Mit dem Teufel Supreme On habe ich den neuesten On-Ear Kopfhörer der Berliner getestet. Meine Erwartungen sind hoch und hier schreibe ich auf, was ich gut finde und was nicht.

Von Teufel habe ich ja schon einiges getestet. Auch einen On-Ear und zwar den Teufel Airy (Testbericht), an dem sich der Supreme On natürlich messen muss. Des weiteren noch der Bowers & Wilkins PX5 (Testbericht) oder der Jabra Elite 45h (Testbericht), wobei man aber den Preisunterschiede beachten muss.

Technische Daten Teufel Supreme On:

  • 10 Hz – 20 kHz
  • 40 mm Treiber
  • Bluetooth 5.0
  • Bluetooth Audio Codec SBC, AAC, aptX (was ist das?)
  • Multipoint-Verbindungen
  • Trageerkennung
  • USB Typ-C 
  • NFC
  • 3,5 mm AUX-IN
  • Google Assistant / Siri
  • 20 Stunden Akkulaufzeit mit aktiven ANC
  • Schnellladefuktion
  • 180 g

Produktseite: teufel.de/supreme-on

Deutsche Bedienungsanleitung: https://teufel.de/teufel-supreme-on-anleitung.pdf

Erhältlich ist das Teufel Supreme On in den 6 Farben Night Black, Sand White, Moon Gray, Space Blue, Ivy Green und Pale Gold aktuell nur im Teufel Store zum Preis von 149 Euro. Demnächst sicher auch bei Amazon.

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Wie ich genau teste und worauf ich dabei so achte, habe ich hier im Detail beschrieben -> Link

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität mit Android und iOS, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei.

Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. 

Natürlich sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab.

Was ich gut finde:

Die Verarbeitung des Teufel Supreme On ist schon mal richtig gut. Der Bügel hat innenliegend einen Federstahl, der diesen extrem flexibel macht. Leider sind die beiden Ohrpolster nicht drehbar, womit sie flexibler wären. Aber dank des weiten Verstellbereichs in der Länge sollten die allermeisten Nutzer sehr schnell eine passende Einstellung finden. Durch die Scharniere aus Metall wirkt der Supreme On äußerst robust und der grobe Stoff an der Oberseite verstärkt diesen Eindruck noch zusätzlich. Die beiden Ohrpolster sind, genau wie die Innenseite des Bügels, mit Kunstleder bezogen und angenehm weich. Gerade bei einem On-Ear ist dieses sehr wichtig, wie sich im Verlaufe des Tests schnell zeigen sollte. Der Kopfhörer kann übrigens platzsparend zusammengeklappt werden.

Die Bedienung verdient ebenfalls ein extra Lob. Dieser kleine Joystick am rechten Ohrpolster macht die Bedienung super einfach. Drücken und in alle vier Richtungen bewegen kann man ihn, womit man alle Funktionen steuern kann, zumal der Druckpunkt und Richtungen sehr gutes Feedback liefern. Welche Funktion die vier Richtungen des Joysticks steuern, ergibt sich schon aus der Logik. Einmal mittig drücken steuert Play und Pause. Zweimaliges Drücken aktiviert den Sprachassistenten. Nach oben und unten drücken regelt die Lautstärke und nach links und rechts springt vor oder zurück. Bei Telefonaten nimmt man dieses mit einem Druck an und doppeltes drücken weist den Anruf ab. Ein sehr geniales Bedienkonzept, welches einzelnen Tasten überlegen ist.

Beim Klang bekommt man den für Teufel ganz typischen Klangcharakter. An sich warm und sehr ausgewogen mit kräftigen Bässen, die aber nicht ganz so tief runter kommen, wie man bei den 40 mm Treibern vermuten könnte. Das hat mich schon gewundert, denn im direkten Vergleich mit dem Teufel Airy (Testbericht) klingt der Airy etwas fetter. Die Mitten und Höhen müssen sich nicht verstecken und überzeugen mit einem guten Detailreichtum und dem nötigen Volumen. Ziemlich genial, aber nicht gesund, ist das vibrieren der Ohrmuscheln bei maximaler Lautstärke. Auch wenn es physikalisch bei solchen kleinen Treibern nicht möglich ist, „spürt“ man die Bässe und da verzerrt auch in den Höhen absolut nichts. Und die Teufel Supreme On können laut. Sehr laut. Sorry, aber das macht einfach nur Spaß und der aller größte Vorteil gegenüber allen In-Ear Ohrstöpseln und seien sie noch so gut. 

Wer möchte, kann in der App per Equalizer nachjustieren. Ich bleibe aber wie immer, auch meine persönliche Vorliebe, bei neutraler Einstellung. Apropos Klang. Es gibt auch aptX, worauf ja viele ganz scharf sind. Darauf gehe ich weiter unten nochmals genauer ein.

Bei Telefonaten gibt sich der Teufel Supreme On keine Blöße. Man selber wird gut gehört und kann Anrufer jederzeit gut verstehen. Allerdings ist der Jabra Elite 45h (Testbericht) in dieser Disziplin besser aufgestellt, da der Teufel im kabellosen Betrieb über nur ein Mikrofon verfügt. Erst wenn man das Kabel nutzt, bekommt man ein zweites Mikrofon, welches in der Fernbedieneinheit sitzt. 

Was ich ok finde:

Im Lieferumfang ist neben dem Headset noch ein kurzes USB-Typ C Ladekabel, ein 3,5 mm Klinkenkabel mit eingebauter Fernbedienung, ein Tragebeutel und eine Kurzanleitung. Das besondere an dem Klinkenkabel ist aber nicht die kleine Fernbedienung, sondern das man dieses in der Buchse des Teufel mit einer Vierteldrehung verriegeln kann. Aus versehen herausziehen gibt es nicht mehr. Eine geniale Kleinigkeit, die zeigt, dass man sich bei Teufel durchaus Gedanken macht.

Die Liste der Ausstattung ist beinahe komplett. Wieso nur beinahe? In dieser Preisklasse verlangt man einfach ANC, ob man es braucht oder nicht. Für mich stellt das kein Problem dar, denn die gute Polsterung reduziert das Drumherum schon ordentlich. Mehr als ein mittelmäßiges ANC. Über aptX verfügt der Teufel Supreme On auch, aber leider vergessen viele (oder wissen es nicht besser), dass auch das Smartphone dieses aptX unterstützen muss, was aber leider nur die aller wenigsten tun. iPhones zum Beispiel schon mal nicht. Egal welches Modell. Zudem muss auch die Musikquelle wie z.B. Spotify die Qualität liefern. Mehr dazu findet man hier erklärt -> Link

Gut gefällt mir auch die Trageerkennung. Setzt man das Headset ab, pausiert die Wiedergabe und wird kurz nach Aufsetzen wieder fortgesetzt. Kann man in der App Teufel Headphones (iOS / Android) übrigens auch deaktivieren. Wo wir schon bei der App sind. Die ist noch recht neu und unterstützt derzeit nur die Teufel Supreme On und das Teufel Airy TWS Headset (Testbericht). Hier können Firmwareupdates gemacht werden und auch der optisch gelungene Equalizer eingestellt werden. Ansonsten bietet die App (noch) nicht viel mehr außer das Aktivieren von „ShareMe“, die es erlaubt zwei Teufel Headsets mit derselben Quelle zu verbinden, so dass zwei Hörer zusammen Spotify oder unseren Podcast hören können. Des weiteren kann man die Sprachassistenten deaktivieren oder den Abschalttimer ändern.

Ebenfalls in Ordnung ist die Sache mit der Verbindung. Dieses geschieht wahlweise per NFC, Bluetooth oder kabelgebunden. Dank Multipoint kann das Teufel Supreme On auch mit zwei Geräten gleichzeitig verbunden werden. So hört man mit seinem privaten Handy seine Musik und ist gleichzeitig mit dem Geschäftshandy erreichbar. Die Latenz ist erfreulich niedrig, so dass man problemlos Videos schauen kann oder auch mal ein Spiel spielen. Der Versatz ist wirklich nur beim genauen Hinsehen/Hinhören bemerkbar.

Der Akku soll bis zu 30 Stunden durchhalten, was er auch annähernd erreicht. Bei mir war nach 28 Stunden und 48 Minuten Schluss. Warum das nur ok ist? Weil eben 30 Stunden versprochen sind und das hält er. Mit aptX sollen es nur 24 Stunden sein, dass kann ich aber mangels passenden Smartphone nicht testen. Die Schnellladefunktion soll nach 15 Minuten bis zu 1 Stunde Musikgenuss bieten. Das passt nicht ganz, denn in der Realität sind es 42 Minuten, was aber immer noch ordentlich ist. Allerdings dauert es dann trotzdem noch knappe 90 Minuten, bis der Akku voll aufgeladen ist.

Was ich nicht gut finde:

Zu bemängeln ist der Tragekomfort. Ich bin Brillenträger und schon nach einer knappen Stunde drücken die Ohrpolster unangenehm auf die Bügel und die wiederum in die Schläfen. Zumal auf der Homepage des Supreme On extra mit dem Tragekomfort für Brillenträger geworben wird. Mag sein, dass dieses Problem nur bei Brillenträgern auftaucht und sicher auch nicht bei jedem, aber bei den Teufel Airy (Testbericht) tritt das nicht so sehr auf. Da ist es durchaus angenehm und das noch nach mehreren Stunden. Das ist aber auch das einzige, was ich zu bemängeln habe.

Fazit:

Ist der Teufel Supreme On zu empfehlen? Lange habe ich mich das auch gefragt. Am Ende ist es ein Jein. Der mittlerweile gleich teure Teufel Real Blue NC (Testbericht) hat ANC und auch den etwas besseren Klang. Ode direkt den 10 Euro teureren Jabra Elite 85h (Testbericht), der in allen Punkten locker über dem Supreme On liegt, dafür aber ein Over-Ear Headset ist. Noch schwerer hat es der Teufel Supreme On im direkten Vergleich zum Teufel Airy (Testbericht), der gerade für Brillenträger die bessere Wahl wäre und ansonsten identisch ausgestattet. Nicht zu vergessen der Jabra Elite 45h (Testbericht), der das insgesamt angenehmere Klangbild liefert, nicht so laut wie der Teufel und sonst mit der Ausstattung locker mithalten kann, aber weniger als die Hälfte kostet. Von daher vergebe ich das Gütesiegel dieses mal nicht.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf Anfrage vom Hersteller als Leihgabe erhalten. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz

Teufel Supreme On
  • Verarbeitung/ Ausstattung
  • Verbindung/ Bedienung
  • Klang
  • Preis/ Leistung
3

Zusammenfassung

+ Verarbeitung
+ guter Klang

+ App
+ NFC
+ Schnellladefunktion

– Tragekomfort nach längerer Zeit
– kein ANC

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