Testbericht Motorola RAZR – Teil 3. Kamera ein erstes Fazit

In dem heutigen Teil sollte es eigentlich um die Qualität der verbauten Kamera gehen. Ich bin mir aber noch unschlüssig ob der Qualität der Kamera und werde ggf. einen weiteren Teil nachreichen. Weshalb erläutere ich weiter unten im Text. Zunächst möchte ich, wie bei mir üblich, ein erstes Fazit nach einer Testwoche ziehen.

Wer sich für die ersten beiden Teile interessiert kann diese nachfolgend lesen.
Motorola RAZR Testbericht teil 1. Unboxing und erster Eindruck
Motorola RAZR Testbericht Teil 2 – Leistung ist nicht alles aber gut wenn vorhanden

Ja, das RAZR ist tatsächlich mein Haupthandy geworden. Mein geliebtes Nokia Lumia fristet seitdem sein Dasein in der Box. Nein, ich werde nicht in das Android-Lager wechseln. Weshalb? Auch beim RAZR gibt es noch zu viele Android-Ungereimtheiten die ich als Kunde nicht in Kauf nehmen möchte. Aber Motorola hat das meiste durch seine tollen Widgets und die saubere Programmierung hingebogen bekommen.

(Siehe Testbericht Teil 2.)

Ich habe im Jahr 2011 diverse Android-Geräte getestet und selber besessen. Darunter das Desire, Incredible-S, Google Nexus S, Samsung Galaxy Nexus. N Weshalb Google nun Samsung mit der Herstellung seines Android-Flaggschiffes – Nexus Galaxy – beauftragt hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Im direkten Vergleich, was die Geschwindigkeit betrifft spielen beide in derselben Liga. Wobei mir das RAZR, subjektiv, schneller vorkommt.
Objektiv muss aber berichtet werden, dass das RAZR in Bezug auf Material und Verarbeitung 1. Liga über dem Nexus spielt.
Nach dem Test des Samsung Galaxy Nexus, wollte ich erstmal lange nichts von Android wissen.

Auch wenn Peter mich mit leichtem Druck überredet hat das Motorola RAZR zu testen

„Brauchst auch nur 2. Wochen testen und Motorola Blur könnte dir passen und überhaupt…“

muss ich nun zugeben, dass ich anders als beim Samsung Galaxy Nexus den Testbericht auf 4 Wochen ausdehnen werde und mich darauf freue.

Wo Licht ist, gibt es auch Schatten.
Über die Größe des RAZR habe ich schon berichtet. Auch über die Probleme es festzuhalten.
Siehe Testbericht Teil 2.
Nun habe ich es Silvester meiner Frau gegeben um einige Fotos und Videos aufzunehmen und Sie hat es mir schnell wieder gegeben mit dem Kommentar, schön aber unbequem. Was Sie damit meinte war, das sich ihre Hand beim festhalten des Gerätes verkrampft und ihr Unterarm anfängt zu schmerzen.
Das Gerät ist halt superleicht, in Bezug auf die Größe. Man packt es unweigerlich fester an um es nicht fallen zu lassen. Dazu kommt der große Rahmen um das Gerät sowie die Kopflastigkeit durch den oberen Wulst in welchem sich die Kamera befindet.

Ich habe diese Probleme nicht, mehr, würde aber jedem Raten, der überlegt sich das Gerät zuzulegen, es vorher mal zu testen ob es denn passt. Soviel sei gesagt, für zarte Damenhände ist das RAZR wohl eher weniger geeignet.

Ein weiteres Ärgernis, Android-Typisch ist die Update-Politik der einzelnen Hersteller. Es gibt für das Motorola RAZR ein Firmware-Update (wir berichteten). Nur leider für meines noch nicht. Anders als bei Apple oder WP7 werden die Updates wohl nicht zeitgleich an alle Geräte verteilt (ich rede von umgebrandeten Geräten), so dass man bei Android nie weiß wann und ob das Update für das Gerät erscheinen wird.
Dieses Update soll unter anderem die Kamera-Qualität verbessern. Dies scheint mir auch dringend nötig.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, kann ich mir nicht vorstellen, dass Motorola in dem RAZR eine so dermaßen schlechte Kamera verbaut hat. Derzeit ist sie es aber. Ich hoffe das es sich um ein Software-Problem handelt und die Kamera danach bessere Bilder schießt.

Was soll eine Handy-Kamera können? Sie sollte in keinem Fall meine Nikon ersetzten. Wer wissen möchte, weshalb mehr als 5 megapixel sind für eine Handy-Kamera völliger Quatsch sind, kann sich gerne diesen Artikel durchlesen. (die 6 megapixel Lüge)
Eine Handykamera soll schnell Einsatzbereit sein um ggf. Schnappschüsse welche man bei seinen täglichen Streifzügen durch die Stadt sieht aufzunehmen. Sie sollte über eine gute, sinnvolle Automatik-Funktion verfügen so das man nicht erst in den Einstellungen rumspielen muss. Weiterhin sollte sie aber genügend Einstellungen mit sich bringen um bei widrigen Bedingungen ein brauchbares Ergebnis zu erzielen. Auch sollte der Blitz, zumindest auf kurze Distanz, für genügend Helligkeit sorgen.
All das bietet das Motorola RAZR derzeit nicht. Die Autofunktion ist schlecht eingestellt. Gegenlicht Aufnahmen sind kaum möglich. Man kann die Bilder zwar höher belichten, aber die Abstufung ist zu grob.

ISO-Werte und Kontrast sind nicht veränderbar oder nur über die voreingestellten Motive zu wählen.

Man kann zwar frei Fokussieren, ich tippe auf einen Bildschirmbereich und dieser wird dann scharf gestellt. Es kommt aber vor das das RAZR eigenwillig Objekte im Vordergrund Fokussiert obwohl diese nicht ausgewählt wurden. Siehe in dem unteren Bild die Straßenlaterne, dabei sollte eigentlich die Opernhaus-Bauruine scharf gestellt werden.

Alle Bilder haben eines gemeinsam, sie sind zu dunkel und unscharf. Dasselbe gilt auch für die Videos.

Hier nochmal ein paar Beispiel-Bilder in 8Megapixel mit Autofunktion aufgenommen.

Auch Panoramafotos sind zwar möglich, aber die Qualität spricht für sich.

Wer jetzt mein, das es anm dem Hamburger Wetter liegt, auch bei blauem Himmel sind die Bilder eher unscharf.

Ich breche den Kamera-Test hiermit ab und hoffe ihn den nächsten Tagen ein Update zu erhalten. Danach werde ich neu testen. Bis dahin bleibt die Kamera aber der Schwachpunkt des Motorola RAZR. Wie oben schon beschrieben, kann ich mir nicht vorstellen, dass Motorola in solch ein hochwertigem Gerät eine solch schwache Optik verbaut hat.
Im nächsten Teil widmen wir uns mal der Browser-Geschwindigkeit sowie dem Media-Player und dem verbauten Lautsprecher. Soviel kann ich jetzt schon verraten, dort zeigt das RAZR wieder in welcher Liga es spielt. Sehr gut.

Den 4.teil könnt ihr hier lesen – link –

Günstig erwerben könnt ihr das Gerät übrigens bei getgoods – link zum Angebot

Markus

3 Kommentare zu „Testbericht Motorola RAZR – Teil 3. Kamera ein erstes Fazit“

  1. Weiß ja nich was du gemacht, aber ich hab zu Silverster keine scharfen Videos hingekriegt. Zudem hats bei mir immer „geschliert“. Im dunklen Absolut nicht machbar vernüftige Videos zu machen, da sich der Autofokus nicht abschalten lies…

  2. Zugegeben, das Silverstervideo ist ok. Aber es war ja auch dunkel…noch dunkler konnte es auch das RAZR nicht machen. Aber die Kamera ist echt ne Qual

  3. Auf jedenfall. Kann man nur hoffen, dass es nach dem Update besser ist. Weiß aber nicht genau in welchem Update die Kamera verbessert wurde. Kannst ja mal, wenn du willst, dass Retail GB 2.3.6er Update einspielen und einen vergleich machen. Ist exakt das gleiche Update was auch für Deutschland kommt, nur eben für England lol

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