Pearl revolt USB Solarladegerät mit 21 Watt im Test

Im Test habe ich das revolt USB Solarladegerät mit 21 Watt von Pearl, mit dem man den von der Sonne produzierten Strom ohne Umwege direkt in ein Smartphone, Tablet oder Powerbank laden kann. Aber was taugt so etwas im Alltagstest?

Ich hatte bereits im Jahre 2014 die ersten Solar-Ladegeräte getestet (Testberichte) und zuletzt mit dem Powdeom SX100 Solar Panel (Testbericht) ein ausgewachsenes 100 Watt Panel, mit dem allerdings keine mobilen Geräte wie Smartphones oder Tablets direkt aufladen kann, sondern eher solche großen Powerstations wie die POWDEOM EN700Q (Testbericht). Das ist natürlich alles andere als transportabel und da kam mir das Angebot dieses USB-Solarladegerät von Pearl mal zu testen gerade recht. Denn die Sonne lässt sich auch bei uns immer öfter blicken und sollte idealerweise meine Geräte auch unterwegs aufladen können. Aber klappt das auch wirklich in einer nennenswerten Geschwindigkeit und auch noch, wenn mal etwas bewölkt ist? Genau das habe ich herausgefunden.

Für den Test habe ich mein iPhone 13 pro, mein iPad Pro 12,9″ und die revolt Powerbank (Testbericht) aufladen lassen. Mal auf dem Balkon und dann noch mal auf der Wache. Dabei habe ich nach einer Stunde geschaut, um wie viel Prozent der Akku jeweils aufgeladen wurde und währenddessen die Geräte nicht genutzt.

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Technische Daten revolt 21 Watt Solarladegerät:

  • 5V / 4,2 A = 21 Watt max.
  • 1x USB-A mit 5V / 2,4A = 12 Watt
  • 1x USB-C 5V / 2,4A = 12 Watt
  • Display
  • spritzwassergeschützt nach IP65 (was bedeutet das?)
  • zusammengefaltet: 25,5 x 19,5 x 1,8 cm
  • ausgeklappt: 59,4 x 25,5 x 0,3 cm
  • 730 g

Produktseite: pearl.de/a-ZX3336-3034

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist das revolt 21 Watt Solarladegerät bei Amazon* und im Onlineshop von Pearl zum Preis von 59,99 Euro zu haben.

Der Lieferumfang des revolt 21 Watt Solarladegerät

Was ich gut finde:

In der schmucklosen Verpackung sind neben dem Solarpanel noch vier Karabiner und eine deutsche Kurzanleitung zu finden. Das Panel hat zusammengefaltet in etwa die Größe eines DIN A4 Blatt und ist damit sehr kompakt. Zusammengehalten wird es durch Druckknöpfe und ist damit ruckzuck auseinandergefaltet und auch wieder zusammengelegt. Auf der Rückseite ist die per Klett gehaltene Stütze zu sehen und ein Kasten, auf dem ein Display zu sehen ist und, unter einer Abdeckung, die beiden USB-A bzw. USB-C Buchsen. Das gesamte Ladegerät ist nach IP65 spritzwassergeschützt, kann also auch mal im Regen stehen bleiben oder anderweitig nass werden.

Das gesamte Ladegerät besteht aus einem extrem robusten Kunststoff und macht einen sehr guten Eindruck. Nichts von billig, sondern eher für die Ewigkeit gebaut. Das revolt Solarladegerät besteht aus insgesamt 3 faltbaren Segmenten und kommt damit auf zusammen 12 monokristalline Solarzellen die mit einer ETFE-Beschichtung versehen sind, wodurch sie sehr gut gegen gegen mechanische und Umwelteinflüsse wie z.B. Salzwasser geschützt sind. Bei idealen Bedingungen liefern diese Solarzellen bis zu 21 Watt. An den vier Ecken sind jeweils Ösen befestigt, mit denen man das Ladegerät mit den mitgelieferten Karabinern überall aufhängen kann.

Für den Test habe ich das revolt Solarladegerät zunächst auf meinem Balkon aufgestellt. Laut Anleitung soll man bei voller Sonneinstrahlung das Panel in einem Winkel von 30° aufstellen. Geht aber nicht, worauf ich weiter unten genauer eingehe. Also so aufgestellt, was dieser Ständer auf der Rückseite hergibt und zuerst mein Google Pixel 6a angeschlossen. Um zu sehen, was da so an Strom aus dem revolt Solarladegerät herauskommt, habe ich noch einen USB Tester* dazwischen gehängt und dann bei wechselnder Bewölkung einfach mal geschaut was passiert.

Nach einer Stunde war der Akku um immerhin 31% aufgeladen, was mich ziemlich überrascht hat. Sobald die Sonne richtig scheint, zeigt das Messgerät einen Strom von 5 Volt bei knapp 1,9 Ampere und damit einer Leistung von 9,8 Watt. Das Display auf der Rückseite des Solar zeigt unterdessen stark schwankend zwischen 1,6 und 2,2 Ampere an. Passt zwar nicht perfekt, aber diese Anzeige ist ohnehin nur ein grobes Schätzeisen. Das ist schon sehr ordentlich, denn angegeben ist das Ladegerät mit maximal 12 Watt pro Port und sollten beide Ports belegt werden, wären es 21 Watt. Mein iPad Pro 12,9″ wurde anschließend in einer Stunde um 13% aufgeladen. Möchte man eine Powerbank aufladen, dann dauert das schon sehr lange. Ich habe das Solar-Ladegerät dafür einfach mal rund um die Uhr auf dem Balkon stehen lassen. Meine Powerbank mit 10.000 mAh war dann am Mittag des dritten Tages voll aufgeladen.

Das revolt 21 Watt Solarladegerät läst auch ein iPad pro 12,9 völlig problemlos…

Was ich nicht gut finde:

In der Anleitung ist nachzulesen, dass man je nach Jahreszeit und Sonneinstrahlung den Winkel variieren soll. Ich vermute mal die gängigen 30° bei direkter Sonneneinstrahlung und etwas steiler, wenn die Sonne mal nicht so gut steht. Allerdings kann ich mit dem Halteband auf der Rückseite nur einen Winkel einstellen und zwar um die 50°. Zu variieren ist da nichts, außer sehr steil aufstellen und hoffen, dass es nicht wegrutscht. Die Anleitung schweigt sich im Detail aus und auch das Produktvideo zeigt es nicht. Natürlich kann man das Solarladegerät auch flach auf den Boden legen, was aber die Stromausbeute hart gegen 0 fallen lässt. Zu guter Letzt kann man das Panel mit den Karabinern irgendwo aufhängen. In meinem Fall am Balkongeländer schön in die Sonne, womit eine sehr hohe Stromausbeute erreicht werden kann.

Solange die Sonne richtig scheint

Fazit:

Ist das revolt USB Solarladegerät mit 21 Watt von Pearl empfehlenswert? Ja, auch wenn solche kompakten Solarladegeräte nicht ganz so billig sind und man zurecht einwerfen kann, dass man für dieses Geld mehrere Powerbanks kaufen kann. Aber im Falle eines Falles, wenn die nächste Steckdose weit entfernt ist oder man einfach die Kraft der Sonne nutzen will und Zeit hat, dann macht das revolt Solar-Ladegerät genau das was es soll und dafür gibt es das Gütesiegel. Ich werde es in Zukunft dafür nutzen meine ganzen Geräte wie Headsets oder Powerbank aufzuladen, die ich nicht täglich brauche, um diese per Sonne aufzuladen und so die Stromkosten ein wenig senken.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage von Pearl als Leihgabe bzw. als Geschenk erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

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Peter W.
revolt USB Solarladegerät

Zusammenfassung

+ sehr gute Verarbeitung
+ sehr robust
+ kompakt faltbar
+ wasserdicht
+ kinderleichte Handhabung
+ bei Sonne sehr gute Ladeleistung

– nur ein Winkel einstellbar