Aukey EP-N5 im Test – was ich gut finde und was nicht

Das Aukey EP-N5 findet man im Netz auch unter der Bezeichnung Aukey Beyond ANC und genau dieses habe ich getestet. Preislich im Mittelfeld angesiedelt, schreibe ich hier auf, was ich daran gut finde und was nicht oder welche Alternativen es gibt.

Aukey ist absolut kein Nobody auf Amazon. Auch die haben jede Menge im Angebot und zuletzt hatte ich mit dem Aukey EP-T10 Premium (Testbericht) ein richtig gutes TWS Headset mit ANC im Test. Seit kurzem findet sich das EarFun Free Pro (Testbericht) in unserer In-Ear Headset Bestenliste und in derselben Preisklasse tummelt sich auch das Aukey EP-N5. Ausgestattet mit ANC muss es im direkten Vergleich beweisen. Kann es überzeugen und vielleicht den Neueinsteiger in unsere Bestenliste direkt wieder verdrängen?

Technische Daten Aukey EP-N5:

  • 10 mm Treiber
  • 20 Hz – 20 kHz
  • 101 dB ±3 dB
  • Bluetooth 5.0
  • Bluetooth Profile A2DP, AVRCP, HFP, HSP (was ist das?
  • Bluetooth Codec AAC, SBC (was ist das?
  • Freisprechfunktion
  • ANC
  • Sprachassistenten
  • spritzwassergeschützt nach IPX5 (was bedeutet das?)
  • USB Typ-C
  • 85 x 46,5 x 31 mm (Case)
  • 8 g (pro Earpiece)
  • 61 g (gesamt mit Case)
  • 48 mAh (Earpiece)
  • 500 mAh (Case)

Produktseite: aukey.com/beyond-anc-true-wireless-earbuds-with-noise-cancelling

Deutsche Bedienungsanleitung: aukey.com/beyond-anc-manual

Erhältlich ist das Aukey EP-N5 TWS Headset in schwarz bei Amazon* zum Preis von 59,99 Euro. Aber es lohnt sich die Augen offen zu halten, denn es ist immer wieder mal im Angebot.

Wie ich genau teste und worauf ich dabei so achte, habe ich hier im Detail beschrieben -> Link

Natürlich sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab. Das auch mit einer der Gründe, warum wir unsere Testberichte eher kurz halten, denn niemand elend lange Texte lesen und daher konzentrieren wir uns auf besonders erwähnenswerte Merkmale.

Nicht zuletzt von der Auswahl der passenden Aufsätze die zum sehr großen Teil den Klang beeinflussen. Dazu habe ich hier mal ein paar Tipps zusammengetragen -> Link

Was ich gut finde:

Dank ANC ist die Ausstattung schon einmal lobenswert zu erwähnen. Allerdings muss man auch gleich dazu sagen, dass dieses Feature mittlerweile in vielen Headsets dieser Preisklasse zu finden ist. Aber es ist dabei und das ist positiv. Genauso der Tragekomfort, der im Alltag und auch beim Sport als sehr gut zu bezeichnen ist. Hängt natürlich immer von der richtigen Auswahl der Ohrpolster ab. Solange man keine abnormen oder wilden Bewegungen macht, halten die Ohrstöpsel gut im Ohr.

Die Verbindung ist ebenfalls positiv zu bewerten, denn es gibt keine Master/ Slave Abhängigkeit. Beiden Ohrstöpsel sind komplett unabhängig voneinander und verbinden sich direkt mit dem Smartphone, ohne aber als einzelne Bluetoothgeräte zu erscheinen. Das macht sich im Alltag absolut positiv bemerkbar, denn es spielt keine Rolle mehr, mit welchem Ohrstöpsel ich anfange, ob ich zuerst nur mit einem höre, später den zweiten dazu nehmen oder umgekehrt. In allen möglichen Szenarien wird die Verbindung stets zuverlässig aufgebaut und auch über einigermaßen große Distanzen gehalten, was aber wie immer von den baulichen Gegebenheiten abhängt. Eine App gibt es übrigens nicht.

In mein Notizbuch habe ich zum Klangcharakter des Aukey EP-N5 nur ein Wort geschrieben…fett. Fans von ganz viel Bass werden ihre wahre Freude haben. Es dürfte wiederum anderen Nutzern schon wieder zuviel des Guten sein, denn bei den Mitten kann man die Senke durchaus heraus hören und die Höhen gehen wieder steil nach oben. Ein typischer Bandwannen-Klangcharakter, wie er oft verwendet wird. Auch wenn die Bühne jetzt eher klein ist und auch die Räumlichkeit eher durchschnittlich ist, macht der Klang gerade beim Sport, einen Podcast wie unseren hören oder Filme schauen jede Menge Spaß. Denn genau da braucht es etwas mehr Bumms unten herum. Das macht sich auch beim Telefonieren gut, denn der Anrufer klingt voluminös und es gibt keine nennenswerte Nebengeräusche.

Was ich ok finde:

Der Lieferumfang ist zweckmäßig. Neben dem Case mit den beiden Ohrstöpseln gibt es noch zwei Paar Ohrpolster, ein kurzes USB Typ-C Ladekabel und eine Kurzanleitung in deutscher Sprache. Auch die Verarbeitung ist durchschnittlich aber eben auch nicht schlecht. Und wie viele andere auch, ist das Aukey EP-N5 lediglich nach IPX5 spritzwassergeschützt. Reicht für den Regenschauer und Schwitzen, aber eben nicht zum Duschen.

Die Bedienung ist ok, denn die Touchfläche ist das obere Ende des flachen Stengels, den man erst einmal treffen muss. Mit der Zeit klappt das natürlich problemlos. Ist auch alles sehr eingängig, aber leider kann man die Lautstärke nicht direkt am Headset ändern. Das zweistufige ANC wird durch gedrückt halten links oder rechts für 2 Sekunden gesteuert. Die Ohrstöpsel kann man leider auch nicht extra Ein- oder Ausschalten. Das klappt nur im oder außerhalb des Case.

Der Reset auf die Werkseinstellungen ist eher umständlich. Zuerst löscht man das Headset aus den Bluetooth-Einstellungen des Smartphone. Dann steckt man beide Ohrstöpsel in das Case und schließt es. Den Deckel öffnen, den rechten Ohrstöpsel entnehmen und den Deckel wieder schließen. Nun drückt man 5x auf die Touchfläche, wartet kurz und drückt dann noch 7x mal die Touchfläche, woraufhin sich der Ohrstöpsel ausschaltet. Jetzt wieder in das Case stecken, den Deckel schließen und den Vorgang mit dem linken Ohrstöpsel wiederholen.

Mit aktiven ANC soll der Akku bis zu 4,5 Stunden durchhalten und was soll ich sagen. Diese Angabe habe ich mit 5 Stunden und 48 Minuten locker überboten. Mit ANC und bei „normalen“ Lautstärken. Allerdings kommt man niemals auf die oft zitierten 35 Stunden gesamt. Denn beide Ohrstöpsel kann man zweimal komplett aufladen und beim dritten mal waren es nur noch 42 Minuten. Macht alles zusammen keine 20 Stunden.

Apropos ANC. Ja, das Aukey EP-N5 hat ANC, aber so richtig effektiv ist es nicht. Es reduziert Nebengeräusche etwas, aber an ein „echtes“ ANC wie bei den AirPods Pro (Testbericht) oder Sony WF-1000XM3 (Testbericht) kommt es nicht einmal annähernd heran. Man kann es auch nicht komplett abschalten, sondern nur zwischen einem Ambient-Modus und ANC an umschalten. Es gibt auch keine Ansage, sondern nur einen Ton, der die Umschaltung aktustisch bestätigt. Aber wie gesagt. Eine gewisse Reduktion ja, aber nicht mehr.

Was ich nicht gut finde:

Einzig die fehlende Trageerkennung kann bemängeln. Mittlerweile sollte das Standard sein. Natürlich bricht man sich keinen ab, wenn man kurz die Pause aktiviert, aber eine Trageerkennung ist eben bequemer.

Fazit:

Ist das Aukey EP-N5 empfehlenswert? Jein. Ja, wenn man aufn einen eher voluminösen Klang steht und nein, wenn man auf ANC angewiesen ist, wie z.B. im ÖPNV. Da taugt das Aukey EarFun Free Pro (Testbericht) beim ANC zwar auch nicht viel besser ist, aber beim Klang besser, bei der Bedienung weil Laut/ Leise direkt am Headset und alles im allem das bessere gesamtpaket bietet. Daher vergebe ich auch nicht das Gütesiegel.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Aukey EP-N5
  • Verarbeitung/ Ausstattung
  • Verbindung/ Bedienung
  • Klang
  • Preis/ Leistung
3

Zusammenfassung

+ voluminöser Klang
+ gute Akkulaufzeit
+ guter Tragekomfort

– mäßiges ANC
– keine Lautstärkeregelung
– keine Trageerkennung

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