Sonntag, Dezember 4, 2022
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Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra im Test – was taugt der Saug-Wischroboter mit Absaugstation?

Im Test habe ich den Xiaomi Mi Robot Vacuum-Mop 2 Ultra, einem Saugroboter mit Wischfunktion, den man mit einer optional erhältlichen Absaugstation erweitern kann. Wie gut ist das Topmodell in der Praxis?

Also eines kann Xiaomi unbestritten – umständliche Produktbezeichnungen. Länger macht sie keiner. Aber das ist nur ein optischer Makel, denn der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2S (Testbericht) konnte im Test überzeugen und jetzt habe ich den Xiaomi Mi Robot Vacuum-Mop 2 Ultra mit der Absaugstation für einen Test zur Verfügung gestellt bekommen. Worin liegen die Unterschiede zwischen diesen beiden Modellen, lohnt sich der Aufpreis und ich beantworte auch die Frage, ob sich der Aufpreis für die separat erhältliche Absaugstation lohnt. Natürlich muss auch der Xiaomi Mi Robot Vacuum-Mop 2 Ultra in meiner ganz normalen Wohnung zeigen was er kann (oder auch nicht) und wird dabei mit dem Roborock Q7 Max+ (Testbericht) verglichen.

Wie immer sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und Erfahrungen in meiner Wohnung und nicht aus einem Testlabor. Wie meine Wohnung so aussieht und welche Herausforderungen auf den Testkandidaten warten, habe ich hier ausführlich beschrieben -> Link

Technische Daten Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra:

  • LDS Lasernavigation
  • Sprachsteuerung per Google Assistant/ Alexa
  • 4000 pa Saugleistung
  • 1 Seitenbürste
  • 1 Bodenbürste
  • Zonenreinigung
  • No-Go Areas
  • Virtual Wall
  • 20 mm Steigleistung
  • Xiaomi Mi Home App kompatibel
  • 550 ml Staubbehälter
  • 150 ml Wassertank
  • HEPA-Filter
  • WLAN (2,4 GHz)
  • 353 x 350 x 98,8 mm (Sauger)
  • 130 x 126 x 93 mm (Station)
  • 3,6 kg
  • 46 Watt
  • 5200 mAh

Produktseite: mi.com/de/mi-robot-vacuum-mop-2-ultra

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra gibt es nur in schwarz zu einer UVP von 549 Euro und bei Amazon* noch mal um einiges günstiger zum Preis von 419 Euro.

Der Lieferumfang des Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra

Technische Daten Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Pro Ultra Absaugstation:

  • 16500 pa
  • 4 l Staubbehälter
  • 1000 W
  • 285 x 397 x 468 mm

Produktseite: mi.com/de/mi-robot-vacuum-mop-2-ultra-auto-empty-station

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Die Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Pro Ultra Auto-empty station Absaugstation STYTJ05ZHMHWJC gibt es ebenfalls nur in der Farbe schwarz, hat eine UVP von 259 Euro, ist aber bei Amazon* schon für 209 Euro zu haben.

Der Lieferumfang der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra Absaugstation

Was ich gut finde:

Zuerst packe ich den Xiaomi Mi Robot Vacuum-Mop 2 Ultra aus. In dessen Karton ist noch eine einfache Ladestation nebst Netzkabel, ein Reinigungswerkzeug und eine deutsche Anleitung zu finden. In einem extra Karton dann noch die Absaugung. Hier gibt es dann neben der Auto-Entleerungsstation noch ein Netzkabel, einen Ersatz-Staubbeutel und eine Kurzanleitung. Dazu noch ein spezieller Staubbehälter, der den aus dem Sauger ersetzt. Der Unterschied zwischen den beiden Staubbehältern liegt in den beiden Öffnungen für die Absaugstation.

Der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra ist optisch ein klassischer Saugroboter. Oben der Turm mit der LDS Lasernavigation, was am Ende nichts anderes wie ein bekannter LiDAR-Sensor, also für die Vermessung des Raumes zuständig ist. Dazu die beiden Tasten zum händischen Steuern des Saugers. Auch unter dem Deckel das gewohnte Bild. Der Staubbehälter, der ausgetauscht werden muss, sollte man die Absaugstation dazu kaufen, der Reset-Taster und die LED für das WiFi Signal.

An der Front die ToF-Kamera, die für die Orientierung und Hinderniserkennung zuständig ist. Dazu der Schlagbalken und weitere Sensoren an beiden Seiten. Die Unterseite bietet auch keine wirklichen Überraschungen. Eine Seitenbürste (warum eigentlich immer nur eine?), die Bodenbürste, zwei Räder mit großen Federweg, die Hindernisse bis 20 mm meistern sollen, diverse Sensoren und der abnehmbare Wassertank mit nur 150 ml Fassungsvermögen und montierter Mop-Pad. Dieser lässt sich sehr einfach entnehmen und nach dem Auffüllen wieder genauso leicht montieren.

Die optional erhältliche Absaugstation bietet einem 4 l fassenden Staubbeutel Platz und reicht damit wohl für mehrere Wochen. Ersatzbeutel kosten im 6er Pack 29,90 Euro bei Amazon*. Auf dem Deckel findet man eine Taste, mit der man die Absaugung jederzeit manuell starten kann, was dann ca. 10 Sekunden dauert und mit einer entsprechenden Lautstärke quittiert wird. Mir gefällt, dass es auf der Rückseite einen Ein/Ausschalter mit Kabelaufwicklung gibt.

Und wo liegen jetzt die Unterschiede zum deutlich günstigeren Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2S (Testbericht)? Zuerst einmal hat der 2S keine Sensoren an der Seite, hat eine deutlich geringere Saugleistung, der Staubbehälter ist kleiner, genauso der Akku und er ist nicht mit einer Saugstation erweiterbar. Mit dem Roborock Q7 Max+ (Testbericht) ist der Ultra besser vergleichbar. Gleicher Akku, etwas geringere Saugleistung beim Roborock, aber ansonsten nahezu baugleich. Die Absaugstation des Roborock bietet war weniger Platz im Staubsaugerbeutel, hat aber eine deutlich höhere Absaugleistung.

Wie alle Saugroboter von Xiaomi, wird auch der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra mit der Mi Home App (Android iOS) verbunden. Die ist mittlerweile ausgereift und trotz vieler Funktionen übersichtlich. Auf der Startseite sieht man direkt die Karte der Wohnung und kann direkt von hier aus loslegen. Wischt man von der unteren Leiste nach oben, erscheint ein Menü, in dem man jederzeit, auch während eines Reinigungsvorgangs, die Saugstärke und den Wasserdurchfluss regulieren kann. Neben der Reinigung einzelner Räume, aber mehrerer hintereinander, kann man auch einen definierten Bereich reinigen lassen.

Oben rechts erreicht man die Einstellungen und dort kann man unter anderem weitere Karten z.B. für eine weitere Etage, erstellen, bearbeiten, No-Go Areas anlegen und ebenfalls bearbeiten. Natürlich kann man auch komplette Reinigungspläne anlegen, die Verbrauchsmaterialien checken und vieles mehr. Das alles eben sehr übersichtlich.

Im Praxistest weiß der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra im normalen Betrieb mit einem leisen Betriebsgeräusch zu überzeugen. Er fährt aufmerksam durch die Gegend, ohne an Möbel oder andere Einrichtungsgegenstände zu stoßen. Was auf der einen Seite ein echter Vorteil ist, macht sich bei mir unter dem Esstisch mit den 6 Stühlen und den 24 Stuhlbeinen negativ bemerkbar. Da er so übervorsichtig ist, fährt er nicht zwischen Stühle. Dafür fährt er aber unter der kompletten Couch entlang und auch unter dem Wohnzimmertisch. Nach oben ist der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra also nicht so empfindlich, wie zu den Seiten.

Die Saug- und Wischleistung in der Fläche ist sehr gut, aber es gibt diverse Probleme in den Ecken und beim Wischen, worauf ich weiter unten eingehen werde. Teppiche stellen den Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra vor keinerlei Probleme. Egal ob Kurzflor- oder Hochflor. Alle Arten von Teppichen werden souverän befahren und gesaugt. Hindernisse bis 20 mm werden ebenso überquert. Das teste ich mit zwei Holzbrettern mit 12 mm und 18 mm. Die Waage im Bad hat eine Höhe von exakt 20 mm und sie alle wurden ohne jede Mühe überwunden. Überhaupt fällt auf, wie gut er mit Hindernissen umgeht.

Das teste ich mit drei Gegenständen, die ich dem Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra in den Weg lege. Eine Fernbedienung, ein Teddybär und eine Steckdosenleiste mit extra langen Kabel. Alle drei werden erkannt und gekonnt umfahren. Allerdings ist ein Kabel wohl schon fast zu klein, denn die Steckdosenleiste an solches wird einwandfrei erkannt, das Kabel aber erst, nachdem die Seitenbürste fast schon blockiert wird. Das Kabel wird dann etwas hin und her geschoben, aber letztlich nicht weiter durch die Gegend geschleift. Sollte sich der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra trotzdem mal festfahren, beginnt er sofort mit diversen Aktionen zur Befreiung. Vorwärts, Rückwärts, Drehen, Räder anheben. Schon spannend, wie er dabei vorgeht und jedes mal hat er sich selbstständig befreien können.

Positiv ist auch die enorme Akkulaufzeit. Der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra reinigt meine kompletten Wohnung mit 115 m² ohne Unterbrechung. Das spricht für eine gute Ausdauer und sollte der Akku doch mal nur Neige gehen, wird die aktuelle Aufgabe unterbrochen, er fährt zur Ladestation um sich aufzuladen, um dann weiter zu machen.

Das Hauptmenü der Xiaomi Home App überzeugt

Was ich nicht gut finde:

Bevor es richtig losgeht, bemerkt man, dass es keine schnelle Kartierung gibt. In dieser Preisklasse sollte das eigentlich zum Standard gehören. So muss der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra zuerst mal durch die ganze Wohnung fahren, um am Ende eine Karte präsentieren zu können. Immerhin ist die schon sehr präzise und bedarf bei mir nur kleiner Korrekturen. Die Kartierung macht man meist nur einmal, aber so eine schnelle Kartierung ist schon was sehr feines und fehlt mir.

Der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra hat leider ein paar Probleme in Ecken. Hier macht ihm seine Vorsicht wieder einen Strich durch die Rechnung. Er müsste einfach noch etwas knapper an eine Ecke heranfahren, damit die Seitenbürste auch die Ecke vollständig ausfegen kann.

Die Einstellungen sind vielfältig

Auch beim Wischen gibt es nach wie vor ein paar Probleme wie auch schon beim Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2S (Testbericht). Ist der Fleck frisch, dann nimmt ihn der Wischer problemlos auf. Aber wehe, der Fleck ist etwas eingetrocknet. Wie immer teste ich das mit dem kompletten Inhalt des Spülbehälters inkl. Resten von Kaffeepulver, die dann auch noch ein paar Stunden Zeit zum eintrocknen haben.

Die Wasserzufuhr wird für diesen Test auf maximal gestellt und auch die Saugleistung erhöht. Am Ende waren drei Durchgänge nötig und trotzdem waren noch diverse eingetrocknete Ränder zu sehen. Auch Reste des Kaffeepulver waren zu sehen. Das es auch ganz anders geht, hat der supergünstige Lefant M213 (Testbericht) gezeigt. Dabei fällt auf, dass trotz maximaler Wasserzufuhr zu wenig Wasser zum Wischen zum Einsatz kommt. Ob das das Problem ist?

Die Karten können vielfältig bearbeitet werden

Fazit:

Ist der Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Ultra empfehlenswert? Ja, er ist nicht perfekt, aber wenn Xiaomi die Wasserzufuhr in den Griff bekommt und ihn etwas tiefer in die Ecken fahren lässt, dann ist so ein Xiaomi Saugroboter absolut empfehlenswert. Aber auch so gefällt mir das Gesamtpaket und der Ultra saugt auf Augehöhe mit dem ähnlich teuren Roborock Q7 Max+ (Testbericht). Ob man die Absaugstation benötigt, muss jeder für sich entscheiden. Ich brauche die nicht. Klar ist es bequemer, aber man muss von Zeit zu Zeit neue Beutel kaufen und den Behälter einmal die Woche von Hand leeren dauert wenige Sekunden und ist komplett kostenlos. Für das gelungene Gesamtpaket gibt es das Gütesiegel.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Peter W.
Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop 2 Pro Ultra
  • Verarbeitung/ Ausstattung
  • Verbindung/ Bedienung
  • Praxistest
  • Preis/ Leistung
3.9

Zusammenfassung

+ gute Verarbeitung
+ gute Saug- und Wischleistung
+ gute Hinderniserkennung
+ gute App
+ sehr flexibel einsetzbar
+ relativ leise
+ gute Akkulaufzeit

– Probleme in Ecken

Peter W.https://www.mobi-test.de
Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch oder Marketing Gelaber, sondern Klartext. Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.
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