VIMpay – so richtet man die virtuelle Kreditkarte für deutsche Konten ein

VIMpay ist ein deutscher Anbieter für virtuelle Kreditkarten, der aber noch deutlich mehr bietet. Primär würde ich VIMpay aber als Zahlungsmittel für Wearables nutzen. Wie das funktioniert, was das kostet, worauf man achten muss und wie man es verwaltet, zeige ich hier Schritt für Schritt.

Zur Zeit teste ich verstärkt Wearables mit Bezahlfunktion wie den Pagopace (Testbericht) oder den Paycelet (Testbericht folgt) und habe diese bislang immer mit Curve (Link zur Anleitung) verbunden. Das hat mich bislang eigentlich nie im Stich gelassen, bis ich das erste mal von VIMpay gelesen habe. Für mich absolut unbekannt, aber dieses Unternehmen mit Sitz in Bayern und damit in Deutschland, hat als bekannte Partner z.B. Mastercard, VISA, Fidesmo, Garmin, Fitbit oder auch die Spardabank. Also sicher keine Unbekannten und da der Sitz von VIMpay in Deutschland liegt, unterliegt dieser Finanzdienstleister dem deutschen bzw. EU-Recht mit allem was dazu gehört. Einer der größten Vorteile gegenüber Curve, die ihren Sitz in Großbritannien haben und somit nicht mehr dem EU-Recht unterliegen. Ich habe VIMpay jetzt noch zusätzlich zu Curve eingerichtet, weil man hier eine kostenlos, virtuelle Prepaid-Kreditkarte bekommen kann, bei der man die absolute Kontrolle hat.

Vorab schon mal die Info, dass VIMpay eine Bank ist, also beim Registrieren sicher auch (noch) eine Abfrage bei der Schufa gemacht wird und man hier sein Bankdaten und Kreditkartendaten einer „fremden“ Firma zur Verfügung stellt. Es muss also jeder für sich entscheiden, ob man dieses Risiko eingehen möchte oder nicht. Wie immer sollte man dabei vorsichtig die Risiken abwägen und im Zweifel die Finger davon lassen.

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Was ist VIMpay?

VIMpay ist eine ganu normale Bank bzw. ein Anbieter von Finanzdienstleistungen, die nicht nur „normale“ Girokonten anbieten, sondern auch Kreditkarten. Darunter eine kostenlose „virtuelle“ Kreditkarte, die man vorab aufladen muss, um diese zu nutzen und somit tatsächlich eine Prepaid-Kreditkarte ist. Vorteil ist hierbei, dass man nur das Geld auf der virtuellen Kreditkarte zur Verfügung hat, welches man vorher per Banküberweisung eingezahlt hat. Da es auch keinen Kreditrahmen oder ähnliches gibt, läuft man auch nicht Gefahr sich zu verschulden und hat jederzeit die volle Kontrolle über die Kreditkarte bzw. deren Aufgaben. Nach der Registrierung und Einrichtung erhält man ein virtuelles Konto bei VIMpay, in dem eine komplette Kreditkarte mit allem Drum und Dran virtuell zur Verfügung steht und mit der das eigene, deutsche, Girokonto verbunden werden kann. Im Gegensatz zu Curve, wo man nur Kreditkarten verbinden kann, ist VIMpay der einzige mir bekannte Anbieter, der sich mit „normalen“ Konten verbinden lässt. Dabei baut VIMpay eine Brücke zwischen dem Wearable und dem eigenen Konto. Auf dem Wearable wird die zur Verfügung gestellte virtuelle VIMpay Kreditkarte eingetragen und für sämtliche kontaktlosen Zahlungen verwendet. Der weiterer Vorteil von VIMpay ist, dass so gut wie alle Hersteller von Wearables VIMpay direkt unterstützen.

Was kostet VIMpay?

Es gibt verschiedene Stufen. Die kostenlosen VIMpay Beginner und Lite reichen für das kontaktlose Bezahlen vollkommen aus. Für einmalig 10 Euro, kann man das VIMpay Konto auf „Basic“ umstellen lassen, womit man mehr Möglichkeiten der Aufladung und Nutzung bekommt. Wer VIMpay als komplettes Konto nutzen möchte, kann diverse Abos abschließen.

Was gilt es zu beachten?

Da VIMpay eine deutsche Bank ist, gehe ich davon aus, dass bei der Registrierung auch die Schufa abgefragt wird. Wie eingangs schon beschrieben muss man auch bei VIMpay seine Bankverbindung angeben und eine kurze Verifizierung des Kontos durchführen, um es vollumfänglich nutzen zu können. Da die virtuelle Kreditkarte allerdings nach dem Prepaid-Prinzip funktioniert, gibt es eigentlich keine Fallstricke und über die Gebühren sollte man sich vorab informieren. Zu beachten ist aber, dass im Beginner-Tarif keine mobilen Zahlungen im Ausland möglich sind. Daher habe ich direkt mein Referenzkonto angelegt, um in den Lite-Tarif zu wechseln, der dann auch Auslandszahlungen mit dem Wearable erlaubt. Eine physische Karte aus Plastik bekommt man bei den kostenlosen Tarifen allerdings weder für Geld noch gute Worte. Die gibt es erst, sobald man ein Abo abschließt, aber wie bereits beschrieben reicht die kostenlose, virtuelle Kreditkarte für das kontaktlose Zahlen mit einem Wearable vollkommen aus.

Welche deutschen Banken und Karten werden unterstützt?

VIMpay funktioniert mit allen deutschen Konten. Eine Kreditkarte wird nicht benötigt, allerdings kann Paypal nicht verbunden werden. Ist das eigene Konto erst einmal verbunden, können sämtliche Dienste wie Apple Pay, Google Pay, Garmin Pay, Fitbit Pay, Fidesmo oder Swatch Pay direkt genutzt werden. Apple Pay und Google Pay sogar über das Wallet.

Wie funktioniert die virtuelle Kreditkarte von VIMpay?

Am Ende macht VIMpay nichts anderes, als eine kostenlose, virtuelle Kreditkarte bereitzustellen, die man mit jedem deutschen Konto verbinden kann. Heißt also, dass ich in der Curve App mein privates N26 Konto über die IBAN eintrage und dieses dann mit der virtuellen Kreditkarte verknüpft wird. Zahlungen mit der virtuellen Kreditkarte von VIMpay laufen dann so ab, dass diese zunächst über die VIMpay Kreditkarte vollzogen wird, der Betrag aber direkt vom vorhandenen Guthaben der VIMpay Kreditkarte abgezogen wird. Reicht das vorhandene Guthaben allerdings nicht aus, erscheint eine Fehlermeldung und die Transaktion wird abgebrochen. Zwar könnte man auf die Schnelle per Blitzüberweisung direkt Geld aufladen, aber das funktioniert in den kostenlosen Tarifen nur bis zu einem Betrag von 50 Euro.

1.) Virtuelle VIMpay Kreditkarte beantragen:

1.1.) Beim Anbieter VIMpay muss eine virtuelle Mastercard beantragt werden. Das geschieht ausschließlich per App, genauso später auch die komplette Verwaltung des Kontos:

Bei VIMpay ist die Registrierung und der Erhalt der virtuellen Kreditkarte eine Sache von wenigen Klicks. Erstaunlicherweise muss sich auch nicht authentifizieren. Dabei muss man aber bedenken, dass man die virtuelle Kreditkarte zwar direkt zur Verfügung gestellt bekommt, aber nutzen kann man diese aber erst, wenn man über sein Bankkonto mindestens 10 Euro Guthaben aufgeladen hat, was bei mir 2 Werktage gebraucht hat. Je nachdem, ob man mit einem Android Smartphone oder einem iPhone anmeldet, wird direkt angeboten, die virtuelle Kreditkarte in das jeweilige Wallet zu speichern.

Direkt danach sieht man auch schon seine neue virtuelle Kreditkarte mit allen wichtigen Daten. Wie bereits beschrieben wäre die Kreditkarte jetzt schon mit jedem Wearable zu verknüpfen, allerdings braucht man erst das Guthaben auf dem VIMpay Konto. Ganz wichtig sind auch die „Hinweise zu deiner Karte“, über die man die Verifizierung des Kontos erledigen, die Adresse eintragen usw. Auch die Limits sind wichtig, die man sehr knapp wählen sollte, damit man im Falle eines Falles nicht zu viel Geld verliert. Einen Blick sollte man auch auf die Möglichkeit der automatischen Aufladung werfen, die automatisch die Kreditkarte wieder mit Guthaben vom Bankkonto auffüllt, sobald das Guthaben unter 10 Euro fällt.

Über die App kann man die virtuelle Kreditkarte komplett verwaltet werden, Zahlungen nachverfolgt werden und eben alles, was wichtig ist. Eine Besonderheit ist bei VIMpay, dass man kostenlos noch eine zweite virtuelle Kreditkarte für einen direkt unterstützten Zahlungsdienstleister wie z.B. Fidesmo Pay, Garmin Pay oder Fitbit Pay einrichten. Es gilt aber zu bedenken, dass diese zweite virtuelle Kreditkarte eine eigene Kreditkartennummer, Ablaufdatum und CVC hat.

Peter W.

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