Testbericht Sony Ericsson Xperia X10 mini pro

Hier entsteht nach und nach ein Testbericht zum Sony Ericsson Xperia™ X10 mini pro (U20i).

Warum ein Test von einem seit Mitte Juni 2010 – also mehr als einem Jahr – erhältlichen Gerät, möchtet Ihr wissen? Ganz einfach, diesen Monat ist der Nachfolger – das Xperia™ mini pro (SK17i) OHNE X10 im Namen! – erschienen und wir werden diese beiden Geräte dann direkt vergleichen. Ziel dieser beiden Tests ist es heraus zu finden, ob man das teure, neue Gerät braucht, oder ob gar nicht so viel Unterschied zu dem hier vorgestelltem Handy besteht.

Erst einmal mehr zu den …

Technischen Daten

  • Maße: 52 × 90 × 17 mm (B x H x T)
  • Gewicht: 120 gr.
  • Display: 240 × 320 Pixel bei 2,6 Zoll und 16.777.216 Farben
  • kapazitiver Touchscreen
  • Quadband (850 / 900 / 1.800 / 1.900 MHz)
  • Android 2.1 (Eclair)
  • 600 MHz Prozessor

Die weiteren technischen Daten können bei Sony Ericsson eingesehen werden.

Auspacken & Lieferumfang

Die Packung beinhaltet …

  • das Sony Ericsson Xperia™ X10 mini pro,
  • einen Sony Ericsson BST-38 Akku mit 930 mAh,
  • ein Lade-/USB-Kabel,
  • das Ladegerät,
  • Sony Ericsson MH610 InEar Kopfhörer und
  • den User Guide, sowie weitere Handzettel.

Da ich das Handy gebraucht erworben habe kann ich leider nicht sagen, ob noch mehr bei der Erstauslieferung dabei war. Für den täglichen Gebrauch reicht der Packungsinhalt – so wie er mir vorlag – aber auf alle Fälle.

Erster Eindruck

Was sofort auffällt, wenn man die Packung öffen, ist, daß das Handy SEHR klein ist, was bei den Maßen aber nicht wirklich wundert.

Sobald man es in der Hand hält fällt auf, daß es zudem noch leicht ist.

Die Rückseite ist leicht gekrümmt, es liegt sehr gut in der Hand. Man kann mit einem Daumen problemlos das komplette Handy bedienen.

Design, Verarbeitung & Ausstattung

Über das Design von Sony Ericsson braucht man nichts zu schreiben, es hebt sich von der Einheitsmasse der restlichen Hersteller ab und entweder man mag’s oder halt nicht. Mir persönlich gefällt das Design

An der rechten Seite ist eine Einkerbung, damit bekommt man den Akkudeckel leicht ab. Um die SIM-Karte einzulegen muß leider der Akku entfernt werden. Ein orangener „Schieber“ erleichtert das spätere Entfernen der SIM-Karte, einfach vorziehen und die Karte ist so gut wie draußen, man braucht also nicht mit irdendwelchen Werkzeugen „operieren“. Die mikroSD Speicherkarte hat an der Seite einen Extra-Slot und kann ohne den Akku zu entfernen gewechselt werden.


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Ein paar Klicks später sitzt der Akkudeckel wieder fest, er läßt sich ohne Probleme aufsetzen. Leider sitzt er wohl etwas ungenau, denn wenn man die Tastatur ausgezogen hat und tippt, dann knarzt er manchmal.

Die Hardware-Tasten haben eine gute Größe und einen spürbaren Druckpunkt, auch längere Texte lassen sich da drauf bequem schreiben. Allerdings sind sie nicht gummiert oder angerauht, man kann mit schweißnassen Fingern leicht abrutschen.

Jetzt ein Blick auf die Verarbeitung: Solide ist es ja, auch wenn der Akkudeckel aus Plastik besteht. Dafür ist er außen leicht gummiert, also beschichtet, rutscht also nicht so leicht aus der Hand.

Das einzige Metall scheint der umlaufende Chromrahmen zu sein.

Oben eine ungeschützte 3,5 mm Kopfhöhrerbuchse und der Ein-/Aus-Schalter. Um das Display einzuschalten muß man lediglich den Schalter ca. zwei Sekunden lang gedrückt halten.


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An der linken Seite befindet sich der ungeschützte microUSB Anschluß, …


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… Rechts hat man die Lauter-/Leiser-Wippe, sowie einen extra Kamerauslöser.


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Auf der Rückseite die 5,0 Megapixel Kameralinse, daneben sitzt der LED-Blitz und darunter der Lautsprecher-Schlitz.


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An der Front ist nichts Ungewöhnliches, nur die Menü-, Home- und Zurück-Taste und oben, neben dem Lautsprecher, sitzt die Benachrichtigungs-LED. Ist eben wie bei fast allen Android-Geräten gleich.


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Unten sieht man die Löcher, um einen Anhänger daran zu befestigen sowie das Loch, durch das die Sprache empfangen wird.


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Prozessor & Leistung

Das Gerät ist mit einem 600 MHz Prozessor ausgestattet, welcher vollkommen ausreicht. Keine meiner installierten Apps hat geruckelt, selbst Angry Birds lief problemlos.

Display

Da das Display mit seinen 2,6 Zoll sehr klein ist wird nicht die „normale“ Android Tastatur angezeigt, sondern eine, die dem Display gerecht wird (siehe Screenshot), da ansonsten die „Tasten“ zu klein wären, um sie noch gezielt zu treffen.

Längere Texte – und dazu zähle ich schon eine SMS – sollten also lieber über die Hardware-Tastatur getippt werden, es sei denn, man ist das gute alte T9 noch gewohnt. Ansonsten schlägt gnadenlos die Autokorrektur zu und kann dann zu – teilweise – überraschenden Ergebnissen führen.


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Die Lesbarkeit bei Sonnenschein ist nicht so überragend, aber ich habe bisher noch kein Handy bzw. Smartphone erlebt, welches sich da besonders hervorgetan hätte.

Betriebssystem & Apps

Als Betriebssystem wird von Sony Ericsson Android 2.1 (Eclair) eingesetzt.


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Da das Display mit 2,6 Zoll kleiner als üblich ist, hat sich Sony Ericsson eine Besonderheit ausgedacht: Man kann bis zu vier Apps in die Ecken legen – pro Ecke eine App (siehe Screenshot).


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Auch gibt es unten keine Dock-Leiste, d.h. die beiden unteren der vier Ecken sind mit dem Telefonbuch und der Wähltastatur eigentlich schon vergeben – auch wenn man die nach Belieben ändern kann. Aber wer will schon auf das Telefonbuch verzichten?


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In das App-Menü kommt man durch Wischen nach oben und findet dort die Apps in einer 3 x 3 Kachel angeordnet.


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Zurück auf den Desktop kommt man, in dem man die Home- bzw. Zurück-Taste drückt oder nach unten wischt.

Der Lock-Screen sieht allerdings so aus, wie man es von anderen Android-Geräten gewohnt ist (siehe Screenshot). Durch Wischen nach Rechts kann man den Bildschirm etsperren, durch Wischen nach Links wird das Handy Stumm geschaltet.


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Das Einschränkungen/Besonderheiten, die Sony Ericsson dem Xperia™ X10 mini pro mitgegeben hat, lassen sich auch nur ändern, wenn man einen anderen Launcher – wie z.B. „GO Launcher EX“ (siehe Screenshots) – verwendet.


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Der „Market“ wird nur in Version 2.3.6 geladen, auch wenn zum Zeitpunkt des Testberichts schon Version 3.1.5 verfügbar ist.

Eine weitere Besonderheit ist, daß man nur über die Menü-Taste auf seine bereits installierten Apps zugreifen kann. Dort, wo sie eigentlich zu finden sind, kann man sich von Sony Ericsson speziell für dieses Gerät „ausgesuchte“ Apps ansehen – und natürlich auch kaufen.


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Der Musik-Player verfolgt ebenfalls das für dieses Gerät entworfene Ecken-Konzept, so kann man z.B. seine Playlisten über die rechte Ecke aufrufen, eine Liste aller – auf der microSD Karte abgelegten – Titel über die linke Ecke.

Der Unendlichkeits-Button ist dazu da um online – also über das Internet – mehr Titel von diesem Interpreten auf YouTube zu finden.


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Trotz der geringen Größe des Displays laufen alle Apps problemlos, wie z.B. die Navigation mit „Navigon„, …


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… der Dateimanager „Astro„, …


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… mit dem man sich dann auch problemlos (Musik-)Videos ansehen kann. Sollten diese ein anderes Format als 4:3 haben, so sieht man einen schwarzen Balken oben und unten. Und …


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… selbst Forenbeiträge in „Tapatalk“ sind mühelos lesbar, egal ob im Hoch- oder Querformat.


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Im Kalender kann man gut die Tage sehen,an dem man Termine gesetzt hat, leider gibt es keine Möglichkeit, diese farblich zu kennzeichnen. Auch habe ich – bis jetzt – keinen Web gefunden, die von Google gelieferten „Kalenderwoche [xx]“ Einträge am Anfang einer Woche – also Montag – auszublenden.

Ein Menü, wo man sich anzeigen lassen kann, welche Kalender man (de-)aktiviert haben möchte, fehlt komplett.


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Da das Standard-Adressbuch wegen der geringen Displaygröße sehr unübersichtlich ist, sollte man auf das von Drittanbietern – wie z.B. „GO Contacts“ – ausweichen.


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Apps lassen sich wie gewohnt verwalten, auch wenn man etwas mehr scrollen muß.


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Sony Ericsson hat auch wieder ein paar (ungewollte) Apps vorinstalliert – sog. „Bloatware“ – die da wären:

  • CA Gold Rush [Spiel]
  • NeoReader [Bar- und QR-Code-Scanner]
  • OfficeSuite [Office App]
  • Peggle [Spiel]
  • PlayNow™ [Sony Ericsson App und Musik Store]
  • RoadSync [Navi?]
  • RollRev 99 Tracks [Spiel]
  • UEFA.com [Fußball-Tabellen?]
  • Wisepilot [Navi]

Ich habe sie nicht benutzt, von daher ist auf meine Angabe, was die App genau macht, nicht 100% Verlaß! Das sind alles keine Vollversionen, müssen also gegen Bargeld freigeschaltet werden. Sie lassen sich teilweise auch nur löschen, wenn man sein Handy gerootet hat.

Kamera & Video

Die eingebaute Kamera nimmt Fotos mit 5 MegaPixel auf, dabei stehen verschiedene Modi zur Auswahl:

  • Auto,
  • Makro,
  • Nachtaufn. und
  • Sport.


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Wie das Bild dann im Sucher aussieht zeigt folgender Screenshot. Auch hier ist das Exken-Konzept sichtbar, denn die Einstell-Optionen lassen sich daruber (de-)aktivieren/erreichen.

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Welche Qualität sie im Automatik-Modus hat kann an unten stehendem Foto gesehen werden.

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Telefonieren & Verbindungen

Den eigentlichen Zweck eines Handys – das Telefonieren – erfüllt es ohne irgendwelche Beanstandungen. Ich verstehe meine Gesprächspartner sehr gut und auch von denen kamen keine Klagen.

Der Zugriff auf das Internet über HSDPA ist rasend schnell, ich habe das Gefühl sogar schneller als bei meinem Motorola Milestone™ 2.

Akku

Mit 930 mAh ist der Akku jetzt nicht wirklich großzügig dimensioniert. Auf der anderen Seite hat das Gerät ein sehr kleines Display – welches ja bekanntlich der größte Stromfresser ist – so daß der Akku auch nicht die Leistung bringen muß wie z.B. beim Samsung Galaxy S 2 mit seinen 4,3 Zoll.

Die genaueren Zeiten, wie lange der Akku bei welcher Benutzung hält, folgen noch.

Fazit

Als erstes Fazit nach einem Tag Nutzung kann festgehalten werden, daß ich mein Motorola Milestone™ 2 (mit 3,7 Zoll Display und 169 gr. Gewicht) nicht vermisse. Es paßt in jede Hosentasche.

Sollten Fragen sein, oder gibt es etwas, daß unbedingt noch in den Testbericht hinein soll, dann schreibt mir das doch in den Kommentaren, danke!

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3 Kommentare zu „Testbericht Sony Ericsson Xperia X10 mini pro“

  1. Was ist „RoadSync“?Diese Anwendung nutzt das Microsoft Exchange ActiveSync-Protokoll, um eine sichere, kabellose und direkte Push-Synchronisierung von Unternehmens-E-Mails, Anlagen, Kontakten und Kalendern bereitzustellen.Das ist RoadSync.

  2. Hallo,
    ich habe das Xperia X10 mini pro seit fast 3 Jahren und komme gut damit aus. Das Einzige was bei mir nicht funktioniert sind die Screenshots. Ich drücke den an/aus-Button und den Leiser-Button gleichzeitig und es funktioniert leider nicht. Kann mir jemand helfen?
    Danke schonmal !

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