Pearl Simvalley SPX-12 Testbericht Teil 3 – Kamera, Verbindungen und Medien

In dem heutigen Teil wollen wir uns mal die Qualität der verbauten Kamera genauer betrachten. Dazu noch die Medien Eigenschaften testen. Zunächst muss ich aber festhalten, das das Pearl Simvalley SPX 12 seit einigen Wochen seinen Dienst bei mir verrichtet und ich mehr als zufrieden bin. Ob die Kamera(s) mit den bisherigen, sehr guten, Leistungen mithalten können oder doch der Schwachpunkt des Gerätes sind, möchte ich hier näher erläutern. Ein kleiner Kritikpunkt ist der Zwang bei den meisten Simvalley Smartphones eine Speicherkarte einlegen zu müssen. Ohne funktioniert die Kamera leider nicht.

Die Übersicht und die weiteren Teile findet ihr hier:
Übersicht:

Teil 1 – Unboxing und Erster Eindruck
Teil 2 – Display, Geschwindigkeit und weshalb ich das Gerät nicht mehr missen möchte
Teil 3 – Kamera, Verbindungen und Medien
Teil 4 – Zusammenfassung und Fazit

Die technischen Details die Pearl für uns bereithält, sind nicht wirklich aussagekräftig. Eine 8 Megapixel Kamera auf der Rückseite sowie eine 1.3 Megapixel Kamera auf der Vorderseite. Mehr Informationen sind leider nicht zu erhalten.

lemUm es gleich mal vorweg zu nehmen. Die Qualität der verbauten Kamera reicht bei weitem nicht an die Kamera eines HTC One X/S heran. Man kann hier grundsätzlich sagen das die Kamera in diesem Preis Segment durchaus mithalten kann, aber mehr auch nicht. Wir erinnern uns, das Gerät kostet nun einmal nur 269 € und irgendwo müssen Abstriche gemacht werden. Die Bilder wirken insgesamt etwas blass und verwaschen. In dunklen Räumen hilft auch der Blitz nicht wirklich weiter. Somit sind bei widrigen Verhältnissen gute Bilder nur schwer machbar.

Oder man muss an den Einstellungen der Kamera herumspielen. Diese sind so unglaublich vielfältig, dass man zu Beginn schier erschlagen wird von den Möglichkeiten.
Ob jetzt HDR, ISO, unzählige voreingestellte Szenen. Ein Panorama Modus, ein 360° Modus. Serienbilder mit 4 , 8 oder 16 Bildern, Beste Bild Auswahl, Weißabgleich,diverse Filter, Zoom etc. Es ist unglaublich was man im Menü alles einstellen kann.

Leider nützt das alles nur sehr wenig, wenn die Automatik der Kamera keine so tollen Bilder macht. Damit wir uns nicht falsch verstehen. Natürlich ist die verbaute Kamera kein totaler Murks. Aber ich vergesse manchmal, dass ich hier ein so günstiges Gerät liegen habe. Bei guten Lichtverhältnissen macht die Kamera auch gute Bilder. Und der größte Schwachpunkt einer jeden Kamera ist immer der Fotograf selber.

Mein Tipp: immer die HDR Funktion dazu zu schalten. Damit werden 2 Bilder gespeichert von dem eines zumeist was geworden ist. Hier mal einige Beispiele.

Links mit HDR, Rechts ohne.

hdr

Natürlich kann man mit dem SPX-12 auch Videos aufnehmen. Die Einstellungen für die Videos sind beinahe ebenso umfangreich wie für die Fotos. Eine nette Spielerei ist sicherlich die Möglichkeit Aufnahmen im Zeitraffer zu machen. Ansonsten kann man diverse Szenen voreinstellen, ISO, Weißabgleich, Zoom und Filter sind schon mit eingebaut.

Aber, was für die Fototkamera gilt, gilt auch für die Videokamera. Die Aufnahmen wirken nicht so gut wie von teureren Smartphones. Hier mal ein ganz kurzes Testvideo vom SPX-12

Kommen wir mal zu den Medieneigenschaften des Pearl SPX-12. Hier werden laut Angabe von Pearl folgende Formate abgespielt:

  • Video (MPEG4, WMV, RMVB)
  • Audio (MP3, MIDI, AAC++, AMR-WB, OGG, WAV)

Gerade zum Abspielen von Videos ist so ein 5.2 Zoll großes Gerät natürlich bestens geeignet. Die Farben werden, wie im voran gegangenen Test schon erläutert, sehr plastisch dargestellt. Hier sorgt das große Display für viel Spaß. Ein weiterer Pluspunkt ist der Akku. 1 Stunde Youtube schauen kostet 10% Akku Leistung. Wie genau diese Berechnung nun ist, kann ich nicht sagen, aber sich ist das ihr mehrere Stunden eurem Videovergnügen frönen könnt, ohne das dem Gerät die Puste ausgeht. Da auch der Prozessor mitspielt kommt es zu keinen Rucklern oder Stocken.

Der Musikplayer bietet Android Standard. Nicht schlecht, und altbekannt. Da ich davon ausgehe, dass jeder seinen eigenen Player aus dem Playstore nutzt, verzichte ich mal auf Details. Ich nutze übrigens, je nach Launde, den zPlayer sowie double twist.

Bei den Verbindungen finden wir HSDPA 3.5G, GPRS EDGE, n-Draft WLAN und Bluetooth 2.1 mit A2DP für kabelloses Stereo. Ich nutze selten (nie) Bluetooth. Habe mal das Autoradio mit dem Gerät gekoppelt. Alles im grünen Bereich. Die Verbindung hält.

Das kann man im Großen und Ganzen auch vom WLAN behaupten. Allerdings habe ich das Gefühl, dass im SPX-12 ein etwas schwächeres Modul verbaut wurde. Bei meinem täglichen Gang in den Keller, direkt darüber steht der Router, habe ich nur noch 1 Empfangsbalken. Um das noch deutlicher zu machen. Hier mal 2 Screenshots.

Der linke stammt vom SPX-12, der rechte von dem ebenfalls im Test bei mir befindlichen Huawei Ascend G615 (Link zum Testbericht).

Beide Geräte befanden sich zu Zeitpunkt des Screenshots ca. 3 m von der Empfangsstation entfernt. Also, innerhalb des Hauses hat man auch mit dem SPX-12 überall Empfang, ich würde aber nicht allzu weit in den Garten hinausgehen.

wlan

Die Empfangsstärke des verbauten GSM Modules geht allerdings voll in Ordnung. Als Test gibt es eine bestimmte Stelle in einem U-Bahn Tunnel. Diese meistert das SPX-12 ohne Probleme. Viele andere Geräte haben hier keinen oder nur noch eingeschränktes Netz. Nicht so das SPX-12. Hier ist also alles im grünen Bereich. Das mag auch an dem Plastikbody liegen.

Nun möchte ich noch mal auf die Gesprächsqualität eingehen. Kurz und kanpp. Diese geht in Ordnung. Es sind leichte Nebengeräusche zu vernehmen. Auch ein leichtes Rauschen ist vorhanden. Aber alles in Rahmen. Ich nutze allerdings das Telekom Netz. Wie es bei ePlus (Base und Co) aussieht, kann ich leider nicht mehr prüfen, da ich mich mittlerweile weigere diese Netzte zu nutzen. Selbst in Hamburg habe ich bei eplus immer wieder Verbindungsabbrüche.

Zum Schluss möchte ich noch mal kurz auf den Punkt Tethering und mobiler Hotspot eingehen. Kurz und knapp. Funktioniert. Sogar tadellos. Ich blogge diesen Teil gerade aus dem ICE von Hamburg nach Berlin und das SPX-12 dient mir hierbei als mobiler Hotspot.

Zusammenfassend kann man sagen. Die Kamera des SPX-12 macht einen durchwachsenden Eindruck. Bei guten Lichtverhältnissen gehen die Bilder absolut in Ordnung. Je schlechter die Lichtverhältnisse, desto schlechter auch die Bilder. Da können auch die unzähligen Kamera Einstellungen nicht mehr viel rausreißen.

Bei den Verbindungen sieht es ebenso aus. Alles spielt sich im Mittelfeld ab. Es gibt keinen wirklichen Rausreißer nach oben oder unten. Einzig das Wlan Modul könnte etwas stärker sein. Bluetooth, mobiler Hotspot sowie Gesprächsqualität sind ok.

Im nächsten Teil werde ich noch beschreiben was mir weiterhin aufgefallen ist und dann kommen wir auch schon langsam zum Fazit.

Günstig kaufen könnt ihr das Gerät übrigens direkt bei Pearl. Link zum Angebot

About Markus

Seit Jahren tummel ich mich in der mobile-gadget Szene und wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, muss ich es haben. Als Peter mir die Idee eines eigenen „Newsblog“ vortrug, war ich natürlich begeistert. Innerhalb kürzester Zeit haben wir mobi-test.de aus dem Boden gestampft. Folgen könnt ihr mir auf Twitter oder ihr schaut auf meinem privaten Blog, emmtee.de vorbei .

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