Die einen sprechen von einem Trojaner, die anderen von einer Malware und für die dritten in der Runde handelt es sich „nur“ um eine sehr aggressive Marketingsoftware. Was Counterclank letztlich ist, muss wohl noch entschieden werden. Fakt ist jedoch, dass das kleine Zusatzprogramm, dass man sich unbemerkt mit einigen Spielen aus dem Market auf sein Android-Smartphone holt, so einiges im Hintergrund tut,  was wohl nicht ganz vom Nutzer gewollt ist.

Laut dem Software-Sicherheitsunternehmen Symantec findet man Counterclank derzeit in 13 Spiele und Apps im Androidmarket. Das man sich mit dem Download dieser Programme gleich ein fragwürdiges Zusatzprogramm mit ins Boot holt, ist wohl den wenigsten klar. Counterclank gibt sich zumindest nicht zu erkennen und ist im Zweifel nur über die umfangreichen Rechte zu erkennen, die die infizierte App während der Installation einfordert. Wer dort nicht so genau hinschaut, wird schnell Opfer des agressiven Quasi-Spionagetools.

Betroffen sind insgesamt laut Symantec 13 Apps der Firmen iApps7 Inc, Ogre Games und redmicapps. Wer deren Spiele auf seinem Smartphone installiert hat, sollte über eine Löschung nachdenken, denn dann ist es wahrscheinlich das auch Counterclank als blinder Passagier mit an Board ist.

Folgende Spiele und Apps sind infiziert:

  • Counter Elite Force
  • Counter Strike Ground Force
  • CounterStrike Hit Enemy
  • Heart Live Wallpaper
  • Hit Counter Terrorist
  • Stripper Touch girl
  • Balloon Game
  • Deal & Be Millionaire
  • Wild Man
  • Pretty women lingerie puzzle
  • Sexy Girls Photo Game
  • Sexy Girls Puzzle
  • Sexy Women Puzzle

Bei allen diesen Apps werden während des Downloads weitreichende Rechte eingefordert, die unter anderem Zugriff auf IMEI, SIM-Kartenummer, den Browser und die Bookmarks, sowie die Geräteinformationen verlangen. Darüberhinaus modifiert Counterclank den Browser, so dass dort bestimmte Werbung engeblendet wird, und kann Push-Nachrichten mit Werbung empfangen. Zwar muss man dem allen als Nutzer zustimmen, Unternehmen, die derartige Tools einsetzen, rechnen aber natürlich damit, dass sich die Nutzer nicht genau durchlesen, was sie da akzeptieren.

Hat man sich Counterclank bereits eingefangen, wird man es relativ leicht wieder los, indem man die App vom Handy deinstalliert.

Wer nicht gern so weitreichende Informationen von sich preisgibt, sollte die Augen offen halten, einige der infizierten Apps sind noch immer im Market downloadbar.

Quelle und Quelle

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