weiteren Lautsprecher sowie ein Mikrofon.

Die Gehäusekanten sind nach hinten leicht abgerundet. Dadurch liegt das Tablet außergewöhnlich gut in der Hand. Der Rahmen sowie die Ober- und Unterseite der Rückseite werden durch Antennen-Bänder unterbrochen. Es fällt aber nicht auf und ist sehr elegant gelöst. Auf der Vorderseite haben wir an der Oberseite die Selfie Kamera untergebracht. 

Wenn das Galaxy Tab S6 lite auf dem Schreibtisch liegt, sieht es einfach wirklich gut aus. Ein kleiner schwarzer Block. Auf den S-Pen komme ich später natürlich noch näher zu sprechen. Nur soviel vorab, er ist magnetisch und hält an der Gehäuseseite. Er wird allerdings nicht geladen wenn er am Gehäuse angedockt ist.

Die Verarbeitung ist mehr als tadellos. Sie ist halt Samsung like. Nichts knarzt, nichts wackelt, nichts quietscht. Ein rundherum gelungenes Design, welches sich sehr hochwertig anfühlt.

Der S-Pen

Beginnen wir mal mit dem Grund, weshalb das Galaxy Tab S6 Lite überhaupt in meine nähere Betrachtung gerutscht ist. Und das ist der S-Pen. Der S-Pen ist im Lieferumfang des Gerätes bereits enthalten. Das heißt, ihr braucht ihn nicht extra kaufen. Bei Apple und Microsoft kostet so ein Gadget 100 €. Bei Samsung ist er dabei.

Beim S-Pen handelt es sich um einen aktiven Stift. Dieser Stift kann 4096 Druckstufen unterscheiden. Das bedeutet, wenn ihr fest aufdrückt, wird der Strich dicker. Wenn ihr nur leicht übers Display fahrt zeichnet ihr einen dünnen Strich. Was ich besonders spannend finde ist dass der Stift niemals aufgeladen werden muss. Darüber hinaus ist er magnetisch und hält somit am Gehäuse.

Ich hatte eingangs erwähnt dass ich genauso ein Tablet mit so einem Stift gesucht habe. Und jetzt stellt sich natürlich die Frage inwieweit funktioniert es. Und das kann ich ganz einfach beantworten. Es gefällt mir sehr gut. Es funktioniert tadellos. Das liegt auch daran, dass Samsung lange Jahre Erfahrung mit so einem Stift hat. Technisch gesehen ist er derselbe, der auch dem Samsung Galaxy Note beiliegt. Das Samsung Ökosystem rund um diesen Stift besitzt eine vielfältige Anzahl an nützlichen und hilfreichen Apps.

Ihr könnt sofort los schreiben. Selbst wenn das Tablet neben euch auf dem Schreibtisch liegt und das Display dunkel ist. Nehmt den Stift und ein kurzer Druck auf die Taste versetzt aktiviert den „Schreib Modus“. Danach könnt ihr sofort auf das dunkle Display schreiben. Es öffnet sich nebenbei ein kleines Menü, bei dem ihr die Farbe der Schrift und die Strichstärke einstellen könnt. Genauso hatte ich es mir gedacht. Wenn Ihr fertig seid, speichert ihr eure Notiz einfach in Samsung Note. Das ist das Samsung eigene Notizheft. Auf das komme ich gleich noch mal näher zu sprechen. Aber genau diese Funktion, des einfachen „Losschreibens“ habe ich mir gewünscht. Und es funktioniert richtig gut. Nach unten hin gibt es keine Grenze. Ihr könnt einfach immer weiter schreiben und wenn ihr zum Ende des Displays angelangt seit, dann schiebt ihr das geschriebene nach oben und schreibt weiter.

Ihr könnt mir diesen Stift, dem S-Pen, natürlich noch viel mehr Sachen machen. Denn das Tablet ist genau dafür entwickelt worden. Und Samsung hatten viele Jahre Erfahrung mit seinem S-Pen. Wenn ihr das Gerät entsperrt habt und mit dem S-Pen über das Display schwebt, erscheint ein kleiner Punkt auf dem Display. Dort seht ihr wo ihr euch gerade befindet.

Ein Druck auf die Taste des S-Pen öffnet ein neues Menü. Dort sind schon einige Apps vor konfiguriert. Ihr könnt euch über den Menü-Punkt „Verknüpfung“ eigene Apps dazu basteln. Folgende Applikationen sind vorinstalliert.

  • Notiz erstellen
  • Alle Notizen anzeigen
  • Smart Select (ein Screenrecorder mit vielen Funktionen)
  • Screenshot Notiz
  • Live Nachricht (Ein Foto oder Video beschriften) 
  • AR Zeichnung (Selfies verschönern)
  •  Übersetzen (Ihr markiert mit dem Stift einen Text und lasst ihn übersetzen)
  • PenUp ( EIn umfangreiches Mal und Zeichenprogramm)

Mich interessiert vorrangig natürlich die Notizfunktion.

Wie ihr seht ist diese recht umfangreich geraten. 

Auch die Handschriftenerkennung, sogar bei meiner Sauklaue, funktioniert hervorragend .Die einzelnen Notizen werden dann in Samsung Note, dem Samsung eigenen Notizheft abgespeichert. Dort können Sie beliebig weiterbearbeiten werden. Man kann sie zusammenführen oder löschen. Sehr gut gelöst ist die Texterkennung. Man kann die Handschriften in Texte umwandeln lassen. Man hat so sein Gekritzel ständig zusammen. Wir wissen ja, dass Samsung sehr eng mit Microsoft zusammenarbeitet. Man kann seine Notizen mit Microsoft OneNote synchronisieren oder Outlook in den Samsung Notizen anzeigen lassen. Wenn man ein Samsung Smartphone nutzt, werden die Notizen über die verschiedenen Geräte Synchronisiert. Wenn man dort Samsung Note nutzt. So ist ein absolut durchgängiges Nutzungserlebnis möglich. Etwas ähnliches bieten aber auch Apple und Microsoft an. Und natürlich Google dessen nahtlose Verzahnung der Dienste immer noch unerreicht ist. Aber bei Samsung geht es halt auch.

 

Wie eng die Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Samsung ist, sieht man an der Samsung Cloud. Diese wird zum 21.06 eingestellt und man kann sämtliche seiner Daten bei One Drive hochladen. Wenn man das macht, erhält man für ein Jahr 15 Gigabyte Onedrive Speicherplatz für umsonst.  Da ich diesen Dienst, seit guten alten Windows Phone Zeiten, nutze, kann ich ihn sehr empfehlen.

Wie ist denn das Gefühl mit diesem Stift zu schreiben? Nun ja. Nach einiger Eingewöhnung ist es wirklich gut und intuitiv. Anders ausgedrückt, es ist sehr einfach. Wahrscheinlich funktionieren die High-End Stifte von Samsung, Microsoft und Apple noch besser, dafür kosten diese Stifte aber auch ein Vielfaches von dem, was dieser Stift kostet, der kostenlos dabei war. Ich für meinen Teil habe mich sehr schnell daran gewöhnt und bin tatsächlich von dieser Art zu arbeiten ein Stück weit überzeugt worden. 

Ob ich jetzt lange handschriftliche Texte damit schreiben würde weiß ich nicht. Das „Schreib Gefühl“ ist sehr viel rutschiger als auf Papier. Es gibt zwar Schutzfolien die dort Abhilfe schaffen sollen, wie jene von Thorani*, die man auf das Display klebt und die ein Papier Gefühl nachahmen sollen, ausprobiert habe ich es aber nicht. Wenn jemand so eine Folie nutzt, kann es ja gerne in die Kommentare schreiben. Wer so eine Folie gekauft oder bestellen möchte, kann dies gerne hier bei Amazon machen. Link*

Alles in allem habe ich den Komfort dieser Stiftfunktion wirklich gerne genutzt. Die Umsetzung ist gut gelungen und ich hoffe das es noch weiter entwickelt wird.

Der Akku

Einer der wichtigsten Punkte bei einem Tablet, wir wollen ja mobil sein, ist der Akku. Und hier gibt es Licht und Schatten. Das Licht ist der Akku selber. Es handelt sich dabei um einen 7.040 mAh Akku. Und dieser ist nicht klein zu kriegen. Ich habe aber auch nichts anderes erwartet, denn der abgespeckte Prozessor und das abgespeckte Display, dazu weiter unten mehr, sorgen natürlich dafür, dass dieses Tablet ein absoluter Ausdauer Künstler ist. 15 bis 17 Stunden sollten keine Seltenheit sein.

Ich selber habe nach über 14h den Ausdauertest abgebrochen. Ich war müde und wollte ins Bett. Das Tablett hatte aber noch locker Saft für einen weiteren „Herr der Ringe“ Film. Und nein, das ist kein Witz. Dieses Gerät ist einfach nicht klein zu kriegen. Und das ist für ein mobiles Endgerät fantastisch. Wer also einen mobilen Begleiter für den Alltag sucht und nicht ständig eine Steckdose dabei hat, ist mit diesem Gerät perfekt bedienen.

Aber, es gibt auch Schatten. Die Ladedauer ist einfach zu lange. Samsung hat nur einen 8 Watt Netzteil beigelegt und damit dauert es über vier Stunden um den Akku komplett aufzuladen. Das ist natürlich viel zu lange.

Das Betriebssystem, One UI

Jetzt wird das etwas schwierig. Denn das Update auf Android 11 ist erst vor wenigen Stunden auf dem Tablet aufgelaufen. Ich muss es aber demnächst an notebooksbilliger.de zurückschicken. Deshalb nur so viel. Die OneUI ist für die Galaxy Smartphones und das Galaxy Tablet relativ gleich. OneUI so nennt Samsung die Bedienoberfläche die es auf seine Mobilen Endgeräte aufsetzte. 

OneUI ist die wohl größte und anpassungsfähigste Bedienoberfläche für so ein Gerät. Der Peter hat einen riesigen Tipps und Tricks Artikel über die OneUI geschrieben. Diesen könnt ihr euch hier durchlesen. Die meisten Punkte gelten auch für das Galaxy Tab S6 lite. Wer also alles aus seinem Tablet herausholen möchte, sollte sich den Artikel von Peter mal zu Gemüte führen.

Und damit wäre auch beinahe alles gesagt, außer dass ich immer wieder erschlagen bin von den vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten. Man kann so aus jedem Gerät praktisch sein eigenes Gerät machen. Sei es nun ob Hintergrundbilder, Automatisierte Abläufe, Sounds und Töne. Auch gibt es verschiedene Designs zum runterladen.

Klang – Konnektivität

Im Bezug auf die Konnektivität gibt es keine Auffälligkeiten. WLAN und Bluetooth werden jederzeit zuverlässig und stabil gehalten. Bluetooth 5.0 ist verbaut. Wlan wurde folgende Spezifikation genutzt. 802.11 a/b/g/n/ac 2,4 G + 5 GHz, VHT80 MIMO. Wie oben beschrieben, keinerlei Auffälligkeiten. Das einzige was nicht mit an Bord ist ist NFC.  Das ist zum koppeln von einigen bluetooth-lautsprechern etwas schade. So muss man tatsächlich in die Einstellungen gehen und beim ersten Mal die Lautsprecher manuell verbinden. Aber das ist denke ich gut zu verschmerzen.

Ein weiterer Punkt der mir sehr gut gefällt, ist die Audioqualität des Gerätes. Wie auf der Rückseite zu sehen, Sound by AKG. Und genauso klingt das Gerät auch. Das Samsung Galaxy Tab S6 Lite kann laut. Gerade bei YouTube schauen oder streamen. Das Gerät besitzt zwei Lautsprecher, die links und rechts oben an dem Gerät angebracht sind. Das sorgt dafür, dass man beim Streamen oder YouTube schauen, da man das Tablet zumeist unten anfasst, immer einen guten Klang hat. Es gibt einige Audio-Profile die man einstellen kann. Alles in allem klingt das Tablet verdammt gut. Besser als es die €350 vermuten lassen.

Galaxy Tab S6 lite – Was ich Ok finde

Das Display

Oje, was ist in anderen Testberichten über das Display geschrieben worden. Samsung hat immer die besten Displays verbaut und hier verrät Samsung, beim Galaxy Tab S6 lite, seine eigenen Werte. Was für ein Quatsch. Wir haben es hier mit einem 350 € Tablet zu tun welches ein okayes bis gutes Display hat. Es handelt sich um ein 10,4-Zoll-IPS-Display mit einer Auflösung von 2000 x 1200 Pixel welches, umgerechnet, 224 dpi besitzt. 

Was mir nicht so gut gefällt, ist die Blickwinkelstabilität und die Helligkeit. Das geht sicherlich besser. Die Auflösung ist mehr als ausreichend. Man kann Texte problemlos lesen, denn sie werden gestochen scharf dargestellt. Natürlich muss bei einer Lite-Version irgendwo der Rotstift angesetzt werden. Und das Display ist immer eins der teuersten Bauteile. Aber so schlecht, wie viele schreiben ist es nicht. Es lieferte 224 dpi. Ja, dass es weniger als das iPad Pro mit seinem 264 dpi. Ich frage mich gerade, ob die Kollegen in ihren Testberichten auch das iPad Pro verreißen. Weil es ja ein so katastrophal schlechtes Display, im Vergleich zum Galaxy Tab S6 mit seinen 287 dpi, hat. 

Ich kann die Diskussion nicht verstehen. Mir reicht dieses Display mehr als aus. Und ich habe das Tablet sehr ausgiebig genutzt und getestet. Es reagiert blitzschnell auf Eingaben, besitzt schöne Farben, aber die Blickwinkelstabilität könnte besser sein, die Helligkeit könnte besser sein, aber wer das möchte muss halt das Doppelte für sein Tablet ausgeben. Und dieses Display belohnt einen mit einer gigantischen Akku-Laufzeit.

Der Prozessor

Samsung verbaut im Galaxy Tab S6 Lite einen eigenen Prozessor. Genauer den Exynos 9611. Einen Octacore Prozessor der mit 4x 2,3 GHz und 4x 1,7 GHz taktet. Wir von Mobi-Test sind, gerade was die Exynos Prozessoren betrifft, ein bisschen vorbelastet. Die Leistung der Prozessoren ist über jeden Zweifel erhaben aber, gerade bei Smartphones, gehen die Samsung eigenen Exynos Prozessoren sehr schlecht mit der zur Verfügung stehenden Akku Energie um. Wie oben bereits beschrieben tritt dieses Problem hier nicht auf.

Der Exynos 9611 ist ein Mittelklasse Prozessor und ist mehr als ausreichend. Will sagen, mit diesem Prozessor kann man mehr als nur Medien wiedergeben. Auch zum Spielen ist er durchaus geeignet wenn auch nicht auf höchsten Niveau. Bei dem einen oder anderen aufwendigen Spiel wird man die Grafikqualität etwas runterregeln müssen aber 99% aller anfallenden Aufgaben erledigt der Prozessor gut. In der alltäglichen Arbeit, also Zoom Calls, Microsoft Teams, Tabellen verschieben und so weiter ist dieser Prozessor nicht mal am Rande seiner Last angekommen. Hier ist alles im grünen Bereich.

Die Kamera

Ja eine Kamera bei einem Tablet. Ich habe mich schon immer gefragt was das soll. Ich bin bisher noch nie in die Verlegenheit gekommen ein Foto mit meinem Tablet machen zu müssen. Wie dem auch sei, das Galaxy Tab S6 Lite besitzt Zwei Kameras. Eine Frontkamera und eine Kamera auf der Rückseite. Ein Blitz sucht man vergebens. Bei Tageslicht macht die Kamera durchaus gute Bilder. Sobald es etwas dunkler wird, wird es problematisch. Wir haben es mit einer 8 Megapixel Kamera auf der Rückseite und einer 5 Megapixel Frontkamera zu tun. Beim Smartphone ist mir die Frontkamera meistens egal. Bei einem Tabelt halte ich sie für Sinnvoll. Zoom, MS Teams etc. Für den Job benötige ich eine Frontkamera. Und das liefert das Tablet. Nicht mehr und nicht weniger.

Beide Kameras liefern diverse Modis, AR Spielereien und weitere Gimmicks. Einmal ausprobiert, einmal genutzt und danach nie wieder. Ihr müsst nur wissen, die Frontkamera mit 5 Megapixel ist durchaus zu gebrauchen. Die Rückkamera, bei Tageslicht auch. Sobald es dunkel wird eher nicht.

Was mir nicht gefällt

Hier gibt es nur einen kleinen Kritikpunkt, den ich aber ansprechen möchte. Der Lieferumfang ist natürlich gut. Neben dem Tablet kommt ebenfalls der Stift und ein Ladegerät mit dabei. Aber Samsung liefert leider nur sein schwaches 8 Volt Ladegerät. Das bedeutet wir brauchen 4 Stunden und mehr um dieses Tablet von 0 auf 100% aufzuladen. Und das ist einfach zu lange. Egal wie ausdauernd dieses Gerät ist. Irgendwann ist der Akku nun einmal leer. Und das dann vier Stunden nicht nutzen zu können ist nicht gut. Ich kann mich natürlich freuen das Samsung ein Ladegerät mit in die Packung legt aber etwas mehr dürfte es schon sein. Und immerhin, wir reden hier von dem 350 € Tablet.

 Das ist tatsächlich der einzige wirkliche Minuspunkt der mir bei diesem Gerät aufgefallen ist.

Fazit

Die Frage ist nun: ist das Samsung Galaxy Tab S6 Lite empfehlenswert? Und ich muss ganz klar sagen ja. Für jeden, der ein günstiges Tablet mit einem Stift sucht, ist es die erste Wahl. Alle anderen Geräte, die dieses Feature ebenfalls mitbringen, sind einige 100 € teurer. Und man muss den Stift zu Meister zu kaufen. Auch die sonstigen Werte des Samsung Galaxy Tab 6 Lite sind dem Preis mehr als angemessen, wobei besonders die Akkulaufzeit herauszuheben ist. Also, für all jene das Tablet beruflich nutzen und auch viel unterwegs sind für die gibt es derzeit, kaum ein besseres. In Sachen Preis/ Leistung ein absoluter Treffer. Natürlich bekommt es unser Gütesiegel

Kaufen könnt ihr das Tablet direkt hier bei notebooksbilliger.de

Samsung Galaxy Tab S6 lite Test
  • Verarbeitung / Design
  • Display
  • Akku / Ausdauer
  • Klang / Konnektivität
  • Preis / Leistung
4

Zusammenfassung

Ein tolles Tablet mit Stift und einem unglaublich ausdauernden Akku.

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Hallo ich bin Markus und arbeite seit dem ersten Tag, im Februar 2011, hier auf Mobi-Test mit. Ich teste zumeist Smartphones. Weiterhin Kummer ich mich um die Technik hier im Blog. Das alles gut und geschmeidig läuft. ich war jahrelang selbständiger Kommunikationsberater und arbeite seit einiger Zeit, Festangestellt für ein internationales Beratungsunternehmen in der Automobil-Branche Ich bin Hamburger der seit einigen Monaten auf dem platten Land im Grenzgebiet zwischen Schleswig Holstein und Mecklenburg Vorpommern lebt. meine Haupt Geräte sind derzeit ein iPhone sowie eine Apple Watch. Bin davon aber massiv gelangweilt und suche seit einiger Zeit die passenden Android Geräte um den Umstieg zu schaffen.

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