Im Netz liest man viel dazu, wie man ein In-Ear Headset richtig reinigen sollte und nicht viel weniger dafür zu kaufen. Alles unnötig, denn mit nur drei Hilfsmitteln ist es kostenlos zu machen und absolut effektiv.

Nicht erst seit gestern sind diese In-Ear Headsets ganz modern. Auch bei mir. Jeden Tag trage ich eines über mehrere Stunden, um Podcast (wie unseren) oder beim Sport Musik zu hören, Filme zu schauen, zu telefonieren usw. Über eines machen sich aber die wenigsten Nutzer wirklich Gedanken. Die Reinigung derselben. Mal so ein bisschen mit den (vermutlich ungewaschenen Fingern) herumwischen nutzt rein gar nichts. Maximal kann man damit grobe Verunreinigungen entfernen. Aber wie entfernt man am effektivsten Ohrenschmalz und sonstigen Dreck? Dafür gibt es im Netz jede Menge Tipps und noch mehr Zubehör wie spezielle Reinigungssprays für In-Ear Headsets oder sogar richtige Geräte, in denen man das Headset einsetzt und maschinell gereinigt werden. Ihnen allen gemein ist eines. Der mehr oder weniger hohe Preis, denn so ein Spray kostet ab 12,99 Euro und so ein Reinigungsgerät im höheren zweistelligen Bereich. Alles unnötig, denn die benötigten Utensilien zur effektiven Reinigung eines Headsets gelingt perfekt mit zwei Dingen, die mittlerweile in allen Haushalten zu finden sein sollten.

1. Das Headset zerlegen

Zu Beginn „zerlegt“ man das Headset. Funktioniert natürlich nicht bei Semi-In-Ear Headsets wie den AirPods 2. Aber bei allen anderen sollte man zunächst einmal die Polster entfernen.

2. Schritt – Grobreinigung

Zuerst gilt: kein Wasser und Spülmittel!!!

In-Ear Headsets sind zwar spritzwassergeschützt, aber damit ist der Regenschauer und Schweiß gemeint. Fließendes Wasser oder mit sonstigen Druck eingebrachte Flüssigkeit kann und wird das Headset zerstören. Also kein Wasser. Auch der Tipp mit dem Spülmittel ist totaler Humbug, denn diese werden ganz tief in das Headset eindringen, da sie keine Oberflächenspannung haben. Grobe Verunreinigungen entfernt man am besten mit einem fusselfreien Microfasertuch. Ist der Dreck damit nicht zu beseitigen, dann mal etwas Spucke zwischen zwei Finger und das Headset zwischen den Fingern abreiben. Damit lassen sie die allermeisten groben Verunreinigungen entfernen. Hat das immer noch nicht geholfen, dann der Bürste aus Tipp 2 und wiederum etwas Spucke ran gehen. Funktioniert hervorragend auch mit den Ohrpolstern.

3. Gitter reinigen

Verdreckte Gitter, durch was auch immer, stören den Hörgenuss. Die schlechteste Idee zur Reinigung sind Wattestäbchen. Damit drückt man den Dreck erst recht in die feinen Maschen und einmal tief drin, bekommt man es nicht mehr raus. Und da der Wechsel der eigenen Zahnbürste ohnehin schon Monate her ist, kann man diese perfekt zur Reinigung der feinmaschigen Gitter weiterverwenden. Funktioniert natürlich auch mit dem alten Bürstenkopf der elektrischen Zahnbürste. Einfach mit der trockenen Zahnbürste sanft über die Gitter fahren und staunen, wie viel Dreck da raus kommt. Und nein, man drückt den Dreck nicht hinein, denn wie beim Zähneputzen zieht man die Bürste über das Gitter und drückt nicht drauf. Also ein paar mal sanft über alle Gitter und fertig. Und dasselbe kann man direkt auch mit dem Case machen, denn auch die Kontakte freuen sich über ein wenig Pflege.

4. Desinfektion

Diese Desinfektion hat jetzt nichts mit Corona zu tun, sondern gehört zu einer vernünftigen Reinigung einfach dazu. Hierfür nimmt man einfach Sprühdesinfektion, die wohl jeder zu Hause hat. Es funktioniert natürlich auch mit flüssigen Desinfektionsmittel. Es spielt dabei keine Rolle, ob man ein Flächendesinfektionsmittel oder Hautdesinfektionsmittel nimmt. Einfach einen Hub in die Handfläche geben und den ersten Ohrstöpsel in der geschlossenen Hand damit „massieren“. Dasselbe mit dem anderen Ohrstöpsel, aber auch nacheinander mit den Ohrpolstern durchführen. Am Ende ist das komplette Headset wieder porentief rein. Dauert wenige Minuten und kostet nix.

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