Im Test – mophie Powerstation Go Rugged kompakt Powerbank mit Starthilfe

Mit der mophie Powerstation Go Rugged kompakt habe ich eine Powerbank mit Starthilfekabel im Test, die aber noch ein bisschen mehr kann. Ob sie ihr Geld wert oder nicht, habe ich ausprobiert.

Wie heißt eigentlich die Mehrzahl von Powerbank? Powerbänke? Powerbanken? Egal, denn mittlerweile habe ich Dutzende dieser kompakter Energiespender getestet (Link zu den Tests). Da war einiges dabei. Egal ob mit eingebauter Heizung, magnetisch, super kompakt im Scheckkartendesign usw. Jetzt im Winter muss es mal wieder was besonderes sein. Wer kennt es nicht? In der Nacht war es klirrend kalt und die Autobatterie ist auch nicht mehr die Neueste. Beim Einsteigen schon die Angst, dass die Karre nicht mehr anspringt. Mit der mophie Powerstation Go Rugged kompakt ist man nun gewappnet und der ADAC kann zu Hause bleiben, denn im Falle eines Falles, kann man sich selber helfen und kurzerhand Starthilfe aus der Hosentasche geben. Übrigens ist die mopie Powerbank ziemlich baugleich mit dem Halo Jump Starter.

Dabei bietet dieses Prachtexemplar noch ein bisschen mehr, denn man kann damit natürlich auch Handys laden oder ordentlich Licht machen und bei Gefahr im Verzug mit einem SOS-Blinken auf sich aufmerksam machen. Ob und wie das alles funktioniert, konnte ich ein paar Tage später dann im „echten Leben“ testen.

Technische Daten mophie Powerstation Go Rugged kompakt:

  • 8.100 mAh
  • 29,9 Wh
  • USB Typ-C Eingang mit 5 V / 2 A
  • 2x USB Typ-A Ausgang mit 5 V/ 2,4 A
  • Starthilfe mit 12 V/ 600 A
  • 155 x 83 x 35 mm
  • 521 g

Produktseite: zagg.com/de_eu/mophie-powerstation-go-rugged-compact

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist die mophie Powerstation Go Rugged kompakt derzeit nur im Onlineshop von mophie. Bei Amazon* ist sie derzeit noch nicht gelistet. In Shops wie z.B. von Coolblue ist sie bereits für 69,99 Euro erhältlich.

Was ich gut finde:

In der Verpackung findet man neben der Powerstation noch ein Ladegerät mit drei verschiedenen Adaptern, darunter natürlich auch den für die EU, ein USb Typ-C Ladekabel, das Überbrückungskabel, eine Transporttasche und eine Schnellstartanleitung. Diese sollte man aber in Ruhe voran lesen, denn im Notfall könnte die mikroskopisch kleine Schrift zum Problem werden. Zum Glück ist dafür der Tragebeutel recht groß ausgefallen, so dass in den Beutel alles reinpasst. Die Verarbeitung ist in Ordnung. Plastik rundum, aber durchaus stabil. An der einen Außenseite befinden sich 4 LEDs, die den Ladezustand des eingebauten Akkus in Schritten zu je 25% anzeigen. Daneben die Power-Taste mit einer weißen LED und daneben, unter einer Abdeckung, die beiden USB A-Buchsen mit denen alle Geräte ganz normal geladen werden können.

Der Lieferumfang ist ordentlich

Weiterhin noch eine weitere Power-Taste für die Starthilfe und daneben ebenfalls unter einer spritzwassergeschützten Abdeckung die Buchse für das Starthilfekabel. Dieses passt nur in eine Richtung und muss wirklich bis zum Anschlag eingeschoben werden. An der Vorderseite eine weitere Power-Taste, mit der die Taschenlampe aktiviert, durchgeschaltet und ausgeschaltet werden kann. Nachdem man diese Taste einmal gedrückt hat, leuchtet das Licht in weiß und das sehr hell. Damit kann man in der Dunkelheit schon mal was anfangen. Zumal man diese mit einer kompletten Akkuladung gute 8 Stunden nutzen kann. Drückt man ein weiteres mal auf die Taste, schaltet die Taschenlampe auf ein rotes Dauerlicht um. Ideal zum Warnen. Ein drittes mal drücken und die LED fängt an zu blinken und zwar im Takt des SOS Signals. Bei einigermaßen Sicht, kann man dieses wirklich mehrere hundert Meter weit sehen.

An der rechten Außenseite ist noch eine Abdeckung zu finden, unter der sich die USB Typ-C Buchse zum Laden der Powerbank selbst befindet. Der Ladevorgang dauert vergleichsweise lange, da sie nur mit 10 Watt geladen werden kann. Überhaupt empfiehlt es sich die Powerbank von Zeit zu Zeit aus dem Auto oder dem Keller zu holen und aufzuladen, damit man im Falle eines Falles genügend Power hat.

Drei Power-Tasten und drei Abdeckungen…

Die Powerbank liefert maximal. 12 Watt, was nicht gerade viel ist, aber im Notfall ist das auf jeden Fall besser, als ein leerer Akku. Die Leistung reduziert sich natürlich, wenn man zwei Geräte zur gleichen Zeit auflädt. Wie immer haben ich den Akku meines iPhone 12 Pro auf 10% absinken lassen und dann mit der mophie Powerstation Go Rugged kompakt aufgeladen. Dabei schaue ich alle 15 Minuten nach, um wie viel Prozent der Akku aufgeladen wurde. Während des Ladevorgangs wurde das Handy nicht genutzt, um die Ergebnisse vergleichbar zu machen. Im Praxistest gibt es beim Laden kein Pfeifen, kein Fiepen, nichts. Hier die Leistungen:

  • nach 15 Minuten = +21%
  • nach 30 Minuten = +39%
  • nach 45 Minuten = +56%
  • nach 60 Minuten = +70%

Mein iPhone 12 Pro mit seinem 2815 mAh Akku konnte ich insgesamt zweimal komplett von 10% auf 100% aufladen und beim dritten mal reichte es dann noch mal von 10% auf 18%. Macht zusammen 188% und ist ein ordentliches Ergebnis. Klar ist die mophie Powerstation Go Rugged kompakt für ihre 8100 mAh im direkten Vergleich mit z.B. der Belkin BPD001 (Testbericht) riesig, aber man darf nicht vergessen, dass hier auch ein komplettes Starthilfeset verbaut ist.

…schützen die fünf Buchsen

Beim Thema Starthilfe kam mir das eiskalte Wetter zu Gute, denn während des Tests hatte ich die Powerbank immer mit auf der Arbeit. Eines morgens, nach dem Dienst, fragte ein Kollege, ob man ihm bitte kurz Starthilfe geben könnte. Ja, kann ich und so konnte ich unverhofft auch dieses Extra in der Praxis testen. Also raus an Objekt, Motorhaube auf und losgelegt.

Das Starthilfekabel in Powerbank bis zum Anschlag reinstecken. Ja, das Kabel ist relatib kurz, aber wozu braucht man es länger? Ersten kann ich direkt an die Batterie ran und zweitens hat ein längeres Kabel mehr Widerstand und braucht zum dritten noch mehr Platz. Für den Notfall reicht es absolut aus. Zumindest bei einem „normalen“ Fahrzeug. Die Kabel entsprechend den Farben direkt an die Pole anschließen und die linke Power-Taste drücken. Die grüne LED fängt an zu blinken und führt einen Selbstcheck durch. Dabei wird auch geprüft, ob das Überbrückungskabel korrekt angeschlossen ist. Sollte man Schwarz und Rot vertauscht haben, blinkt die LED rot und man kann keine Starthilfe geben. Ist alles korrekt angeschlossen und der Selbsttest erfolgreich abgeschlossen, leuchtet die LED dauerhaft grün und man ist bereit. „Alle weg“ und die Taste gedrückt. Nun sollte man tunlichst die Finger von allem lassen und das Auto starten. Der Anlasser des Patienten juckelt, aber der Motor startet nicht. Ok. Nächster Versuch. Die LED blinkt für ca. 15 Sekunden grün, als Zeichen, dass sie erneut einen Check durchführt. Sobald die LED wieder dauerhaft grün leuchtet, kann man einen erneuten Startversuch unternehmen. Der Anlasser zuckt und das Auto startet. Starthilfe geglückt, Patient lebt und die Powerbank taugt nun auch noch als Handwärmer, denn sie hat sich spürbar erwärmt.

Laut Hersteller kann man direkt dreimal hintereinander Starthilfe geben und muss dann etwas Pause machen, dass sich die Powerbank abkühlen kann. Mangels Testgerät kann ich nicht testen, wie oft man letztlich Starthilfe geben kann. Das hängt von so vielen Faktoren ab, aber im Notfall sollte man ein Auto locker wiederbeleben können.

Das Licht ist ausreichend hell

Was ich nicht gut finde:

Nicht so gut finde ich das rutschige Case aus Plastik. Als ich das Foto bei meinem Ford gemacht habe, ist mir die mophie Powerstation Go Rugged kompakt direkt mal von der Batterie gerutscht und in den Tiefen des Motors verschwunden. Eine Softgrip-Beschichtung würde das Handling sicher deutlich verbessern.

Weiterhin sollte die Taste für die Taschenlampe optimiert werden z.B. ein Schiebeschalter statt der Taste. Denn im Beutel kann es durchaus mal passieren, dass man, wie auch immer, die Taste aktiviert und irgendwann ist halt der Akku leer. Mir ist das im Test zweimal passiert. Das eine mal, als ich die Powerbank im Rucksack im Beutel transportiert habe und dann auch noch mal im Kofferraum. Ich bin gerade am überlegen, wie ich diese Taste mit einfachen Mitteln gegen versehentliches Einschalten absichern kann.

In diesem Bild versteckt sich die mophie Powerbank

Fazit:

Ist die mophie Powerstation Go Rugged kompakt empfehlenswert? Ja, denn wenn man sie braucht, dann ist sie jeden Cent wert. Als „einfache“ Powerbank ist sie zu groß und zu schwer, aber dafür ist sie halt nicht da, sondern im Falle eines Falles Starthilfe zu geben und bei Gefahr auf sich aufmerksam zu machen und das beherrscht die Go Rugged kompakt sehr gut. Und weil sie sich in der Praxis als Starthilfe bewährt hat, vergebe ich das Gütesiegel. Ab sofort wird sie in meinem Auto mitgeführt und ich hoffe, dass ich sie nicht brauche.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Dauerleihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Peter W.
mophie Powerstation Go Rugged kompakt
  • Verarbeitung/ Ausstattung
  • Verbindung/ Bedienung
  • Praxistest
  • Preis/ Leistung
3.6

Zusammenfassung

+ gute Leistungswerte als Powerbank
+ einfache Bedienung
+ als Starthilfe überzeugend
+ gute Taschenlampe
+ SOS Blitzer

– Taschenlampe zu einfach aktivierbar
– etwas zu glattes Gehäuse

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