Montag, November 28, 2022
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Das Samsung Galaxy S4 im Dauertest – Teil 4 – die Kamera und der Akku

Samsung Galaxy S4 Hands-On (2)In den letzten Monaten hat sich bei mir in Sachen Smartphone Nutzung ein bisschen was verändert. War mir die Kamera bisher eher unwichtig, spielt sie mittlerweile eine der Hauptrollen. Und das geht nur mir so, sondern auch vielen anderen da draußen. Daher muss das S4 hier beweisen was in ihm steckt. Leider bremst der Akku das ganze ein bisschen aus.


Übersicht
Teil 1 – das Unboxing und der Erste Eindruck
Teil 2 – so verhunzt man Android
Teil 3 – von der Leistung und dem Display

Kamera:

Bei der Kamera muss ich gleich einmal eingestehen, dass ich der typische Vollautomatik-Nutzer bin. Also Kamera aktivieren, abdrücken, fertig. Das solche Aufnahmen niemals perfekt sind, ist mir klar und ich habe auch keine sehr hohen Ansprüche, aber ordentliche Bilder sollte eine 13 Megapixel Kamera hinbekommen. Und das tut sie in der Tat, auch wenn man die vollen 13 Megapixel nur bekommt, wenn man seine Fotos im 4:3 Format macht. Wer in 16:9 knipsen möchte, bekommt „nur“ noch 9,6 Megapixel geboten aber selbst die reichen vollkommen aus.

Samsung Galaxy S4 Kamera (15)Obwohl die Kamera über jede Menge Funktionen verfügt, ist die Oberfläche sehr übersichtlich. Oben links gelangt man zu jeder Zeit in die Galerie, rechts oben schaltet man zwischen beiden Kameras um. Mit dem Button darunter aktiviert man die Dual Shot-
Funktion. Mit ihr kann man per Frontkamera das eigene Bild in das Foto einblenden. Am Anfang eine nette Spielerei, die aber wohl nur von ganz wenigen genutzt werden wird. Darunter gelangt man über das Zahnrad in die Einstellungen.

Selbst hier ist alles übersichtlich und erklärt sich von selbst. Der eingebaute Bildstabilisator ist vom Werk aus deaktiviert. Also nicht vergessen zu aktivieren.

Links unten findet man eine Taste „Modus“. Über die gelangt man in die Auswahl von insgesamt 12 Motivprogrammen. Gerade auf die scheint Samsung sehr stolz zu sein, denn in der Werbung werden diese extra hervorgehoben.

  • Automatik – wie der Name schon vermuten lässt, wird hier alles voll automatisch eingestellt. Funktioniert erstaunlich gut. Zumindest im Hellen.
  • Schönes Portrait – die Software erkennt Gesichter und optimiert diese. Das scheint sich aber nur auf Helligkeit, Kontrast und jede Menge Weichzeichner zu konzentrieren. Daher eigentlich unsinnig weil oft genug zu unrealistische Ergebnisse.
  • Bestes Foto – die Kamera macht 8 Aufnahmen direkt hintereinander, aus der man sich die Beste aussucht. Ganz ok, aber man kann leider nicht die Zahl der Bilder verändern.
  • Best Face – ideal für Gruppenfotos. Wie beim besten Foto macht die Kamera mehrere Bilder, erkennt die Gesichter und setzt dann aus allen Aufnahmen ein hoffentlich perfektes Bild zusammen, auf dem alles passt. Ebenfalls ganz ok, aber die 5 Bilder werden in zu schneller Abfolge gemacht. Dadurch ändert sich zu wenig an den Gesichtsausdrücken um etwas verwertbares zu bekommen.
  • Sound & Shot – eigentlich ganz witzig. Nachdem das Foto gemacht wurde, zeichnet die Kamera noch 8 Sekunden den Ton auf. Eine nette Spielerei. Mehr aber auch nicht, da es nur am Handy richtig angezeigt bzw. hörbar ist.
  • Drama – die Kamera macht mehrere Aufnahmen, die dann zu einem Bild zusammengefügt werden. Auch eine nette Spielerei aber man kann die verwendeten Bilder nicht selber auswählen. Daher bekommt man oft nur Murks präsentiert.
  • Animiertes Foto – fotografiert man z.B. einen Brunnen, kann man Teile des Bildes animieren. Dabei kann man selber entscheiden, was am Ende animiert werden soll wie eben das Wasser bei einem Brunnen. Leider sieht man die Animation nur auf einem Samsung Smartphone. Von daher ebenfalls mehr ein Gimmick.
  • Klangfarbe (HDR) – soll Fotos gleich mal HDR-mäßig aufarbeiten. Leider mit miserablen Erfolg. Unterschied ist nur mit der Lupe erkennbar. Kann man sich komplett sparen.
  • Radierer – man macht ein Foto und plötzlich huscht jemand durchs Bild. Der Radierer sollte dieses „Objekt“ eigentlich automatisch entfernen. Hat bei mir nie funktioniert.
  • Panorama – macht richtig gute Panoramafotos. Absolut Top und empfehlenswert.
  • Sport – ermöglicht Aufnahmen von bewegten Objekten. Funktioniert leider nur, wenn es sich nicht zu schnell bewegt.
  • Nachtmodus – sobald es dämmert, sollte man diesen Modus wählen. Funktioniert ganz hervorragend und macht wirklich gute Fotos.

Man kann es drehen und wenden wie man will. Die meisten Modis sind schmückendes Beiwerk, die man am Anfang mal ausprobiert aber dann auch ganz schnell vergisst. Übrigens kann man die Kamerataste einfach mal gedrückt halten. Dann macht die Kamera gleich mal 20 Foto in Serie.

Hier noch ein paar Screenshots vom wirklich umfangreichen Kameramenü.

Und hier nun ein paar Fotos, die alle im Format 16:9 aufgenommen wurden. Mir persönlich gefallen die Fotos, auch wenn ein Profi vielleicht die etwas zu kühlen Farben bemängeln würde. Solange die Voraussetzungen stimmen, arbeitet der Autofokus nahezu perfekt und gelingen wirklich tolle Fotos mit einer tollen Schärfe und hohem Kontrast. So stelle ich mir eine Kamera vor.

Alle Fotos in voller Auflösung und natürlich ohne jede Bearbeitung findet ihr wie immer bei Flickr -> Link

Bei der Videokamera ist es ähnlich wie bei den Fotos. Full-HD bekommt man nur bei Auswahl des 16:9 Formats. Wer dagegen 4:9 bevorzugt bekommt aber immer noch eine sehr gute HD Qualität.

Und hier noch ein kurzes Video aufgenommen in Full-HD. Die Qualität geht absolut in Ordnung, auch wenn der Stabilisator noch Potential nach oben hat.

Bevor ich es vergesse. Auch die Kamera kann mit Sprachbefehlen gesteuert werden. Ruft man „Bitte lächeln“ löst sie aus, genauso bei „Klick“, „Lächeln“ oder „Aufnahme“. Funktioniert erstaunlich gut.

Akku:

Samsung Galaxy S4 Akku (1)

Mit 2600 mAh sollte der Akku eigentlich ausreichend dimensioniert sein. Könnte man meinen, denn viel größere Akku gibt es aktuell nur noch in noch größeren Smartphones. Aber wie so oft im Leben überlistet auch Samsung nicht die Physik und so braucht auch ein Galaxy S4 für sein Display und Prozessor so richtig Saft.

Bitte erspart mir in den Kommentaren irgendwelche Tricks zum Akkusparen. Erstens kenne man die bereits auswendig und zweitens kauft man sich nicht ein voll ausgestattetes Monstrum, um es dann durch Abschalten von allen möglichen Funktionen zu kastrieren. Dafür hat das S4 einen eingebauten Energiesparmodus, der im Falle des Falles gewisse Funktionen einschränkt. Leider fehlt ein ortsbasiertes Aktivieren bzw. Deaktivieren WLAN, wie es z.B. das Xperia Z eingebaut hat. Damit spart man Akku und man muss nichts mehr selber machen. Aber ich habe keine Lust das alles ständig selber zu machen oder teure Apps zu kaufen.

Ich telefoniere eher selten, schaue aber sehr oft mal kurz rein um mal schnell eine Mail zu lesen, Twitter zu checken, RSS Feeds zu lesen und mal kurz was zu suchen. Zocken auch eher selten, noch seltener Videos schauen oder Musik hören. Trotzdem musste ich teilweise nach einem halben Tag an die Steckdose. Meine maximale Laufzeit bei normaler Nutzung lag bei 13 Stunden. Natürlich kann man so ein Galaxy S4 auch den ganzen Tag lang ungenutzt in die Ecke legen. Dann hält der Akku auch mal einen Tag oder länger. Aber was ich davon halte, steht ja schon ein paar Zeilen weiter oben.

Samsung Galaxy S4 Akku (2)

Neu ist, dass ich jedes Smartphone und Tablet durch den AnTuTu Akkutest jage. Dabei wird der zu 100% aufgeladene Akku unter Vollast auf 20% verbraucht. Je länger das dauert umso besser. Nach 2 Stunden und 7 Minuten war der Test beendet und damit hat das S4 381 Punkte erreicht.

Samsung Galaxy S4 Akku (5)

Eine Stunde Video in HD schauen verbraucht gute 15% Akku. Dabei wird das Display manuell auf volle Helligkeit eingestellt. Man will ja schließlich was sehen. Musik hören oder dem WLAN Radio lauschen geht fast ewig. Gerade einmal 3% pro Stunde werden hier fällig. Außer man lässt das Display permanent eingeschaltet. Dann geht ein bisschen mehr durch.

Da auch ein Xperia Z (Testbericht) nicht besser ist und sicher auch nicht ein HTC One (teste ich als nächstes) kann man dem Galaxy S4 trotzdem relativ gut Akkuperformance attestieren.

Teil 5 – von den Verbindungsmöglichkeiten und dem Klang

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Peter W.
Peter W.https://www.mobi-test.de
Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch oder Marketing Gelaber, sondern Klartext. Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.
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17 Kommentare

  1. Früher hatte man ein Handy damit man erreichbar war. Nach fünf Tage war der Akku leer und man ging für zwei Stunden an die Saftbar und fertig. Tolle Technik schaffen wir uns da an. Früher hat man die Tage gezählt, jetzt zählen wir die Stunden bis das Spielzeug(?) leer ist.

    • Ja, früher musste ich zum Arbeiten ins Büro. Dank meiner Smartphones kann ich überall arbeiten. Bus, Bahn, Flieger am Strand oder wo und wann auch immer. Die damit gewonnene Freiheit ist, für mich, unbezahlbar. Dieses Wort früher, nervt mich einfach, scheint aber ein deutsches Problem zu sein. In anderen Ländern kenne ich es so nicht. Mal ein Beispiel. Verpflegung eines Pferd p. Monat ca €150 + €70 Haftpflicht (Vollkasko) + Tierarzt + Lebensdauer 15-18 Jahre. Vergleiche das mit einem Auto. trotzdem wird heute nicht mehr, wie früher das Pferd als Verkehrsmittel nr.1 genutzt obwohl es doch einige Vorzüge bietet… Also, vergesst dieses alberne früher mal ganz schnell…. Oder kurz gesagt, früher war scheiße…

      • Ich behaupte ich bin kein Anfänger was Technik betrift, aber ich kenne wenige techn. Produkte, die sich seit FRÜHER verschlechtert haben. Aber die Leistung der aktuellen Handys ist einfach schwach und somit für mich schlechter als früher.

        • Handys oder Smartphones? Handys kann ich nicht beurteilen nutze ich seit 2006 nicht mehr. bei Smartphones ist deine Aussage falsch. Du willst doch nicht wirklich sagen das ein S4, HTC One oder auch Lumia 920 schlechter sind als ein Nokia Communicator von 2006? Wenn du mit leistung Akku-leistung meinst, magst du recht haben ist aber irrelevant. zumindest für die Menschen die damit ARBEITEN und keine Lust habe ein 250 gramm (Viertel Kilo!!!) schweres Gerät (Wie mein 700 Euro teures Nokia 9500) mit sich rum zu schleppen

          • Ich und viele meiner Außendienst Kollegen ARBEITEN mit unseren HTC und Apfel Teile und alle kotzen ab, dass bei allen der Akku nach 24h leer ist. Und das ist unser Fortschritt?!Zum Einsatzzweck/Arbeitsverhalten: 84% telefonieren, 10% Mails, der Rest blödsinn.

          • Dann habe ich einen tollen Tip für dich, damit hält dein Akku Wochenlang. http://www.amazon.de/Nokia-DNGD5-13537-6610-Handy-Grey/dp/B00007148U zum mailen (sind ja nur 10% deiner Außendienstarbeit) noch ein günstiges Tablet und gut ist. Hast sogar noch Geld gespart. Und nun ist mal gut mit deiner Akku-Heulerei. Übrigens, 84% telefonieren und 10% mailen (wie kommst du auf 84%) nenne ich nicht arbeiten sondern Freizeit. facebook, twitter, Google+, Pinterest, Analytics, Adsense, Piwik, dazu noch Xing, LinkedIn. Das Manager diverser Youtube Kanäle, 20 facebook Seiten und ca 30 Blogs sowie ein Soziales netzwerk, Mitarbeiter und Kunden mit diversen Fragen. Selbst heute am Sonntag arbeite ich noch 6-8 Stunden. Und ich liebe es!!! Konnte aber trotzdem ins Stadion (5:1, die klasse gehalten) ohne meinen Job zu vernachlässigen Jeden Tag diverse PDF´s , Mails, Tabellen, Zahlen und Daten Termine, Flug und Bahnzeiten bestimmen meinen Arbeitsalltag. Und mein Smartphones halten trotzdem 12- 24h durch. Wäre schön wenn die ein oder andere Stunde mehr drin wäre aber für die Menschen für die die Akku Leistung ein ausschlaggebendes Kriterium ist die sollten sich einfach andere Geräte zulegen. ist ja ein Witz. 84% telefonieren und 10% mailen und holt sich ein Galaxy…

  2. es gibt Hersteller die sagen… Der Akku hat eine Kapazität von 2 000 mAh und ist weder verklebt noch fest eingebaut, wodurch sich dieser jederzeit austauschen lässt. Dies soll zur Langlebigkeit des Smartphones beitragen.

    es gibt also Hersteller die so denken wie ich es mir vorstelle. warum werfe ich nach zwei Jahren das teil auf den Mist

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