Sony Xperia 5 III im Test – Kann man etwas beinahe perfektes noch besser machen?

Ich durfte letztes Jahr, vielen Dank an Sony, das Xperia 1 II sowie das Xperia 5 II testen. Und ich war damals schon mehr als überzeugt von diesen Geräten. Für das was sie sein wollten waren es wirklich perfekte Smartphones. Ich hatte 1-2 Punkte zu kritisieren und genau diese beiden Punkte scheint Sony jetzt verbessert zu haben. Ich konzentriere mich hier in dem Test auf die Verbesserung denn gerade die Kamera benötigt noch mehr Aufmerksamkeit von uns. Willkommen also beim großen Sony Xperia 5 III Test.

Wir starten gleich mal mit den technischen Daten. Und dort werdet ihr erkennen, dass es wirklich nur kleine aber sinnvolle Änderungen im Vergleich zum letztjährigen Gerät gab. Eine Sache über die Peter und ich im Podcast immer widersprechen ist das Design von Geräten. Andere Hersteller, die ebenfalls großartige Smartphones bauen wie zB Xiaomi oder Oppo, haben jedes Jahr eine neue Designsprache.

Apple z.b. zitiert das eigene Design über mehrere Generationen der Geräte. Damit schafft man eine Wiedererkennung. Die Leute sehen einfach das es ein iPhone ist. Bei einem Oppo oder Xiaomi eben nicht. Sony macht es wie Apple. Das ikonische Industriedesign, sehr klar sehr aufgeräumt findet sich auch im Sony Xperia 5 III wieder. Es ähnelt dem Xperia 5 II wie ein Ei dem anderen. Änderungen sind mit bloßen Auge kaum auszumachen. 

Die Maße des Gehäuses sind beinahe gleich. Es ist 0,2 mm dicker geworden. Dafür ist der Akku auf 4500 mAh gewachsen. Das ist bei einem so kleinen, handlichen Gerät wirklich viel. Genau, das Sony Xperia 5 III ist wieder ein handliches Gerät geworden. Dazu später mehrt. Optisch hat sich nur die Kamera geändert. Alles andere ist gleich geblieben. Display, Displaygröße, Auflösung, Pixel per inch und so weiter. Sogar die Anordnung der Schalter ist gleich. Der großartige Stereoklang ist weiterhin vorhanden. Die phantastische Idee, den Sim Kartenschacht ohne Werkzeug mit den Händen entnehmen zu können ist geblieben.

Also, bis auf die Kamera, den Akku sowie den Prozessor hat sich nicht viel geändert. Es sind weitere Möglichkeiten der Navigation dazu gekommen. Galileo, Beidou, A-Glonass, QZSS werden ab sofort unterstützt

Wir starten jetzt erstmal mit den technischen Daten und schauen uns dann die Neuigkeiten und Änderungen genau an.

Sony Xperia 5 III Test – Technische Daten

ABMESSUNGEN: 157 × 68 × 8,2 mm
GEWICHT: 168 g
DISPLAY-GRÖSSE: 6,1″ CinemaWide™ Display im 21:9 Format2
AUFLÖSUNG: FHD+ HDR OLED (2520 x 1080)
120 Hz Bildwiederholungsrate3, 240 Hz Bildstabilisierung3, 240 Hz Touch-Scanrate3, Creator-Modus „powered by CineAlta“ – Farbwiedergabe inspiriert von den Fernsehern der MASTER Series, DCI-P3 100 %, ITU-R BT.2020 (REC.2020)4, Illuminant D65-Weißpunkt, 10-Bit-Farbabstufungen5, X1™ for mobile
BILDWIEDERGABEFORMAT
JPEG, GIF, PNG, BMP, WebP, WBMP, HEIF, DNG, CR2, NEF, NRW, ARW, RW2, ORF, RAF, PEF, SRW
VIDEOWIEDERGABEFORMAT
H.263, H.264, H.265, MPEG-4 Video, AV1, VP8, VP9

Wasserabweisend (IPX5/IPX8)6, staubdicht (IP6X)
STRAPAZIERFÄHIGKEIT
Corning® Gorilla® Glas 6

Triple-Kamera
AUFLÖSUNG: 12 MP – 1/1,7” Exmor RS™ for mobile Sensor
BLENDE: F1.7
BRENNWEITE: 24 mm
BLICKWINKEL: 82°


12 MP – 1/2,9” Exmor RS™ for mobile Sensor
BLENDE: F2.3 (70 mm), F2.8 (105 mm)
BRENNWEITE: 70 mm, 105 mm
BLICKWINKEL: 34° (70 mm), 23° (105 mm)

12 MP – 1/2,5” Exmor RS™ for mobile Sensor
BLENDE: F2.2
BRENNWEITE: 16 mm
BLICKWINKEL: 124°
Kamerafunktionen
FUNKTIONEN

VIDEOAUFNAHMEFORMAT
.mp4 (H.264, H.265)

WEITERE FUNKTIONEN
3,5-mm-Audioanschluss, 360 Reality Audio18, 360 Reality Audio Hardware-Dekodierung19, 360-Raumklang20, vollwertige Stereo-Lautsprecher, Dolby Atmos®21, DSEE Ultimate, Stereoaufnahme, Qualcomm® aptX™ HD Audio22


RAM: 8 GB
INTERNER SPEICHER: 128 GB UFS25
EXTERNER SPEICHER: microSDXC-kompatibel (bis zu 1 TB)26

CPU: Qualcomm® Snapdragon™ 888 5G Mobilplattform22
Akku: 4500 mAh

2G BAND – 850, 900, 1800, 190029
3G BAND – 2.100 (Band 1), 1.900 (Band 2), 1.700 (Band 4), 850 (Band 5), 800 (Band 6), 900 (Band 8), 800 (Band 19)29
4G BAND – 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 19, 20, 25, 26, 28, 29, 32, 34, 38, 39, 40, 41, 46, 6629
5G BAND – n1, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n77, n7829

WLAN – IEEE 802.11a/b/g/n(2,4 GHz)/n(5 GHz)/ac/ax
STANDORT – A-GPS, A-GLONASS, Beidou, Galileo, QZSS30
Bluetooth® 5.2 Drahtlostechnologie

Allgemeines zum Sony Xperia 5 III Test

Dann wollen wir mal durch die wichtigsten Änderungen gehen. Und hier ist es gut dass wir einen Vergleich zum letztjährigen Modell haben. Das Sony Xperia 5 III hat wie für einen Flaggschiff üblich den neuesten und schnellsten Snapdragon Prozessor, den Qualcomm Snapdragon 888 eingebaut. Das ist total toll. Merkt man davon irgendetwas? Ist das schneller als das letztjährige Modell? Nein. Es arbeitet genauso schnell und genauso ausdauernd wie das letztjährige Modell. Es Natürlich ist der neue Prozessor etwas zukunftssicherer. Dass ihr auch in zwei Jahren noch genügend Dampf unter der Haube habt.

Dann wollen wir mal direkt zum wichtigsten Punkt kommen. Und das ist die Kamera. Sony hat die Kamera im Vergleich zum Vorgänger noch einmal verbessert. Und nicht nur die Kamera wurde angepasst auch die Kamera-App wurde angepasst. Damit ihr versteht worum es geht könnt ihr euch gerne den Testbericht zum Xperia 5 II durchlesen.

Das Sony Xperia 5 III  ist, genau wie seine Vorgänger, eigentlich mehr Kamera als Smartphone.  Bei seinem Vorgänger lief es gerade im Automatik-Modus etwas hakelig. Das heißt, während die manuelle Kamerafunktionen beinahe perfekt war, ließ der Automatikmodus etwas zu wünschen übrig. Wenn man schnell aus der Hüfte ein Foto im Automatikmodus machen wollte, war das Ergebnishäufig nicht so gut.

Es gab beim Vorgänger 2 Kamera-Apps. Die Sony Kamera-App sowie die Android-Kamera App. Diese recht große schwäche ist beim Xperia 5 III weggefallen. Der Automatikmodus wurde in die Sony Kamera App integriert. Mittels Drehschalter kann man nun vom Automatik in den manuellen Modus schalten.

Die Kamera-App, das Benutzerinterface ist sehr stark an die Sony Alpha DSLR Kameras angelehnt. Neben der verbesserten App, wurde auch die Hardware angepasst. Wenn man Herr über das eigene Bild sein möchte dann sollte das so sein. Wenn ihr besser wisst wie ein Foto aussehen soll als eine Smartphone KI, dann ist dieses Smartphone das richtige für euch. Es liefert die Software und die Hardware um „eure“ Fotos zu machen.

Ich möchte jetzt nicht über die Qualitäten Testbilder reden. Aber hier mal ein Beispiel. Ich wollte den Himmel dunkelrot haben und die Sonne als einen hellroten Punkt der sich dadurch kämpft. Dieses bekomme ich mit keinem anderen Smartphone hin. Mein Pixel sieht das Bild und sagt hey ich rechne dir das mal so hin dass es ästhetisch schön aussieht. Und das stimmt.  Aber, ich wollte es anders schön haben.  Und genau für so einen Moment benötige ich ein Smartphone das über die passen Hard und Software verfügt.

Sony Xperia 5 III Test – Kamera Hardware

Beginne wir mit der Hardware un diese ist wirklich spannend.

Wir haben es mit einer Tripple Kamera zu tun.

Eine 12 MP Linse, die 1/1,7” Exmor RS™ for mobile Sensor mit einer  F1.7 Brennweite 24 mm bei einem Blickwinkel von 82°

Eine 12 MP Linse, die 1/2,5” Exmor RS™ for mobile Sensor mit einer  F2.2 (16 mm), bei Blickwinkeln von 124° 

Eine 12 MP Linse, die 1/1,7” Exmor RS™ for mobile Sensor mit einer  F1.7 Brennweite 24 mm bei einem Blickwinkel von 82°

Dieses Kamera Setup zeigt deutlich wohin die Reise geht.  Um das kurz etwas einfacher zu erklären, wir haben eine sehr gute Hauptkamera. Wir haben eine Weitwinkelkamera, ein Weitwinkelobjektiv mit 124 Grad und wir haben eine dritte Linse. Wie ihr auf dem Bild oben seht, handelt es sich dabei um eine sehr große untere Linse. Dort befinden sich eigentlich zwei Linsen die verschiedene Brennweiten besitzt. Es handelt sich dabei um ein optisches Teleobjektiv welches bis zu 105 mm Brennweite aufnimmt. Im Inneren eures Smartphones sieht es dann so aus. 

Im Modul selber wurden für beide Brennweiten, Dual PDAF Sensoren verbaut. Das hat den Vorteil, dass 70mm und 105mm synchronisiert arbeiten. Beim Wechsel der Objektive von 70mm auf 105 mm wird sehr schnell scharf gestellt, da sie koordiniert zusammenarbeiten. Ja, wir sprechen hier immer noch von einem Smartphone. Es gibt mittlerweile einige Kameras die so etwas versuchen. Es werden Periskop Kameras verbaut. Linsen die flach im Gehäuse liegen und über Spiegel das Licht umgelenkten.

Die ersten waren Samsung die sowas versucht haben. Auch Apple nutzt beim iPhone pro so etwas. An die Qualität der Bilder des Sony Xperia 5 III ist, zumindest bisher, noch niemand herangekommen. Zumindest wenn man sich den Zoom anschaut. Wenn man dort ein wenig mit den verschiedenen Blenden spielt bekommt man beeindrucken Ergebnisse zu sehen.

Sony Xperia 5 III Test – Kamera Software

Jetzt sollten wir uns mal anschauen wie genau der Wechsel funktioniert. Und diesmal benutzen wir nur eine App und das ist die Sony Kamera App. Im Vorgängermodell gab es dafür noch zwei verschiedene. Das ist jetzt eine deutliche Erleichterung. Man kann auch im Automatikmodus, direkt aus der Sony Kamera App schießen. Was für die Fotokamera gilt gilt natürlich auch für die Videokamera. Das Design und Layout dieser Apps, Foto und Video, sind eng an dem bedien-Interface der Sony Alpha Kameras angelehnt. Wir sollten nie vergessen, Sony weiß wie man Kameras baut.

Anders als im letzten Jahr befinden sich nun alle Bedienelemente in einer App.

Die Kamera wird immer im Basismodus gestartet. Natürlich verfügt auch das Xperia 5 III über einen  dedizierten Kamera Auslöse-Knopf. Über diesen kann man die Fotos machen. Wie ihr am Menü seht ist das Smartphone, die Smartphone Kamera, so gebaut dass man zumeist quer fotografiert.

Der basismodus ist euer Automatikmodus. Hier werden sämtliche physikalischen Eigenschaften von der KI gesteuert. Ihr könnt nicht wirklich eingreifen. Aus der Tasche nehmen und ein Foto machen. Das funktioniert beim Sony Xperia 5 III hervorragend. Anders als im letzten Jahr, beim Xperia 5 II ist es jetzt eine Freude damit zu fotografieren. Ihr könnt hier auch schnell zwischen Foto und Video-Kamera umschalten. Zoom sowie Helligkeit könnt ihr manuell regeln. Den Rest erledigt die Kamera.

Die Programmautomatik funktioniert genauso wie es bei allen herkömmlichen Kameras kennt. Die Verschlusszeit wird von der Kamera gesteuert. Alle anderen Einstellungen könnt ihr selber machen. Das ist der Modus mit dem die meisten Hobby-Fotografen unterwegs fotografieren. Hier könnt ihr beginnen mit dem Bild, eurer Komposition zu spielen. Und zwar für das Bild sowie für euren Geschmack. Wenn ihr dann noch mit der Belichtung rum spielt, dann könnt Ihr sehr schöne Ergebnisse erzielen.

Und dann gibt es natürlich noch den manuellen Modus. Hier sollte man sehr genau wissen was man tut. Man kann den shutter speed, SS, die Verschlusszeit einstellen. Man kann die ISO Werte einstellen. Wirklich jedes Detail dieser Kamera, wie man es von DSLR Kameras kann beeinflusst werden. Hier gelingen die schönsten Aufnahmen. Allerdings, wenn man nicht genau weiß was man macht, produziert man hier auch sehr viel Ausschuss. 

Das Wechseln zwischen den einzelnen objektiven kann man, außer im Automatik und basic Modus immer. Und das funktioniert unglaublich schnell.

Die komplette Bedienung der Kamera ist so intuitiv und einfach. Hier zeigt sich das Sony jahrzehntelange Erfahrung im Kamera-Bau hat. Sie wissen wie Menschen mit diesen Geräten umgehen. Und diese intuitive Bedienoberfläche erlaubt es sehr einfach mit dieser Kamera zu arbeiten. Da das Display, darauf gehe ich unten noch mal kurz ein, von einer hochklassigen Güte ist, sehen alle Bilder, als Vorschaubild perfekt aus. Ihr könnt anhand des Displays und der Qualität sehr schnell erkennen ob euch ein Foto gelungen ist oder nicht. Das bedeutet das Display gibt die Bildqualität sehr gut wieder.

Anders als bei vielen anderen Smartphones, die überzeichnen oder auf wert auf Farbeffekte legen wirkt das Display des Sony Xperia 5 III natürlich. Wenn ihr die Bilder ausrückt werden euch keine bösen Überraschungen erwarten.

Es ist ein ganzheitliches System. Und das macht vor der Fotokamera nicht halt. Denn die Videokamera geht tatsächlich noch einen Schritt weiter. Aber dazu später mehr.

Das Einstellungsmenü der Fotokamera ist wirklich all umfänglich. Es gibt nichts was ihr nicht manuell bearbeiten könnt.

Sony Xperia 5 III Test – Video Kamera

Die Qualität der Videokamera steht der Fotokamera in nichts nach. Allerdings ist Sony hier nicht den Schritt gegangen den dass bei der Fotokamera angewendet hat. Wir können von den Einstellungen der Fotokamera sofort in die Videokamera schalten. Aber das ist dann nur der Automatikmodus. Wenn man wirklich alles aus dieser Kamera rausholen möchte muss man die Sony eigene Videokamera App nutzen. Diese ist dann ähnlich aufgebaut wie im letzten Jahr.

Natürlich könnt ihr wieder verschiedene Gradings (Farbkorrektur um ein Einheitliches Bild oder bestimmte Stimmungen zu schaffen) vor-einstellen. Ihr könnt mit dem Fokus spielen. Die Kamera besitzt einen hervorragenden Modus für Ruckelfreie und stabile Videoaufnahmen. Mehrere Algorithmen greifen dort ineinander. Die von der großen Sony Alpha bekannten Optical SteadyShot mit FlawlessEye sind hier in diesem Smartphone ebenfalls verbaut. Das bedeutet der Sensor besitzt eine sehr hohe Lesegeschwindigkeit und mit dem Algorithmus zur optischen Bildstabilisierung ist ein fließender Übergang gewährleistet. Das funktioniert in der Praxis hervorragend. Natürlich sind aufnahmen in 4K mit 120BpS möglich. Es gibt einen Intelligenten Windfilter und das Gerät besitzt ein 3.5mm Anschluss für Kopfhörer oder externe Mikrofone.

Schaut euch einfach mal dieses Test-Video an. Es ist sehr kurz und dort sind einige unterschiedliche Motiv Einstellungen gewählt. Überlegt euch mal was ihr mit einem bisschen Kreativität alles aus dieser Kamera rausholen könnt.  Ich finde es sehr lustig wenn andere Hersteller ihren Smartphones den Beinamen „pro“ geben. Das ist alles Spielerei (Gruß an Apple). Die Sony Xperia 1 und 5 Serie, das ist wirklich professionelles Arbeiten.

Auf viele Kleinigkeiten, die die Kamera sonst noch bietet bin ich hier bisher gar nicht eingegangen. Sie besitzt eine hervorragende Objektverfolgung. Wenn ihr ein sich schnell bewegendes Objekt fokussieren möchtet und beim Schwenk die Kamera den Fokus nicht verlieren soll, tippt ihr dieses einfach auf dem Display an. Den Rest erledigt die Kamera. Wie ihr unten, an den Testbildern, erkennen könnt, wurde diverse weitere Hardware und Algorithmen verbaut. Die dafür sorgen, dass eure Bilder genauso werden wie ihr es euch vorstellt. 

Serienbildaufnahmen werden durch den BIONZ X für mobile Prozessoren deutlich besser. Diese kann man sehr gut nutzen um, über einen Makroschlitten zu arbeiten. Wenn das jetzt alles Zuviel ist, keine Sorge umfangreiche Tutorials auf dem Smartphone oder auf der Sony Seite erklären euch wie ihr mit den einzelnen Modis arbeiten könnt. Jetzt sind 1000 € für eine Kamera immer noch relativ viel Geld. Und natürlich kommt dieses Smartphone nicht an die Leistung einer Sony Alpha heran. Aber diese kostet noch sieben bis acht Mal so viel. Wer gerne unterwegs ist um Fotos zu machen. Sei es nun in der Stadt oder auf dem Land für den sollte diese Smartphone Kamera mehr als ausreichend sein.

Ich möchte nicht sagen dass diese Kamera um so viele Klassen besser ist als alle anderen Smartphone Kameras. Denn das ist sie nicht. Es kommt immer auf den Anwender an. Für Opa Schulz der dreimal in der Woche ein Foto von seinen Katzen macht kann jedes 250 € Smartphone sinnvoller sein.

Der Vorteil der Kamera des Sony Xperia 5 III, ist ihr behaltet die Oberhand über eure Fotos. Wenn ihr euch vorstellt wie ein Foto wirken soll, dann liefert die Kamera euer Ergebnis. Ihr seid Herr über das Geschehen. Und die Smartphone Kamera des Xperia 5 III ist zu jeder Zeit, als Foto oder Videokamera, in der Lage dieses Ergebnis zu liefern. Da ich selber auf der Suche nach einem neuen Gerät bin und das Pixel 6 mich mittlerweile ein Stück weit langweilt, bin ich sehr hart am überlegen ob ich mir nicht das Sony Xperia 5 III  zulegen sollte.  Denn auch die anderen Werte dieses Smartphones Stimmen ebenfalls.

Denn auch die übrigen Werte des Gerätes sind mehr als perfekt. Für die Leistung ist der Snapdragon 888 zuständig. Der derzeit immer noch schnellste Prozessor für Android. diesem Gerät wird auch in einigen Jahren nicht die Luft ausgehen. Es wird immer genügend Leistung für sämtliche Spiele und Anwendungen vorhanden sein. 

Sony Xperia 5 III Test – Display

Das Display ist ein 6.1” HDR OLED-Display im 21:9 Format mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz. Dieser Form-Faktor ist natürlich nicht grundlos gewählt. So könnt ihr Videos oder Serien streamen und diese passen sich perfekt an die Displaygröße an. Natürlich könnt ihr den Einstellungen des Gerätes die Farb und weiß Werte professionell einstellen. Kaum ein Display ist in der Lage so gut und so präzise eingestellt werden. Wie üblich möchte ich euch raten hier den Testbericht zum Xperia 5 II zu lesen. Dort habe ich alles wissenswerte über das Display aufgeschrieben.

Ein weiterer wichtiger Punkt der nicht außer acht gelassen werden sollte und direkt ans Display Anschließt ist der Formfaktor. Das Display ist mit 6,1 Zoll ausreichend groß. Durch den 21:9 Formfaktor ist das Gerät sehr lang und schmal. Es liegt also hervorragend in der Hand. Ihr könnt es wirklich mit einer Hand bedienen und müssten nur selten umgreifen. 

Wer es genau wissen möchte, die Maße lauten 157 × 68 × 8,2 mm. Zum Vergleich, ein iPhone Pro (wofür Steht bei Apple eigentlich der Begriff „Pro?“) max ist 78 mm breit. Damit 1 cm breiter als das Sony Xperia 5 III. Und diesen Zentimeter merkt man jeder Zeit. Natürlich ist das Gerät nach IPX5 / IPX8 sowie IP6X Gegen Wasser und staubgeschützt. Erstaunlich, wenn man bedenkt dass es einen dreieinhalb mm Kopfhöreranschluss hat.

Ich erinnere mich an einen Hersteller der seinerzeit sagte, der Kopfhöreranschluss muss weg weil wir sonst die Geräte nicht wasserdicht bekommen. Nicht so bei Sony. Ein weiteres Gimmick, vom letzten Jahr welches mir sehr gut gefallen hat ist ebenfalls geblieben. Und das sind diese Kleinigkeiten die ich an diesem Gerät so liebe. Der Sim Kartenschacht. Das wahrscheinlich unwichtigste Bauteil an einem Smartphone. Man kann ihn ohne Werkzeug entfernen. Man kann ihn einfach aus dem Gerät rausziehen und wieder rein schieben. Trotz alledem bleibt das Gerät wasserdicht. Wir können zwei Sim Karten in das Gerät einlegen. Allerdings kann da nur eine aufs 5g Netz zugreifen. 

Wie im letzten Jahr und befindet sich Ober und unterhalb des Displays ein nettes Kinn. Es ist deutlich größer als bei vielen anderen Geräten. Da das Display mittig angebracht wurde fällt es eigentlich nicht auf. Mir gefällt es sehr gut. Ich mag dieses Design. Das Gerät ist auf der Vorder und Rückseite mit Gorilla Glas 6 geschützt. Der Rahmen besteht aus Metall. 

An der rechten Geräteseite haben wir den ein Ausschalter, in dem sich auch der Fingerabdrucksensor befindet ich halte diese Lösung immer noch für die beste. Mir gefällt der Fingerabdrucksensor an dieser Stelle einfach besser als im Display. Man erreicht ihn schneller. Ebenfalls auf der rechten Seite ist die Laut/Leise Wippe angebracht, sowie ein dezidierter Kamera Button. Relativ weit unten. Ein weiterer frei belegbar Button befindet sich ebenfalls noch auf dieser Seite. 

An der Unterseite befindet sich der usb-c Anschluss sowie ein Mikrofon. Die Linke Geräteseite wird vom sim Kartenschacht eingenommen. An der Oberseite haben wir ein Mikrofon sowie den dreieinhalb Millimeter Kopfhöreranschluss. Alles in allem ist die Verarbeitung absolute Oberklasse.  Der Fingerabdrucksensor ist perfekt positioniert und funktioniert sehr schnell. Der Kamera Bump auf der Rückseite ist relativ dezent. Dort haben wir die drei Kameras untergebracht. Besonders die untere kamera-Lise wirkt eindrucksvoll.

Sony Xperia 5 III Test – Diverse

Wer sich jetzt fragt, wo dann die Lautsprecher sind und ob das Gerät überhaupt welche hat. Natürlich, its a Sony. Und da der Konzern nicht nur hervorragende Smartphones und Kameras herstellt sondern auch eine der größten Plattenfirmen der Welt ist und im Bereich Musik seit Jahrzehnten vorne mitspielt, wir erinnern uns alle an den Walkman – zumindest wir älteren, ist natürlich auch das Sony Xperia 5 III in diesem Bereich perfekt aufgestellt. Es besitzt Stereo Lautsprecher. Am oberen sowie am unteren Ende des Smartphones. Beide Strahlen nach vorne. So haben wir einen hervorragenden Klang. Das Sony Xperia 5 III kommt nicht ganz an das Sony Xperia 1 II ran.  Das liegt einfach an der größe. Es ist ein relativ kleines Gerät in dem nicht viel Platz herrscht. Dennoch ist der Klang Oberklasse. 

Wer dann noch ein Abo eines passenden Streaming Anbieter besitzt, wird mit einem Klang allererster Güte belohnt. Welche Streaming Anbieter sich anbieten hat Peter in diesen Artikel mal dargelegt. Das Gerät ist in der Lage 360 Reality Audio wiederzugeben Mittels Kopfhörer ist sogar DSEE Ultimate möglich. Mehr zu den Klangqualitäten des Sony Xperia 5 III findet ihr hier im Testbericht zum Sony Xperia 5II.

Sony Xperia 5 III Test – Akku

Ein weiteres Upgrade, Unterschied zum Vorjahresmodell. Der Akku ist auf 4500 Milliamperestunden gewachsen. Das ist gut. Auch wenn im letzten Jahr der Akku locker über den Tag gereicht hat haben wir doch beim diesjährigen Modell einige Änderungen. Wir haben einen stärkeren Prozessor der selbstverständlich mehr Akku frisst. Und das Filmen in 4K bei 120 Bildern die Sekunde zieht selbstverständlich Akku wie nichts. Deshalb ist im Bereich Akku mehr, besser. Anders ausgedrückt, ein Akku kann gar nicht groß genug sein. Wenn ihr das Gerät normal benutzt, die alltäglichen Arbeiten damit erledigt kommt ihr locker über den Tag und habt noch am nächsten einiges an Energie übrig.

Beim Akku gibt es den einzigen Kritikpunkt meinerseits. Das Gerät ist zwar „Schnell-Lade-Fähig“ leider nur mit Maximal 30W. Das ist in der heutigen zeit etwas gering. Viel schlimmer, wenn man es so nennen möchte. Man kann das Gerät leider nicht kabellos aufladen. Also, die praktische QI Matte bleibt außen vor. Das finde ich sehr schade.

Was die Verbindungen betrifft so ist alles im grünen Bereich. Bluetooth (5.2) wird ständig und stabil gehalten. Egal zu welchem Endgerät. Zu meiner Kopfhörern zu meiner Uhr alles kein Problem. Selbiges gilt für WLAN oder die Telefonie. Beim Telefonieren werde ich glasklar verstanden und auch ich verstehe meinen gegenüber hervorragend. Verbindungsabbrüche habe ich nie erlebt. Die Konnektivität des Gerätes ist im allgemeinen auf einem sehr hohen, Oberklasse Niveau. Ehrlich, was soll ich zu diesem Gerät noch schreiben. Am besten direkt mal zum Fazit.

Fazit des Sony Xperia 5 III Test

Die Überschrift hat bereits darauf hingewiesen. Sony hat es wirklich geschafft. Sie haben das Sony Xperia 5III an entscheidenden Stellen noch einmal verbessert. Ich halte es derzeit für das bestes Smartphone auf dem Markt. Das ist allerdings nur meine persönliche Einschätzung. Und meine persönliche Einschätzung resultiert aus meinen Präferenzen. Ich mag die Kamera, ich mag den Klang, ich mag den Formfaktor. Alle drei Punkte sind für mich am wichtigsten bei einem Smartphone und in allen drei Punkten ist dieses Gerät bisher unerreicht, ungeschlagen. Wenn dazu so schöne Dinge kommen wie ein Kopfhöreranschluss, ein Sim Kartenschacht den ich ohne Werkzeug wechseln kann, ein grandioses Display eine sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeit und eine Verarbeitung – Materialanmutung auf Premium Niveau. Dann bin ich rundum glücklich. Würde ich dieses Gerät meinem besten Freund empfehlen. Aber selbstverständlich. Ich frage mich nur was Sony im nächsten Jahr beim Xperia 5 IV verbessern möchte? Alles in allem, die absolute Spitzenklasse das Smartphone Technologie.

Sony Xperia 5 III
  • Verarbeitung
  • Leistung
  • Kamera
  • Lieferumfang
  • Preis Leistung
  • Ausstattung
4.4

2 Kommentare zu „Sony Xperia 5 III im Test – Kann man etwas beinahe perfektes noch besser machen?“

  1. Hallo!
    Danke für den ausführlichen Testbericht!

    Ich hatte ja schon meine Begeisterung zu dem Xperia 5 II unter dem entsprechenden Bericht zum Ausdruck gebracht und würde gerne noch etwas hinzu fügen, das ich über die letzten Monate, in denen ich mich wieder mit Fotografie beschäftige, auch sehr an dem Gerät zu schätzen gelernt habe: Man kann die Bilder auch als RAW Dateien speichern.
    Das konnte bisher keins meiner Telefone.

    Damit kommen die Bilddateien unverändert mit allen Helligkeits- und Farbinformationen unverändert auf den Speicher. Auch ist der Umfang dieser Informatioen ist hier größer als bei Jpg-Dateien. Dafür sind die dann auch immer so um die 25MB groß.
    Das ist in der Regel nur für Fotografen interessant, die Ihre Bilder später noch nachbearbeiten, denn das ist bei RAW in der Regel unumgänglich, da die Kamerasoftware hier keine Optimierungen am Foto vornimmt. Rohdaten eben.

    Wer mehr dazu lesen möchte, hier der Artikel hierzu bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Rohdatenformat

    Ich weiß das sehr zu schätzen, weil ich zwar mittlerweile auch eine Sony Alpha 6000 mein Eigen nenne (@Markus Die kostet zwar keine 4000,- , sondern neu „nur“ 400,- als Body aber trotzdem könnte dir Sony zumindest mal ein Xperia 5 III schenken, wie ich finde ;)),
    aber diese Kamera habe ich ja nicht immer bei mir. Was ich immer dabei habe, ist mein Telefon und das gibt mir die Möglichkeit, die Bilder, die ich damit mache, genau so zu bearbeiten, wie die Bilder aus der „großen“ Kamera. Plus den Bonus, das ich mir bei dem Xperia wie bei einer Alpha aussuchen kann, wie viel Einfluss ich auf das Bild nehmen will.

    Ansonsten ein sehr schöner Bericht und wenn mein Xperia 5 II nicht erst ein Jahr alt wäre, könnte das MARK III auch mein neues Telefon werden.

    Grüße,

    Marcus

    PS: Wäre nicht auch mal ein Audiokolleg über Kameratechnik in Smartphones interessant?

    1. Hallo Marcus und danke für den Kommentar. Ja das mit den RAW Formaten nutze ich ebenfalls aber das ist wirklich nur spezialisten-gedöns. – Dann bist du der 4 der sich ein xperia gekauft hat, von denen ich weiß. Sollte langsam mal eine Sony Departement gründen. Das mit dem Audiokolleg ist eine gute idee, schon mit Peter besprochen und wird nächste Woche aufgenommen. Danke dafür

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