Mit dem Saphe Drive Mini Verkehrsalarm habe ich den neuen Blitzerwarner mit Display im Test und das über mehrere tausend Kilometer in drei Ländern. Was ich daran gut finde und was nicht, habe ich im Test ausführlich beschrieben.

Vor einiger Zeit habe ich den Ooono Verkehrsalarm (Testbericht) getestet und war nicht so wirklich angetan, weil zu umständlich und vor allem nicht sehr zuverlässig. Das hat sich auch mit den letzten Updates leider nicht geändert. Seit einigen Wochen haben wir nun den Saphe Drive+ (Testbericht) in einem unserer beiden Autos und damit schon viele tausend Kilometer hinter uns gebracht. Immer unter den wachsamen Augen des Drive+ und wir möchten ihn nicht mehr missen. Nun gibt es mit dem Saphe Drive Mini eine Neuheit, die die Technik des Drive+ mit einem kleinen Display erweitert. Diesen durfte ich ausführlich testen und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch auf einer Reise nach Italien mit dem Auto auch im Ausland. Also ein echter Praxistest. Allerdings muss man sich im Klaren darüber sein, dass die Nutzung solcher Blitzerwarner nicht nur in Deutschland verboten sind. Man darf sie zwar kaufen und besitzen, aber eben nicht aktiv nutzen.

Technische Daten Saphe Drive Mini:

  • ab iOS 11 oder Android 4.3
  • Li-Ion Akku
  • 59,5 x 36 x 15 mm
  • 115 g

Produktseite: saphe.com/de/saphe-drive-mini-verkehrsalarm

Deutsche Bedienungsanleitung: saphe.dk/DriveMini_quickguide.pdf

Erhältlich ist der Saphe Drive Mini in deren Onlineshop oder bei Amazon* zum Preis von 69,95 Euro. Bis zum 1. August 2021 gibt es mit dem Code „mobitest15“ im Onlineshop und Amazon einen Rabatt von 15%.

Was ich gut finde:

Was ich am Saphe Drive Mini gut finde, ist schon einmal der Lieferumfang, denn dort sind zwei Winkel vorhanden inkl. 3M Klebepad, in die der Saphe Drive Mini mittels eines Halterung eingerastet wird. Dadurch ist es möglich, den Saphe Drive Mini in zwei Fahrzeugen zu nutzen und das Display in verschiedenen Winkel. So sollte sich in jedem Fahrzeug eine passende Position finden lassen. In unserem Ford Focus Turnier ist es rechts neben dem Monitor auf dem Armaturenbrett. Da der Saphe Drive Mini kompakt ist, stört er nicht wirklich und fügt sich gut in das Armaturenbrett ein. Das Display ist zwar auf den ersten Blick recht klein, aber ehrlich gesagt, braucht es auch nicht mehr. Bei einer Warnung werden genau 2 Icons angezeigt. Die Art der Warnung wie z.B. fester Blitzer und darunter das Tempolimit. Das reicht vollkommen aus, zumal die Symbole aussagekräftig sind. An einer Seite ist eine Micro-USB Buchse zu finden, über die der Akku geladen werden kann.

Der Akkuverbrauch ist extrem gering, denn das ganze System arbeitet vollautomatisch, worauf ich gleich noch mal im Detail eingehen werde. Der Saphe Drive Mini ist nun seit etwas mehr als 3 Wochen im täglichen Einsatz, auch über 11 Stunden am Stück auf der Fahrt in die Toskana und die Akkuanzeige ist immer noch voll. Ich kann also aktuell nicht sagen, wie lange der Akku am Ende halten wird. Sobald ich den Akku laden muss, werde ich diese Angabe hier nachtragen, aber ich gehe mal von mehreren Monaten aus, wenn man es werktäglich für ca. 30 Minuten aktiv nutzt.

Apropos nutzen. Nach der Einrichtung, dazu komme ich gleich, muss man nichts mehr einschalten. Man muss auch keine App extra starten. Einfach Bluetooth immer aktiviert lassen, ins Auto einsteigen, der Saphe Drive Mini verbindet sich mit dem Smartphone und losfahren. Am Ende der Fahrt einfach aussteigen, der Saphe trennt sich und geht nach wenigen Minuten in den Standby. Sowas von genial, weil es einfach funktioniert. Man muss sich um nichts kümmern und ist trotzdem immer sicher unterwegs. Sollte man sein Handy mal vergessen, Bluetooth ausgeschaltet oder was auch immer die Verbindung stören bzw. verhindern, warnt der Saphe Drive Mini beim losfahren. Es spielt auch keine Rolle ob mit Android oder iOS. Es läuft auf beiden System exakt gleich gut.

Die Warnung vor Blitzern ist gut, weil die Datenbank von Blitzer.de und weiterer europäischer Anbieter, riesig und auf einem aktuellen Stand ist. Auch die Masse an Nutzern dieser Systeme halten es auch bei mobilen Blitzern immer recht aktuell und das gilt auch für allgemeine Gefahren für Staus oder anderweitige Störungen. Aber perfekt ist eben niemand und so kann man Gefahrenstellen und Blitzer mit einem kurzen Druck auf eine der beiden Tasten direkt melden. So trägt jeder zur Aktualität bei. Blitzer vor denen gewarnt wird, aber nicht mehr vorhanden sind, können als nicht mehr existent gemeldet werden, indem man nichts drückt und steht der mobile Blitzer wirklich noch vor Ort, drückt man die blaue Taste für den Blitzer und bestätigt damit seine Existent. Alles sehr einfach gehalten um während der Fahrt nicht zum Problem zu werden. Das Display aktiviert sich automatisch, sobald eine Warnung kommt und schaltet sich danach auch wieder automatisch ab. So blendet nichts im Dunkeln.

Da das System mit den Blitzern und Gefahren kein echtes Navigationssystem ist, weiß das System natürlich nicht genau, wo man so herumfährt, sondern nur die Richtung auf einer Straße. So kommt es immer wieder vor, dass man z.B. auf der Autobahn vor einem Tempo 50 Blitzer gewarnt wird, weil unter der Autobahn eine Straße führt, auf der ein Blitzer vorhanden ist. Aber ansonsten arbeitet das ganze System sehr präzise und vor allem auch sehr gut im Ausland, wie wir auf unserer Reise in die Toskana mehrfach erleben durften. Voraussetzung ist natürlich eine Datenverbindung. Man muss also permanent mit dem Internet verbunden sein, da Saphe auf Daten von Blitzer.de und anderen Datenbanken basiert und diese permanent aus dem Netz zur Aktualisierung abruft. Offline, also ohne Datenverbindung funktioniert das System nicht. Da aber innerhalb Europas die Datenverbindungen nicht mehr zusätzlich kosten, ist das absolut verschmerzbar. Wer damit ein Problem hat, soll sich einfach an die geltenden Tempolimits halten. Dann braucht man aber auch keinen Blitzerwarner.

Die wichtigste Schnittstelle zwischen dem Saphe Drive Mini und dem Nutzer ist das Smartphone. Denn die Box an sich ist dumm, weiß also nicht, wo, welcher Blitzer steht. Diese Infos liefert die App und wie schon erwähnt, muss man diese beim Start der Fahrt nicht extra starten, denn das geschieht automatisch. Die App ist sehr einfach gehalten und zeigt beim Start entweder eine Karte mit dem aktuellen Standort, auf der Blitzer und Gefahrenstellen auch optisch zu sehen sind, oder eine stark vereinfachte Symbolansicht. Diese Ansicht kann man übrigens umschalten, indem man links unten auf das Banner für das Tempo tippt. Bei einer Warnung wird sowohl der Saphe Drive Mini als auch die App optisch und akustisch warnen. Man kann das Handy also auch problemlos in der Tasche lassen. Im Menü der App kann man dann einstellen, in welcher Distanz vor dem Blitzer gewarnt werden soll, ob oder welcher Ton am Smartphone überhaupt noch zusätzlich abgespielt werden soll und bei welchen Arten von Gefahren gewarnt werden soll usw.

Was ich nicht gut finde:

Damit man den Saphe Drive Mini nutzen kann, muss man sich beim Saphe Club (Link) anmelden. Ohne diese Registrierung geht es nicht. Das gab es beim Saphe Drive+ (Testbericht) noch nicht und ist in meinen Augen totaler Schwachsinn, denn dieser „Club“ bietet keinerlei Mehrwert. Man hat weder mehr Funktionen oder sonst irgendwelche Vorteile.

Fazit:

Ist der Saphe Drive Mini empfehlenswert? Ja und das ohne Wenn und Aber. Natürlich sind Blitzerwarnen nach wie vor eine rechtliche Grauzone, aber er warnt eben nicht nur vor Blitzern, sondern auch alle anderen Gefahren wie Staus, Unfälle usw. und das sehr zuverlässig und vor allem nahezu vollautomatisch und das ist das beste am Saphe. Man muss sich um nichts mehr kümmern. Nichts einschalten oder aktivieren. Einfach einsteigen und losfahren. Weil er auf mehr als 5000 km im Test so zuverlässig funktioniert hat und auch preislich absolut in Ordnung ist, gibt es das Gütesiegel und den Hinweis, dass es bald einen Saphe Drive Mini bei uns im Podcast zu gewinnen gibt.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Saphe Drive Mini
  • Verarbeitung/ Ausstattung
  • Verbindung/ Bedienung
  • Praxistest
  • Preis/ Leistung
3.9

Zusammenfassung

+ verschiedene Halterungen im Lieferumfang
+ sehr einfache Bedienung
+ arbeitet vollautomatisch
+ sehr zuverlässig
+ sehr gute Akkulaufzeit
+ günstiger Preis
+ funktioniert europaweit

– Registrierungspflicht für den Club

2 KOMMENTARE

  1. Hallo Peter,

    ich spreche jetzt mal nur für den Raum Deutschland:
    Warum sollte ich mir so ein Gerät kaufen, wenn ich die gleiche Funktionalität auch in der
    Blitzer.de App habe?
    „Die Warnung vor Blitzern ist gut, weil die Datenbank von Blitzer.de und weiterer europäischer Anbieter, riesig und auf einem aktuellen Stand ist.“

    Beste Grüße
    Wolfgang

    • Weil das alles vollautomatisch läuft? Die Blitzer App muss man jedes mal starten und wieder beenden. Hier fahre ich einfach los. Zudem die einfache Bedienung. Während der Fahrt einen Blitzer melden, also auf dem Handy herumtippen = 1 Punkt und beim Saphe kein Problem, weil kein Smartphone. Außerdem können den Saphe beliebig viele Fahrer nutzen. Man braucht nur einen Account zur einmaligen Aktivierung, alle anderen brauchen nur noch die App ohne Login. Bei Blitzer.de muss jeder die App kaufen und es gibt sicher noch ein paar Gründe mehr. Ist wie eine Klimaanlage. Ist toll, wenn man sie hat, aber ohne ist bislang auch noch niemand gestorben.

      Gruß
      Peter

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