Vor einiger Zeit haben ich die Haylou Solar LS05 Smart Watch vorgestellt und nun habe ich sie im Test und werde zum besten geben, was ich an ihr gut finde und was nicht.

Mit der Haylou LS01 (Testbericht) habe ich den direkten Vorgänger schon getestet und war nicht so begeistert. Nun mit der LS05 den Nachfolger und hier ist der Name Solar leider sehr irreführend. Denn über ein Solarmodul hat sie nicht. Angetrieben wird sie von einem stinknormalen Akku, der sich im Test leider als nicht wirklich ausdauernd erwiesen hat.

Zuerst einmal vorweg, dass ich schon seit einigen Jahren mit den sog. Wearables unterwegs bin. Seit ein paar Wochen trage ich die Apple Watch Series 5, welche ich parallel weiter getragen habe. Also die Apple Watch 5 am linken Arm und die Haylou Solar am rechten Arm. Was ziemlich bescheuert klingt macht aber Sinn, da ich so direkt vergleichen kann.

Auch wichtig zu wissen ist, dass ich eine Smartwatch rund um die Uhr trage und wie genau ich teste, ist hier ausführlich beschrieben -> Link

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Technische Daten Haylou Solar Smart Watch:

  • Android ab 4.4 / iOS ab 8.0
  • 1,28″ LCD-Display mit 240 x 240 Pixel
  • 22 mm Armband (wechselbar)
  • spritzwassergeschützt nach IP68 (was bedeutet das?
  • Pulsmesser
  • Benachrichtigungen
  • 12 Aktivitäten
  • Bluetooth 5.0
  • 45,3 x 11,4 mm
  • 54 g
  • 340 mAh

Produktseite: haylou.com/en/haylou-solar

Deutsche Bedienungsanleitung: haylou.com/en/haylou_solar_ls05_manual.pdf

Die Haylou Solar LS05 Smartwatch ist ab sofort bei Gearbest zum Preis von 34,61 @ inkl. Versand zu haben*.

Was ich gut finde:

Zuerst einmal ist das Auspacken eher unspektakulär. Die Uhr, das Ladegerät und eine Kurzanleitung. 

Dafür ist die Haylou Solar in Punkto Abmessungen richtig gut. Kaum dicker und schwerer als eine „normale“ Uhr ist der Tragekomfort entsprechend gut. 

Selbst in der Nacht stört sie nicht, weil sie vor allem eines ist. Flach bzw. Dünn.

Absolut positiv überrascht mich die Haylou Solar im Praxistest. Sie läuft einfach. Tadellos verrichtet sie im Test von knapp 2 Wochen klaglos ihren Dienst und liefert meist gute Werte. Hätte ich so wirklich nicht erwartet.

Man darf nicht vergessen, dass es diese Uhr teilweise für unter 30 Euro zu kaufen gibt und dafür liefert die Solar mehr als viele anderen No-Name Konkurrenten, von denen wir mittlerweile mehr als genug getestet und als Elektroschrott enttarnt haben.

Sie kommt zwar insgesamt nicht an die Amazfit GTR (Testbericht) heran, aber auch die kostet mal locker das 3-fache. 

Es fängt beim bereits erwähnten guten Tragekomfort an. Das Armband ist in einem weiten Bereich verstellbar und lässt sich in Sekunden ohne Werkzeug wechseln. Es passen alle 22 mm Armbänder.

Das Display hat ein paar Defizite, auf die ich weiter unten eingehen werde, aber in dieser Preisklasse ist das leider die Normalität, wobei es auch nicht so schlimm ist, wie es sich im ersten Moment liest.

Die App ist ordentlich, auch wenn die Übersetzungen teilweise recht schräg sind. Sie macht alles was sie soll, auch wenn die Synchronisation teilweise länger dauert als gedacht. 

Bei den Sportarten gibt es eine gute Auswahl an 12, auch wenn es Geräte mit noch mehr gibt. Aber alles wichtige ist dabei und Aktivitäten werden schön übersichtlich in der App dargestellt. Allerdings gilt es zu bedenken, dass man eine Streckenaufzeichnung per GPS nur bekommt, wenn man die Aktivität wie z.B. Laufen über die App startet.

Nur über die Uhr, wird die Aktivität zwar getrackt, aber ohne Streckenverlauf.

Bei den Werten gibt es die üblichen Abweichungen, wie ich sie in diesem Artikel genauer beschrieben habe. Die Genauigkeit zu bewerten wäre fatal, denn wirklich exakt misst und zählt nicht einmal die Apple Watch 5. Bei den Schritten über den Tag +/- 500 sind schon gut und beim Puls liefert die Haylou Solar Werte mit einer Toleranz von ca. 10% nach oben und unten. 

Die Ansagen während eines Workout können angepasst werden, aber nicht in der Sprache. Da bekommt man Englische Texte zu hören. 

Ansonsten läuft die Haylou Solar ohne große Höhen und Tiefen, was absolut positiv gemeint ist. Kein Ärger mit Bugs oder Abstürzen. Sie läuft einfach und genau das soll sie auch.

Was ich ok finde:

Die Verarbeitung ist für den Preis absolut in Ordnung. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und das 1,28″ Display ist nicht speziell geschützt. Es gibt aber mehr als genug Folien und Panzerglas*. Auf der Rückseite sieht man den leicht erhabenen Sensor für den Puls. Erhaben deshalb, damit der Abstand des Sensors zur Haut möglicht gering gehalten wird.

Geladen wird die Uhr übrigens über zwei Pogo-Pins mittels eines extra Ladekabel. Dieser positioniert sich magnetisch und hält gut, auch wenn mal daran etwas wackelt.

Apropos Akku. Der soll laut Homepage 15 Tage bei dauerhafter Pulsmessung durchhalten. Ohne Pulsmessung bis zu 30 Tage. Leider kann ich das nicht bestätigen. Nach 9 Tagen war bei mir der Akku leer. In dieser Zeit habe ich dreimal eine Aktivität per GPS aufgezeichnet, das Display auf 3/4 Helligkeit und natürlich die Pulsmessung dauerhaft aktiviert. Dasselbe mit den Benachrichtigungen. Wenn schon, dann alles. Wer alles mögliche abschaltet, um Akku zu sparen, braucht keine Smartwatch.

Die Ausstattung ist ok, auch wenn es gibt kein GPS gibt. Im direkten Vergleich zur Amazfit Bip (Testbericht) mit ihrem GPS, verliert die Haylou Solar natürlich, aber die ist halt eckig, aus Plastik und nur ein eher farbarmes Display.

Wasserdicht ist die Haylou Solar leider auch nicht, sondern nur spritzwassergeschützt nach IP68 (was bedeutet das?), was aber klassenüblich ist.

Die App nennt sich Haylou Fit (iOS / Android) und hält die Verbindung wirklich gut, auch wenn der automatische Sync beim Start immer mal wieder etwas länger dauert. Dafür werden Benachrichtigungen zuverlässig zugestellt, auf die man aber nicht antworten kann. Zudem sieht man immer nur die ersten beiden Zeilen einer Nachricht. Das kann man weder für Geld noch gute Worte ändern.

Damit das Display nicht in der Nacht herumleuchtet, kann man das Display mitsamt Benachrichtigungen für eine frei wählbare Zeitspanne deaktivieren.

Was ich nicht gut finde:

Kommen wir zum Display. Es ist eines der beiden Kritikpunkte der Haylou Solar Smartwatch. 

Das Display ist selbst bei maximaler Einstellung der Helligkeit in der Sonne nur schwer ablesbar. Schützt man es etwas mit der Hand, dann kann man es wieder gut ablesen.

Als nächstes die eher träge Reaktionsgeschwindigkeit. Das fängt bei der Reaktion beim Arm heben an, bei der das Display aktiviert werden soll. Oft genug muss man den Arm sehr, sehr weit hochheben, dass das Display aktiviert wird.

Oder beim Bedienen per Touchscreen. Auch hier muss man immer wieder mal ein weiteres mal oder auch gerne mal dreimal auf eine Funktion drücken oder wischen bis die Haylou Solar reagiert.

Das nervt zwar ab und an, ist aber fairerweise muss man sagen, dass genau diese Probleme so gut wie alle Konkurrenten in dieser Preisklasse haben. Alles halb so wild, weil es eben nicht permanent ist.

Fazit:

Ist die Haylou Solar Smartwatch empfehlenswert? Ja, auch wenn das Display nicht perfekt ist, die Bedienung manchmal etwas hakelig und der Akku „nur“ 9 bis 10 Tage hält. Wir sprechen hier von einer Smartwatch für unter 30 Euro und da muss man die Kirche im Dorf lassen. Denn bis auf die Amazfit Bip (Testbericht) wüsste ich keine Alternative und die ist halt eckig und aus Plastik. Da muss der persönliche Geschmack entscheiden. Ich für meinen Teil kann die Haylou Solar empfehlen.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Gearbest als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

Haylou Solar LS05
  • Verarbeitung/ Ausstattung
  • Verbindung/ Bedienung
  • Praxistest
  • Preis/ Leistung
3.5

Kurzfassung

+ Verarbeitung
+ Preis
+ brauchbarer Alltagsbegleiter
+ Wechselarmbänder

– Reaktion des Display
– Ablesbarkeit des Display bei Sonne

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