Testbericht Motorola RAZR – Letzter Teil und Fazit

Ok, die Zeit mit dem Motorola RAZR geht langsam dem Ende entgegen. Aber zunächst hatte es noch einen Test unter verschärften Bedingungen abzuleisten. Da ich von Freitag ab auf Reise war, habe ich die sehr guten Widgets des RAZR deinstalliert und mich mit Widgets aus dem Market beholfen. Von Go das Kontakt und Kalender Widget, danach noch einige Widgets für News/ Twitter/Mail (K9) / RSS / Xing und Facebook.

Bevor es losgeht hier könnt ihr euch die letzten Teile des Testberichte durchlesen
Motorola RAZR Testbericht teil 1. Unboxing und erster Eindruck
Motorola RAZR Testbericht Teil 2 – Leistung ist nicht alles aber gut wenn vorhanden
Motorola RAZR Testbericht Teil 3 – Kamera und ein erstes Fazit
Motorola RAZR Testbericht Teil 4 – Akku / Browser

Der Grund ist simpel. Das RAZR lief die letzten Wochen bei mir ohne einen Mucks. Die Probleme die ich mit Android-Geräten habe sind bei dem RAZR nicht aufgetaucht. Wenn man, wie ich, selbsständig ist muss man sich auf sein Gerät verlassen können. Wenn es dann bereits am ersten Tag nur noch mittels eines Akku-Resets aus seinem eingefrohrenen Zustand geholt werden kann habe ich kein Vertrauen zu dem jeweiligen Gerät. So ist es mir zumindest bei Nexus Galaxy gegangen. Link

Ganz anders das RAZR. Super schnell und smooth verrichtet es seinen Dienst. Keine Aussetzter, kein hängenbleiben. Deshalb wollte ich wissen ob die Probleme bei Android oder den verwendeten Widgets liegen.

Mein Verdacht seit längerem besteht nämlich darin, dass Android recht sauber programmiert wurde, dass aber viele Apps sehr unsauber aufsetzte. Auch glaube ich das bestimmte Apps probleme untereinander bekommen. Weiterhin geht der Akku schneller zur Neige wenn man auf die Apps aus dem Market zurückgreift.

Also, kaum habe ich die Blur eigenen Widgets entfernt und die neuen installiert merke ich nach wenigen Stunden bereits das sich das Verhalten des RAZR´s geänder hat. Es begann plötzlich wie die anderen Android-Geräte zu hängen. Nicht schlimm aber merkbar. Auch das smoothe arbeiten war nicht mehr ohne weiteres möglich. Auch wurden Anwendungen immer mal wieder geschlossen. Ich kann nicht ganz genau sagen um welche Widgets es geht, aber eines hat mir der Test gezeigt. Wenn ein Hersteller sich dranmacht und seine eigene Benutzeroberfläche, Android überstülpt, diese auch so sauber programmiert wurde wie „Blur“ von Seiten Motorola, dann ist Android für mich eine Alternative.

Nochmal, ich nutze meine Geräte ausschließlich zur Arbeit. Deshalb, Dualcore, Grafikchip etc. Alles schön und gut. Nur ich spiele so gut wie nie mit meinen Geräten. Deshalb reicht mir ein Singlecore aus. Was ich brauche ist eine ständige Verbindung in meine Netzwerke. Ich bin dauernd online und möchte aus meinen 10 Sozialen Netzwerken die ich nutze ständig umfassend informiert werden. Am besten unter einer Oberfläche, die sauber programmiert wurde und perfekt auf die jeweile Android Version angepasst wurde. Weiterhin meinen beruflichen Mailverkehr (4 Konten), Kalender Aufgaben unter einer Haube vereint die auch meine Privaten Maildienste verarbeiten kann. Auch muss das arbeiten im Team möglich sein. Ohne das ich mich durch Unmengen an Widgets, Posteingängen etc wühlen muss.

All das liefert das Motorola RAZR von allen mir bekannten Android-Geräten am besten. Aber nur wenn man die Motorola Eigene Benutzeroberfläche nutzt.

Und damit sind wir auch schon nahtlos ins Fazit übergegangen. Ich hatte mir von dem RAZR ehrlich gesagt nicht viel versprochen. Auch musste ich ja überredet werden diesen Test zu machen. Das RAZR hat mich im großen und ganzen überzeugt.

Kommen wir mal zu den Positiven Punkten. Das Gerät ist sehr sehr schnell. Auch hier trifft wieder mal der Umstand zu das man Zahlen nicht trauen soll. In den meisten Benchmarks ist es dem Nexus deutlich unterlegen. ABER, in der täglichen Arbeit, also in der Praxis ist es einfach schneller als das Nexus.
Die Zuverlässigkeit des Gerätes ist sehr gut. Mein erstes Android-Gerät bei dem ich keinen Taskmanager installieren musste. Der Bildschirm ist gut, die Verarbeitung ist sehr gut. Nach beinahe einem Monat intensivem Nutzen. Nirgendwo platz Farbe ab, keine Kratzer o.ä. Mann muss dieses Gerät schon sehr malträtieren um dort irgendwelche Macken zu bekommen. Das Gehäuse des RAZR besteht ja aus mehren Komponenten. Zum einen Metall, dann Kevlar auf der Rückseite sowie Glas auf der Frontseite, dem Bildschirm. Alleine diese Materialauswahl sorgt dafür das es eine ganze Liga über den üblichen Samsung Geräten spielt wie dem Galaxy oder dem Nexus die ja aus Platik sind.
Somit sollte dem RAZR ein langes Leben beschert werden.

Zum Design selber möchte ich keine Stellung nehmen. Wie immer im Leben, dem einen gefällt es, die anderen finden es häßlich. Ich habe beide Aussagen bzgl. des RAZR gehört. Was auf jeden Fall genannt werden muss ist die erstaunliche Bauhöhe von nur 7,1mm, an der dünnsten Stelle.

Wie oben bereits angemerkt bin ich von Motorola Blur überzeugt. Es ist einfach, intuitiv, und übersichtlich. Das was Android mit 4.0 versprochen hat und nicht zu halten im Stande war, liefert das RAZR mittels Blur in überzeugender Form.
Der native Browser gefällt mir ausgesprochen gut und auch die down und upload Geschwindigkeit ist überzeugend schnell.
Der 1780 mAh Li-Ion Akku ist recht ausdauernd auch ein Glanzstück des RAZR. Aber auch hier. Nur unter Blur liefert er seine Leistung, mit den Normalen Widgets aus dem Android-Market ging ihm die Puste deutlich schneller aus.

Nur, wo Licht ist, da ist auch Schatten. Beim RAZR ist eines der Hauptärgernisse die miserable Kameraqualität. Die Fotos werde nur durch Zufall zufriedenstellend. Bei Dunkelheit und sogar nur bewölktem Himmel sind die Bilde nicht zu gebrauchen. Hier sollte eigentlich ein Update Abhilfe schaffen, leider habe ich es noch nicht erhalten.
Ein weiterer Minuspunkt, zumindest für mich bleibt Android. Trotz Blur, merkt man dem System einfach seine Bauweise an. Alleine schon die Update Politik und das die Hersteller entscheiden dürfen, ob und wenn ja wann ein Update erscheint sorgt dafür das ich mit diesem System nie richtig warm werde. Aber das ist ja kein RAZR Problem sondern ein allgemeines Android Problem.
Ein weiterer Minuspunkt des RAZR mag diesmal rein subjektiver Natur sein. Wie in den vorigen Teilen beschrieben ist der Abstand zwischen Rahmen und Bildschirm sehr groß. Damit ist das Gerät ungewöhnlich breit. So breit das Samsung bei identischen Massen einen 4.65″ und HTC beim Titan einen 4.7″ grosses Display untergebracht hat. Das des RAZR ist „nur“ 4.3″ groß. So das ich, egal welche Tastatur, immer wieder Probleme hatte sauber zu schreiben. Auf bisher keinem getesteten Gerät ist es meiner Meinung nach so schwirig zu schreiben wie auf dem RAZR.
Hinzu kommt die Bauhöhe von nur 7.1mm am unteren Ende des RAZR. Es ist also sehr breit mit einem, im vergleich zum Gehäuse, kleinen Bildschirm und hat dann nicht genug Volumen um es entsprechend fest zu halten. Auch, durch die Verdickung am oberen Ende – in dem sich ja die Kamera befindet, ist es etwas Kopflastig.
Alles in allem ist das schreiben auf dem Gerät keine Freude und ich würde jedem Raten der sich dieses Gerät kaufen möchte, nehmt es vorher in die Hand.

Zusammenfassung

+ Geschwindigkeit (Hard und Software)
+ Zuverlässigkeit
+ Verarbeitung
+ Materialien
+ Motorola Blur
+ Akku

– Kamera
– Gehäusebreite
– Kopflastigkeit

Kann ich eine Kaufempfehlung aussprechen? Ja, als erstes meiner getesteten Android-Geräte würde ich es tatsächlich empfehlen.
Mit 2 Einschränkungen. Wenn ihr eine Mailmaschine sucht. Also viel und ausdauernd schreibt, nehmt das Gerät vor dem Kauf in die Hand. Was die Kamera betrifft, so kann ich nicht glauben das Motorola bei solch einem, aus edlem Materialien bestehenden Mobile eine solch minderwertige Kamera verbaut hat. Ich denke also das ein Software Update noch deutliche Verbesserungen an der Qualität bringen wird.

Alles in allem, das beste Android gerät welches ich bisher nutzen durfte. Aber, mein Nokia Lumia wird es nicht ablösen, dazu fehlt bei Android für mich noch einiges…unser Siegel bekommt es natürlich. Getestet und für gut befunden. Saubere Arbeit Motorola, aber macht nicht denselben Fehler wie beim RAZR V3 und ruht euch aus.

Günstig erwerben könnt ihr das Gerät übrigens bei getgoods – link zum Angebot

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Markus

1 Kommentar zu „Testbericht Motorola RAZR – Letzter Teil und Fazit“

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