Anker SOLIX C1000 Powerstation im Test

Im Test habe ich die Anker SOLIX C1000 Powerstation, einem transportablen Kraftwerk, welches ortsunabhängig und jederzeit Power satt liefert. Aber was taugt so etwas im Alltag?

Spätestens seit dem der Strom und das Gas so teuer wurden, haben sich viele Menschen mit dem Thema tragbare Energiespender beschäftigt. Ich ebenfalls und so habe ich seinerzeit die POWDEOM EN700Q Powerstation (Testbericht) mit 614Wh getestet, welche gerne auch per Solar aufgeladen werden kann, womit man dann wirklich komplett autark sein kann. Die Anker SOLIX C1000 Powerstation mit dem Codenamen A1761 ist mit einer Kapazität von 1056 Wh fast doppelt so große Kapazität, wie die POWDEOM. Aber wofür braucht man so etwas? Zum Beispiel beim Camping, wenn weit und breit keine Steckdose zur Verfügung steht, denn die Anker SOLIX C1000 Powerstation hat viele Steckdosen und USB-Buchsen, um alles mögliche an Geräten zu betreiben bzw. aufzuladen. Natürlich kann man auch die Anker SOLIX C1000 Powerstation per Solar aufladen, was ich auch wirklich empfehlen würde, denn so ist man wirklich komplett unabhängig von Steckdosen, was ich natürlich auch ausprobiert habe.

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität mit Android und iOS, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei. Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. Wie immer sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade die Nutzungsdauer hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten ab. Das auch mit einer der Gründe, warum wir unsere Testberichte eher kurz halten, denn niemand elend lange Texte lesen und daher konzentrieren wir uns auf besonders erwähnenswerte Merkmale.

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Technische Daten Anker SOLIX C1000 Powerstation:

  • 1056 Wh
  • LiFePo4
  • Input:
    • AC 230V (1000 – 1300W)
    • DC 12/ 24V 5A (120W)
    • Solar XT60 18-24V (600W)
  • Output max. 1800W:
    • 1x USB-C PD 5V/2.4A, 9V/3A,12V/3A,15V/3A,20V/3A,20V/5A (max. 100W)
    • 2x USB-A 5V / 2,4A (24W)
    • 4x AC 230V (1800W)
    • 1x Zigarettenanzünder 12V/ 10A (120W)
  • Anker App
  • LED-Licht
  • Fastcharge
  • USV
  • 37,6 x 20,5 x 26,7 cm
  • 12,9 kg

Produktseite: anker.com/eu-de/a1761-powerstation

Deutsche Bedienungsanleitung: ankertechnologycompanyltd.com/Anker_SOLIX_C1000_Power_Station_BENUTZERHANDBUCH_(A1761).pdf

Erhältlich ist die Anker SOLIX C1000 Powerstation bei Amazon* zum Preis von 1099 Euro. Zur Black Week ist sie auf 899 Euro reduziert.

Der Lieferumfang der Anker SOLIX C1000 Powerstation

Was ich gut finde:

Packt man die Anker SOLIX C1000 Powerstation aus, dann findet man noch ein 230 V Netzkabel, ein Kabel mit XT60 Steckern, ein 12V Autoladekabel und eine deutsche Kurzanleitung. Die Powerstation sieht aus wie eben eine Powerstation auszusehen hat. Ein Gehäuse aus Plastik welches aber spritzwassergeschützt ist und zwei ordentliche Griffe bietet. Die sind bei einem Lebendgewicht von knapp 13 kg auch bitte nötig. An der Front sieht man zuerst einmal eine breite Leuchtleiste, die in drei Stufen einstellbar ist und auch einen S.O.S.-Modus bietet. Die Taste zum Einschalten ist am rechten Ende der LED-Lichtleiste. Darunter ein großes Display, die blau umrandete Power-Taste, darunter eine etwas kleinere Taste, mit der die zwei USB-C und die beiden USB-A Buchsen aktiviert werden können. Die USB-A Buchsen liefern dabei jeweils bis zu 24 Watt und jede der beiden USB-C Buchsen kann bis zu 100 Watt liefern und somit auch USB PD (was ist das?) unterstützen. Daneben, unter einer Abdeckung, eine 12V Steckdose, wie man sie aus den Autos kennt. Daneben auch wieder eine Taste, um diese Buchse zu aktivieren, welche dann bis zu 120 Watt liefern kann.

An der Front sind alle Anschlüsse und Tasten der Anker SOLIX C1000 Powerstation

Darunter sieht man dann vier 230V Buchsen, die maximal 1800 Watt liefern können. Also nicht jeweils sondern zusammen, womit man aber schon einiges an elektrischen Geräten mit Strom versorgen kann. Natürlich gibt es auch hier eine eigene Taste, mit der man die Steckdosen aktivieren kann. Übrigens kann man die Anker SOLIX C1000 mit einem Zusatzakku, dem sogenannten Anker SurgePad, auf 2112 Wh und 2400 Watt erweitern. Dieser soll ab Dezember 2023 erhältlich sein. Geladen werden kann die Anker SOLIX C1000 Powerstation auf zwei Arten und zwar ganz normal per 230V oder Solar. Im Inneren sind moderne LiFePO4 Zellen verbaut, welche mit einer Spannung von 3,6V betrieben werden. Das ist wichtig zu wissen, wenn es um die nutzbare Kapazität geht.

An der Seite der Anker SOLIX C1000 Powerstation die Ladebuchsen

Hierfür findet man an der linken Seite den Anschluss für das 230V Ladekabel und eine XT60 Buchse, an die man Solarpanele wie z.B. das Innopower Powdeom SX100 (Testbericht) anschließen kann. Da dieser Stecker genormt ist und auch ein MPPT Laderegler verbaut ist, braucht man zum Glück keine Bastelorgien mehr. Einfach anstecken und fertig. Zwischen den beiden Buchsen befiondet sich noch ein Reset-Taster für den Notfall.

Zu Beginn des Test habe ich die Anker SOLIX C1000 Powerstation erst einmal per 230V Kabel auf 100% aufgeladen. Das geht dank 1300W relativ schnell. Wem das aber noch zu lange dauert, kann in der App noch den HyperFlash-Mode aktivieren, wodurch die Powerstation dann mit bis zu 2070 Watt aufgeladen wird, was natürlich schneller vonstatten geht, aber auch mit deutlich hörbaren Lüftern, um der Wärmeentwicklung gerecht zu werden. Danach habe ich die Powerstation entladen und dabei mit einem Messgerät geschaut, wie viel mAh tatsächlich entnommen werden können. Das waren exakt 132.330 mAh bzw. 764 Wh. Das nicht die komplette Kapazität entnommen werden kann ist völlig normal, denn es bleiben schon rein technisch bis zu 30% Rest. Grund hierfür ist Spannung von 3,6V der verbauten LiFePO4 Zellen. Soll ein Smartphone geladen werden, muss die Powerstation die Spannung von 3,6V auf 5V hochtransformieren. Dadurch verringert sich am Ende die nutzbare Ladungsmenge. Multipliziert man die entnommenen 132.330 mAh, was umgerechnet 764 Wh entspricht, mit dem Faktor 1,38, der sich aus der Spannungsänderung von 3,6V auf 5V ergibt, dann erhält man exakt die Werksangabe von 1056 Wh.

Die Anker SOLIX C1000 Powerstation bringt mehr Leistung als draufsteht

Für den Test wollte ich die Anker SOLIX C1000 Powerstation dann auch per Solar aufladen, aber dank des schlechten Wetters Ende November hat das nicht einmal funktioniert. Der bedeckte Himmel hat maximal 2 Watt zugelassen und wie lange es dauern würde, um die entnommenen 764 Wh wieder aufzuladen, kann man sich sehr leicht ausrechnen. Wie es sich für moderne Gadgets gehört, kann auch die Anker Powerstation mit der Anker App (iOS / Android) verbunden und überwacht werden. Die Einrichtung ist schnell erledigt und mit ihr kann nicht nur der Ladezustand des Akkus im Auge behalten werden, sondern auch die momentan verbrauchte Leistung und beim Laden, mit wie viel Watt geladen wird und wie lange das Aufladen etwa dauern wird.

Die Lüfter springen übrigens nur an, wenn der Anker SOLIX C1000 Powerstation wirklich Leistung abverlangt wird. Wer daran ein Smartphone lädt oder auch mal ein Laptop, der wird die Lüfter niemals zu Gehör bekommen. Überhaupt ist die Powerstation sehr flexibel einsetzbar, denn durch die insgesamt 9 Buchsen ist einiges an Platz zum Laden vorhanden und wem die USB-Anschlüsse nicht ausreichen, kann ja an den 230V Steckdosen noch weitere Ladegeräte anschließen.

Die Anker SOLIX C1000 Powerstation kann man auch per Solar aufladen

Zu Hause macht so eine Anker SOLIX C1000 Powerstation an sich wenig Sinn, wobei sie eine Option sein könnte, wenn man eine nachträgliche, mobile, USV sucht, denn die Anker SOLIX C1000 Powerstation kann im Falle eines Falles in weniger als 20ms ihre Leistung zur Verfügung zu stellen. Viel mehr sehe ich so eine Powerstation beim Camping oder eben überall dort, wo man keinen Zugriff auf Strom hat und „normale“ Geräte anschließen möchte. Es gibt ja Leute, die meinen mit so einer Powerstation eine komplette Wohnung betreiben zu können. Das funktioniert nur bedingt, denn viele Geräte wie schon meine kleine Delonghi Kapselmaschine braucht schon ihre 2000 Watt und auch mein Philips AirFryer belastet die Anker SOLIX C1000 Powerstation mit gut 2000 Watt.

Erstaunlicherweise schafft es die Anker SOLIX C1000 Powerstation trotzdem problemlos den AirFryer zum Laufen zu bringen und auch am Laufen zu halten. Selbst das Kaffee kochen gelingt damit, obwohl sie eigentlich nur maximal 1800 Watt bringt. Selbst mein Macbook und mein Pixel 7a ich parallel dazu noch laden. So gesehen bringt die Powerstation also schon mal deutlich mehr Leistung, als sie laut Datenblatt liefern könnte. Sollte aber nicht die Regel sein.

Links die Anker SOLIX C1000 Powerstation und rechts POWDEOM EN700Q

Gehen wir mal vom Beispiel mit dem Camping aus, dann würde ich damit einen kleinen Kühlschrank betreiben, mein Laptop laden, die Smartphones, Tablets und vielleicht auch mal einen elektrischen Grill anwerfen. Das alles traue ich der Anker SOLIX C1000 Powerstation problemlos zu und da im Inneren nicht nur die Temperaturen überwacht werden, sondern auch bei Überlastung, Kurzschluss oder anderen Fehlern sofort eingegriffen wird, muss man da schon mal keine Sorgen machen. Überhaupt macht die Anker SOLIX C1000 Powerstation im Alltag eine gute Figur und dürfte dem Besitzer gute Dienste leisten, wenn man die Kirche im Dorf lässt und die mit Köpfchen einsetzt.

Was ich nicht gut finde:

Auszusetzen habe ich jetzt nichts, denn dass die Lüfter laut sind, liegt in der Natur der Sache, da wir hier mit hohen Leistungen hantieren und die Abwärme muss halt irgendwie aus dem Gehäuse raus. Entweder kompakt mit Lüftern, oder weniger Leistung mit doppelt so großen und schwereren Gehäuse für eine passive Kühlung. Der Preis ist zu hoch? Auch das mag sein, dann kauft man halt ein Modell mit weniger Kapazität oder wartet wieder mal auf Angebot, denn gerade bei Anker gibt es sehr häufig irgendwelche Sales.

Natürlich gibt es auch eine App dafür…

Fazit:

Ist die Anker SOLIX C1000 Powerstation empfehlenswert? Ja, denn an sich sind fast 1200 Euro eine Stange Geld, aber wann würde man sich für so ein Gadget interessieren? Wenn man keine Steckdose in der Nähe hat und möglichst viel Power kompakt dabei haben möchte oder muss. Viel kompakter geht es derzeit wohl nicht und auch wenn es viel kostet, muss man sich immer vor Augen halten, welche Alternativen man hat und genau hier punktet die Anker SOLIX C1000 Powerstation, denn sie kleckert nicht, sondern klotzt mit Leistung satt und sogar mehr als angegeben. Dafür gibt es dann auch das Gütesiegel.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Peter W.
Anker SOLIX C1000 Powerstation

Zusammenfassung

+ gute Verarbeitung
+ hohe Kapazität
+ sehr hohe Leistung
+ flexibel einsetzbar
+ viele Anschlussmöglichkeiten
+ per Solar aufladbar
+ sehr einfache Bedienung

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