Smart Home oder besser gesagt smarte Beleuchtung verbreitet sich immer weiter. Vorreiter ist hier Philips Hue, aber es gibt Alternativen. Genauso kompatibel, genauso smart, aber günstiger. Und hier berichte ich mal von meinen Erfahrungen.




Im Freundes- Bekannten und Kollegenkreis kommt immer wieder mal das Thema Smarthome auf. Mit dabei dann natürlich auch Alexa, Google Home usw. Und daraus entwickelt sich dann sehr schnell eine hitzige Diskussion bezüglich Datenschutz, Mithören usw.

Aber bei einem Thema werden alle hellhörig. Wenn es um die Steuerung der Beleuchtung und Musikanlage geht. Kommt man auf die Marken zu sprechen, dann kennt jeder Philips Hue und Ikea. Klar. Aber spätestens beim Hersteller Innr ist Feierabend. Kennt niemand. Und genau diesen Hersteller möchte ich mal etwas bekannter machen.

Kurz dazu, wer Innr überhaupt ist. Gegründet im Jahr 2012 von ehemalige Mitarbeitern von Philips und IKEA. Ziel war es, eine einfach zu installierende und einigermaßen kostengünstige Alternative zu den anderen Anbietern auf den Markt zu bringen.

Homepage: innrlighting.com/de

Hier mal der Werdegang zu meinem Setup, welches ich in den letzten beiden Jahren zusammengebaut habe, denn da spielt Innr mittlerweile eine zentrale Rolle.

Die Zentrale Steuerung unseres Smarthome übernimmt ein iPad. Darauf installiert die Apps von Philips Hue, Amazon Alexa, Google Home, Innr, Sonos, eFamily und Ikea Tradfri. Daraus kann man schon erahnen, das bei uns ein wildes Potpourri verschiedener Anbieter und Hersteller zugange ist. Allen gemein ist, dass sie auf dem ZigBee Protokoll basieren und daher miteinander kommunizieren können.

Im Wohnzimmer ertönt die Musik einer Sonos Playbase nebst zwei Sonos Play 1 Speaker für die rückwärtige Beschallung. Im Bad und Büro dann noch jeweile eine Sonos Play One mit eingebauter Alexa.

Im Wohnzimmer, Schlafzimmer und der Küche zusätzlich jeweils ein Amazon Echo Dot und noch ein Google Home Mini im Wohnzimmer. Also wirklich alles am Start, was aktuell nötig ist.




Für die smarte Beleuchtung haben wir mittlerweile eine Menge hier am Start und das von verschiedenen Herstellern.

Angefangen hat alles, wie bei vielen, mit Philips Hue in Form der Bridge und insgesamt zwei der Philips Hue Go* Lampen. Dieses Set habe ich mit der Zeit auf vier dieser Hue Go erweitert. 

Allerdings ist das Zeug von Philips Hue recht teuer. So eine Go kostet 69 € und wie es bei Nerds so ist, möchte man immer mehr. Und da habe ich mich auf die Suche nach Alternativen gemacht. Osram Litghtfy möchte ich nur erwähnen, habe es aber noch nie ausprobiert.

So habe ich am 10. Oktober 2017 mein erstes Zweierset Innr Smart Lights bei Amazon* bestellt. Die war damals um über die Hälfte billiger, als eine Hue Light. Mittlerweile sind es 7 Stück von den Innr Smart Light RGBW*, dazu noch die Innr Smart Plug Steckdose* und seit kurzem auch ein 4m langes Innr Smart Light Strip*.

Sie alle sind auch wieder knapp die Hälfte günstiger als ein Setup von Philips Hue. Dabei können die nicht weniger und sind genauso kompatibel.

Das Thema smarte Steckdosen habe ich bislang mit den Elegiant WLAN Steckdosen* gelöst. Nachteil hier ist aber, dass die riesig sind und direkt danebenliegende Steckdosen unbrauchbar machen. Gab damals halt nicht so viel Auswahl.

Die Innr Smart Plug Steckdose* ist dagegen superklein und belegt wirklich nur die eine Steckdose, in der sie auch drin steckt. Daher werde ich nach und nach umrüsten auf Innr.

Im Flur ist im Schrank eine Bridge von Philips Hue und Ikea Tradfri versteckt. Eine extra Bridge von Innr braucht es nicht. Alle Innr Komponenten arbeiten direkt mit Philips Hue und Ikea Tradfri zusammen und können direkt dort eingebunden werden.

Und durch die entsprechenden Alexa Skills ist das alles auch per Sprachsteuerung bedienbar.

Und die gute Alexa steuert im Moment die gesamte Beleuchtung. Im Wohnzimmer sind es insgesamt 5 smarte Lampen drei Ikea Fado Leuchten, zwei Leuchten aus Metall und ein Lichtschlauch von Innr. Dazu noch ein beleuchteter Salzkristall, der mittels Innr Smart Plug Steckdose integriert wurde.

In der Küche über der Kücheninsel sorgen drei smarte E14 Ikea Tradfri Lampen für das Licht auf Zuruf. Das aber auch nur, weil damals keine E14 von Innr verfügbar waren und Ikea die gerade im Angebot hatte.




Im Schlafzimmer wieder eine Ikea Fado Leuchte mit einer Innr Smart RGB Lampe. Im Flur dann noch eine Innr Smart RGB Bulp in Verbindung mit einem Philips Hue Bewegungsmelder. Weiterhin noch eine weitere Innr Smart LED Leuchte in einer Designerlampe auf dem Sideboard, die abends für ein bisschen stylische Beleuchtung sorgt.

Passend zur Weihnachtszeit sind an den Fenstern drei Sterne mit normalen LED Leuchten aber smarten Steckdose in einer Gruppe „Weihnachtsbeleuchtung“ in das ganze Smart Home integriert. 

Das alles lässt sich per Sprachsteuerung steuern. Und hier zeigt sich, dass Innr perfekt mit Philips Hue und/oder Ikea Tradfri harmoniert. 

Klar hakt es auch mal bei mir hier und da. Gerade die Einrichtung der Innr Smart Plug Steckdose hat mich zunächst etwas auf die Probe gestellt, da sie als Leuchte, aber nicht als Steckdose von der Bridge erkannt wird. Aber einmal eingerichtet läuft alles.

Da ich auch einige Ikea Tradfri Leuchten im Einsatz habe, kann ich behaupten, dass die zwar noch mal günstiger, als Innr sind, aber zwingend über die IKEA Bridge eingebunden werden müssen. Das nervt mich, denn die zickt bei mir immer wieder herum. Da verliert sie mal die Verbindung und es erscheint „Ikea Tradfri XY antwortet nicht“ oder reagieren nicht auf Zuruf, weil plötzlich aus dem System verschwunden.

Aktuell kämpfe ich mit der Einbindung der kompletten Beleuchtung und Musik von der Sonos in Google Home. Hier zieht Google derzeit gegen Amazon Alexa klar den Kürzeren, obwohl Alexa bei mir immer wieder massive Probleme macht. 

Apple HomeKit habe ich nicht berücksichtigt, da ich bis auf das iPad nichts von Apple nutze und die Unterstützung derzeit noch schlechter ist.

Wer also seine Wohnung mit einer smarten Beleuchtung ausstatten will, sollte nicht nur bei den bekannten Marken schauen, sondern auch mal über den Tellerrand hinaus. Meine Empfehlung wäre mal einen Blick auch auf Innr zu werfen, zumal die bei Amazon* immer wieder mal in den Blitzangeboten zu finden sind.

2 KOMMENTARE

  1. Hi Peter,
    als Nerd habe ich, zumindest was das Licht angeht, eine Philips Hue Brigde, Osram Schaltsteckdosen, Ikea Tradfri Leuchtmittel und von Gearbest multicolor Leuchtmittel von Jiawen. Letztere sind voll kompatibel und für 18$ fast unschlagbar im Preis.
    Im Garten nutze ich 2x 5m RGBW LED Strips von Amazon, IP68, in Reihe geschaltet. Die Strips sind von einem asiatischen Händler. Gesteuert werden diese über ein Zigbee Modul von „Dresden Elektronik“ voll kompatibel mit der Hue. RGB lassen sich separat von den weißen LED’s im Strip steuern. Das Modul kostet zwar 50€, kann aber bis zu 5 bzw. 10m LED Strip.

  2. Also ich habe auch 4 Tradfri Lampen (3*GU10, 1*E27) und diese alle über die Hue-Bridge mit eingebunden. Klappt prima!
    Eine Tradfri Bridge besitze ich nicht.

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