Klein, handlich und leicht. Prädikate zum Teufel Boomster Go, die reine Äußerlichkeiten sind. Was die Box im Alltag taugt, habe ich Teufel Boomster Go Test ausprobiert.

Mittlerweile habe ich von Teufel so einiges durch. Allerdings beschränke ich mich auf tragbare Lautsprecher wie z.B. den Teufel Rockster XS 2017 (Testbericht) oder den Teufel Rockster Go (Testbericht). 

Wobei sich der neue Teufel Boomster Go eher als Outdoor Box gibt. Spritzwassergeschützt und liegend konzipiert. Schreit also nach der Beschallung am Strand/See/Schwimmbad und eher nicht zu Hause. Da es im Winter eher schlecht mit Outdoor ist, habe ich die Box auf der Wache beim Sport und auch mal auf der Terrasse ausprobiert.

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Technische Daten Teufel Boomster Go:

  • 10 Watt
  • 65 – 20.000 Hz
  • 1 x 50 mm
  • 84 dB/1m
  • Micro-USB
  • Bluetooth
  • Freisprechfunktion
  • Sprachassitenten
  • spritzwassergeschützt nach IPX7 (was bedeutet das?)
  • 107 x 102 x 46
  • 360 g
  • 2600 mAh

Produktseite: teufel.de/boomster-go

Ausführliche Bedienungsanleitung: teufel.de/boomster-go-manual-de.pdf

Die Teufel Boomster Go ist in den Farben Space Blue, Ivy Green, Coral Red, Night Black und Sand White zum Preis von 99,99 Euro erhältlich. So z.B. bei Amazon* oder direkt bei Teufel, wo es immer wieder mal 20% Aktionen gibt*.

Wie immer teste ich sehr einfach und vor allem nachvollziehbar. Ich lade den Akku auf und höre einfach nur Musik. Verschiedene Musikrichtungen, verschiedene Lautstärken und nicht zuletzt an verschiedenen Orten wie auf der Terrasse, beim Sport auf der Wache und zu Hause im Wohnzimmer.

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Bedienung und Konnektivität.

Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. 

Natürlich sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab.

Sehr wichtig ist auch der Aufstellungsort, was ich hier in diesem Artikel schon mal beschrieben habe. Auch bei der Boomster Go macht sich der Aufstellungsort massiv bemerkbar.

Was ich gut finde:

Im eher schmucklosen Karton findet man neben der Box noch eine Trageschlaufe, ein Micro-USB Ladekabel und eine deutsche Anleitung. 

Was soll ich groß über die Abmessungen sagen? Am einfachsten ist der Größenvergleich mit einer Tafel Ritter Sport. Die kennt jeder und schon weiß man, wie groß der Teufel Boomster Go ist. Nur etwas dicker. Mit 360 Gramm Lebendgewicht ist sie absolut tragbar und passt in jede Tasche.

Die Verarbeitung ist wie von Teufel gewohnt sehr gut. Meine schwarze Version der Box macht einen wirklich hochwertigen Eindruck, auch wenn die Box nahezu komplett aus Kunststoff zu bestehen scheint. Der Stoff an der Vorderseite ist sauber eingesetzt, alle Tasten sind gut bedienbar und haben sehr gute Druckpunkte.

Etwas seltsam ist aber die gesamte Aufmachung. So eine Box möchte man hinstellen. Keine Ahnung warum, aber ist so. Geht aber nicht bzw. fällt die Box direkt um. Sie ist eben so konzipiert, dass sie hingelegt werden möchte. Man könnte sie dank einer dicken Lippe an den Seiten auch hochkant stellen, was dann natürlich nicht mit dem Logo und den Bedienelementen passt. Alles sehr seltsam, aber am Strand, im Sand, der Wiese oder sonstwo würde eine Box ohnehin nicht stehen, sondern umfallen.

Wer es trotzdem (so halbwegs) aufstellen möchte, findet auf der Rückseite ein 1/4 Zoll Gewinde, in das jedes handelsübliche Static passt. Warum dieses Gewinde nicht an der Unterseite vorgesehen wurde, wissen wohl nur die Entwickler selbst.

An der Front sind die wichtigsten Tasten für die Wiedergabe zu finden. An der Oberseite die Bluetooth-Taste und die Power-Taste. Dazu noch die LEDs für den Akku und eine Micro-USB Ladebuchse. Warum man keine aktuelle USB Typ-C genommen hat? Keine Ahnung. Fragen bitte direkt an die Entwickler von Teufel.

Und nein, dass Loch da oben ist kein Reset-Taster, den man bitte nicht mit einem Nagel oder ähnlichen eindrücken sollte, sondern das Mikrofon.

Im Inneren werkelt ein aktiver Vollbereichslautsprecher und zwei Passivmembranen, die in einer Push-Pull Anordnung jeweils zu den Seiten abstrahlen.

Wasserdicht ist der Teufel Boomster Go nicht, aber spritzwassergeschützt nach IPX7 (was bedeutet das?). Er kann also auch mal einen Regenschauer ab.

Der 2600 mAh Akku soll laut Teufel bis zu 10 Stunden durchhalten. Das habe ich bei geschätzt 60-70% Lautstärke nicht ganz erreicht, aber etwas über 9 Stunden sind absolut top, zumal die günstigere Konkurrenz von Amazon nicht einmal annähernd so weit kommt.

Was ich ok finde:

Leider gibt es keine Infos darüber, ob hier Bluetooth 5.0 zum Einsatz kommt. Ich vermute aber mal auf eine ältere Version 4.2, denn die Reichweite ich doch etwas eingeschränkt. Zumindest kann ich mich auf der Wache bei direkter Sicht zur Box keine 10 Meter entfernen, bis die Verbindung abbricht.

Die Bedienung ist sehr einfach. Die Tasten haben direkt die passende Form, so dass es sich direkt ergibt, welche Taste wofür zuständig ist. Zum Springen zum nächsten oder letzten Titel die „+“ oder „-„-Taste zusamen mit der Play-Taste drücken. Für den Sprachassistenten die Play-Taste kurz gedrückt halten.

Um einen Reset durchzuführen, einfach die Bluetooth-Taste länger als 10 Sekunden gedrückt halten was den Speicher für die die gespeicherten Geräte löscht.

Der Klang ist für diese Größe absolut passabel. Deutlich mehr Bass als man annehmen möchte. Allerdings kommt der Teufel Boomster Go an die Bässe des Teufel Rockster XS 2017 (Testbericht) nicht heran. Der kostet halt auch das Doppelte, ist doppelt so schwer und viel größer und schwerer. Die Mitten sind etwas zurückhaltend, was aber dem Teufel-typischen Klangcharakter gezollt werden dürfte, aber alles im Rahmen. Das gilt auch für die Höhen, die minimal überzeichnet rüberkommen und vor allem Hörer elektronischer Musik entgegen kommen dürfte.

Ansonsten überrascht die kleine Kiste mit einer ordentlichen Räumlichkeit und einer für die Größe beachtlichen Spielfreude. Selbst wenn man die Lautstärke erhöht, klingt es nicht angestrengt und nahezu verzerrungsfrei bis fast zur Maximallautstärke. Allerdings tanzt der Go auf glatten Oberflächen, wenn man basslastige Musik laut hört.

Gerade bei Amazon* ist die Auswahl an ähnlich kompakten Bluetooth Lautsprechern sehr groß und ich habe hier noch ein paar von denen herumliegen. Aber keiner von denen kommt auch nur annähernd an die Klangqualität heran. Allen voran ein JBL Go (Testbericht), von dem es schon einen Nachfolger gibt, der etwas kleiner, aber erheblich günstiger ist. Der JBL klingt gegen den Teufel wie eine hohle Blechdose.

Was ich nicht gut finde:

Einziger negativer Punkt wäre der Preis. Auch wenn Teufel made in Germany ist, muss er sich den Vergleich zu günstigeren Konkurrenten gefallen lassen. Ehrlich gesagt wäre das für mich kein Argument, schon gar nicht negativ, aber es ist die erste Reaktion darauf, wenn man den Preis ins Spiel bringt.

Fazit:

Ist der Teufel Boomster Go empfehlenswert? Eigentlich ja, wenn man sich die Größe vor Augen hält und vor allem, was aus diesem kleinen Gehäuse heraus kommt. Ja, der Go ist teuer, aber mein Tipp wäre eine der (recht häufigen) Rabattaktionen abzuwarten und dann zuzuschlagen. Viel mehr bekommt man aus so einem kompakten Gehäuse kaum noch raus. Dazu noch spritzwassergeschützt und ziemlich robust. Wer mehr will, aber auch bezahlen und tragen, findet mit dem Teufel Rockster Go (Testbericht) oder dem Teufel Rockster XS 2017 (Testbericht) die passenden Spielgefährten.

Trotz des Preises vergebe ich das Gütesiegel, denn ich habe schon viele kompakte, günstiges Bluetooth Lautsprecher getestet, aber keiner kommt an den Teufel Boomster Go heran.

Teufel Boomster Go
  • Verarbeitung/ Ausstattung
  • Verbindung/ Bedienung
  • Klang
  • Preis/ Leistung
3.4

Kurzfassung

+ Verarbeitung
+ Stereo-Funktion
+ Bedienung an der Box
+ Akkulaufzeit
+ kompakt
+ guter Klang

– Preis

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