ToF Kamera – was ist das eigentlich?

In der letzten Zeit liest man immer wieder was von einer ToF Kamera oder einem ToF Sensor. Was das ist, erkläre ich hier mal ganz einfach ohne Fachchinesisch.




Aktuell laufe ich mit dem Honor View 20 durch die Gegend und dieses wirklich hervorragende Smartphone besitzt eine solche ToF-Kamera. Aber nur nur das Honor View 20 hat so eine ToF-Linse, sondern auch das Huawei P30 Pro.

Auch das LG G8s ThinQ verwendet diesen Sensor, um einen sicheren Faceunlock zu realisieren, der das Gesicht besser erkennt als jede Kamera.

Übrigens besitzt das iPhone X keinen ToF-Sensor, sondern eine sog. True Depth Camera, die nur auf sehr kurzem Distanzen arbeitet und auch technisch anders funktioniert.

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Was ist diese ToF Kamera?

ToF ist die Abkürzung für Time of Flight und bedeutet frei übersetzt Laufzeitverfahren. Allerdings hat das mit einer Kamera eigentlich rein gar nichts zu tun, sondern ist ein Sensor.

Rein technisch ist das eigentlich ganz einfach. Der Sensor schickt Infrarotstrahlen auf die Reise, welches reflektiert wird und aus der Laufzeit hin und zurück lässt sehr exakt die Entfernung berechnen.

Jetzt wird aber nicht nur ein Infrarotstrahl vom Sensor losgeschickt, sondern hunderte. So lässt sich die Umgebung in einer Entfernung von mehreren Metern zentimetergenau erfassen.

Man könnte von einem 3D Abbild sprechen und durch die hohen Geschwindigkeit funktioniert sogar 3D-Tracking in Echtzeit.

Weitere Vorteile sind, dass es auch bei Dunkelheit funktioniert und durch die Lichtgeschwindigkeit eben rasend schnell.

Da die Sensoren immer günstiger und kleiner geworden sind, werden sie zukünftig in immer mehr Smartphones zu finden sein.

Im Moment beschränken sich die Möglichkeiten auf die Verbesserung der sogenannten Bokeh-Effekts bei den Kameras, also den Effekt mit dem verschwommenen Hintergrund. Durch die zusätzlichen Tiefeninformationen kann der Effekt noch verstärkt bzw. verbessert werden.

Beim LG G8 ThinQ wird diese Technik zur Erkennung der Hand zum Entsperren genutzt. Außerdem kann über den ToF-Sensor eine noch bessere Gestensteuerung realisiert werden.

Beim Honor View 20 gibt es weitere AR (Augmented Reality)-Spielereien mit der Kamera. Hier kann man sich verschiedene „Köpfe“ auf den Hals zaubern lassen, die sogar die Mimik in Echtzeit übernehmen. Ist wirklich nur eine Spielerei, funktioniert aber auch schon bei Spielen.

Denn auf dem Honor View 20 kann man mit der App „Magic AR“ aus der Huawei AppGallery etliche Spiele installieren, die per Augmented Reality mit Hilfe des ToF-Sensors funktioniert. Abe auch das ist nicht neu, denn das Microsoft Kinect auf der Xbox nutzt ebenfalls ToF zur Erkennung des Spielers.

Im Bereich der Smartphones stehen wir erst am Anfang bei der Nutzung der ToF-Sensoren und es wird sicher spannend, was uns in der Zukunft noch so erwartet.

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