QCY T5 im Test – was mir gut gefällt und was nicht

Mit dem QCY T5 geht das nächste TWS Headset des Herstellers in den Test. Es ist brandneu und ich bin sehr gespannt, wie der QCY T5 Test am Ende ausgeht.




Ich bin mittlerweile so etwas wie ein Fan von QCY, denn hier bekommen Käufer jede Menge Klang im kompakten Gehäuse für vergleichsweise kleines Geld. Nach dem QCY T1S aka QCY T2C (Testbericht) habe ich natürlich auch noch das QCY T1 Pro (Testbericht) und den direkten Vorgänger QCY T3 (Testbericht) getestet. Aber auch die Konkurrenz in Form der Ticpods Free (Testbericht) musste sich schon einem Test stellen.

Auch die QCY T5 kommen im Zahnbürsten-Look der QCY T3 und ja, auch im Look der Apple AirPods, daher. Ich persönlich bin ja kein echter Fan dieser Bauform und erst recht nicht der Bedienung per Touch. Aber ich bin offen für Neues und gebe jedem Kandidaten die gleichen Chancen.

QCY T5 günstig bei Gearbest kaufen*

Wie immer teste ich für jeden ganz einfach nachvollziehbar. Für den Test lade ich die Dinger komplett auf, in diesem Fall das Case und die Stöpsel, höre Musik bis der Akku leer ist und lade sie im Case wieder auf. So lange, bis auch der Akku im Case leer ist.

Als Musik habe ich bei Google Play Music eine Playlist „Alltime Favorites“, in der aktuell 141 Titel zu finden sind. Von Klassik über Pop, Elektro, Hardrock, Filmmusik, Jazz, Funk, Soul usw. Von allem etwas. Dazu höre ich Podcasts und Hörbücher. Ein Equalizer kommt bei mir nicht zum Einsatz.

Das ANC teste ich auf eine ganz einfache und vor allem nachvollziehbare Art und Weise. Ich lasse einen Fön und einen Staubsauger abwechselnd laufen. Beide erzeugen ein gleichbleibendes Geräusch, welches von einem guten ANC problemlos herausgefiltert werden kann.

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei.

Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. 

Natürlich sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab.

Nicht zuletzt von der Auswahl der passenden Aufsätze die zum sehr großen Teil den Klang beeinflussen. Dazu habe ich hier mal ein paar Tipps zusammengetragen -> Link

Technische Daten QCY T5:

  • 6 mm Treiber
  • Bluetooth 5.0
  • A2DP, AVRCP, HFP, HSP
  • 20 – 20.000 Hz
  • 93dB ± 3dB 
  • Touchbedienung
  • Unterstützung für Assistenten
  • spritzwassergeschützt nach IPX5 (was bedeutet das?)
  • Freisprechfunktion
  • 40 mAh (je Earpiece)
  • 380 mAh (Case)
  • 5 g (je Earpiece)
  • 41 g (Komplett mit Case)
  • 71 x 35 x 28 mm (Case)

Produktseite: qcy.com/t5

Ausführliche Bedienungsanleitung: n/a

Die QCY T5 (Modell IN1925) gibt bei Gearbest für 22,50 Euro*. Bei Amazon sind sie noch nicht gelistet. 

Was ich gut finde:

Im Gegensatz zum QCY T3 (Testbericht) ist der Tragekomfort verbessert worden. Liegt wohl daran, dass jetzt ganz „normale“ Ohrpolster zum Einsatz kommen und nicht mehr diese konischen Dinger der T3. Die sahen nicht nur seltsam aus, sondern haben auch wirksam verhindert, dass man andere Aufsätze montieren konnte. Die QCY T5 setzt man ein und sie passen. Zumindest bei mir.

Natürlich sollte man auch bei den QCY T5 ein wenig Zeit investieren, die für sich passenden Aufsätze zu finden.

Beim Sport halten sie gut, was aber auch wieder von den Aufsätzen abhängt und was man für einen Sport macht. Viel hüpfen, heeftiges Kopfschütteln, Überschläge oder ähnliches wird wohl jedes In-Ear Headset überfordern. 

Den Klang finde ich gut. Ausgewogen ohne zu nerven. Macht richtig Spaß mit den QCY T5 Musik zu hören. Aber auch Podcasts, wie z.B. unseren Podcast, oder ein Hörbuch machen durchaus Laune. Weil der Klang eben so ausgewogen ist. Natürlich hat man auch hier diesen Badewannen-Klang, also leicht überhöhte Bässe und Höhen, aber alles im Rahmen, dass es mehr nützt als schadet.

Viele Hörer bevorzugen diese Klangcharakteristik, bei der High-End Hörer die Hände um dem Kopf zusammenschlagen würden. Aber die würden auch nie beim Sport ein mehrere hundert Euro teures High-End Headset aufsetzen oder gar schnöde elektronische Musik hören. Aber genau das liegt dem QCY T5.

Beim Sport die treibenden Bässe direkt in den Gehörgang zu liefern, denn beim Sport hört niemand auf die Breite einer Bühne oder Räumlichkeit. Das muss pumpen und Spaß machen. Leider gehören die QCY T5 nicht zu den lautesten Vertretern, was aber wohl der Baugröße geschuldet ist. Die Konkurrenz bis 50 Euro liefert da auch nicht mehr.

Kurzum rundum gelungen, wenn man normale Ansprüche hat und bei dem Preis muss man schlicht die Kirche im Dorf lassen. Wer so ein Headset z.B. mit einem 10-mal so teuren Sony WF-1000XM3 (Testbericht) vergleicht, hat nicht alle Latten am Zaun. Gibt es aber wirklich…

Dank Bluetooth 5.0 ist die Verbindung sehr gut und vor allem stabil. Hängt halt immer von den baulichen Voraussetzungen ab. Bei mir zu Hause und auf der Wache ist alles recht weitläufig und offen und so kann ich mich auch schon mal weiter vom Smartphone weg bewegen, ohne das die Verbindung abreißt.

Auch positiv ist, dass es beim QCY T5 egal ist, welchen Ohrstöpsel man zuerst aus dem Case holt. Nur den linken und später den rechten dazu oder umgekehrt? Alles kein Problem. Super flexibel und die Verbindung wird prompt hergestellt bzw. getrennt.

Das Thema Latenz hat man bei QCY sehr ernst genommen. Das Problem ist bekannt. Viele Headsets haben eine deutliche Latenz, also zeitlichen Versatz von Bild zu Ton. Beim QCY T5 gibt es einen extra Gaming-Mode, der eben diese zeitliche Verzögerung minimieren soll. Aktiviert man durch dreimaliges Drücken des rechten Ohrstöpsel. Als Bestätigung hört man drei Pieptöne.

Und erstaunlicherweise funktioniert das richtig gut. Schaut man sich ein Video an ode spielt ein Spiel wie PUBG, dann ist der Unterschied durchaus bemerkbar und kann beim Spielen durchaus zwischen Sieg und Niederlage entscheiden.

Was ich ok finde:

Der Akku ist mit 40 mAh deutlich kleiner als die 60 mAh des QCY T3 (Testbericht), trotzdem halten sie bei normalen Lautstärken gute 3 Stunden druch, was absolut ok ist. Sind beide leer, kann man beide Ohrstöpsel noch 2 mal komplett im Case aufladen. Beim dritten mal reicht es dann noch für 110 Minuten Musikwiedergabe.

Wer rechnen kann, wird merken, dass da irgendwas nicht passt. Denn ein Ohrstöpsel hat 40 mAh, beide zusammen somit 80 mAh und der Akku des Case liefert laut Datenblatt 380 mAh. Also warum kann ich das Headset nicht öfter aufladen? Ganz einfach. Weil gut 1/3 der Kapazität aus Sicherheitsgründen im Akku verbleiben muss. Ist übrigens bei allen modernen Akkus so. Ganz leer saugen killt moderne Akkus. Daher so viel Sicherheit als Puffer.

Die Verarbeitung geht ebenfalls in Ordnung. Halt komplett aus Plastik. Zwei Mikrofone sorgen für die Möglichkeit der Telefonie, was auch einigermaßen funktioniert, so lange man nicht in einer lauten Umgebung aufhält.

Das Case ist ebenfalls gut verarbeitet, allerdings noch mit einer altmodischen Micro-USB Buchse zum Laden. Dafür werden auch hier beiden Ohrstöpsel magnetisch im Case gehalten. Allerdings fehlt mir eine Akkuanzeige im Case.

Natürlich sind die Abmessungen und damit auch das Gewicht des Case bei dieser Bauform der Ohrstöpsel größer als z.B. beim QCY T1S aka QCY T2C (Testbericht). Das ist also kein Mangel, wie man öfter mal zu lesen bekommt. Kompakter geht es eigentlich physisch nicht mehr.

Wasserdicht sind die QCY T5 zwar nicht, aber dank IPX5 spritzwassergeschützt. Also Schwitzen oder der Regenschauer beim Joggen stellen kein Problem dar. Duschen oder gar tauchen (was für eine schwachsinnige Idee, aber wurde ich schon gefragt) sollte man damit aber nicht.




Die Bedienung ist wieder einmal ein wenig tricky, denn so eine Touchbedienung ist zwar modern, aber nach wie vor fehlerbehaftet. Doppeltes antippen steuert Play und Pause. Zwei Sekunden den rechten Ohrstöpsel gedrückt halten beim Musik hören springt einen Titel vor, den linken zwei Sekunden gedrückt halten, einen Titel zurück.

Dreimaliges antippen startet den Assistenten.

Kommt ein Anruf rein, kann man diesen durch doppeltes Antippen annehmen bzw. Auflegen. Interessanterweise findet man dazu nichts in der Anleitung, beherrscht das QCY T5 aber die Klangqualität ist eher unterdurchschnittlich weil viel Rauschen und etwas dumpf.

Ausschalten kann man die Ohrstöpsel auf Wunsch auch, indem man die Touchfläche für 8 Sekunden gedrückt hält. Etwa zwei Sekunden gedrückt halten schaltet sie ein.

Einen des Reset des QCY T5 macht man, indem man die Ohrstöpsel jeweils ausschaltet (8 Sekunden gedrückt halten) und dann noch mal 110 Sekunden gedrückt halten.

Links : QCY T5
Rechts: QCY T3

Was ich nicht gut finde:

Egal wie lange ich überlege. Ich finde nichts, was ich wirklich zu kritisieren hätte. 

Fazit im QCY T5 Test:

Ist das QCY T5 empfehlenswert? Ja. Auch wenn ich kein Fan dieser Zahnbürsten-Bauform bin, ist dieses In-Ear TWS Headset absolut empfehlenswert.

Es ist günstig, kompakt, ordentlich verarbeitet, es klingt gut, die Verbindung ist stabil und nicht zuletzt hält der Akku ordentlich lange durch.

Das QCY T5 ist kein Highlight, aber was es kann, kann es gut und das zählt am Ende, denn so richtig gibt es nichts zu kritisieren. Und daher vergebe ich das Gütesiegel.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf eigene Kosten bei Gearbest gekauft. Es wurde nicht vom Hersteller bzw. Onlineshop als Leihgabe bzw. als Geschenk zur Verfügung gestellt. Diese Offenlegung dient der Transparenz.

QCY T5
  • 6/10
    Verarbeitung/ Ausstattung - 6/10
  • 5/10
    Verbindung/ Bedienung - 5/10
  • 6/10
    Klang - 6/10
  • 7/10
    Preis/ Leistung - 7/10
6/10

Kurzfassung

+ Verarbeitung
+ Leistung
+ Kamera
+ Empfang
+ Fingerabdrucksensor
+ Updates
+ Schnellladefunktion
+ kabelloses Laden

– Preis
– Größe
– Klang
– nur Micro-USB 2.0
– kein Dual-SIM
– keine Speicherkarte

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top