KeySmart Pro Schlüsselorganizer mit Tile im Test – was ich gut finde und was nicht

Der KeySmart Pro ist ein Schlüssel-Organizer, der endlich Ordnung in den Schlüsselbund bringt und dazu noch smart ist, denn er hat einen Tile Tracker mit an Bord und kann so bei Verlust gefunden werden. Ich habe mir einen gekauft und im Test führe ich auf, was ich daran gut finde und was nicht.

Schon länger schleiche ich bei Amazon* um diese neumodischen Schlüssel Organizer herum. Die gibt es von günstig bis zu richtig teuer, in allen möglichen Farben, Formen und Materialien. Nicht lange und man stößt dabei auf die Firma KeySmart, die ein ganz schönes Angebot haben und den modernsten, den KeySmart Pro mit Tile-Tracker haben sich meine Frau und ich einfach mal bestellt und ausprobiert. Warum den KeySmart Pro? Weil ich gerade die beiden Tracker Tile Mate und Tile Slim (Testbericht) getestet habe und diese Option gerade bei einem Schlüssel extrem wichtig ist. Und weil ich meinen Schlüsselbund loswerden will, hänge ich sicher keinen extra Tracker dran. Also der KeySmart Pro, denn der hat den Tile Tracker mit eingebaut, dazu noch eine kleine Taschenlampe und mitsamt passenden Zubehör noch einen Schraubenzieher, Paketöffner usw.

Technische Daten KeySmart Pro:

  • bis zu 10 Schlüssel
  • spritzwassergeschützt nach IP68
  • Taschenlampe
  • Tile-Tracker
  • Micro-USB
  • 194 x 15,2 x 15,2 mm

Produktseite: getkeysmart.com/keysmart-pro-with-tile-smart-location-tracking

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist der Keysmart Pro in diversen Farben bei Amazon* zum Preis von 59,04 Euro. Von einer Bestellung direkt im KeySmart Onlineshop rate ich ab, denn dort ist er zwar etwas günstiger, aber beim Import nach Deutschland kommen seit dem 1. Juli 2021 noch Steuern dazu, so dass wir am Ende teurer als bei Amazon waren und zudem noch fast 3 Wochen warten mussten. Bei Amazon dank Prime über Nacht und günstiger.

Was ich gut finde:

In der Verpackung befinden sich dem eigentliche KeySmart noch 12 Unterlegscheiben, ein Micro-USB Ladekabel und eine Kurzanleitung. In der Anleitung findet man nicht wirklich Informationen, sondern einen QR-Code für die Tile App. Die Verarbeitung ist ok. Zwei Seitenteile aus Kunststoff, dazwischen die zwei Bolzen, die gleich die Schlüssel aufnehmen werden. Das Plastik wirkt im ersten Moment etwas billig, aber durch Metall würde der Tile Tracker nicht funktionieren. An der Seite die Micro-USB Buchse, dessen Abdeckung ziemlich fummelig zu entfernen ist. An der Front eine kleine LED, „Tile“-Taste und die Taste zum aktivieren der Taschenlampe.

Die Tile App (Android / iOS) habe ich beim Test des Tile Mate und Tile Slim (Testbericht) näher beschrieben. Sie ist sehr einfach in der Bedienung. Auf den Button zum hinzufügen eines neuen Tiles gehen, am KeySmart Pro die Tile-Taste kurz gedrückt halten, er wird gefunden und in die App eingefügt. Nun kann der KeySmart weiter konfiguriert werden wie z.B. dessen Namen, der Klingelton und hier kann man ihn im Falle eines Falles auch in den verloren Modus versetzen. Aber zum finden des Schlüssels braucht es nicht unbedingt, denn Tile ist auch mit Siri, Alexa und Google Assistant kompatibel. Umgekehrt kann man übrigens auch das Smartphone suchen, wenn man die Tile-Taste am KeySmart doppelt drückt. Auch wenn das Smartphone Lautlos-Modus ist, wird es klingeln und sich damit bemerkbar machen. Diese Funktion habe ich im Praxistest übrigens am häufigsten genutzt.

Apropos Praxistest. Der beginnt mit dem Zusammenbau und der kommt leider weiter hinten. Ich habe mir noch zusätzlich noch einen MagConnect* und ein Multitool* dazu gekauft. Nach dem Zusammenbau ist die Nutzung zu Beginn ein bisschen Gewöhnung, denn bislang habe ich beim Schlüsselbund zielsicher meinen Schlüssel gepackt. Hier muss ich zuerst den passenden Schlüssel herausdrehen, weshalb die richtige Montage extrem wichtig ist. Wer da pfuscht, wird sich direkt ärgern. Aber wenn es dann passt, dann geht das nach wenigen Tagen ruckzuck und vor allem super elegant. Alles schön geordnet, die Hosentaschen reißen nicht mehr. Keine geplatzten Panzergläser beim Handy, weil der KeyMaster schön Ordnung hält. Und wie schon erwähnt, suche ich viel öfter mein Handy, als die Schlüssel und so drücke ich jetzt nur noch am Keymaster die Tile-Taste doppelt und mein Handy meldet sich.

Ja, dafür muss der Schlüssel natürlich in Reichweite sein, also mit Bluetooth verbunden sein. Bislang kann man nur mit dem Apple AirTag und einem iPhone 12 auch ohne Bluetooth Verbindung etwas finden. Aber dann muss eben so ein AirTag am Schlüsselbund baumeln und genau das will ich ja nicht. Und wenn ich den Schlüssel außerhalb der Reichweite verliere, versetze ich den KeySmart per Tile App in den Verloren-Modus und werde benachrichtigt, sobald dieser gefunden wird. Somit habe ich schon mal eine grobe Position. Dann begebe ich mich in die Nähe und irgendwann komme ich eben in die Reichweite des KeySmart und kann ihn klingeln lassen. Das ist kein Nachteil, sondern einfach derzeit nicht anders machbar. Zumindest nicht mit Tile. Aber dieses Finden funktioniert gut, wie man derzeit laufender Praxistest mit einem Apple AirTag, einem Tile Mate (Testbericht) und einem Chipolo One bereits gezeigt hat.

Der Akku scheint im übrigens sehr lange zu halten. Nach über einem Monat meldet sich der KeySmart noch nicht zu Wort bzw. per LED. Das ist im übrigen auch etwas, welches an späterer Stelle bei dem „Was ich nicht gut finde“ zur Sprache kommt. Geladen wird per Micro-USB und dauert knapp eine Stunde. Warum nicht USB Typ-C weiß nur der Hersteller selbst, ist für mich aber kein Nachteil. Die eingebaute Taschenlampe ist jetzt auch nichts herausragendes, reicht aber allemal, um im Dunkeln das Schlüsselloch zu finden. Für nichts anderes ist sie ausgelegt. Wer mehr Licht will, kann bei Amazon* eine der unzähligen Mini-LED Taschenlampen dranhängen.

Ansonsten gibt es bislang nichts auszusetzen, wenn es um den Praxistest geht. Ich kann alle meine Schlüssel problemlos herausdrehen und nutzen. Zuerst hatte ich Bedenken, den Schlüssel im Schlüsselloch zu drehen, ob das mit dem eckigen Griff so gut geht vom Handling her, aber ganz im Gegenteil. Nach wenigen Sekunden freue ich mich darüber, dass es sogar noch einfacher geht, weil ich eben nicht mehr den ganzen Bündel am Schlüsselbund mit drehen muss und sich so auch kein kleiner Schlüssel mehr im Schlüsselring verkeilt oder die Türzarge mit den anderen Schlüsseln beim Drehen verkratze. Es funktioniert einfach, wird aber ich werde den Artikel im Laufe der Zeit erweitern, sollten sich neue Erkenntnisse, positiv wie negativ, ergeben.

Was ich nicht gut finde:

Eigentlich kein Nachteil, aber richtig nervig ist die fummelige Montage der Schlüssel. Bei mir waren es 5 Schlüssel, davon 3 normale Wohnungsschlüssel und zwei kleine für Briefkasten und Mülltonne. Dazu noch die Öse mit integrierten Flaschenöffner und das Multitool*. Das alles wirkt auf den ersten Blick total easy und auch das Montagevideo lässt das alles so einfach wirken, aber es ist echt eine Fummelei, vor allem wenn man verschiedene Größen von Schlüsseln hat. Im Video sind alle irgendwie identisch. Wichtig ist, dass man sich zuerst einmal geeignete Paare gegenüber legt. Also alle kleinen Schlüssel zusammen, dann die großen und dabei immer die Bartseite zueinander legen. Sollte die Zahl der Schlüssel mitsamt Zubehör ungerade sein, dann füllt man den fehlenden Schlüssel mit den Scheiben auf. Die Abdeckung muss auf beiden Seiten absolut plan liegen, sonst klemmen die Schlüssel. Wer nicht so viele Schlüssel einfügt, kann zwischen jeden Schlüssel auch noch eine Scheibe legen, was die Bewegung erleichtert. Nach einiger Zeit habe ich die für mich passende Kombination gefunden und zusammengebaut. Wer bedenken hat, dass sich die Schraube im Laufe der Zeit löst, kann einen Tropfen Loctite* setzen. Aber da man einen Schlüssel ohnehin nur um maximal 180° herausdrehen kann, sollte man die Schraube nicht mal so eben verlieren.

Ebenfalls ein Nachteil ist das Fehlen einer vernünftigen Akkuanzeige. Es gibt nur diese eine LED und die wird sich wohl erst melden, wenn der Akku zur Neige geht. In der Tile App wäre sie unnütz, denn woher soll die App wissen, wie es um den Akku des KeySmart steht und der KeySmart selbst hat keine App. Vielleicht wären noch drei weitere kleine LEDs eine Lösung, die den Akkustand in 25% Schritten anzeigt.

Leider gibt es auch keine längeren oder kürzeren Schrauben. Nicht einmal als Ersatzteil, was im Fallen eines Falles, wenn mal wirklich die Schraube brechen oder verloren gehen sollte, ein Problem werden könnte.

Fazit:

Ist der KeySmart Pro empfehlenswert? Natürlich sind knapp 60 Euro kein Pappenstiel und es gibt diese Schlüsselorganizer erheblich günstiger und vielleicht auch schicker. Meine Frau und ich haben uns bewusst für den Pro entschieden und bereuen es bislang nicht. Ganz im Gegenteil. Ich werde es jedem empfehlen, wer mich dazu befragt, denn ja, perfekt ist der KeyMaster Pro nicht, aber wer die Kombination aus modernen Finder, Taschenlampe und guten Organizer sucht, dürfte mit dem KeySmart Pro glücklich werden. Zwar ist der Zusammenbau fummelig, aber das hat man mit allen diesen Organizern und ist jetzt kein spezielles Problem des KeySmart Pro. Von daher vergebe ich das Gütesiegel.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf eigene Kosten gekauft. Es wurde nicht vom Hersteller bzw. Onlineshop als Leihgabe bzw. als Geschenk zur Verfügung gestellt. Diese Offenlegung dient der Transparenz.

KeySmart Pro
  • Verarbeitung/ Ausstattung
  • Verbindung/ Bedienung
  • Praxistest
  • Preis/ Leistung
3.9

Zusammenfassung

+ gute Verarbeitung
+ Tile integriert und damit auffindbar
+ viel Zubehör erhältlich
+ gute Akkulaufzeit
+ 2-Wege Finder für Schlüssel und Handy
+ eingebaute Taschenlampe

– etwas fummelige Montage
– keine Akkuanzeige

3 Kommentare zu „KeySmart Pro Schlüsselorganizer mit Tile im Test – was ich gut finde und was nicht“

  1. Merkwürdig, wie kommt der KeySmart Pro bloß auf meine Wunschliste?
    Ich liebe ja solche „Spielereien“.
    Aber knapp 60€, da muss ich mir noch überlegen, ob es mir den Preis wert ist ;).
    Bei mir ist es genauso, wie bei Dir, dass ich eher mein Handy suche als meinen Schlüssel.
    Und dafür nutze ich dann meine Smartwatch.
    Schon länger am überlegen bin ich mir einen Tile Slim fürs Portemonnaie zuzulegen.

    Grüße
    Axel

    PS: der einfache Keysmart steht auch auf der Wunschliste 😉

  2. Bei den Abmessungen „19,4 x 15,2 x 15,2 mm“ scheint was falsch zu sein.
    19,4 mm lang?
    Beim großen Fluss steht 9.5 x 2.5 x 1.5 cm (auf der Herstellerseite hab ich nichts gefunden).

    Grüße
    Axel

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