Das Pitaka MagEZ Case aus Aramid für das iPhone

Ich habe das Pitaka MagEZ Case aus Aramid für das iPhone getestet und mal geschaut, wie es sich anfasst, ob MagSafe funktioniert und wie es mit dem Schutz aussieht.

Wenn es um hochwertige Hüllen aus Carbon oder Aramid für das iPhone geht, wird man über kurz oder lang auf den Namen Pitaka stoßen. Seit über einem Jahr nutze ich ein Case aus echten Carbon von Filono (Testbericht) auf meinem iPhone, aber für das iPhone meiner Frau haben wir ein Case in rot gesucht. Bitte auch so hochwertig wie von Filono und da kommt dieses Aramid in Spiel. Aramid ist zwar nicht so extrem robust wie Carbon, aber auch nicht viel schlechter. Der größte Vorteil ist, dass es eingefärbt werden kann, aber ansonsten alle positiven Eigenschaften von Carbon. Markus hat das Pitaka MagEZ vor ziemlich genau 2 Jahren mit einem Samsung getestet (Testbericht) und so haben wir angefragt und tatsächlich ein MagEZ für einen Test mit dem iPhone 12 Pro zur Verfügung gestellt bekommen. Neben dem Schutz interessiert uns natürlich auch die Nutzung mit MagSafe und wie es sich so im Alltag gibt. Wie immer teste ich für jeden nachvollziehbar. Also Packung öffnen, ausführlich begrabbeln, montieren und dann ganz normal nutzen. Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Montage, Schutzwirkung und auch die Demontage. Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. Natürlich sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und weil niemand elend lange Texte lesen möchte, konzentriere ich mich auf besonders erwähnenswerte Merkmale.

Produktseite: eu.ipitaka.com/magez-case

Erhältlich ist das Pitaka MagEZ Case für iPhones, Samsung, Google Pixel und Huawei Smartphones bei Amazon zum Preis ab 49,95 Euro* in verschiedenen Farben.

Was ich gut finde:

Die Verarbeitung ist schon mal sehr gut. Wobei man aber auch sagen muss, dass sich Aramid ganz anders anfasst als Carbon. Mein Filono Carboncase (Testbericht) fühlt sich hart und kalt an. Eben hochtechnisch. Das Pitaka MagEZ Case aus Aramid hingegen ist im direkten Vergleich irgendwie weicher mit einer ganz glatten Oberfläche, durch die das Gewebe aber komplett sichtbar ist. Nennt sich 3D Grip und hat eine echt geniale Haptik, mit der es sich alleine schon deswegen von den ganzen Billigcases abhebt. Man kann es zwar ein Stück weit biegen, aber brechen wird es wohl nicht, außer man wendet rohe Gewalt an. Hält man das Case gegen das Licht, erkennt man die Metalleinlagen, durch die das Case kompatibel mit MagSafe ist und auch so geladen werden kann. Genau das können viele Billigcases nicht. Dort wird nur eine Metallplatte eingeklebt und die verhindert das kabellose Laden. Hier beim Pitaka gibt es damit überhaupt keine Probleme. Dabei spielt es im übrigen auch keine Rolle, welches MagSafe Ladegerät man nutzt. Ich habe mehrere getestet (Testbericht) und mit allen funktioniert das MagEZ ohne Probleme.

So wird das Pitaka Case geliefert

Die Montage ist sehr einfach. Das Smartphone an einer Seite in das Case einsetzen, reindrücken, fertig. Es nicht annähernd so kompliziert wie beim Case von Filono, schützt aber ehrlicherweise nicht so gut, worauf ich aber später noch eingehen werde. Erfreulicherweise funktioniert das Pitaka Case auch mit Panzergläsern, denn ein eben solches ist auf dem iPhone 12 Pro montiert. Dadurch bekommt man einen guten Rundumschutz. Die Passgenauigkeit ist absolut perfekt, denn die minimal herumgezogenen Kanten sitzen genau da, wo sie sollen und selbst wenn man das Case zig mal entfernt und wieder montiert, leiert da nichts aus. Das ist eben einer der vielen Vorteile von solchen Hightech-Materialien. Es ist nicht nur bruchsicher, sondern auch bis zu 370°C hitzebeständig, verformt sich dabei nicht. Stürze bis zu einer gewissen Höhe sollten mit so einem Pitaka MagEZ Case glimpflich ausgehen, des die Fasern nehmen die auftretenden Kräfte in allen Richtungen auf und verteilen diese über die Fasern auf das gesamte Case. Natürlich auch hier alles immer nur im Rahmen, denn aus 10 Metern Höhe wird auch dieses Case keine Wunder wirken. Bezüglich der Kratzfestigkeit ist zu sagen, dass auch ein Case aus Aramid keinen Schutz gegen scharfe oder spitze Gegenstände bietet, mit der die Oberfläche mit Absicht verkratzt wird. Mit einem Nagel und einem Hammer bekomme ich natürlich ein Loch in das Case gekloppt und mit einem scharfen Messer kann ich das Case natürlich massiv verkratzen. Da so etwas kein normaler Mensch im Alltag mit seinem Smartphone macht, ist es für mich kein Nachteil, denn gegen rohe Gewalt schützt nichts auf der Welt und Kratzer aus dem Alltag hinterlassen solche minimalen Spuren, dass man mit der Lupe suchen muss.

Was ich nicht gut finde:

Wie bei vielen anderen Cases auch, sind meiner Meinung nach auch beim pitaka MagEZ Case zu viele und vor allem großzügige Aussparungen. Das macht zwar die Montage einfacher aber damit verliert man auch einiges an Schutz. Gerade an der Ober- und Unterseite sind die Aussparungen vergleichsweise groß zu den Buchsen und Öffnungen, die offen bleiben müssen. Gerade bei Frauen fliegt das Handy oft in einer großen Handtasche herum und hier möchte man ja einen entsprechenden Schutz. Vor allem, wenn das Case knapp 50 Euro kostet. Der Schutz vor Stürzen ist das Eine, aber viel häufiger verkratzt oder demoliert man sich das Smartphone in Taschen, in denen auch Schlüssel, Kleingeld, Schminkspiegel usw. herumfliegen und genau an diesen, riesigen, offenen Stellen angreifen und Schäden wie Kratzer anrichten können und auf Dauer auch werden. Das es auch anders geht zeigt das Filono Carboncase (Testbericht). Das ist zwar etwas umständlicher zu montieren, aber mehr Schutz geht nicht mehr. Auch auf der Rückseite auf dem Kamerabump ist die ungeschützte Fläche relativ groß und trotz pitaka Case sieht man an den Umrandungen der Kameralinsen schon die ersten Kratzer. Auch hier liefert das Filono Carboncase (Testbericht) einen wesentlich besseren Schutz. Etwas störend sind auch die teils scharfen Kanten an den Aussparungen, denen wir mit einer Nagelfeile zu Leibe gerückt sind.

Fazit:

Ist das Pitaka MagEZ Case aus Aramid empfehlenswert? Ja, auch wenn es nicht ganz so perfekt ist wie das Filono Carboncase (Testbericht), welches auch um einiges teurer ist, ist das pitaka Case eine Empfehlung. Warum? Weil es viel besser aussieht als die ganzen billigen Silikoncases, die nach wenigen Tagen gelb anlaufen, dank dem Hightech-Material Aramid mega viel aushält, auch farbig zu haben ist und MagSafe nach wie vor problemlos funktioniert. Auch wenn es viele, unnötig große, Aussparungen hat, ist der Schutz gut. Auch weil die Qualität, die Optik und die Haptik stimmt, gibt es das Gütesiegel.

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