MagSafe Powerbank Alternativen im Test – was taugen die günstigen?

Im Test habe ich dieses mal zwei günstige Powerbank mit MagSafe als Alternative zur teuren von Apple. Können auch die günstigen im Alltagstest überzeugen?

Jeder Apple Nutzer kennt die superteure Externe MagSafe Batterie von Apple für sagenhafte 105 Euro (Link zu Amazon*). Ich als Apple Nutzer würde aber niemals so viel Geld für eine Powerbank ausgeben. Zumal sie „nur“ 1460 mAh hat und aus zwei Zellen mit je 5,7 Wattstunden besteht. Ganz schön viel Geld für ziemlich wenig Ladung. Denn mit der Powerbank kann man mein iPhone 12 Pro nicht einmal komplett aufladen. Das es nicht immer original Apple sein muss, habe ich mit dem Vergleich diverser MagSafe Ladegeräte (Vergleichstest) mehr als bewiesen. Zwei davon habe ich nach wie vor täglich im Gebrauch, denn MagSafe hat einen riesigen Vorteil gegen dem „normalen“ kabellosen Laden nach Qi-Standard und das ist eben der Magnet.

Das das kabellose Lade schonender für den Akku ist, hat sich wohl mittlerweile herumgesprochen. Es geht zwar langsamer, aber eben dieses langsame schont auf Dauer den Akku. Aber wenn ich ein Smartphone ohne MagSafe kabellos lade und will es nur mal kurz in die Hand nehmen, muss ich es vom Ladepad herunternehmen, was den Ladevorgang unterbricht. Auf Dauer leider auch nicht so gesund für den Akku. Durch den Magneten bei MagSafe kann ich das Smartphone in die Hand nehmen und es lädt kabellos weiter. Also viele Vorteile des kabellosen Laden und kabelgebundenen Laden vereint.

Bei Amazon gibt es hunderte dieser Akkupacks und mittlerweile auch einige mit MagSafe, also einem eingebauten Magneten. Also habe ich einfach mal zwei bestellt und ausprobiert. Was taugen die beiden, die zusammen nur wenig mehr als die Hälfte des Originals kosten? Wie immer teste ich für jeden nachvollziehbar ohne technischen Schnickschnack. Der Akku des iPhone 12 Pro besitzt eine Kapazität von 2815 mAh. Jetzt ist es aber falsch zu glauben, dass man dieses iPhone mit einer 5000 mAh Powerbank mehr als einmal aufladen kann. Damit die Zellen nicht kollabieren, muss immer ein Rest von 20 bis 30% im Akku verbleiben und beim Laden verpuffen auch noch ein paar mAh. Realistisch wäre eine komplette Ladung. Bei meinem iPhone 12 Pro warte ich, bis der Akku auf 10% herunter ist und lade es dann mit der Powerbank solange auf, bis der Akku entweder wieder auf 100% aufgeladen ist, oder die die Powerbank leer und notiere dann den Akkustand. Sollte die Powerbank nach dem ersten vollständigen Aufladen noch Kapazität haben, lade ich das iPhone bei einem Akkustand vo 10% wieder auf, bis die Powerbank leer ist. Dazu schaue ich auch auf die Verarbeitung, die Haftkraft des Magneten und was sonst noch beachtenswert ist.

Wireless Powerbank 15 W 5000mAh:

Ein typischer Vertreter der No-Name Fraktion. Weder in der Beschreibung, noch auf der Verpackung oder der Powerbank selbst findet man Angaben zum Hersteller. Mit ihren 5000 mAh und einem Preis von 29,95 Euro bei Amazon* ist sie ein Schnäppchen, weshalb ich mir die auch bestellt habe. Als Extra hat sich noch eine klassische USB Typ-A Buchse, an die man ein herkömmliches USB Ladekabel anschließen kann, um sie als konventionelle Powerbank nutzen zu können. Über die USB Typ-C Buchse kann nur die Powerbank selbst geladen werden.

Technische Daten No-Name:

  • 5000 mAh
  • 18,5 Wh
  • kabellos bis 15 Watt
  • kabelgebunden bis 20 Watt
  • 100 x 65 x 12 mm
  • 142 g
  • 29,95 Euro

Im Praxistest gibt es bei der Verarbeitung an sich nichts zu beanstanden und über Design sollte man nicht diskutieren. Die Optik ist ok. Eben zweckmäßig. Sehr gut gefällt mir die gummierte Rückseite, die an das iPhone magnetisch andockt und diese dadurch schützt. Allerdings fehlt mir eine „Zielvorrichtung“, wo denn die Powerbank am besten angesetzt werden muss. So schiebt man die Powerbank beim andocken immer wieder herum, bis sie sitzt. Dann hält sie auch einigermaßen gut. Telefonieren geht mit angedockter Powerbank gerade noch, weil man den Akku mit der Hand fixiert, aber viel hantieren würde ich damit sonst nicht. Dafür ist die Haftkraft etwas zu gering. Mit einem Druck auf die seitliche Taste wird der Ladevorgang gestartet.

Im Test konnte die Powerbank mit folgenden Leistungen überzeugen:

  • nach 15 Minuten = +15%
  • nach 30 Minuten = +22%
  • nach 45 Minuten = +29%
  • nach 60 Minuten = +36%

Im Praxistest dann aber die große Enttäuschung, denn mein iPhone 12 Pro konnte ich von 10% auf gerade einmal 57 % aufladen. Macht ein Plus von schlappen +47% bis der Akku der Powerbank leer war. Da habe ich eindeutig mehr erwartet. Dabei wird sie kaum mehr als handwarm. Alles im allem sieht die No-Name Powerbank zwar gut aus, aber mehr auch nicht. Ein totaler Flop.

Anker PowerCore Magnetic 5K Wireless Powerbank:

Anker ist mit der größte Anbieter von Smartphone Zubehör auf Amazon und weil gerade deren Anker PowerCore Magnetic 5K Wireless Kabellose Powerbank* anstatt 49,99 Euro für nur 35,99 Euro im Angebot war, habe ich mir auch diese kurzerhand bestellt. Die Optik der A1619 ist etwas gefälliger und sie wirkt deutlich kleiner, als sie in Wahrheit ist, wenn man sie neben die No-Name legt. Mit der USB Typ-C Buchse kann nicht nur die Powerbank selbst geladen werden, sondern auch andere Geräte.

Technische Daten Anker PowerCore Magnetic 5K :

  • 5000 mAh
  • kabellos bis 5 Watt
  • 93 x 63 x 16 mm
  • 131 g
  • 29,95 Euro

Die Anker Magnetic ist rundum mit einer Softgrip-Oberfläche versehen, wodurch die Rückseite des iPhone geschützt wird. Im Gegensatz zur No-Name gibt es hier eine „Zielvorrichtung“, womit die Powerbank direkt perfekt sitzt, aber auch deren Haftkraft ist ebenfalls nur ok. Telefonieren geht problemlos, aber wild herumfuchteln würde ich auch mit der Anker nicht.

Im Test konnte die Powerbank mit folgenden Leistungen überzeugen:

  • nach 15 Minuten = +13%
  • nach 30 Minuten = +21%
  • nach 45 Minuten = +27%
  • nach 60 Minuten = +36%

Mit der Anker Magnetic 5K konnte ich mein iPhone 12 Pro beinahe komplett aufladen. Es reichte von 10% bis hoch auf 99%. Es müssen noch Zehntel gefehlt haben und der Akku des iPhones wäre vollständig aufgeladen gewesen. Zu bedenken ist aber auch hier, das bis zu 30% der Kapazität im Akku verbleiben muss. Während der gesamten Aktion blieb die Anker Powerbank kühl, hat sich nicht wirklich erwärmt. So muss Powerbank.

Fazit:

Am Ende hat der MagSafe Powerbank Alternativen Test gezeigt, dass No-Name leider doch oft genug No-Leitung bedeutet. In diesem Vergleich ist der Vergleich zwischen No-Name und Anker extrem. Bei gleicher Baugröße und aufgedruckter Leistung, konnte die No-Name mein iPhone 12 Pro nicht einmal zur Hälfte aufladen, während die Anker den Akku meines iPhone beinahe vollständig aufgeladen hat. Die ist zwar wesentlich teurer, bietet aber halt auch die erwartete Leistung. .

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