Optoma NuForce BE LIVE5 Test – was taugt dieses Bluetooth In-Ear Sport Headset

Ich treibe gerne Sport und höre dabei Musik. Zu Hause auf einer Sonos Anlage und auch unterwegs lege ich Wert auf einen gute Klang aus meinem Headset. Daher wird der Optoma NuForce BE LIVE5 Test zeigen, wie gut dieses Bluetooth In-Ear Headset beim Sport ist und dann gibt es noch ein Gewinnspiel.



Mein Sport besteht aus Powerwalking, etwas Krafttrainung aber vor allem mehrmals die Woche Cardio-Fitness ala Freeletics aber bei mir Nike Results. Dabei teste ich allerlei Headsets, denn wo kann man die Versprechen der Hersteller von wegen „hält bei allem und immer“ ausprobieren, als eben beim rumhüpfen und verbiegen auf der Matte. Und ich hatte da so einige Kandidaten.

Natürlich habe ich auch mehrere dieser, im Moment total angesagten, total kabellosen „Real-Wireless“ Headsets getestet. Zuletzt die Xiaomi AirDots (Testbericht) und etliche dieser Apple AirPod Clones wie z.B. das i12 TWS (Testbericht).

Aber auch wenn dieser Typus Headset auf dem Vormarsch ist, haben so halb-kabelgebundene Headsets immer noch ihre Daseinsberechtigung. Wem so ein kleiner Knopf mal beim Sport aus dem Ohr gefallen ist, womöglich beim Radfahren, der weiß, wovon ich rede…

Nach wie vor nutze ich beim Sport das Teufel Move BT (Testbericht). Es kostet bei Amazon aktuell 119 €*, ist aber jeden Cent wert, weil durch diverse Aufsätze wirklich gut sitzend, guter Klang und sehr gute Akkulaufzeit. Auch den Vorgänger des Be Live5, das Nuforce BE6i Bluetooth In-Ear Sport Headset (Testbericht)  habe ich getestet, hat mich aber am Ende wegen des hohen Preises  nicht überzeugen können.



Technische Daten Optoma NuForce BE LIVE 5:

  • 90 dB
  • 16 Ohm
  • 20 Hz – 20.000 Hz
  • 8 mm Treiber
  • bis zu 8 Geräte
  • Fernbedienung
  • Freisprecheinrichtung
  • wasserabweisend nach IPX5
  • Bluetooth 4.1
  • AAC und aptX
  • 18 g

Produktseite: optoma.de/be-live5

Ausführliche deutsche Bedienungsanleitung: optoma.de/BELive5-de.pdf

Erhältlich ist das Optoma NuForce BE LIVE5 Bluetooth In-Ear Headset nur in Schwarz bei Amazon* zum Preis von 99 €.

Verarbeitung und Ausstattung:

In der Verpackung liegt so einiges. Neben dem eigentlichem Headset noch ein Case, ein Micro-USB Kabel, 3 Paar Silikon Ohrstücke in S, M, L, dann noch 2 Paar Soft Foam Ohrstücke in den Größen M und L, dann 3 Paar Ohrflügel in S, M, L und eine Bedienungsanleitung.

Gerade was die Ohrpolster angeht, muss man sich bei einem In-Ear Headset wirklich Zeit nehmen und ausprobieren. Denn schon hier entscheidet man maßgeblich über den Klang und den Sitz und der wiederum entscheidet am Ende über Ohren- oder Kopfschmerzen beim längeren Tragen.

Jedes Earpiece, also diese Ohrstöpsel, bestehen aus schwarz eloxierten Aluminium und machen einen sehr hochwertigen, weil schweren, Eindruck. Also nichts von wegen billiges Plastik. Darin jeweils ein Magnet, was ich bei den Teufel Move BT (Testbericht) so vermisse.

Nehme ich das Headset aus dem Ohr, verbinden sich die beiden Ohrstücke und können nicht herunterfallen. Eine Kleinigkeit, die ich nicht mehr missen möchte.

Etwas arg fummelig ist das montieren der Aufsätze. Keine Ahnung warum, aber ich habe noch nie so lange gebraucht so einen Aufsatz drauf zu schieben. Denn dank der vielen mitgelieferten Aufsätze und Bügel ist man sehr flexibel und findet jeder seine passende Kombination.

Richtig gut, und meine absoluten Favoriten, sind diese Soft Foam Aufsätze. Man knautscht sie etwas zusammen, steckt sie ins Ohr und sie quellen regelrecht auf. Nach wenigen Sekunden dichten sie perfekt ab und fallen auch nicht mehr so einfach heraus.

Zwischen den beiden Ohrsteckern verläuft ein Flachbandkabel im dem eine Fernbedienung eingebaut ist. Neben drei Tasten befindet sich hier eine kleine LED, das Mikrofon und auch der Akku nebst Mikro-USB Ladebuchse. Die Tasten haben klar definierte Druckpunkte, sind aber hinzuschauen nur schwer durch Tasten zu erfühlen.



Richtig gut finde ich diese Klammer, oder wie man das auch immer nennen mag, mit der man die Kabellänge regulieren kann. 

Dank IPX5 ist das Headset gegen Spritzwasser wie Regen oder Schweiß geschützt. Selbiges gilt auch für die beiden Stöpsel.

Der Akku soll wieder bis zu 8 Stunden durchhalten. Diesen habe ich mit 7:48 Stunden auch fast erreicht. Allerdings nicht dauerhaft bei voller Lautstärke. Die Reichweite ist völlig in Ordnung. Je nachdem die baulichen Gegebenheiten sind, können es auch mal mehr als 10 Meter sein.

In der Realität, wird man aber sein Smartphone entweder direkt bei sich oder in griffweite haben. Wichtig ist aber, dass man das Smartphone idealerweise rechts von tragen sollte, um den Abstand zwischen Smartphone und Empfänger in der Fernbedienung gering zu halten, um Unterbrechungen bei der Verbindung zu vermeiden.

Verbindung und Bedienung:

Viele Worte braucht man über die Verbindung nicht verlieren, außer, dass man des Optoma NuForce BE LIVE5 die mittlere Taste zum erstmaligen Einschalten und Verbinden direkt 4 Sekunden gedrückt halten muss, damit das Headset in den Pairing Modus geht, was mit einer abwechselnd rot und blau blinken LED signalisiert wird. Steht die Verbindung, blinkt die LED alle paar Sekunden in blau.

Außergewöhnlich, denn normalerweise bin ich es gewohnt, dass so ein Headset mit dem Einschalten direkt bereit ist für die Verbindung. Statusmeldungen wie die erfolgreiche Verbindung werden durch eine etwas müde wirkende weibliche Stimme in englischer Sprache bestätigt.

Wie auch der Vorgänger kann auch das BE Live 5 bis zu 8 Geräte verwalten, sprich wiedererkennen und direkt wieder verbinden. Allerdings nicht zwei zur gleichen Zeit.



Die Bedienung ist sehr eingängig. Laut, Leiser, Pause/ Play ist klar. Hält man die Lauter- oder Leiser-Taste länger gedrückt, springt man einen Titel vor oder zurück. Hält man die mittlere Taste gedrückt, startet man den Sprachassistenten Siri oder Google Assistant. Kommt ein Anruf rein, kann man ihn mit einem Druck auf die mittlere Taste annehmen und beenden.

Ein Problem des Vorgängers wurde auch hier nicht verändert. Nach dem Ende eines Telefonats startet wieder die Wiedergabe von Musik, allerdings mit der vorher eingestellten Lautstärke. Hier wäre es besser, wenn die Musik langsam wieder eingeblendet werden würde.

Klang und Praxistest:

Bei der Beurteilung des Klangs muss man sich vor Augen halten, wofür man sich so ein Sport Headset kauft. Um eben Sport zu machen und dabei Musik zu hören. Niemand wird sich damit mit einem guten Glas Rotwein auf die Couch setzen und Beethovens 9. hören. Dafür gibt es ganz andere Headsets.

Beim Sport geht es um die zusätzliche Motivation durch den Beat der Musik oder auch mal einen Podcast oder Hörspiel hören. Ich beurteile den Klang also nicht nach High-End Gesichtspunkten, sondern wirklich beim Sport. 

Ich erwähne zur Sicherheit, dass ich bei Tests keinerlei Optimierung des Klangs vornehme. Also keine Equalizer oder ähnliche Klangverbieger. Meine Playlist umfasst derzeit 130 Titel kreuz und quer durch alle Genres. Klassische Musik von einem Symphony Orchester, aktueller Pop, auch elektronische Musik wie von Kalkbrenner, Rammstein, Unpluggend Versionen usw. Es ist wirklich alles dabei.

Und da macht das Optoma NuForce BE LIVE5 richtig Spaß. Schöne Bässe, die tief hinab reichen und die Musik erst so richtig zur Geltung kommen lassen. Saubere Mitten, die Sänger – und Sängerinnen das nötige Volumen geben, um sie auch noch bei leiseren Passagen gut zu verstehen und dann ein wirklich toller Hochtonbereich. Nicht zu hell, nicht zu dumpf. Genau richtig, damit es zum Rest passt.



Über die Breite der Bühne oder Räumlichkeit brauche ich beim Sport nicht wirklich viele Worte verlieren, da ich beim joggen oder Cradiotraining darauf sicher nicht achte, aber die sind beim Optoma NuForce BE LIVE5 durchaus als gut zu bezeichnen. 

Im direkten Vergleich muss ich aber zugeben, dass der Teufel Move BT (Testbericht) weiter unten noch etwas kräftiger durchzieht, auch etwas lauter vom Pegel kann, was aber nicht heißt, dass das BE LIVE5 leise wäre. Ich würde es als absolut ausreichend von der maximalen Lautstärke bezeichnen, was aber immer Auge bzw. Ohrs des Hörers liegt. Was mir zu laut, ist dem Nächsten zu leise. Auch im gesamten Klangeindruck kommt das Teufel wuchtiger daher. Eben ein Teufel. 

Einzig ein leises Grundrauschen fällt negativ auf. Das hört man aber nur, wenn man sich mal nicht bewegt und die Passage entsprechend leise ist. Davon wird man aber beim Sport ganz sicher nichts hören. Apropos Sport. Vorausgesetzt man hat die für sich passenden Aufsätze gefunden, ist der Tragekomfort nahezu mit perfekt zu betiteln.

Selbst nach Stunden drückt nichts und man ist auch ohne ANC (Active Noise Cancelling) komplett von der Außenwelt abgeschirmt.

Das könnte vor allem draußen im Straßenverkehr ein Problem werden, denn man hört wirklich nichts mehr und dafür muss man nicht einmal laut hören. Gerade die Soft Foam Ohrstücke passen sich so perfekt dem Ohr an und lassen selbst direkt an einem vorbeifahrende Autos komplett überhören. Also lieber noch etwas leiser Musik hören. Und mit den beiliegenden Bügeln kann man springen und hüpfen wie man will. Da fällt auch nichts heraus. 

Fazit:

Das Optoma NuForce BE LIVE5 bekommt das Gütesiegel. Für unter 100 € bekommt man ein richtig gutes Headset, welches zwar sicher nicht perfekt ist, aber mit einem guten Klang, guten Tragekomfort und kleinen Extras wie der Klammer im Kabel oder den magnetischen Ohrstöpsel punkten kann.

Es ist auch sicher nicht das lauteste Headset und sicher hält es nicht es so lange durch wie so einige, vor allem teurere Konkurrenten, aber das Preis/Leistungsverhältnis stimmt absolut. Zumal man dieses Headset bei Amazon*immer wieder mal für 89, 95 € oder weniger in den Blitzangeboten bekommt. Also auf die Lauer legen und man wird es absolut nicht bereuen. 

Und zu guter Letzt gibt es auch ein Gewinnspiel, bei dem ihr ein brandneues Optoma NuForce BE Sport3 gewinnen könnte. Hört dazu einfach mal in den nächsten Podcast. Dort werde ich an irgendeiner Stelle mal ein Codewort sagen, welches ihr dann per Mail an gewinnspiel (@) mobi-test.de schicken könnt/dürft/müsst.

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