Sonntag, September 25, 2022
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revolt Kurbel-Dynamo Powerbank von Pearl im Test – kurbeln für Power

Im Test habe ich die revolt Kurbel-Dynamo Powerbank von Pearl, einer Powerbank, die man im Notfall auch per Kurbel aufladen kann. Was taugt dieses Gadget im Alltag?

Alle paar Wochen kommt der neue Pearl Katalog ins Haus und jedes mal ist es für mich ein Feiertag. Entspannt auf die Couch legen und darin blättern. Hat was aus den 80ern, als unsere Mütter endlich den neuen Quelle Katalog in den Händen hielten. Direkt auf dem Cover ist mit besagte revolt Dynamo Powerbank PB-100.k aufgefallen. Eine Powerbank mit Kurbel? Sieht ja schräg aus, aber wie wir alle leidlich erfahren mussten, ist nichts mehr sicher. Bleibt der Strom weg, wird es sprichwörtlich ganz schnell duster. Auch bei den Smartphones, Taschenlampen, Radios usw. Gut, wenn man sich dann die Power erkurbeln kann.

Wie gut das in der Praxis funktioniert, was dieser portable Generator sonst noch bietet, habe ich ausprobiert. Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie die Verarbeitungsqualität, die Ladeleistung und Erfahrungen aus der Praxis. Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde oder auch nicht.

Technische Daten revolt Kurbel-Dynamo Powerbank:

  • 22.500 mAh
  • 1x Micro-USB (In)
  • 2x USB-A (Out)
  • 1x USB-C (In & Out)
  • QuickCharge 3.0 bis 18 W
  • USB PD 3.0 bis 18 W (was ist das?)
  • LED-Panel
  • Taschenlampe
  • 181 x 117 x 64 mm
  • 804 g

Produktseite: pearl.de/a-ZX3267-1420

Deutsche Bedienungsanleitung: pearl.de/ZX3267_11_191363.pdf

Erhältlich ist die revolt Kurbel-Dynamo Powerbank mit der Bestell-Nr. ZX-3267-908 in schwarz bei Pearl zum Preis von 96,99 Euro.

Der Lieferumfang der revolt Kurbel-Dynamo Powerbank

Was ich gut finde:

Beim Auspacken der revolt Kurbel-Dynamo Powerbank findet man neben der Powerbank als solches nur noch ein Micro-USB Kabel und eine deutsche Kurzanleitung. Verwundert etwas, denn es gibt zwar eine USB C-Buchse aber kein passendes Ladekabel. Ok, wird jetzt mit einem USB C Gerät sicher daheim liegen haben, aber warum dann nur ein Mikro-USB, zumal dieses bald vom Markt verschwinden wird und USB C der Standard wird bzw. schon ist.

Bezüglich der Verarbeitung komme ich weiter unten zu sprechen. Die Powerbank mit Kurbel ist kleiner als sie auf den Bildern wirkt, dafür relativ dick und schwer. Mal so eben im Rucksack mitnehmen dürfte auf Dauer keine so gute Idee sein. Auffälligstes Merkmal ist natürlich die orangene Kurbel an der linken Seite, die man herausklappen kann. Wir beim Dynamo am Fahrrad kann durch drehen der Kurbel manuell Strom erzeugt werden. Simpel und einfach. Bis zu 5 Watt bei 180 Umdrehungen pro Minute sollen machbar sein. Aber in der Praxis ist das eine echte Herausforderung, wie sich im Praxistest herausstellen sollte.

Viele Buchsen für maximale Flexibilität

Alleine diese 180 Umdrehungen pro Minute zu schaffen, ist vielleicht ein paar Minuten zu schaffen, aber nicht dauerhaft. In der Praxis habe ich nach 5 Minuten Kurbeln insgesamt 100 mAh aufladen können. Das ist nicht viel, aber daran kann man sehr leicht ausrechnen, wie lange es dauert, bis die 22.500 mAh des eingebauten Akkus voll aufgeladen sind. Wenn so ein Akku linear aufgeladen werden könnte, ist man 18 Stunden und 45 Minuten beschäftigt und das ohne Pause.

Wer möchte, kann die revolt Kurbel-Dynamo Powerbank auch mit einem Solar-Panel an der USB-C Buchse geladen werden, aber mangels Solarmodul konnte ich es leider nicht ausprobieren.

Die Kurbel macht einen etwas klapprigen Eindruck

Das Kurbeln dienst nur zum Aufladen des verbauten Akkus. Es ist nicht dafür gedacht, ein Smartphone direkt zu laden. Der produzierte Strom wird zwar in das Gerät geleitet, aber das ist so wenig, dass ein modernes Smartphone nicht geladen wird. Also erst den eingebauten Akku der Powerbank laden und dann erst das Handy laden.

An der Front sieht man eine LED Anzeige aus 5 Segmenten, die den Ladezustand des 22.500 mAh Akkus anzeigt. Daneben die Power-Taste. Darunter insgesamt 4 Buchsen. Eine Micro-USB Buchse zum Laden der Powerbank selbst. Über diese kann kein Gerät geladen werden!!!

Darunter eine USB-C Buchse, über die die Powerbank geladen werden kann, aber auch andere Geräte per USB PD 3.0 bis 18 W (was ist das?) laden kann. Damit der Ladevorgang der revolt Kurbel-Dynamo Powerbank nicht zu lange dauert, sollte das Aufladen mit einem Netzteil mit per USB C PD und mindestens 30 Watt geschehen. Daneben dann noch zwei USB-A Buchsen, die Quick Charge 3.0 bis 18 Watt unterstützen. Damit sollte alles geladen werden können, was Strom braucht. Zum Schutz vor Kurzschluss, Überladung, Entladung, Überlastung und Überhitzung sind verschiedene Sicherheitseinrichtungen verbaut.

Die LED Taschenlampe macht wirklich gutes Licht

Im Praxistest gibt es bezüglich Geräuschentwicklung nichts zu bemängeln. Kein Pfeifen, kein Fiepen, nichts. Hier die Leistungen beim Laden per USB-A:

  • nach 15 Minuten = +16%
  • nach 30 Minuten = +27%
  • nach 45 Minuten = +41%
  • nach 60 Minuten = +53%

Die Ladeleistung per USB-C PD:

  • nach 15 Minuten = +31%
  • nach 30 Minuten = +56%
  • nach 45 Minuten = +69%
  • nach 60 Minuten = +79%

Prinzipiell kann man alle 3 Ports zeitgleich zum Laden nutzen, aber damit reduziert sich die Ladeleistung auf 1A, was im Notfall aber immer noch besser als ein leerer Akku ist. Idealerweise sollte man die geladenen Geräte während des Ladevorgangs nicht genutzt werden. Da wir richtig testen, habe ich natürlich probiert, ob man drei Geräte gleichzeitig laden kann und die revolt Kurbel-Dynamo Powerbank dabei selber laden kann. Ja, das funktioniert, aber sie wird mehr entladen, als geladen.

Wie immer sind auch die 22.500 mAh der revolt Kurbel-Dynamo Powerbank nicht komplett nutzbar. Damit die Akkuzellen nicht kollabieren, müssen immer um die 30% Restkapazität verbleiben. Laut Messgerät konnte ich exakt 16.042 mAh entnehmen. Das sind rund 72% der Kapazität und somit noch 28% drin geblieben.

Auf der gegenüberliegenden Seite sind die beiden Tasten für das LED-Panel und die Taschenlampe zu finden. Das LED-Panel besitzt 55 LEDs und bietet 3 Helligkeitsstufen mit 28, 55 und 86 Lumen. Die Helligkeit ist ausreichend und bei einem Verbrauch von ca. 1,9 Watt, sollte man viele Stunden Licht zur Verfügung haben. Die Taschenlampe verfügt über 2 Stufen mit 25 und 37 Lumen, sowie eine SOS Blinkfrequenz. Ihr Verbrauch liegt bei rund 0,7 Watt.

Das großflächige LED-Panel für viel angenehmes Licht

Was ich nicht gut finde:

An sich gibt es an der Verarbeitung der revolt Kurbel-Dynamo Powerbank nichts auszusetzen. Plastik rundum und das ist ja auch ok, aber gerade die Kurbel, das Herzstück dieser Powerbank wirkt doch sehr billig und vor allem zerbrechlich. Wenn man langsam und gemächlich vor sich hin kurbelt funktioniert das sicher eine Zeitlang, aber gerade das Gelenk an der Kurbel zum eigentlichen Dynamo macht keinen stabilen Eindruck und ist nicht gut geführt. Wie lange das eine Dauerbelastung aushält, weiß ich nicht.

Auch ist die revolt Kurbel-Dynamo Powerbank in keinster Weise vor Feuchtigkeit oder Nässe geschützt. Ich habe zumindest nirgends etwas dazu gefunden. Und da sie auch für Outdoor-Aktivitäten wie Camping oder Angeln explizit empfohlen wird, könnte das in der Natur zu einem echten Problem werden.

Fazit:

Ist die revolt Kurbel-Dynamo Powerbank empfehlenswert? Ja, denn im Notfall ist man über alle Möglichkeiten froh, um an Strom zu kommen. Zwar ist die Verarbeitung nicht perfekt und es fehlt wohl der Schutz vor Spritzwasser, aber im Alltag liefert die monströse Powerbank mit ihrer Kapazität von 22.500 mAh gute Ladeleistungen und ist dank drei Buchsen sehr flexibel einsetzbar und dank LED Beleuchtung immer gut belichtet. Gibt es gar keinen Strom, kann man sich dieser per Kurbel selbst erzeugen. Weil das alles taugt, gibt es das Gütesiegel.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage von Pearl als Leihgabe bzw. als Geschenk erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

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Peter W.
revolt Kurbel-Dynamo Powerbank
  • Verarbeitung/ Ausstattung
  • Verbindung/ Bedienung
  • Praxistest
  • Preis/ Leistung
3.3

Zusammenfassung

+ flexibel einsetzbar
+ Taschenlampe
+ LED-Licht
+ hohe Kapazität
+ erklärt sich von selbst
+ handlich

– Kurbel aus Plastik
– nicht spritzwassergeschützt

Peter W.https://www.mobi-test.de
Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch oder Marketing Gelaber, sondern Klartext. Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.
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