Samstag, August 20, 2022
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IKEA LIVBOJ Ladepad im Test – taugt die schwedische Alternative?

Im Test habe ich das IKEA LIVBOJ Ladepad, welches derzeit für 5 Euro im Angebot ist. Was taugt das schwedische Qi-Ladepad für einen Fünfer im Praxistest?

Kabelloses Laden ist nichts neues, aber IKEA hat es für sich entdeckt und bringt derzeit verstärkt neue Qi-Ladegeräte auf den Markt. Wie immer bei IKEA, sind diese relativ günstig und da horche ich auf. Zuletzt hat mich das IKEA SJÖMÄRKE Qi Ladepad (Testbericht) für die Montage unter einer Tischplatte so gar nicht überzeugt. Daher habe ich es wieder zurückgebracht. Dort habe ich dann kurzerhand das IKEA LIVBOJ Qi-Ladepad mit der Artikelnummer 404.470.51 mitgenommen, da es derzeit für 5 Euro im Angebot ist. Da kann man doch nichts falsch machen. Das gerade vorgestellte IKEA NORDMÄRKE Ladepad mit der Artikelnummer 304.729.89 ist übrigens baugleich mit dem IKEA LIVBOJ und hat nur einen Textilüberzug spendiert bekommen. Eher zufällig habe ich noch die neue IKEA NORDMÄRKE Qi-Powerbank mit der Artikelnummer 504.765.33 gefunden (Testbericht folgt) und auch gleich mitgenommen.

Wer unsere Podcast (Link zum Podcast) hört oder mal den ein oder anderen Test gelesen hat, weiß, dass ich ein iPhone 12 Pro nutze, welches jeden Tag per Qi kabellos geladen wird. Der Grund ist ganz einfach – kabelloses Laden dauert zwar etwas länger, schont aber den Akku und ein intakter Akku mit guter Kapazität sorgt für einen höheren Preis beim Wiederverkauf und da ich das iPhone nur nachts auflade, habe ich genug Zeit auch langsam zu laden. Wie immer teste ich für jeden sehr einfach und nachvollziehbar. Das iPhone 12 Pro wird bei Akkustand von 10% auf das Ladegerät gelegt und dann alle 15 Minuten geschaut, wo der Akku steht. Nach einer Stunde wird der Test beendet. Solange wird das iPhone nicht benutzt.

Technische Daten IKEA LIVBOJ:

  • Qi-Wireless Charge
  • 5 W
  • Eingang: 5V DC, 2A
  • USB Typ-C
  • 91 x 10 mm

Produktseite: ikea.com/de/livboj-ladepad-schwarz

Deutsche Bedienungsanleitung: ikea.com/de/livboj-ladepad-schwarz__Anleitung-2238097-2.pdf

Erhältlich ist das IKEA LIVBOJ gibt es in Schwarz und Weiß bei IKEA zum Preis von 7,99 Euro. Derzeit ist es für 5 Euro im Angebot zu haben. Bei Amazon (Link zu Amazon*) zum Preis von 14,99 Euro und im Doppelpack für 17,99 Euro (Link zu Amazon*).

Was ich gut finde:

In der Verpackung ist neben dem Ladepuk nur noch die Anleitung und sonstiger Papierkram. Dafür gibt es an der Verarbeitung nichts auszusetzen. Zwar Plastik rundherum, aber das ist auch bei allen anderen in dieser Preisklasse nicht anders. Mittig auf der Oberseite das typische IKEA-Kreuz, auf dem man sein Smartphone platzieren muss. An der Seite die USB Typ-C Buchse, an dem ein übliches USB Typ-C Ladekabel angeschlossen werden kann und eine kleine LED. An der Unterseite sorgt ein Ring aus Silikonkautschuk dafür, dass es nicht verrutscht.

Im Praxistest kann das IKEA LIVBOJ mit folgenden Daten aufwarten. Wie eingangs erwähnt, lege ich mein iPhone 12 Pro mit seinem 2.815 mAh Akku erst auf, wenn dessen Akku bis auf 10% entladen ist, damit die Daten vergleichbar sind. Je voller der Akku ist, desto langsamer wird weiter geladen. Nach 15 Minuten zeigte der Akku einen Wert von 21% an. Also 11% mehr. Nach 30 Minuten waren es ein Plus von 17% bei einer Anzeige von 27%. Weitere 15 Minuten später, also nach 45 Minuten laden, waren auf dem Display 33% zu sehen und damit ein Plus von 23%. Nach einer Stunde war der Akku auf 40% aufgeladen und damit exakt 30%.

Damit liegt man zwar um einiges hinter den Werten eines Qi-Ladepads mit MagSafe (Testbericht), aber der IKEA LIVBOJ liefert eben nur 5 Watt und liegt mit seinen Leistungen genau in der Spezifikation.

Was ich nicht gut finde:

Leider auch so eine Unart von IKEA ist der spärliche Lieferumfang. Ein Ladekabel muss man für 3,99 Euro extra kaufen und selbst dann kann man das IKEA LIVBOJ noch nicht nutzen, weil noch ein Netzteil zugekauft werden muss. Ja, viele oder jeder wird genug Netzteile daheim herumliegen haben, aber für 6,99 Euro bekommt man bei Amazon (Link zu Amazon*) schon Ladepads mit 10 Watt, denen dann mindestens noch ein Ladekabel in der Packung liegen haben.

Fazit:

Ist das IKEA LIVBOJ Ladepad empfehlenswert? Nein. Das liegt nicht an den Leistungen, denn die sind für die 5 Watt in Ordnung und auch der Preis von 5 Euro im derzeitigen Angebot bzw. 7,99 Euro regulär. Aber das nicht einmal ein Ladekabel beiliegt und man so mindestens noch mal 3,99 Euro draufzahlen muss, macht es einfach unrentabel. Wenn man schon alles hat, dann kann man sich das LIVBOJ gerne kaufen, darf aber keine Wunder erwarten. Meine Empfehlung wäre ein Qi-Ladepad mit 10 Watt (Link zu Amazon*), welches zwar etwas mehr kostet, aber eben deutlich bessere Leistungen erzielt. Daher vergebe ich das

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf eigene Kosten bei IKEA gekauft. Es wurde nicht vom Hersteller bzw. Onlineshop als Leihgabe bzw. als Geschenk zur Verfügung gestellt. Diese Offenlegung dient der Transparenz.

Peter W.
IKEA LIVBOJ Ladepad
  • Verarbeitung/ Ausstattung
  • Verbindung/ Bedienung
  • Praxistest
  • Preis/ Leistung
2.8

Zusammenfassung

+ gute Verarbeitung
+ gute Ladeleistung

– kein Ladekabel im Lieferumfang

Peter W.https://www.mobi-test.de
Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch oder Marketing Gelaber, sondern Klartext. Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.
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