Dienstag, November 29, 2022
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Apple Watch Powerbank im Test – was taugt der Social Media Tipp wirklich?

Im Test habe ich gleich zwei Powerbanks für die Apple Watch, die gerade bei Instagram, TikTok und Co. massiv beworben werden. Was taugen die beiden wirklich?

Wer unseren Podcast aufmerksam verfolgt, hat mitbekommen, dass ich ein Fan von Powerbanks in allen Formen bin. Bislang habe ich einige getestet. Von Mini bis Maxi mit Kurbel (Link zu den Tests) war alles dabei. Da ich Apple Nutzer bin, durften dabei auch Powerbanks mit MagSafe nicht fehlen (Links zu den Tests). Da ich natürlich auch mal Instagram, Facebook oder auch TikTok nutze, bin ich natürlich auch über die Werbung für den Apple Watch Portable Wireless Charger gestolpert. Eine kleine Powerbank für eben die Apple Watch als Schlüsselanhänger. Vor kurzem habe ich ja schon so einen 3-in-1 MagSafe Charger (Testbericht) getestet, der auf Social Media und diesen Influencern in den Himmel gelobt wurde. Mein Fazit – nicht nur brand- sondern auch lebensgefährlicher Elektroschrott.

Diese Apple Watch Powerbank soll ja wieder das superste überhaupt sein. Und was mache ich daraufhin? Bestellen und testen- Taugt oder nicht?

Technische Daten 950 mAh Version:

  • 950 mAh
  • Output Watch 2W
  • 110 x 41 x 15 mm
  • 44 g

Technische Daten 1000 mAh Version:

  • 1000 mAh
  • Output Watch 2W
  • Output USB 5W
  • 127 x 40 x 14 mm
  • 53 g

Erhältlich ist der Portable Wireless Charger für die Apple Watch mit 950 mAh bei Amazon zum Preis von 20,99 Euro*. Das Modell mit 1000 mAh und der Möglichkeit noch ein iPhone per USB zu laden für 21,99 Euro*.

Was ich gut finde:

Das mein 950 mAh Modell offensichtlich schon gebraucht war ist zwar ärgerlich, es ist quasi baugleich mit der 1000 mAh Version, bis auf den Unterschied, dass an der „großen“ Version zusätzlich noch eine USB-A Buchse vorhanden ist, um damit ein iPhone oder was auch immer zu laden.

Die Oberflächen haben eine Softgrip-Beschichtung, welche sich zwar angenehm anfühlt, aber auch sehr anfällig für Kratzer und Abnutzung ist. Die Apple Watch hält magnetisch an Ort und Stelle, allerdings sollte man die Watch nicht stark bewegen, denn so stark ist der Magnet dann auch wieder nicht. An der Oberseite sind zudem noch 4 LEDs zu sehen, die den Akkustand der Powerbank in Schritten von 25% anzeigen. An der Außenseite ist dann noch eine Power-Taste zu sehen, die zwar recht klapprig im Gehäuse sitzt, aber ihren Zweck zum Starten des Ladevorgangs erfüllt. Über die Micro-USB Buchse wird der eingebaute Akku (normalerweise) geladen.

Die kompakte Bauform ist ideal auf Reisen. Das war eigentlich auch der Grund, warum ich die Dinger gekauft habe. Unterwegs mal so eben die Apple Watch laden und dabei noch so klein, leicht und handlich.

Der Karabiner am Schlüsselanhänger macht eine brauchbare Figur. Zwar nicht für die Ewigkeit weil Plastik, aber im Idealfall legt man sich das Ding in die Schublade und nur bei Bedarf auf Reisen in den Rucksack.

Die 1000 mAh Version hat noch eine USB-A Buchse zum Laden eines Smartphones

Die Ladeleistung an der Apple Watch sind jetzt nicht berauschend, aber auch nicht schlechter, als mit dem original Ladegerät, denn eine Apple Watch darf laut Apple nur mit maximal 2 Watt geladen werden. Meine Apple Watch 5 konnte ich mit der 950 mAh Version des Portable Wireless Charger von 10% auf 92% aufladen. Das ist schon mal ordentlich. Es reicht zwar nicht für eine komplette Aufladung, aber im Notfall bin ich jetzt wieder für viele Stunden versorgt.

Mit der 1000 mAh Ausführung des Apple Watch Portable Wireless Charger, soll man ja im Notfall zusätzlich noch ein iPhone per USB Kabel laden können. Soweit die Theorie, denn dieses konnte ich nicht testen, wie ich gleich beschreiben werde.

Vier LEDs für die Kapazität und der Karabiner

Was ich nicht gut finde:

Das ist so einiges. Denn die 950 mAh Version ist direkt beim Auspacken in seine Einzelteile auseinandergefallen. Das ist nicht nur ärgerlich, weil ich ja ein Neuteil bestellt habe, sondern mitunter auch gefährlich, denn gebe ich da jetzt Strom drauf, kann es durchaus passieren, dass es einen Kurzschluss gibt und der verbaute Akku „durchgeht“ also in Flammen aufgeht. Spätestens dann wird es richtig brenzlig und das im wahrsten Sinne des Wortes. Trotzdem habe ich diese, mit bereitliegender Brandschutzdecke, getestet.

Das 950 mAh Modell ist direkt beim Auspacken auseinandergefallen

Die 1000 mAh Version konnte ich leider überhaupt nicht testen, denn aus der Verpackung heraus, war das Teil offensichtlich schon defekt. Ich konnte es weder laden, noch konnte ich damit meine Apple Watch aufladen. Vermutlich ist die verbaute Akkuzelle schon vom Werk aus defekt und weil ich es genau wissen wollte, habe ich die Powerbank trotzdem mal etwas länger zum Laden angeschlossen. Nach einiger Zeit hat sich die Powerbank ungewöhnlich stark erwärmt, weshalb ich den Ladevorgang sofort gestoppt habe.

Also in beiden Fällen Totalausfälle und nach einem kurzen Telefonat mit einer Schilderung der Probleme wurde mir das Geld gutgeschrieben und ich sollte beide Powerbank der Entsorgung zuführen.

Als neu sieht anders aus…

Fazit:

Sind die beiden Portable Wireless Charger für die Apple Watch empfehlenswert? Nein, Nein, Nein und nochmals Nein. Finger weg von diesem supergefährlichen Elektroschrott. Gerade wenn diese Influencer den Schrott in den Himmel loben. Es ist und bleibt Schrott und sollte auf keinen Fall gekauft werden. Daher gibt es auch kein Gütesiegel. Wenn, dann sollte man solche Gadgets von namhaften Herstellern wie Anker kaufen oder eine mit Mfi-Zertifikat wie z.B. diese hier* kaufen.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf eigene Kosten bei Amazon gekauft. Es wurde nicht vom Hersteller bzw. Onlineshop als Leihgabe bzw. als Geschenk zur Verfügung gestellt. Diese Offenlegung dient der Transparenz.

Peter W.
Apple Watch Portable Wireless Charger
  • Verarbeitung/ Ausstattung
  • Verbindung/ Bedienung
  • Praxistest
  • Preis/ Leistung
0.5

Zusammenfassung

+ Größe

– katastrophale Verarbeitung
– schon defekt bei Lieferung

Peter W.https://www.mobi-test.de
Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch oder Marketing Gelaber, sondern Klartext. Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.
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