QCY T1S aka QCY T2C im Test – wie gut klingt dieses günstige TWS Headset?

Auf mydealz.de stößt man immer wieder auf die Empfehlung des QCY T1S bzw. QCY T2C. Ich habe es mir gekauft und ich bin gespannt wie es im Test abschneidet.




Hörer unseres Podcast wissen, dass ich in den letzten 2 Wochen im Urlaub war. Mit im Gepäck mehrere Headsets, um diese am Flughafen, im Flieger und am Strand stundenlang zu testen. 

Darunter die Mobvoi TicPods Free (Testbericht), die Xiaomi Redmi AirDots (Testbericht) und eben das QCY T1S.

Zumindest steht das auf der Packung. Denn da gibt es wohl etwas durcheinander und selbst der deutsche Vertrieb blickt da nicht mehr ganz durch.

Meine Ausführung hat wie gesagt QCY T1S auf der Packung stehen. Erkannt wird es von meinem OnePlus 6 aber als QCY-T1 und in den ganzen Shops, allen voran Gearbest*, wird es als QCY T2C / T1S TWS angeboten. 

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Alles etwas verwirrend, also habe ich mich auf die Suche gemacht. Auf qcy.com findet man dann die Auflösung.

Das QCY T1 (ohne C oder S) heißt offiziell QCY T1C und erkennt man daran, dass das Case keinen Deckel hat. Gibt es z.B. bei Amazon mit Prime für 24,99 €*.

Was man bei uns unter der Bezeichnung QCY T2C findet, ist offiziell das QCY T1S und genau dieses habe ich.

Was bei uns als QCY T2S verkauft wird, gibt es offiziell gar nicht. Zumindest findet man es nicht auf qcy.com. Und das QCY T2 (ohne C oder S) sieht dort ganz anders aus und ist hierzulande wohl nicht erhältlich.

Das QCY T1(C) und das QCY T1S bzw. QCY T2C sind von den Ohrstöpseln her absolut baugleich. Nur der Akku des Case ist beim T1(C) mit 380 mAh kleiner als beim QCY T1S bzw. QCY T2C mit seinen 800 mAh.

Das QCY T1 Pro hingegen ist überall gleich genauso das demnächst auch bei uns erhältliche QCY T3.

Um es aber genau zu wissen, habe ich mir noch das „deutsche“ QCY T2 bei Amazon*, ein QCY T3 bei Gearbest für 33,79 €* und das QCY T1 Pro für 30,60 € ebenfalls bei Gearbest* bestellt.

Wie immer teste ich für jeden ganz einfach nachvollziehbar. Ich lade die Dinger komplett auf, in diesem Fall das Case und die Stöpsel, höre Musik bis der Akku leer ist und lade sie im Case wieder auf. So lange, bis auch der Akku im Case leer ist.

Als Musik habe ich bei Google Play Music eine Playlist „Alltime Favorites“, in der aktuell 141 Titel zu finden sind. Von Klassik über Pop, Elektro, Hardrock, Filmmusik, Jazz, Funk, Soul usw. Von allem etwas. Dazu höre ich Podcasts und Hörbücher. 

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei.

Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. 

Natürlich sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab. Ich hoffe, das man aus meinen einfachen Beschreibungen trotzdem herauslesen kann, ob einem der Testkandidat zusagt oder nicht.

Fangen wir an. Übrigens habe ich auch dieses QCY T1S aus eigener Tasche bezahlt, ist also nicht gesponsert worden.

Ganz unten beschreibe ich noch, wie man das Headset zurücksetzt, also einen Reset durchführen kann.

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Technische Daten QCY T1S:

  • Bluetooth 5.0
  • A2DP, AVRCP, HFP, HSP
  • 20 – 20.000 Hz
  • 108 dB ± 3dB 
  • spritzwassergeschützt nach IPX4
  • Geräuschunterdrückung
  • unterstützt Siri und Google Assistant
  • 45 mAh (je Earpiece)
  • 800 mAh (Case)
  • 5 g (je Earpiece)
  • 51 g (Komplett mit Case)
  • 77 x 37 x 32 mm (Case)

Produktseite (chinesisch): tmall.com/t1s

Ausführliche Bedienungsanleitung: qcy.de/QCY_T2_Anleitung_deutsch.pdf

Nicht wundern, dass ich die Anleitung des T2 verlinkt habe, denn diese passt wie oben beschrieben auf das T1S.

Das QCYY T1S gibt es in den Farben schwarz und weiß. Die Preise schwanken extrem zwischen 16,99 € bei Gearbest* und 37,66 € bei Amazon*.

Was ich gut finde:

Zuerst einmal hat mich die Verarbeitungsqualität positiv überrascht. Keine Ecken und Kanten. Alles sehr sauber verarbeitet. Das Case macht einen soliden Eindruck und um Längen besser als z.B. die klapprigen Teile der gesamte AirPods Clone, die ich so getestet habe (Testbericht).

Die beiden Ohrstöpsel, neudeutsch auch Earpiece genannt, werden magnetisch gehalten, lassen sich aber trotzdem gut herausnehmen. Nicht zu verachten, denn wie oft musste ich bei Konkurrenten schütteln, um an die Stöpsel zu kommen.

Auch der Deckel macht einen guten Eindruck. Leicht transparent sieht man auch im geschlossenen Zustand, ob die Stöpsel geladen werden oder nicht.

Beim Design ist man schon recht eigenständig, auch wenn natürlich alle TWS Exemplare mehr oder minder gleich aussehen. Die ovale Form hat was und die Front wird beinahe komplett von der Taste eingenommen. Ansonsten halt ein kleiner Knubbel, den man sich ins Ohr steckt.

Absolut positiv überrascht bin ich vom Tragekomfort. Ich habe recht enge Gehörgänge, aber die QCY T1S passen sofort perfekt. Bei meiner Frau ebenfalls, was durchaus überraschend ist, da sie eigentlich immer ewig aus unserem Sammelsurium an Aufsätzen probieren muss.

Übrigens sollte man sich für die Anprobe wirklich Zeit nehmen, um die für sich passenden Aufsätze zu finden. Denn sie entscheiden über den Tragekomfort und nicht zuletzt den Klang. Tipps dazu findet ihr hier -> Link

Da ich auch ein bisschen sportlich tätig bin, habe ich das natürlich auch ausprobiert. Beim joggen sollten das QCY T1S gut halten, zumindest bei mir und auch bei meinem Runtastic Results Workout bleiben sie an Ort und Stelle. Runtastic Results ist übrigens so etwas wie Freelethics, also Bodyweight Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. 

Dabei hüpft man auch etwas und selbst dabei, so lange es nicht zu wild wird, hält es gut. Nur beim Schweiß abtrocknen muss man aufpassen, dass man es nicht aus dem Ohr holt, was aber nicht am QCY T1S liegt, sondern prinzipiell ein Problem der In-Ear Headsets.

Unkompliziert ist die Bedienung. Dank der großen Taste an beiden Ohrstöpseln ist die Bedienung kinderleicht. 

Zum Glück hat man auf eine Gestensteuerung wie beim Mobvoi TicPods Free (Testbericht) verzichtet und durch drücken des Knopfes, jeweils links oder rechts, kann man die Wiedergabe steuern. Allerdings kann man nicht die Lautstärke verstellen, das ist aber bei dieser Bauart (also ohne Stängel im Zahnbürsten-Look) meines Wissens nach bei keinem TWS Headset möglich.

Einmal drücken pausiert bzw. startet die Musikwiedergabe. Doppeltes drücken rechts springt ein Lied vor, dasselbe links springt einen Titel zurück.

Hält man die Taste gedrückt, aktiviert sich entweder Siri oder der Google Assistant.

Kommt ein Anruf rein, kann man ihn durch drücken annehmen und auch wieder beenden. Während des Telefonats kann man durch doppeltes Drücken den Audioausgang wechseln. Also den Anruf z.B. auf das Smartphone legen. Eine echte geniale Sache, wie sich im Test herausstellen sollte. Daher später mehr.

Hält man die Taste während des Telefonats gedrückt, wird das Mikrofon stumm geschaltet.

Sehr gut ist, dass man mit dem QCY T1S getrennt Musik hören kann. Es gibt also keinen Master, wie üblich, sondern kann man auf Wunsch jeweils nur den einen oder anderen nutzen. Also entweder nur mit dem linken hören oder dem rechten.

Was aber nicht geht und das bei keinem, ist das ein Nutzer mit seinem Smartphone den linken Ohrstöpsel nutzt und jemand anderes mit seinem Smartphone den rechten. Das ist technisch nicht möglich. Denn sobald beide aus dem Case entnommen werden, wollen sich beide miteinander verbinden.

Richtig umgehauen hat mich der Klang. Seit dem Test der Xiaomi Redmi AirDots (Testbericht) habe ich diese genutzt. Die fand ich eigentlich richtig gut.

Da liege ich im Urlaub am Strand und höre mit den Xiaomi Redmi AirDots ein bisschen Musik. Warum nicht jetzt das QCY T1S testen?

Gesagt, getan. Also beide Ohrstöpsel rein, die Verbindung steht und ab geht die wilde Fahrt. Es hat mich wirklich umgehauen.

Damit dämpft er Außengeräusche schon gut ab. Im Flugzeug hört man zwar noch dezent die Triebwerke, aber das ganze Gelaber ist kaum noch zu hören.

Liegt aber auch daran, dass das QCY T1S bei mir wirklich auf Anhieb perfekt sitzt. 

Keine Ahnung, wie QCY es schafft einen derart straffen Bass aus den Dinger zu zaubern. Liegt wohl daran, dass man hier anstatt 4 mm Treiber direkt mal 6 mm messende Treiber einbaut und das Plus an Membranfläche wirkt sich direkt auf die Basswiedergabe aus.

Da kommen selbst die schon richtig guten Mobvoi TicPods Free (Testbericht) nicht mit und die kosten das 5-fache. Schöne satte, wummernde Bässe. Dazu tolle Mitten, die einer Stimme wirklich die nötige Fülle geben und sich nahezu perfekt an den Bass anfügt. Nur die Höhen übertreiben es ab und an ein bisschen, in dem sie zu spitz werden. 

Allerdings tritt das nur bei hohen Lautstärken auf und auch nur bei Passagen, bei denen die Höhen im Vordergrund stehen.

Ansonsten ist der Klang sehr, sehr gut für diese Größe und Art des Headsets. Die Bühne hat eine gute Breite, auch wenn da sicher noch mehr geht, was auch die Räumlichkeit. Aber das ist wirklich eine leichte Kritik auf hohem Niveau angesichts des Preises.

Was ich ok finde:

Der Lieferumfang ist ok, denn bis auf zwei Paar Aufsätze in anderen Größen und einer Anleitung in chinesisch ist nichts in der Verpackung. Eben Standard in dieser Preisklasse. Die deutsche Anleitung habe ich oben bei den technischen Daten verlinkt.

In Punkto Akku bin ich nicht ganz zufrieden. Bis zu 4 Stunden soll er aushalten. Bei mir waren es im Schnitt ca. 3 Stunden bei normaler Lautstärke. Dafür kann man jedes Earpiece bis zu 8 mal im Case aufladen. Leider dauert das knapp 2 Stunden und bis dahin kann man halt nicht hören. Aber auch das ist ok im Vergleich zur Konkurrenz (in dieser Preisklasse).

Das am Case nur eine Micro-USB zum Laden einegbaut wurde ist verschmerzbar, zumal ein Ladekabel beiliegt und sowieso jeder wohl schon Dutzende davon zu Hause herumliegen hat. USB Typ-C wäre zwar perfekt, aber kommt vielleicht mit den neuen Modellen.

Für mich allemal ausreichend ist die maximale Lautstärke, die für andere wohl viel zu leise sein wird. Ist halt persönliches Empfinden und daher stufe ich es als ok ein.

Die Einrichtung ist auch zweckmäßig. Für die erste Verbindung nimmt man zuerst nur den rechten Ohrstöpsel aus dem Case und verbindet ihn per Bluetooth mit dem Smartphone. Sobald diese Verbindung steht, kann man den linken entnehmen und er verbindet sich automatisch mit dem rechten.

Wer nur den linken nutzen will, muss zunächst dann auch diesen alleine verbinden. Sollte man links hören und sich später entscheiden doch beide zu nehmen, müssen beide erst einmal wieder kurz ins Case, weil der linke nicht von selbst die Verbindung zum rechten herstellen kann.

Was ich nicht gut finde:

Schlecht finde ich die Verbindungsqualität trotz Bluetooth 5.0. Die Reichweite an sich ist sehr gut, aber die Verbindungsqualität untereinander leidet ab und zu und das nervt. Zwar hilft es ab und zu, wenn man am rechten Ohrstöpsel die Taste drückt, damit es sich wieder verbindet, aber das passiert mir einfach zu oft.

Auch sollte das Smartphone rechts getragen werden. Zumindest, wenn man es in der Tasche trägt. Das Problem haben viele günstige Headsets und ich habe keine Ahnung woran das liegt, aber trägt man das Handy in der linken Tasche bricht die Verbindung öfter ab, als wenn man es rechts trägt.

Dann diese Sache mit der Noise Reduction. Das QCY T1S soll also eine Geräuschunterdrückung haben. Das ist schon mal kein Noise Canceling, wie man es immer wieder mal lesen kann. Das sind zwei Paar Schuhe und das eine hat mit dem anderen nicht wirklich viel zu tun. Diese Geräuschunterdrückung soll beim telefonieren Umgebungsgeräusche reduzieren, was im Test überhaupt nicht funktioniert hat.

Man selbst wird zwar gut verstanden, aber halt auch alle Nebengeräusche wie die Kaffeemaschine oder sprechende Kollegen im Büro werden ungefiltert weiter gegeben. 




Fazit:

Ist das QCY T1S aka QCY T2C empfehlenswert? JA, aber sowas von. Egal, ob man es für16,99 € bei Gearbest* oder 37,66 € bei Amazon* kauft. Es ist jeden Cent wert und hat direkt meine ganzen anderen Headsets verdrängt. Ab sofort ist dieses mein Alltags-Headset. Es ist sogar noch erheblich günstiger, als das von Markus so gelobte Kinym In-Ear Headset (Testbericht), mit dem ich aber keine Erfahrungen habe.

Der Klang ist für diesen Preis und vor allem diese Baugröße phänomenal, der Tragekomfort sehr gut, beim Sport bleiben sie auch an Ort und Stellen, die Bedienung ist eingängig und dank der großen Tasten kinderleicht.

Die Akkulaufzeit könnte zwar besser sein, aber knapp 3 Stunde Laufzeit sind ok. Das größte Manko ist aber die Verbindungsqualität im Stereomodus. Aber dieses Manko wird vom Rest mehr als aufgewogen. Wer ein günstiges real-Wireless Headset sucht, wird mit dem QCY T1S aka QCY T2C glücklich und daher vergebe ich das Gütesiegel.

Zurücksetzen des QCY T1S aka QCY T2C:

  • Das Headset in den Bluetooth Einstellungen entfernen und danach Bluetooth im Smartphone deaktivieren
  • Beide Ohrstöpsel aus dem Case nehmen und durch gedrückt halten der Taste beide ausschalten
  • Jetzt die Taste so lange gedrückt halten, bis die LED rot/weiß blinkt und der Ohrstöpsel sich von selbst neu gestartet hat
  • Nun kann das Headset wieder verbunden werden
QCY T1S
  • 6/10
    Verarbeitung/ Ausstattung - 6/10
  • 7/10
    Verbindung/ Bedienung - 7/10
  • 6/10
    Klang - 6/10
  • 9/10
    Preis/ Leistung - 9/10
7/10

Kurzfassung

+ gute Verarbeitung
+ verschiedene Aufsätze im Lieferumfang
+ sehr guter Klang
+ sehr guter Tragekomfort
+ sehr einfache Bedienung

– Verbindung beider Ohrstöpsel untereinander
– Geräuschreduzierung ohne Funktion
– nur Micro-USB

2 Kommentare zu „QCY T1S aka QCY T2C im Test – wie gut klingt dieses günstige TWS Headset?“

  1. Danke für die Kaufempfehlung die haben wirklich ein krassen Sound, was mich stört ist das Mikrofon es nimmt leider zuviel neben Geräusche auf beim Telefonieren.
    Vielleicht kannst du mir ein paar Tipps geben.
    Vielen Dank Ralf

    1. Dagegen bin ich leider auch machtlos und habe keinen Tipp. Ist Bauart bedingt. In so ein kleines Gehäuse passt schlicht nicht die benötigte Technik. Siehe im Gegensatz dazu die Sony WF-1000XM3 aus meinem Test. Größe und preislich.

      Gruß
      Peter

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