Curve – so richtet man die virtuelle Kreditkarte für deutsche Konten ein

Mit Curve könnte bzw. wird man in Verbindung kommen, sobald man ein Wearable zum Bezahlen in Deutschland einrichten möchte. Worauf man dabei achten muss, welche deutschen Banken und Konten unterstützt werden, was es kostet und wie man es letztendlich einrichtet, habe ich hier Schritt für Schritt erklärt.

Wer keine Apple Watch oder eine Watch mit WearOS wie z.B. die Google Pixel Watch (Testbericht) oder Samsung Galaxy Watch (Testbericht) sein eigen nennt, aber ein Wearable wie das Xiaomi Smart Band Pro, ein Pagopace Bezahlring (Testbericht) oder ein Armband wie den Paycelet, welches ebenfalls eine kontaktlose Bezahlfunktion bietet, dann wird man ganz schnell auf die Hürde stoßen, dass die allermeisten deutschen Bank, Kreditkarten, Debit-Karten oder Girokarten nicht unterstützt werden. Liegt in den allermeisten Fällen daran, dass die Banken für die wenigen Kunden die dafür entstehenden Kosten bzw. Arbeit scheuen. Aber es gibt diverse Alternativen und eine davon wäre z.B. eine virtuelle Kreditkarte von Curve.

Vorab schon mal die Info, dass Curve zwar eine Bank, aber mit Sitz in Großbritannien und damit unterliegt sie nicht mehr der Verordnungen und Gesetzen der Europäische Union. Es muss also jeder für sich entscheiden, ob man seine Bankdaten bzw. Kreditkartendaten einer ausländischen Firma zur Verfügung stellt. Wie immer sollte man dabei vorsichtig die Risiken abwägen und im Zweifel die Finger davon lassen.

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Was ist Curve?

Curve ist eine Bank bzw. ein Anbieter von Finanzdienstleistung, die Kreditkarten ausgeben und darunter auch eine kostenlose „virtuelle“ Kreditkarte. Nach der Anmeldung erhält man ein virtuelles Konto bei Curve, in dem eine komplette Kreditkarte mit allem Drum und Dran virtuell zur Verfügung steht und mit der beliebig viele Kreditkarten verbunden werden können. Curve baut also eine Brücke zwischen dem Wearable und dem eigenen Konto bzw. Bezahlkarte. Auf dem Wearable wird die zur Verfügung gestellte virtuelle Kreditkarte eingetragen und für sämtliche kontaktlosen Zahlungen verwendet. Der größte Vorteil von Curve ist, dass so gut wie alle Hersteller von Wearables Curve direkt unterstützen.

Was kostet Curve?

Es gibt verschiedene Stufen. Die kostenlose Curve Blue hat zwar keine Extras, reicht aber für unseren Bedarf absolut aus. Es wird zwar eine kostenpflichtige physische Karte angeboten, aber die wird nicht zwingend benötigt. Wer mehr möchte, kann aus diversen Paketen und Abos auswählen.

Was gilt es zu beachten?

Zwar wird bei Curve keine Schufa abgefragt, aber es ist ein „echtes“ Konto mit „echten“ Kreditrahmen, „echten“ Gebühren und damit auch „echten“ Zinsen, die man im Falle eines Falles auf jeden Fall zu zahlen hat. Obwohl Curve seinen Sitz in Großbritannien hat und nicht mehr der EU unterliegt, ist es eine richtige Bank und darf ihre Rechte weltweit einfordern, was sie auch machen. Wer also meint bei Curve ist alles so locker, sollte gewarnt sein, denn Spaß versteht eine Bank niemals.

In der App wird immer wieder eine physische Kreditkarte angeboten. Also eine „richtige“ Kreditkarte aus Plastik. Diese ist aber unnötig. Die Plastikkarte ist an sich kostenlos, aber der Versand kostet einmalig 4,99 Euro, wobei aber der Tarif als solches weiterhin kostenlos bleibt. Nach ca. 10 Tagen wird die physische Kreditkarte von Curve per Post geliefert und kann in der App aktiviert werden. Aber wie gesagt, unnötig.

Welche deutschen Banken und Karten werden unterstützt?

Leider gibt es keine Übersicht aller unterstützen deutschen Banken. Es muss auf jeden Fall eine Kreditkarte oder eine Debit-Karte sein. Von welcher Bank die Kreditkarte stammt scheint keine Rolle zu spielen. Allerdings werden keine Girokarten oder EC-Karten akzeptiert. Ein Konto direkt eintragen wird auch nicht unterstützt. Leider wird in Deutschland auch kein PayPal unterstützt. Genauso wenig Apple Pay, Google Pay oder ähnliches.

Wie funktioniert die virtuelle Kreditkarte von Curve?

Curve macht nichts anderes, als eine kostenlose, virtuelle Kreditkarte bereitzustellen, die man mit jedem Konto verbinden kann. Heißt also, dass ich in der Curve App mein privates N26 Konto eintrage und dieses dann mit der virtuellen Kreditkarte verknüpft wird. Zahlungen mit der virtuellen Kreditkarte von Curve laufen dann so ab, dass diese zunächst über die Curve Kreditkarte vollzogen wird, der Betrag aber direkt vom eigenen, deutschen Konto, eingezogen wird und das ohne Verzögerung nahezu in Echtzeit. Das alles ist im Tarif Curve Blue komplett kostenlos. Dieser Tarif reicht für unsere Zwecke vollkommen aus. Man muss zuvor kein Guthaben aufladen oder sonstige Zahlungen vornehmen. Bei Beträgen ab 50 Euro wird wie gewohnt auch mit einer Curve Kreditkarte eine PIN verlangt. Hier muss die PIN der Curve Karte eingetippt werden. Weiterhin sollte auch genügend Guthaben auf dem eigenen, deutsche Konto vorhanden sein, sonst schlägt entweder die Zahlung fehl oder es fallen horrende Gebühren und Zinsen an.

1.) Virtuelle Curve Kreditkarte beantragen:

1.1.) Beim Anbieter curve.com* muss eine virtuelle Mastercard beantragt werden. Das geschieht ausschließlich per App, genauso später auch die komplette Verwaltung des Kontos:

In der App muss man alle Schritte zur Erstellung eines Account inkl. der zwingend erforderlichen Verifizierung durchlaufen. Diese Schritte sind allesamt zwingend notwendig. Ohne erfolgreiche Verifizierung kein Konto und damit keine virtuelle Kreditkarte.

Sobald das alles geklappt hat, muss das eigene deutsche Konto in der Curve App verbunden werden.

1.2.) Startet man die Curve App, sieht man direkt seine neue virtuelle Kreditkarte im Curve Wallet und tippt zuerst auf das „+“, um seine eigenen Kreditkartendaten einzutragen.

Danach wechselt man unten rechts in den Reiter „„My Curve“,“Launchpad“ tippt auf „das Auge“Account“, um dann die Daten der virtuellen Kreditkarte zu sehen. Diese notiert man sich, denn diese Angaben wie die Kreditkartennummer, Ablaufdatum und CVC Nummer nutzt man zur Einrichtung des Wearables.

1.3.) In der Curve App kann man nicht nur die eigene Kreditkarte verwalten, sondern sieht alle Transaktionen, die übrigens direkt nach einer Zahlung auch per Pushnachricht erscheint und kurze Zeit später auch per Mail.

Peter W.

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