Sony Xperia Z5 im Dauertest – immer noch Spitzenklasse oder überholt?

Sony Xperia Z5 Test Banner

Kurz bevor das neue Sony Xperia X bei uns in den Handel kommt, habe ich dank 1&1 die Gelegenheit bekommen das Sony Xperia Z5 zu testen. Es ist eines der aktuellen Top-Smartphones und der Vollständigkeit halber und weil ich direkt vergleichen bzw. mitreden möchte, habe ich es meinem Dauertest unterzogen.

1&1 Banner
 

Ja, das Xperia Z5 ist schon etwas betagt, aber zweifelsohne immer noch ganz vorne mit dabei. Zumindest dachte ich das immer und so waren meine Erwartungen angesichts eines Preises von knapp 460 € ziemlich hoch. Nach dem Xperia Z3 (Testbericht) habe ich das Xperia Z4 ausgelassen, da es so gut wie keine Neuerungen brachte. Das Xperia Z5 findet ja der Bond schon ganz toll und egal wen man fragt, so ein Xperia Z bietet mehr, als man braucht.

Bevor es mit dem eigentlichen Dauertest los geht, zunächst einmal kurz die wichtigsten technischen Daten zum Kandidaten:

  • Android 6.0.1 MarshmallowRIMG0006
  • 5,2″ IPS Triluminos Display mit 1920 x 1080 Pixel
  • 428 ppi
  • Gorilla Glass 3
  • 4 x 2 GHz + 4 x 1,5 GHz Snapdragon 810 64bit Octa-Core Prozessor
  • Adreno 430 GPU
  • 3 GB RAM
  • 32 GB interner Speicher
  • microSD bis 200 GB
  • 23 Megapixel Kamera mit Hybrid Autofokus und Pulse-LED Blitz
  • 5 Megapixel Frontkamera mit 1080p Videoaufnahme
  • LTE Cat.6 (300 MB/s)
  • WLAN 802.11 b/g/n/ac (2,4 GHz / 5 GHz)
  • Bluetooth 4.1
  • DLNA
  • Miracast
  • NFC
  • GPS / GLONASS
  • ANT+
  • Fingerabdrucksensor
  • Wasser- und staubdicht nach IP65 und IP68
  • 146 x 72,1 x 7,45 mm
  • 156,5 g
  • 2900 mAh
  • QuickCharge

Produktseite: sonymobile.com/de/xperia-z5/

Ausführliche deutsche Bedienungsanleitung:  sonymobile.com/userguide_DE_xperia_z5.pdf

Wie eingangs erwähnt, ist das Sony Xperia Z5 aktuell für um die 460 € erhältlich. Bei den Farben hat man die Qual der Wahl. Grün, Weiß, Schwarz und Gold stehen zur Verfügung.

 

Übersicht:

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Unboxing:

Das „Spectre“ Logo prangt auf dem ansonsten schlichten, schwarzen Karton. Ein untrügliches Zeichen für die James Bond Edition. Aber es ist halt auch nur eine Verpackung und die interessiert nicht weiter. Sondern eher, was im Inneren zu finden ist:

  • Sony Xperia Z5
  • 1,5A / 5V Netzteil
  • Micro-USB Kabel
  • Headset
  • Schlüsselanhänger (nur James Bond Edition)
  • Kurzanleitung

Schade ist, das Sony dem Z5 kein Quick Charge Ladegerät beilegt, denn genau dieses schnelle Laden wird unterstützt. Nicht einmal ein Standard Netzteil mit 2A gibt es. Ein mickriges 1,5A Netzteil soll es richten. Daher mein Tipp. Direkt ein paar Euro investieren und ein vernünftiges wie das von Aukey für 9,99 €* (Testbericht) mit Quick Charge 2.0 kaufen.

Sony Xperia Z5 Unboxing (1)

Verarbeitung und Ausstattung:

Schwarz, eckig, flach, wasserdicht. Vorne und hinten Glas, dazwischen Aluminium. Das ist das Xperia Z5. Es ist zeitlos und schnörkellos. Smartphone pur ohne Schnickschnack und bei der Verarbeitung auf einem sehr, sehr hohen Niveau. Vorne, absolut plan eingesetzt, das durch Gorilla Glas 3 geschützte Display, welches sich optisch nicht von der Front abhebt. Darauf stehe ich ja total. Hat was von Stealth-Look. Die Displayränder schön schmal, so  dass es auch elegant wirkt. Tasten gibt es nicht. Diese werden im Display eingeblendet. Oben links die Benachrichtigungs-LED , die Frontkamera und Licht- und Abstandssensor. Nicht sofort zu sehen sind die beiden Lautsprecher. Diese Schlitze haben aber ein echtes Schmutzproblem. Kleinste Partikel fallen dort rein und raus bekommt man die nicht mehr so einfach. Am besten nimmt man einen Staubsauger mit so einem Pinselaufsatz und saugt den Dreck heraus.

Sony Xperia Z5 Hands-On (5)

Die Umrandung aus eloxierten Aluminium ist etwas gewölbt, wodurch es gut in der Hand liegt. Am unteren Rand mittig die Micro-USB 2.0 Buchse und, mittlerweile echt selten, eine Öse für die Trageschlaufe. Links außen verbirgt sich unter einer Abdeckung der Schlitten für die Nano-Simkarte und die microSD Speicherkarte. Die Abdeckung schließt perfekt ab und ist trotzdem einfach zu öffnen. Aber dieser Schlitten. Ein Krampf. Erst einmal muss man ihn irgendwie mit spitzen Fingern herausziehen. Hat bei mir nie ohne Werkzeug geklappt. Und dann ist dieses Ding sowas von labberig, dass es eine echte Fummelei ist, die beiden Karten unfallfrei ins Innere zu befördern. Am oberen Ende die 3,5 mm Headsetbuchse und ein Mikrofon. Rechts außen sind die ganzen Tasten zu finden. Zuerst die alufarbene, minimal eingelassene, Power-Taste die auch vernünftig groß ausgefallen ist. In dieser Taste ist auch der Fingerabdruckscanner integriert. Der funktioniert soweit auch gut, muss aber erst gedrückt werden, um zu scannen. Einfach nur auflegen wie bei vielen anderen Konkurrenten funktioniert leider nicht. Er hat aber ein Problem mit nassen Fingern oder wenn zu wenig Finger auf dem Sensor liegt. Dafür kann das Z5 direkt aus dem Standby zum Homescreen aufgeweckt werden.Sony Xperia Z5 Details (12)

Etwas davon entfernt und somit ohne die Gefahr der Verwechslung, die einteilige Lautstärketaste, die etwas aus dem Gehäuse herausschaut. Und es gibt wieder eine eigene Kamera-Taste. Zu Beginn habe ich diese Taste geliebt. Gedrückt halten und schon startet die Kamera direkt aus dem Standby heraus. Echt genial für Schnappschüsse und macht so ein Smartphone zu einer echten Kompaktkamera, weil man richtig „abdrückt“ und nicht auf dem Display herumtippen muss. Aber nach kurzer Zeit habe ich diese Taste verflucht. Denn dieses Entsperrechen funktioniert auch ganz hervorragend, wenn man das Z5 in der Hosentasche trägt. Das Ergebnis sind entweder hunderte Fotos und Videos aus dem Inneren seiner Hosentasche oder unerwünschte Anrufe beim Notruf. Man kann diese Taste zwar in den Kameraeinstellungen deaktivieren, aber dann braucht man diese Taste eigentlich gar nicht mehr. Besser wäre es gewesen, wenn man die Kamerataste zum Starten nicht gedrückt halten müsste, sondern zwei- oder dreimal drücken müsste. Ideal ist diese Taste aber für Unterwassserfotos. Unter Wasser kann man das Display schlicht vergessen, aber mit so einer Kamerataste gelingen echt tolle Unterwasseraufnahmen.

Die Rückseite besteht aus mattierten Mineralglas, auch wenn man das nicht direkt sieht. Fingerabdrücke sind hier kein Thema. Die Kamera ist mitsamt Blitz bündig eingelassen und so ist die gesamte Rückseite topfeben. Dieses Symbol in der Mitte über dem Sony Logo ist übrigens das NFC-Logo und zeigt, wo das Sende/Empfangsteil dafür zu finden ist.

Obwohl das Z5 so dünn ist, lässt es sich mit normalen Mitteln nicht verdrehen oder verbiegen. Zudem ist es echt verblüffend, wie es die Ingenieure von Sony geschafft haben, das Xperia Z5 trotz der vielen Öffnungen wasserdicht zu bekommen, denn das ist es absolut. Und es eignet sich hervorragend zum enthaaren. Wie oft habe ich mir Haare ausgerissen, weil sie beim telefonieren in den Kanten hängen geblieben sind…Autsch….

Und hier der bei mir obligatorische Größenvergleich:

Betriebssystem und Leistung:

Geliefert wurde mein Testgerät bereits mit Android 6.0 Marshmallow und man kann ziemlich sicher davon ausgehen, dass es für diese Generation auch noch künftige Updates geben wird. Hier sticht Sony mal aus der Masse hervor und lässt Besitzer einer Generation davor nicht verhungern. Aber es ist auch kein Geheimnis, dass Sony der König in Sachen vorinstallierter Bloatware ist. Niemand müllt ein Smartphone noch mehr zu, wie die. Von den 32 GB internen Speicher sind nach dem ersten Start direkt einmal 11,25 GB belegt oder andersrum ausgedrückt nur noch 20,75 GB frei. Alleine die vorinstallierten Apps verschlingen unglaubliche 1,87 GB. Selbst Samsung ist da beim Galaxy S7 (Testbericht) über 1 GB besser. Zum Glück kann man die meisten davon problemlos deinstallieren. Sorry Sony, aber lasst uns doch bitte selber entscheiden, welche Apps wir wollen und welche nicht. Ihr nagt sicher nicht so sehr am Hungertuch, dass ihr euch für den ganzen Schund bezahlen lassen müsst.

Ansonsten hält sich Sony bei den Anpassungen der Oberfläche ziemlich zurück. Klar, dass Sony seine zahlreichen Dienste wie Playstation prominent integriert, aber besser wäre es, wenn alles in einer App gebündelt wäre oder in den Appstore auszulagern, dass man es sich bei Bedarf installieren kann. Raum für Anpassungen der Oberfläche gibt es leider nicht sehr viele. Es gibt eine handvoll vorinstallierter Themes, die sich aber eigentlich nur im Wallpaper unterscheiden. In der von mir getesteten Bond Edition  gibt es noch ein extra Bond Theme, welches aber auch nicht wirklich so ein Brüller ist. Hier verschenkt Sony viel Potential, denn die Konkurrenz ist hier schon um Lichtjahre weiter.

Genug kritisiert. Besonders gut gefällt mir, dass man Apps direkt aus dem Appdrawer heraus nach eigenen Wünschen sortieren und bei Bedarf auch mit einem Klick deinstallieren kann. Hervorzuheben ist außerdem die Möglichkeit, die Anzeigen ganz oben in der Statusleiste nach eigenem Bedarf anzupassen. Da ich eigentlich weiß, bei welchem Anbieter ich bin, kann ich z.B. diese Anzeige getrost ausblenden. Ich sehe ja am Empfangsbalken, ob ich Empfang habe oder nicht.

Ein weiteres, wirklich nützliches Feature sind die „Small Apps“. Eine kleine Leiste mit Apps, die man über einen Druck auf die Taste mit den letzten Apps erreicht. Hier kann man eigenen Apps ablegen und direkt starten.

Sony Xperia Z5 Screenshots (36)

Der Snapdragon 810 64bit Prozessor besitzt 8 Kerne und taktet vier davon mit je 2 GHz und die anderen vier mit jeweils bis zu 1,5 GHz. Er war eine zeitlang als Hitzekönig bekannt, aber das hat sich alles etwas relativiert. Selbst unter Last messe ich an der heißesten Stelle exakt 38,5°C was absolut im Rahmen ist. Der Adreno 430 Grafikprozessor ist zusammen mit dem Prozessor auch im  Xperia Z3 Plus, Z5 Compact und Xperia Z5 Premium zu finden. Einziger Unterschied ist nur, dass beim Xperia Z5 direkt einmal 3 GB RAM verbaut worden sind. Das Minimum, um in der High-End Klasse zu bestehen. Und diese Kombo ist echt top. Zumindest in den allermeisten Fällen. Ab und zu hat sich das gute Stück mal ordentlich verschluckt, was sich in abstürzenden Apps gezeigt hat. Ein kurzer Neustart hat dieses Problem allerdings wieder gelöst. Wer gaaaaanz genau hinschaut, wird bei anspruchsvollen Spielen wie Real Racing 3 ein paar Ruckler bemerken. Die halten sich aber wirklich in Grenzen und trüben nicht den Spielspaß.

Apropo Spielspaß. So richtig Laune macht das Xperia Z5 aber erst in Verbindung mit einem Playstation Dualshock 4 Wireless Controller, um damit dann per Remote Play eine Playstation 4 zu simulieren. Ich bin eigentlich nicht so der Zocker, aber ich muss zugeben, dass das richtig Laune gemacht hat.

Hier noch ein paar Benchmark Ergebnisse:

  • AnTuTu: 64868
  • Base X Mark: 34371 / 22346
  • Basemark OS II: 1373 / 1716 / 783 / 37773 / 701
  • CF-Bench: 41402 / 40282 / 40730
  • Epic Citadel: 60,2 fps (High Quality)
  • Epic Citadel: 60,5 fps (Ultra High Quality)
  • Epic Citadel: 60,8 fps (High Performance)
  • Geekbench 3: 955 / 3382
  • Icestorm Sing Shot: 1813
  • Icestorm Unlimited: 23681
  • Icestorm Extreme: Maxed Out
  • Icestorm: Maxed Out
  • NenaMark 2: 61,3 fps
  • Octane 2.0 Score: 8943
  • Quadrant Standard: 31879
  • Sunspider Browser Benchmark (Chrome): 658,6 ms
  • PC Mark: 5682
  • Vellamo: 2377 / 2278 / 4611

Sony Xperia Z5 Leistung (27)

Display:

Sony Xperia Z5 Display (1)Das 5,2″ IPS Triluminos Display des Xperia Z5 weiß in allen Punkten zu überzeugen. Dank einer Full-HD Auflösung sind einzelne Pixel nicht mehr wirklich sichtbar. Mit 1920 x 1080 Pixel ergibt sich ein Wert von 428 ppi, also Pixel per Inch. Damit es nicht so schnell verkratzt, ist es durch Gorilla Glass 3 geschützt. Farben werden satt und vor allem natürlich dargestellt. Dazu sehr gute Kontraste und sehr guter Helligkeit. Das hilft vor allem im Freien bei Sonnenschein. Wie es sich für ein Topmodell heute gehört, kann man das Display durch doppeltes Antippen aufwecken. Allerdings muss man diese Option den Displayeinstellungen zunächst aktivieren.

Dort kann man auf Wunsch auch eine Bildoptimierung aktivieren. Bei der Einstellung „X-Reality for mobile“ werden die Farben etwas hervorgehoben und der Kontrast erhöht. Sieht auf jeden Fall sehr gut aus und war meine bevorzugte Einstellung. Wer auf eine krasse Übertreibung der Farben ala Samsung AMOLED steht, der kann auch den „Superlebendiger Modus“ aktivieren.

Lichthöfe gibt es absolut keine. Nicht einmal ein Hauch von Licht von der Seite herein. Absolut perfekt und selbst in der High-End Klasse keine Selbstverständlichkeit. Das Display verliert auch selbst bei der Betrachtung von der Seite nicht seine Farben und bleicht nur minimal aus. Das Display reagiert bin in die hinterste Ecke sehr präzise und schnell. Durch den Handschumodus kann man auch im Winter das Display gut bedienen. Unter Wasser klappt das aber nicht. Da fängt auch das Xperia Z5 das Spinnen an und produziert massenhaft Fehleingaben. Zum Foto machen hat man ja zum Glück eine extra Kamerataste, denn das klappt prima.

Kamera:

Nicht weniger als die weltbeste Kamera verspricht Sony im Xperia Z5. Nicht umsonst gelten die EXMOR Sensoren von denen als Messlatte. Hier beim X5 kommt hinten ein Exmor RS Sensor mit 23 Megapixel zum Einsatz, der auch Weitwinkelaufnahmen ermöglicht. Vorne gibt es eine 5 Megapixel Knipse, die auch Videoufnahmen in Full-HD ermöglicht. Durch doppeltes drücken der Power-Taste lässt sich die Kamera direkt aus dem Standby heraus starten. Eine Funktion, die ich nach 2 Tagen direkt einmal abgeschaltet habe, da ich immer wieder Dutzende Fotos und Videos aus meiner Hosentasche bekommen habe.

Die Kamera App an sich bietet jede Menge Funktionen inkl. einem ausgewachsenen manuellen Modus. Diesen und noch mehr Motivprogramme erreicht man durch sliden am oberen Bildschirmrand. Gut gedacht, aber schlecht umgesetzt, denn man muss schon sehr genau zielen, um den gewünschten Punkt zu treffen. In der Hektik eines Schnappschusses echt nervig. Mit dabei natürlich auch wieder die AR-Effekte. Eher Gimmick als sinnvoll, kann man sich hier in sein Motiv irgendwelche bunten Zwerge oder Dinos projizieren lassen.

Ich als ambitionierter Automatikfotografierer kann mich eigentlich nicht beklagen. Solange die Lichtverhältnisse gut sind, also einigermaßen hell, gelingen wirklich gute Fotos. Der Autofokus arbeitet zwar sehr schnell, hat aber ein echtes Problem bei Nahaufnahmen. Dagegen arbeitet die Motivverfolgung hervorragend. Egal ob bei Fotos oder Videos, bleibt das anvisierte „Ziel“ immer scharf gestellt. Je dunkler die Umgebung, umso unschöner werden die Bilder. Nachts ist es ok, aber der Blitz hellt mehr den linken oberen Bereich des Fotos auf. Auf der anderen Seite bleibt es stockfinster.

Von der weltbesten Kamera habe ich mehr erwartet. Gegen die Kamera das Samsung Galaxy S7 / S7 Edge (Testbericht) kommt sie z.B. nicht an. Bei Samsung wirken die Fotos gerade auf einem Fernseher trotz weniger Megapixel noch lebendiger und schöner. Sicher könnte ich mit dem manuellen Modus noch etwas mehr herausholen, aber darauf habe ich keine Lust. Die Samsung macht die tollen Fotos auch im Automatik-Modus. Der manuelle Modus ist für mich also kein Argument.

Wie immer findet ihr alle Fotos in ihren vollen Auflösung und unbearbeitet bei Flickr -> Link

Sony Xperia Z5 Testfoto klein (12)

Und hier noch ein kurzes Video in Full-HD Auflösung aufgenommen:

Akku:

Mit 2900 mAh ist der nicht wechselbare Akku des Xperia Z5 zwar nicht der Größte, aber durchaus potent. Dank QuickCharge Unterstützung ist der Akku auch wieder sehr schnell aufgeladen. Leider liefert Sony kein entsprechendes Ladegerät mit. In dieser Preisklasse sollte so etwas zum Lieferumfang gehören.

Wie immer nutze ich das Testgerät mit immer der gleichen Konfiguration. WLAN, Bluetooth, Sync und GPS immer aktiv. NFC deaktiviert, Display auf 75% Helligkeit mit Automatik und die Abschaltung bei 5 Minuten. Das Smartphone habe ich eigentlich ständig in der Hand. Würde mich selbst als Heavyuser bezeichnen. Trotzdem hält der Akku länger als ich dachte. Ich bin mit meinem Nutzungsverhalten eigentlich immer über den Tag gekommen. Zum folgenden Screenshot gehört eine Screen-On Time von 4 Stunden und 45 Minuten.

Der Energiesparmodus ist etwas aufgebohrt und setzt auf den Doze-Modus von Android 6 Marshmallow auf. Dort werden Apps im Standby gestoppt und nach einer gewissen Zeit gebündelt ins Netz gelassen und anschließend wieder schlafen geschickt. Bei Sony nennt es sich etwas umständlich „Akku-Leistungsoptimierung“, geht aber noch einen Schritt weiter. Denn hier werden als optimiert bezeichnete Apps im Standby komplett gekillt also beendet. Man sollte also mal einen Blick in die Akkueinstellungen werfen, um Apps wie z.B. Whatsapp erlauben auch im Standby weiter zu laufen.

PC Mark Akkutest kommt es auf 8 Stunden und 12 Minuten. Im AnTuTu Akkutest erreicht es 11763 Punkte.

Sony Xperia Z5 Akku (2)

Konnektivität:

Sony Xperia Z5 Verbindungen (3)Hier kann das Xperia Z5 richtig punkten. Es gibt LTE der Kategorie 6, also bis zu 300 MB/s im Download. Dazu noch Dual-Band WLAN inkl. dem neuen ac-Standard und das richtig stark. Mein WLAN war selbst noch die Straße rüber in Reichweite und war sogar noch nutzbar. Per DLNA, WiFi-Direct und Miracast kann man Inhalte wie Fotos ruckzuck auf alle unterstützten Geräte wie Fernseher streamen. Dafür hat Sony eine Funtktion mit dem Namen „Throw“ eingebaut. Die findet man immer griffbereit in der Benachrichtigungsleiste. Absolut genial und geht kaum noch zu verbessern.

Dazu noch NFC, GPS, GLONASS und ANT+. Einem Standard von Garmin, über den immer mehr Fitnesstracker verfügen. Der Akkuverbrauch wird auf ein Minimum reduziert, aber die Reichweite ist mit 30 m erheblich besser als bei Bluetooth mit seinen knapp 10 m. Das GPS Modul ist zwar nicht das Stärkste seiner Art, aber nach kurzer Zeit war es bis auf 8 Meter genau, was auch für die problemlose Navigation reichen sollte. Zumindest hatte ich da keine Probleme.

Wer die Playstation 4 besitzt, wird mit dem Z5 den perfekten Spielpartner finden. Es macht echt Spaß im Zusammenspiel mit dem passenden Controller die Spiele auf dem Handy zu spielen. Ist zwar alles etwas fummelig, aber wenn es mal läuft, dann läuft es.

Klang:

Viele werden sich noch an den Walkman erinnern. Eine Erfindung von Sony und später waren die Handys der Walkman-Serie von Sony legendär. Niemand konnte mobil besser Musik machen. Leider lange her und seitdem hat man den legendären Ruf auch eingebüßt. Auf der Front versteckt Sony beim Xperia Z5 zwei Lautsprecher. Die sind derart unauffällig, dass es fast schon auffällt. Spätestens, wenn sich in den Schlitzen der Dreck sammelt. Und das geht schneller als einem lieb ist. Hier hilft dann nur noch der Staubsauger mit Bürstenaufsatz, um die Krümel zu entfernen. Klanglich können sie aber durchaus überzeugen. Es gibt bauartbedingt keine Bässe, aber dafür kann sich der gut gestaffelte Mittel- und Hochtonbereich in Szene setzen. Stimmen klingen sehr natürlich und selbst klassische Musik klingt nach Klassik. Allerdings ist das Z5 nicht wirklich laut. Selbst mir, der es eigentlich überhaupt nicht laut mag, war es zu leise.

Wer möchte, kann den Klang mit Hilfe von diversen Erweiterungen wie „DSEE HX“, „ClearAudio+“, „Surround Sound VPT“ oder „S-Force Frontsound“ auf die Sprünge helfen. Klingt sehr hochtrabend, aber im Endeffekt ist das wohl nichts anderes als eine Loudnessfunktion, die aber eher dezent an den Reglern dreht. Klingt ganz gut, aber ohne eben auch nicht wirklich schlecht. Wer mehr haben will, kann den vorhandenen Equalizer aktivieren und den  Klang des Headsets mit einem eigenen Hörtest an seine Hörgewohnheiten anpassen.

Das beiliegende Headset klingt ganz ordentlich genau wie mit dem Z5 geführte Telefonate. Man selber wird gut verstanden und auch der Anrufer kommt sehr gut rüber. Nur in sehr lauten Umgebungen wird es etwas schlechter hörbar, da die maximale Lautstärke zu niedrig ausfällt.

Fazit:

Würde ich das Sony Xperia Z5 empfehlen? Ein eindeutiges Jein. Vor allem nervt, dass man es in der Hosentasche ständig entsperrt und dann die tollsten Dinge anstellt. Hatte ich bisher noch bei keinem anderen Testgerät. Aber es hat auch seine positiven Seiten. Es kommt halt auf den Einsatzzweck an. Wer eine gute Kamera sucht und auf den Fingerabdrucksensor verzichten kann, der kann für über 120 € weniger das LG G4 (Testbericht) nehmen. In keinem Punkt wirklich schlechter, aber eben erheblich günstiger mit der noch besseren Kamera. Oder wenn es was ganz aktuelles sein soll, dann für einen Fuffi mehr das Huawei P9, welches ich demnächst testen werde. Wer unbedingt ein wasserdichtes Smartphone benötigt, wird dagegen nicht am Z5 vorbeikommen. Das Galaxy S5 (Testbericht) ist mittlerweile veraltet, das Galaxy S6 (Testbericht) nicht wasserdicht und das Galaxy S7 (Testbericht) zu teuer. Alles allem vergebe ich das Gütesiegel aber nicht.

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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