Haylou GT2 im Test – ein günstiges Mini TWS Headest

Das Haylou GT2 ist ein sehr, sehr kleines TWS Headset und wird jetzt schon wieder als Geheimtipp gehandelt. Der Haylou GT2 Test wird zeigen, ob dem so ist, oder doch eher nicht.




Seit dem Haylou GT1 (Testbericht) bin ich ein echter Fan dieser Marke, die auch zum riesigen Xiaomi Konzern gehört. Während die GT1 per Touch zu bedienen sind, ist das Haylou GT2 nun per Taste zu nutzen. Finde ich persönlich besser.

Und wieder stellt sich die Frage, ob auch das Haylou GT2 besser als der bisherige Platzhirsch QCY T1S/T2C (Testbericht) oder das Xiaomi AirDots bzw. Xiaomi Redmi AirDots (Vergleichstest) sind.

Es bleibt festzustellen, dass die Haylou GT2 technisch zu 99% identisch mit den Haylou GT1 sind. Die einzigen Unterschiede liegen im Case, welches beim GT2 ohne Deckel daherkommt und mit einem um 30 mAh größeren Akku. Die Ohrstöpsel unterscheiden sich minimal in den Abmessungen, weisen beim GT2 aber wie bereits erwähnt eine Taste für die Bedienung auf.

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Technische Daten Haylou GT2:

  • 20 – 20.000 Hz
  • 110 dB
  • 7,2 mm Treiber
  • Touch
  • Bluetooth 5.0
  • Google Assistant / Siri / XiaoAI
  • Freisprechfunktion
  • spritzwassergeschützt nach IPX5 
  • 3,5 Stunden mit 12 Stunden Box
  • 66 x 32 x 29 mm (Case)
  • 27 x 22 x 17 mm (Case)
  • 4 g (pro Earpiece)
  • 37 g (gesamt mit Case)
  • 43 mAh (Earpiece)
  • 380 mAh (Case)

Produktseite: n/a

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist das Haylou GT2 derzeit nur bei Onlineshops wie Gearbest zu Preisen von rund 22 Euro*. Bei Amazon habe ich es bislang nicht finden können. 

Wie immer teste ich für jeden ganz einfach nachvollziehbar. Für den Haylou GT2 Test lade ich das Headset mitsamt Case komplett auf, höre Musik bis der Akku leer ist und lade sie im Case wieder auf. So lange, bis auch der Akku im Case leer ist.

Als Musik habe ich bei Google Play Music eine Playlist „Alltime Favorites“, in der aktuell 141 Titel zu finden sind. Von Klassik über Pop, Elektro, Hardrock, Filmmusik, Jazz, Funk, Soul usw. Von allem etwas. Dazu höre ich Podcasts und Hörbücher. 

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei.

Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. 

Natürlich sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab.

Nicht zuletzt von der Auswahl der passenden Aufsätze die zum sehr großen Teil den Klang beeinflussen. Dazu habe ich hier mal ein paar Tipps zusammengetragen -> Link

Ich hoffe, das man aus meinen einfachen Beschreibungen trotzdem herauslesen kann, ob einem der Testkandidat zusagt oder nicht.

Was mir an den Haylou GT2 gut gefällt:

Das Haylou GT2 ist wieder super kompakt geraten. Wie man auf den Fotos gut sehen kann, verschwindet es fast im Ohr. Zumindest bei mir. Das gilt auch für das neue Case, welches keinen Deckel mehr hat.

Kann man sehen wie man will, ich finde es besser, da der fehlende Deckel Gewicht spart und das tägliche Handling optimiert. Kein Deckel heißt, dass ich es direkt entnehmen kann.

Die Magnete halten die beiden Ohrstöpsel gut, dass sie nicht so einfach herausfallen. Der Akku hat eine um rund 10% größere Kapazität, was sich mit einem etwas höheren Gewicht niederschlägt. Aber alles absolut im Rahmen.

Die beiden Ohrstöpsel sind von der Kapazität gleich geblieben und so ist auch das GT2 mit knapp 4 g verdammt leicht. 

Nach wie vor ist der Tragekomfort einfach nur als überragend zu bezeichnen, weil es eben so klein und kompakt ist. Natürlich sind auch hier wieder insgesamt 3 Größen an Aufsätzen mit dabei, um so die für sich passenden Aufsätze zu finden. Hierfür sollte man sich wirklich Zeit nehmen, denn sie entscheiden über einen guten oder schlechten Klang -> Link

Beim Sport halten sie sehr gut. Egal ob beim Seilspringen, joggen oder normale Bewegungen wie Kopfschütteln. Die Haylou GT2 bleiben an Ort und Stelle. Zumindest bei mir.

Der rechte Ohrstöpsel ist nach wie vor der Master, aber man kann problemlos beide unabhängig voneinander nutzen. Und nicht nur das. Ich kann z.B. den rechten nutzen und meine Frau den linken mit der jeweils eigenen Musik. Klappt problemlos.

Man kann jederzeit den wechseln. Also von Mono auf Stereo, nur rechts oder nur links, dann wieder Stereo. Die Verbindung wird zu jeder Zeit hergestellt bzw. getrennt.

Was ich noch gut finde? Der Klang ist wieder einmal richtig gut. Sicher nicht perfekt, aber für diese Baugröße wirklich erstaunlich.

Wenn sie gut sitzen, liefern die beiden kleinen Knöpfe mit jeweils einem 7,2 mm Treiber einen erstaunlichen Bass. Nicht übertrieben präzise, druckvoll und auch nicht super tief aber es macht einfach Spaß.

Das gilt auch für die Mitten, die den Sängern/innen ein schönes Volumen verleiht, an die sich die Höhen nahtlos anschließen. 

Mit einem Wort würde ich den Klangcharakter als spritzig bezeichnen, denn man darf nicht vergessen, wie klein und leicht dieses Headset ist. 

Und gerade beim Sport liefert es die extra Portion Motivation. Und genau das wollen wir doch.




Was ich an den Haylou GT1 ok finde:

Der Lieferumfang ist Standard. Neben dem Case mit den beiden Ohrstöpseln findet man in der Verpackung noch zwei Paar weitere Aufsätze in verschiedenen Größen und eine englische Kurzanleitung.

In Punkto Verarbeitung gibt es auch nichts besonderes. Eben komplett aus schwarzen Plastik ohne Schnickschnack. Nur so kann man halt auch das niedrige Gewicht realisieren.

Das man anstatt einer Ladebuchse jetzt ein herausnehmbares USB-Kabel hat, welches beidseitig verwendet werden kann, ist ok. Man braucht zwar unterwegs kein extra Ladekabel mehr, aber das USB-Kabel ist verdammt kurz.

Wasserdicht sind sie zwar nicht, aber immerhin nach IPX5 spritzwassergeschützt, so dass man auch mal im Regen Sport treiben kann oder stärker schwitzen. Kann aber mittlerweile jedes TWS Headset und ist somit als Standard zu werten.

Die Bedienung ist dank der Tasten kein Problem mehr. Beim Haylou GT1 musste man immer aufpassen, dass man nicht irgendwas drückt, wenn man nur mal den Sitz korrigieren wollte. Beim Haylou GT2 ist das jetzt kein Problem mehr.

Die Tasten reagieren gut und haben gute Druckpunkte.

Das Haylou GT1 kann man durch gedrückt halten der Tasten Ein- und Ausschalten. Das funktioniert natürlich auch, wenn man sie aus dem Case nimmt bzw. einsetzt.

Einmal links oder rechts drücken steht für Play/Pause. Doppeltes Drücken auf den rechten Ohrstöpsel springt einen Titel vorwärts, dasselbe auf der linken Seite springt einen Titel zurück. 

Bei einem Anruf steht doppeltes Drücken für dass Annehmen und dann auch wieder Auflegen. Während eines Gespräch, kann man durch doppeltes antippen zwischen zwei Gesprächen umschalten. Hält man die Taste während des Telefonats eine Sekunde gedrückt, dann schaltet man zwischen Smartphone und Headset um.

Dreifaches drücken startet den Assistenten.

Komplett zurücksetzen, also einen Reset durchführen kann man das Haylou GT2, in dem man sie aus dem Case nimmt, ausschaltet und dann jeweils länger als 15 Sekunden die Tasten gedrückt hält. Die LED blinkt dann einmal rot und dreimal weiß.

Der verbaute Akku mit seinen 43 mAh soll zwischen 3 und 4 Stunden durchhalten. So lange war es bei mir leider nicht. Je nach Lautstärke waren es bei mir aber immer gute 2,5 bis 3 Stunden, was für diese Größe absolut ausreichend ist.

Allerdings konnte ich beide Ohrstöpsel nur zweimal komplett aufladen. Beim dritten mal reichte es dann nochmals für etwas über 2 Stunden Musik hören. Die versprochenen 11 Stunden wird man so leider nie erreichen und sind ein rein theoretischer Wert.

Was ich an den Haylou GT1 nicht gut finde:

Viel zu kritisieren habe ich nicht, aber eines nervt mich ohne Ende. Da das Case keinen Deckel hat, hat man irgendwie keine Orientierung, was vorne oder hinten ist bzw. rechts oder links. Es fehlt eine einfache Markierung am Case. 

So passiert es mir immer wieder, dass ich den falschen Ohrstöpsel herausnehme, oder beim zurücklegen den falschen Ohrstöpsel an den falschen Platz ablegen möchte.

Mit einem weißen Punkt auf der rechten Seite mit Edding habe ich mir geholfen. 

Und wieder einmal ist es auch wieder die Verbindung. Nicht die Reichweite, die dank Bluetooth 5.0 gut ist, aber man ich hatte ab und zu mal das Problem, dass die Verbindung instabil wurde. Auch wenn ich mit meinem Smartphone direkt neben dem Case stand.

Auch etwas nervig ist die Latenz z.B. bei Youtube. Schaut man ein Video, dann kommt die Sprache minimal versetzt. Das ist in dieser Preisklasse verschmerzbar, muss aber meiner Meinung nach als negativ gewertet werden.

Links: Haylou GT2
Rechts: Haylou GT1

Fazit im Haylou GT2 Test:

Ist das Haylou GT2 empfehlenswert? Ja, immer noch ohne Wenn und Aber. Dank der „echten“ Taste hat es per sofort mein Haylou GT1 (Testbericht) als tägliches Headset abgelöst. Auch hier haben die Xiaomi Redmi Airdots (Testbericht) im direkten Vergleich nicht einen Hauch einer Chance. In allen Disziplinen verliert es gegen das Haylou GT2.

Gilt im übrigen auch für das QCY T1S/T2C (Testbericht). Es ist größer, schwerer, nicht viel billiger und klingt auch nicht besser. 

Und weil ich das Haylou GT2 richtig gut finde, vergebe ich das Gütesiegel.

Haylou GT2
  • 6/10
    Verarbeitung/ Ausstattung - 6/10
  • 6/10
    Verbindung/ Bedienung - 6/10
  • 7/10
    Klang - 7/10
  • 8/10
    Preis/ Leistung - 8/10
6.8/10

Kurzfassung

+ sehr klein und leicht
+ sehr guter Sitz/ Tragekomfort auch beim Sport
+ sehr guter Klang
+ gute Akkulaufzeit für diese Größe

– ab und zu Verbindungsprobleme
– Links/ Rechts schwer zu unterscheiden

4 Kommentare zu „Haylou GT2 im Test – ein günstiges Mini TWS Headest“

    1. Bei ebay muss man höllisch aufpassen, keine Fakes zu erwischen. Scheint zumindest laut mydealz ein echtes Problem bei Xiaomi/ Haylou zu sein.

      Die GT1 Pro haben wirklich nur einen größeren Akku im Case, ansonsten absolut identisch. Habe ich auch getestet, finde die Touch Bedienung nicht so toll. Auch die sind ansonsten technisch baugleich mit den GT2.

      Gruß
      Peter

  1. Hallo Peter,

    wie kann man denn die einzelnen Stöpsel getrennt verwenden, ich dachte der rechte ist immer der Master und baut die Verbindung zum Handy auf?

    Gruß JF

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