Apple HomePods 2 vs. Sonos – welches ist die bessere Wahl?

Apple HomePods 2 vs. Sonos – welches System ist die bessere Wahl? Eine Frage, ich nicht nur ich mir stelle, sondern auch viele andere. Ich habe Systeme bei mir zu Hause im direkten Vergleich, installiert, eingerichtet und ausprobiert.

Wer unseren Podcast hört, weiß, dass bei mir zu Hause von morgens bis Abends Musik läuft und das in verschiedenen Zimmern. Als Quelle dienen dabei primär Internetradiosender. Natürlich schaue ich auch mal einen Film oder eine Serie, daher ist die Anlage auch mit dem Fernseher verbunden, an dem noch ein Apple TV 4K hängt. Bislang habe ich eine ausgewachsene Anlage von Sonos in der Nutzung und die ist schon mal ordentlich, aber vielleicht geht es ja noch besser, einfacher und vielleicht sogar günstiger? Zumal in meinem Haushalt überwiegend Geräte von Apple zum Einsatz kommen. Meine Idee daher – zwei Apple HomePods der 2. Generation, welche mir leihweise von Cyberport zur Verfügung gestellt wurden, um genau dieser einen Frage nachzugehen. Welches System ist für mich besser geeignet? Apple oder Sonos – oder ein Mix aus beidem?

Natürlich ist das bei mir ein ziemlich spezielles Szenario, welches nicht bei jedem direkt passt, aber das Prinzip und vor allem der direkte Vergleich ist am Ende entscheidend und da spielt die exakte Konfiguration am Ende keine Rolle und liefert vielleicht ein paar wichtige Anhaltspunkte und Entscheidungskriterien, die zum Kauf des Einen oder anderen System tendieren lassen. Ich für meinen Teil habe am Ende eine sehr eindeutige und klare Entscheidung getroffen.

Apple HomePod 2. Generation günstig bei Cyberport kaufen*
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Auswahl und Preis:

Fangen wir mal ganz vorne an – bei der Auswahl bzw. dem Produktangebot von Sonos und Apple und da liegt Sonos eindeutig vorne, denn Sonos hat sich auf Multiroomsysteme spezialisiert und bietet hierfür eine riesige Auswahl an Lautsprechern, Soundbars, mobile Lautsprecher in zwei Größen und diverse Erweiterungen für die Systeme an. Eines ist aber zu beachten, denn es gibt sowohl einen Sonos One und einen Sonos One SL und der einzige Unterschied liegt darin, dass im Sonos One SL kein Mikrofon verbaut ist, wodurch er nicht per Sprache bedient werden kann. Dafür ist er für eine UVP von 199 Euro um 30 Euro günstiger zu haben. Gleiches gilt für den mobilen Lautsprecher Sonos Roam und Sonos Roam SL. Ansonsten muss man sich aus der riesigen Auswahl von Sonos, das für sich passende System zusammenstellen und dabei auch die Raumgrößen berücksichtigen. Mein Wohnzimmer hat 45 m2 und dafür habe ich eine Sonos Playbase mit einer UVP von seinerzeit 649 Euro entschieden, zwei Sonos One SL für die Beschallung von hinten zum Preis von 199 Euro, einen Sonos One für das Bad und dann noch einen weiteren Sonos One für das Büro, die jeweils 229 Euro kosten. Einen extra Bass habe ich nicht gekauft, da ich in einem Mehrfamilienhaus lebe und ich den Bass daher so weit herunter regeln müsste, das sich die Anschaffung am Ende nicht lohnen würde. Die Sonos Playbase bietet genug Bass – dachte ich bislang.

Da kann Apple absolut nicht mithalten, wobei man aber auch sagen muss, dass Apple nicht speziell für Multiroom konzipiert wurde, aber zu einem derartigen System, mit gewissen Einschränkungen, ausgebaut werden kann. Es gibt den Apple HomePod 2 und den Apple HomePod Mini. Im weitesten Sinne könnte man noch den Apple TV 4K dazu nehmen. Andere Erweiterungen gibt es bei Apple dann nicht mehr. Es gibt also kein extra Bassmodul, Soundbars oder tragebare Lautsprecher. Natürlich liegen auch die Produkte von Apple preislich ganz weit oben im Regal. Für den schmalen Taler bekommt man hier nicht viel geboten. Das günstigste bei Apple wäre der kleine HomePod Mini für 109 Euro UVP. Der Apple HomePod 2, von dem mir leihweise zwei von Cyberport zur Verfügung gestellt wurden, kostet jeweils 349 Euro. Im weitesten Sinne könnte man den Apple TV 4K dazu zählen, da er die Schnittstelle von den HomePods zum Fernseher ist. Kostet ab 169 Euro.

Die Auswahl bei Apple ist nicht wirklich groß

Vor nunmehr drei Jahren habe ich mich für die oben beschriebene Anlage von Sonos entschieden. Warum? Weil ich primär Internetradio über TuneIn in der Pro Version höre und diese direkt in der Sonos App integriert werden kann. Aber nicht nur TuneIn, sondern auch viele andere Anbieter auch andere Musikapps wie Deezer, Soundcloud , Streaminganbieter wie Plex und Radiosender wie SonaFM lassen sich direkt einbinden. Bei Apple funktioniert das nur, wenn deren Apps AirPlay direkt und nativ unterstützen. Mit ein Hauptgrund war auch, dass man in Punkto Hardware mit Sonos eindeutig flexibler ist, als mit Apple. Allerdings muss ich gleich dazu sagen, dass es die Sonos Playbase nicht mehr gibt, aber dafür hat man nun die Auswahl aus mehreren Soundbars.

Für den Vergleichstest sind jetzt noch zwei HomePods 2 dazu gekommen, die links und rechts vom Fernseher neben der Sonos Playbase platziert sind. Dabei ist aber auch gleich der allergrößte Nachteil von Apple zu nennen, denn man kann zwei HomePods als Stereopaar aufstellen, aber das war es dann auch schon. Leider kann man bei Apple bislang keine weiteren HomePods als Rear-Lautsprecher einrichten. Das soll aber auch nicht nötig sein, denn dank 3D-Audio sollen die Apple HomePod 2 einen immersiven Sound im ganzen Zimmer ermöglichen. Wie bereits erwähnt, müssen die beiden Apple HomePod 2 dann auch die Basswiedergabe übernehmen. Das wird spannend, denn von der Größe sind ein Apple HomePod 2 und ein Sonos One nahezu identisch. Das spielt später bei der Klangbewertung durchaus eine entscheidende Rolle.

Das ist eine Auswahl von Sonos Lautsprechern

Einrichtung und App:

Bei Apple ist die Einrichtung eines HomePods eine Sache von wenigen Sekunden. Einfach den HomePod an den Strom anschließen, kurz warten, bis der Ton zu hören ist, ein iPhone oder iPad in an den HomePod halten und die Einrichtung startet. Kurz das Zimmer zuordnen und fertig. Dasselbe, wenn man direkt einen zweiten HomePod hinterher anschließt. Hier erfolgt schon bei dessen Einrichtung die Frage, ob der zweite HomePod als Stereo-Paar etabliert werden soll, oder als einzelner Lautsprecher agieren soll. Wählt man das Stereo-Paar aus, kommt noch die Frage, ob dieser den rechten oder linken Lautsprecher des Stereo-Paar repräsentiert. Danach sind beide in der Apple Home App zu sehen und können bei Bedarf noch weiter konfiguriert werden.

+So leicht die Einrichtung bei Apple auch ist, aber der allergrößte Nachteil von Apple ist die Tatsache, dass man weder einen HomePod Mini noch einen weiterem HomePod 2 als Rear-Lautsprecher einrichten kann. Somit bekommt man bislang kein echtes Surround-System aufgebaut. Hier muss man sich auf das 3D-Audio verlassen. Aber auch bei Sonos gibt es eine kleine, aber nicht unerhebliche Einschränkung. Man kann zwar vorne eine Soundbar konfigurieren und für hinten eine Stereo-Paar der Sonos One, aber noch mal zusätzlich zwei vorne geht leider nicht. Man könnte diese beiden als zusätzlichen Stereo-Paar ´ über ein weiteres Zimmer z.B. Wohnzimmer 2 einrichten, aber man kann diese dann nicht mit dem Wohnzimmer 1 gruppieren. Per Multiroom könnte man die zwei zwar ebenfalls dieselbe Quelle abspielen lassen, aber es gibt dabei einen minimalen Versatz, der wie ein Echo klingt. Somit kann man keine „echte“ Surround Anlage zusammenstellen.

Die Einrichtung des Apple HomePod 2 ist eine Sache von wenigen Sekunden

Ein Apple HomePod wird in der Apple Home App integriert und verwaltet. Im ersten Moment wirken die möglichen Einstellungen umfangreich, aber am Ende ist es im Vergleich zu Sonos doch spärlich. Natürlich kann man hier nachträglich einstellen, wo ein Apple HomePod eingesetzt werden soll, wie gruppiert wird, welcher Links oder Rechts sein soll usw. Auch Automationen können hinzugefügt werden und seit iOS 17 die Möglichkeit Alarme von Rauchmeldern und anderen Warnern zu erkennen und weiterzuleiten. Macht durchaus Sinn, wenn man über mehrere Etagen wohnt, oben etwas erkannt wird und über alle Apple HomePods im Haus, aber auch iPhones, iPads und Macs signalisiert werden. Bislang ein Novum auf dem Markt. Siri kann man auch konfigurieren. Nachteil bei Apple – es gibt keinen Equalizer. Man kann bei einem HomePod lediglich den Bass reduzieren.

Bei Sonos ist die Einrichtung zwar ein wenig umständlicher, aber am Ende auch kein Hexenwerk, denn sobald auch eine Box von Sonos mit dem Stromnetz verbunden wurde, wird es per Scan in der Sonos App direkt gefunden und eingebunden. Auch hier erfolgt eine Abfrage, in welchem Zimmer der Lautsprecher stehen wird, ob er ein Teil eines Stereo-Paars sein wird usw. Größter Vorteil von Sonos ist halt, dass es unabhängig von Apple auch mit Android problemlos eingerichtet und genutzt werden kann. Das ist alleine schon deswegen ein Vorteil, weil man z.B. auch den Google Assistant nutzen könnte und nicht nur, wie im Falle von Apple HomePods, nur auf Siri verlassen muss.

Bei Sonos ist die Einrichtung auch sehr einfach

Einen Unterschied gibt es am Ende des Aufbaus und der Einrichtung auch beim Einmessen der Anlage. Die Apple HomePods messen sich selbstständig ein, sobald Musik abgespielt wird. Dabei werden die Audiosignale über die vielen Mikrofone im Inneren eines HomePods aufgenommen, ausgewertet und das Klangbild entsprechend angepasst. Keine Ahnung, wie das im Detail funktioniert, aber es funktioniert. Bei Sonos muss man m it Hilfe eine iPhones ein Testsignal abspielen lassen und sich mit dem iPhone kreuz und quer durch den Raum bewegen. Auch hier werden die empfangenen Audiosignale aufgezeichnet, analysiert und entsprechend angepasst. Auch führt am Ende zu einem deutlich besseren Klangbild und Räumlichkeit.

Alltag:

Am besten erkläre ich kurz, wie es bei mir im Alltag so abläuft, was ich wie benutze und welche Ansprüche ich habe. Dieser wird sich zwar nicht mit vielen anderen Nutzerszenarien decken, aber vielleicht findet man die Eine oder Andere Übereinstimmung und kann sich aus dem Rest die passenden Informationen ziehen.

Die Verwaltung der Apple HomePods ist sehr einfach gehalten

Morgens, direkt nach dem Aufstehen wird die Musik per TuneIn Pro eingeschaltet und läuft dann den ganzen Tag im Hintergrund. Warum TuneIn? Weil es die mir einzige, bekannte App ist. die Sonos direkt unterstützt und für die es auch eine App für die Apple Watch gibt. Es ist natürlich einfach nur pure Bequemlichkeit, die ganze Sonos Anlage mit der Apple Watch zu steuern, aber ich möchte es nicht mehr missen. Hier fangen die Unterschiede schon mal an, denn die Apple HomePods haben zwar seit iOS 17 die Funktion „HandsOff“, mit dem man das iPhone einfach an die Oberseite des HomePod 2 halten muss und die Musik sollte auf dem Homepod abgespielt werden, aber das funktioniert im Falle von TuneIn leider nicht ohne Probleme. Die Musik wird zwar übertragen und es erscheint der HandsOff Bildschirm, aber es ertönt keine Musik. Erst wenn ich die App komplett beende und neu starte, funktioniert es. Mit anderen Apps wie Apple Podcast (Link zu unserem Podcast), Apple Music, Youtube Music, Spotify usw. klappt dieses HandsOff dagegen einwandfrei. Am einfachsten ist es aber, die Musik per Siri zu starten. Also „Hey Siri, starte Dance UK auf TuneIn Radio“ und schon geht es los.

Bei Sonos drücke ich an einem der Lautsprecher einfach Play, starte die TuneIn App auf dem iPhone, auf der Apple Watch oder eben auch per Sprachbefehl, wobei ich aber zugeben muss, dass es weder per Google Assistant, Amazon Alexa oder Sonos Voice nicht so einfach funktioniert wie erhofft. Entweder wird man nicht verstanden oder der Befehl kann nicht umgesetzt werden.

Das Sonos System bietet jede Mengen Möglichkeiten und Funktionen

Das Wechseln der Titel ist mit beiden Systemen, also Sonos oder Apple, kein Problem, denn die allermeisten Funktionen können per Sprachbefehl durchgeführt werden. Dazu zählen z.B, auch solche Funktionen wie Intercom, bei der man über die Lautsprecher Sprachnachrichten an alle anderen Lautsprecher schicken kann, also eine Art Rundspruchanlage. Das beherrschen beide Hersteller. Auch das Abspielen von verschiedenen Quelle beherrschen beide, wobei Sonos hier noch ein bisschen flexibler ist, weil hier noch externe Server als Quelle eingebunden werden können. Das scheint bei Apple zwar auch zu funktionieren, aber wohl nur über Umwege. Da ich meine Musik aber ausschließlich über Apps beziehe, spielt das für mich keine Rolle.

Ein großer Nachteil von den Apple HomePods ist aber, dass ich in einen Konflikt gerate, wenn ich auf dem iPhone mit den AirPods z.B. einen Podcast hören möchte, aber auf den beiden Homepods weiterhin die Musik von TuneIn laufen soll. Denn bei Apple werden alle Geräte, auch AirPods, miteinander verknüpft. Ist an sich eine tolle Sache, aber nervt, wenn man eben zweigleisig fahren möchte. Das führt dazu, dass sich beim Start des Podcast die Wiedergabe direkt auf die HomePods gelegt wird. Schalte ich die Wiedergabe mit dem iPhone wieder auf die AirPods um, dann höre ich zwar den Podcast im Headset, aber die Musik spielt nicht mehr. Also starte ich TuneIn und anstatt auf den HomePods fängt die Musik auf dem Headset an zu spielen. Umschalten per AirPlay klappt leider nicht, denn es geht immer nur eines. Einzige Lösung ist bisher die TuneIn App über mein iPad zu starten und mein iPhone komplett raus zu lassen.

Der Klang ist sowohl bei Sonos, als auch bei Apple auf einem sehr hohen Niveau. Die Sonos bieten eine gute Räumlichkeit, weil hier eben auch noch zwei Speaker im Hintergrund zum Einsatz kommen. Der Bass war dank der Sonos Playbase meiner Meinung nach angenehm rund und ausreichend tief, aber eben kein Bassmonster. Dafür müsste man den zusätzlichen externen Bass dazu kaufen. Bei niedrigen Lautstärken klingt das System von Sonos sehr angenehm und ausgewogen. Mit zunehmender Lautstärke fällt der sehr lineare und natürliche Klangcharakter der Sonos auf. Keine Auffälligkeiten und selbst bei höheren Lautstärken klingt es immer noch sehr gut. Die beiden Apple HomePods klingen dagegen deutlich voluminöser. Es ist erstaunlich, was der Apple HomePod bei dieser Baugröße für einen tiefen und voluminösen Bass herausholen kann. Das ist aller Ehren wert. Die Mitten sind zwar nicht ganz so präsent, passen aber nahezu perfekt zum gesamten Klangbild, genauso die Höhen und das selbst, wenn man lauter dreht.

Links der Sonos One und rechts der Apple HomePod 2

Es gibt dabei aber einen gewaltigen Haken dabei und das wäre die Räumlichkeit. Trotz 3D Klang, kommen die beiden Apple HomePods nicht annähernd an mein System von Sonos heran. Die Räumlichkeit ist in Ordnung, aber 3D Klang definiere ich irgendwie anders. Stelle ich die beiden hinteren Sonos One SL nach vorne direkt neben die beiden Apple HomePods und deaktiviere die Sonos Playbase, dann sieht das Ganze etwas anders aus, denn hier kann Apple 3D Audio durchaus überzeugen. Das Klangbild wirkt bei den Apple HomePods luftiger und freier, während es bei den beiden Sonos One SL etwas gedrungener anhört. Am Ende gefällt mir Apple klanglich besser, selbst wenn ich mein komplettes Sonos System mit den Apple HomePods vergleiche.

Da meine Frau im Homeoffice arbeitet, schauen wir in ihrer Mittagspause etwas Fernsehen und das natürlich bislang über die Sonos Anlage. Auch hier gibt es natürlich Unterschiede zwischen Sonos und Apple, denn die beiden HomePods werden direkt als Ausgabemedium im Apple TV 4k konfiguriert. Das alles läuft ohne weitere Einrichtung, kann aber jederzeit in den Einstellungen des Apple TV umgestellt werden. Bei Sonos muss man jedes mal einen kleinen Umweg über das Schnellmenü des Apple TV nehmen, da der Apple TV die Ausgabe jedes mal von Sonos wieder zurück auf die Lautsprecher des Fernsehers zurück setzt. Das ist zwar etwas nervig, aber man gewöhnt sich schließlich an alles.

Gerade bei Filmen ist die Soundkulisse der Sonos Anlage, auch ohne externen Bass, schon beeindruckend, weil die beiden Rear-Speaker für eine gute Räumlichkeit sorgen. Da ich keine extra Bass habe, fehlt es zwar ein wenig unten herum, aber so wirklich fehlt mir das nicht. Die beiden HomePods müssen ebenfalls ohne extra Bassunterstützung auskommen und auch wenn man es nicht glauben mag – obwohl ein HomePod 2 ziemlich genau gleich groß ist wie ein Sono One, liefern die beiden HomePods 2 zusammen deutlich mehr Bass, als die drei Sonos zusammen. Egal bei welcher Art von Musik, die beiden HomePods machen einfach mehr Spaß beim Hören. Da kann ich den Bass bei den Sonos auf maximal stellen wie ich will, klanglich kommen die Sonos nicht gegen Apple an. Bei Filmen ist das noch mal eine Spur extremer.

Sowohl Sonos als auch Apple können per Touch, Sprache oder App bedient werden

Beim Film Inception hört man zu Beginn bei der Szene im Haus einen tiefen, langanhaltenden Bass. Den hört man mit der Sonos gar nicht wirklich. Bei Apple vibriert sogar die Couch ein wenig, so gut kommt der Bass rüber. Echt irre. Allerdings spielt sich hinter einem nichts ab, wenn z.B. bei Star Wars der Sternenzerstörer von hinten ins Bild kommt. Bei Sonos hört man das schön von hinten, aber halt nicht mit dem schönen tiefen Bass. Bei Apple dröhnt es schön, aber erst wenn der Sternenzerstörer vorne ankommt, hört man das auch auf den Apple HomePods 2. Bleibt also die Erkenntnis, dass keine meiner beiden Konfigurationen perfekt ist. Die Sonos bieten einen tollen Suround-Sound, aber wenig Bass, die Apple bieten Bass, aber keinen Rundum-Klang, denn von den 360° bemerke ich leider nichts. Wie wäre es mit einer Kombination aus beidem? Das funktioniert sogar und wie, denn über den Apple TV 4K kann ich für die Audiowiedergabe sowohl die Anlage von Sonos, als auch die beiden Apple HomePods 2 zusammen aktivieren und damit geht die Post ab, denn jetzt habe ich die Kombination aus beidem. Quasi eine 5.1 Anlage und das ohne einen extra Bass kaufen zu müssen.

Stellt sich jetzt nur eine Frage – wie klingt es, wenn ich statt der beiden Apple HomePod 2 einen Sonos Subwoofer kaufen würde? Kommt preislich auf dasselbe raus, denn der Subwoofer ist nicht unter 600 Euro zu bekommen. Allerdings ist das eben nur ein externes Bassmodul und so richtig ausnutzen kann ich dessen Leistung leider auch nicht. Mit den beiden HomePods bin ich da deutlich flexibler, ohne auf den Bass zu verzichten.

Fazit:

Welches System ist das bessere? Sonos oder Apple? Am Ende kann ich das nicht abschließend beantworten, denn bei mir hat sich die Kombination aus beidem als ideal erwiesen. Was ich aber sagen kann ist, dass man sich vorab viel Zeit nehmen sollte, wenn man so ein Audiosystem plant. Wo liegen die Schwerpunkte? Was ist mir wichtig? Was kann bzw. darf ich damit anstellen – Stichwort Ruhestörung etc. Vielleicht hilft mein Artikel dabei, ein paar Kleinigkeiten vorab zu klären, um das für sich perfekte System zu finden. Eines ist aber am Ende auch klar – günstig ist der Spaß nicht, aber am Ende jeden Cent wert, denn ich werde mir tatsächlich zwei Apple HomePod 2 dazu kaufen und mit meiner Sonos-Anlage zusammen nutzen. Nochmals vielen Dank an Cyberport.de, die mir diesen Artikel erst ermöglicht haben.

Peter W.

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