QCY T3 Test – was mir gut gefällt und was nicht

In-Ear Headsets, neudeutsch oft auch als TWS (True Wireless) bezeichnet, sieht man immer öfter. Vor allem die, welche den Apple AirPods ähnlich sehen und der QCY T3 Test wird zeigen, ob dieser Vertreter sein Geld wert ist.




Man muss neidlos anerkennen, dass die Apple AirPods den Weg für kabellose In-Ear Headsets salonfähig gemacht haben. Über den Zahnbürsten-Look kann man streiten, aber sie sind ein Verkaufsschlager. 

Das QCY T3 TWS Bluetooth Headset ist brandneu auf dem Markt und da ich schon sämtliche Vorgänger wie dem QCY T1 Pro (Testbericht) oder meinen aktuellen Favoriten QCY T1S aka QCY T2C (Testbericht). Wobei die ja eher zur Kategorie „Knopf-im-Ohr“ zählen.

Mit den Ticpods Free (Testbericht) habe ich aber ähnliche schon getestet und hatte da ziemliche Probleme mit der Bedienung, weil die Touchbedienung nicht so wollte wie ich.

Wie so oft ist auch dieser Test sponsored by niemand, denn ich habe mir das QCY T3 TWS Bluetooth Headset bei ebay selbst gekauft.

Technische Daten QCY T3:

  • 6 mm Treiber
  • Bluetooth 5.0
  • AAC, SBC, A2DP, AVRCP, HFP, HSP
  • 20 – 20.000 Hz
  • 93dB ± 3dB 
  • Geräuschunterdrückung
  • Unterstützung für Assistenten
  • spritzwassergeschützt nach IPX5
  • Freisprechfunktion
  • 60 mAh (je Earpiece)
  • 600 mAh (Case)
  • 4 g (je Earpiece)
  • 48 g (Komplett mit Case)
  • 72 x 57 x 33 mm (Case)

Produktseite: qcy.com/t3

Ausführliche Bedienungsanleitung: qcy.com/QCY-T3.pdf

die QCY T3 (Modell IN1832) gibt es in schwarz unter anderem bei Gearbest für 27,97 Euro*. Mit dem Code „F309E5E9F561D222“ gibt es noch mal 15% Rabatt. Bei Amazon sind sie ab 36,15 Euro* zu finden.

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Wie immer teste ich für jeden ganz einfach nachvollziehbar. Ich lade die das Headset im Case komplett auf, höre Musik bis der Akku leer ist und lade sie im Case wieder auf. So lange, bis auch der Akku im Case leer ist.

Als Musik habe ich bei Google Play Music eine Playlist „Alltime Favorites“, in der aktuell 143 Titel zu finden sind. Von Klassik über Pop, Elektro, Hardrock, Filmmusik, Jazz, Funk, Soul usw. Von allem etwas. Dazu höre ich Podcasts und Hörbücher. 

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei.

Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, aber auch sehr deutlich, was ich nicht gut finde. 

Natürlich sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Angaben zur Akkulaufzeit, hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab. 

Was mir gut gefällt:

Nach dem Auspacken aus der unverhältnismäßig großen Verpackung hat man neben jeder Menge Luft das eigentliche Headset in Hand oder besser gesagt das Case mit den beiden Ohrstöpseln, ein Micro-USB Ladekabel und eine Anleitung in englischer Sprache.

Das Case ist noch mal kleiner als beim QCY T1S aka QCY T2C (Testbericht) und auch um einiges leichter. Perfekt für unterwegs. Die beiden Earpieces werden magnetisch gehalten und geladen. Der halbtransparente Deckel lässt einen Blick auf die LEDs zu. Das Case selbst hat zwei LEDs an der Vorderseite und eine Micro-USB Buchse zum Laden an der Rückseite.

Etwas auffällig ist die Form der Aufsätze. Die sind der Form angepasst und werde ich weiter unten nochmals genauer besprechen.

An den Stielenden der Ohrstücke befinden sich jeweils kleine LEDs, die den aktuellen Betriebszustand anzeigen und die restliche Fläche darüber reagiert auf Berührungen. Am oberen Ende und unten an den Innenseiten befinden sich jeweils Mikrofone.

Diese sollen dank Dual-Noise-Canceling für Ruhe sorgen.

Die Verarbeitung ist sehr gut, auch wenn alles komplett aus Plastik besteht. Es gibt es nichts zu meckern, denn es gibt keine scharfen Kanten oder sonstige Auffälligkeiten. 

Im Case verbaut ist ein Akku mit 600 mAh und jeder Ohrstöpsel verfügt über jeweils 60 mAh. Das soll für bis zu 6 Stunden Musikwiedergabe reichen und im Case lassen sich beide theoretisch bis zu 4 mal aufladen. Rein rechnerisch zwar 5 mal, aber es bleibt immer eine Restkapazität im Akku.

Die 6 Stunden Laufzeit kann ich leider so nicht ganz bestätigen. Bei normalen Lautstärken reichte es bei mir für knapp über 4 Stunden, was aber für die Bauart und Größe absolut zufriedenstellend ist.

Anschließend konnte ich beide Ohrstöpsel noch 3 mal komplett aufladen. Der vierte Ladevorgang brachte nicht mehr viel, bis sich das Case wegen Akkumangel ausgeschaltet hat

Begeistert hat mich der Klang im QCY T3 Test. Man muss an den Preis denken und für 30 Euro klingt das TWS Headset einfach phänomenal gut. Nichts für audiophile Menschen, die ein Headset für mehrere hundert Euro zum Musik hören nutzen, sondern für ganz normale Hörer, die unterwegs Spaß am Musik hören haben.

Schöne satte Bässe, gute Mitten und angenehme Höhen. Nichts übertriebenes, auch nicht was die Maximallautstärke angeht oder solche Dinge wie Breite der Bühne oder Räumlichkeit. Solche Dinge spielen in dieser Preisklasse nur eine untergeordnete Rolle, aber alle genannten Punkte sind wirklich gut.

Musik mit dem QCY T3 zu hören macht einfach nur Spaß und Dank der Dynamik gibt es hier Spielfreude pur.

Leider aber auch nur, wenn die mitgelieferten Aufsätze passen bzw. man die für sich passenden Aufsätze besorgt (siehe weiter unten).

Das gilt übrigens auch für den Klang bei Telefonaten. Funktioniert einwandfrei mit einer kleinen Einschränkung, über die ich auch weiter unten noch mal näher eingehe.

Was ok ist:

Wie bei allen anderen auch, ist der rechte Ohrstöpsel der Master. Er initiiert also die Verbindung zum linken Ohrstöpsel. Aber es kann auch nur der linke genutzt werden, wenn er extra per Bluetooth verbunden wird. Es gibt auch einen sogenannten Mono-Mode, in dem nur noch der rechte aktiviert werden kann, was aber zu mehr Problemen führt als man denkt.

Im Normalfall nimmt man zuerst den rechten aus dem Case und setzt ihn ein. Direkt danach den linken. Der rechte verbindet sich in dieser Zeit mit dem Smartphone und anschließend mit dem linken. Man kann jederzeit den linken herausnehmen, ins Case legen und mit dem rechten weiter hören und später wieder den linken mit dazu nehmen.

Die Verbindung wird stets automatisch wiederhergestellt. 

Die Reichweite ist dank Bluetooth 5.0 bis zu 10 Meter problemlos möglich. Bei mir zu Hause kann ich selbst im am weitesten entfernten Zimmer noch Musik hören, ohne das die Verbindung abbricht. Das hängt natürlich extrem von den jeweiligen baulichen Gegebenheiten ab und kann stark differieren.

Die Bedienung per Touch ist ausgeklügelter, als z.B. bei den Ticpods Free (Testbericht), bei denen man ständig irgendwas gedrückt hat, wenn man mal den Sitz korrigieren musste oder es hat gar nicht reagiert.

Einfaches drücken bewirkt beim QCY T3 nichts. Da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht, denn man kann problemlos den Sitz korrigieren oder das Headset berühren, ohne dass direkt ein Befehl ausgeführt wird.

Für Play/ Pause hält man links oder rechts kurz gedrückt. Um einen Titel zurück oder vor zu springen, 2 Sekunden links oder rechts gedrückt halten. Um die Lautstärke zu ändern, streicht man von oben nach unten bzw. umgekehrt.

Kommt ein Anruf rein, dann drückt man doppelt um diesen anzunehmen oder hält für 2 Sekunden gedrückt, um diesen abzulehnen. Kommt dann noch ein weiterer Anruf rein, kann man das erste Telefonat durch doppeltes Drücken halten und jederzeit zwischen beiden umschalten.

Allerdings sollte man sich wirklich vorher mal die Anleitung durchlesen, denn mit dem gedrückt halten von mehreren Sekunden kann man auch den bereits erwähnten Mono-Modus aktivieren, denn ich dummerweise nicht mehr deaktivieren konnte. Erst ein kompletter Reset hat geholfen, was ebenfalls in der Anleitung beschrieben wird.

Dank IPX5 ist das Headset spritzwassergeschützt, aber nicht wirklich wasserdicht, was aber mittlerweile Standard ist.




Was mir nicht gefällt:

Negativ ist nach wie vor die enorme Latenz beim schauen von Videos zu bewerten. Im QCY T3 Test waren es bis zu 750 ms, die ich aber dank dem VLC Player korrigieren kann. Zum Spielen eignet sich das QCY T3 leider nicht wirklich. Zumindest nicht für Spiele wie PUBG, bei denen es darauf ankommt direkt zu hören, wo sich was tut. Das bekommt QCY nicht in den Griff (andere aber auch nicht wirklich).

Eine Augenwischerei ist das Thema Noise Canceling. Wird auf der Produktseite so beschrieben, allerdings hat das mit dem uns bekannten Noise Canceling nichts zu tun, wie wir es von Headsets wie dem Sony WH-1000XM3 (Testbericht) kennen.

Das hat das QCY T3 nämlich nicht, sondern eine Geräuschminderung, die verhindern soll, dass Außengeräusche den Musikgenuss nicht stören. Das funktioniert leider nur leidlich bis gar nicht. Die Straße vor dem Haus ist nicht stark befahren und wenn ein Auto vorbei fährt, wird das 1:1 weitergegeben. 

Auch die mitgelieferten Aufsätze sind eher sekundär gut, denn sie passen bei mir überhaupt nicht. Stecke ich sie ins Ohr, dann sitzt es nicht es nicht richtig und klingt einfach nur dünn. Drehe ich sie etwas und stecke sie richtig ins Ohr damit es gut klingt, dann ragen sie Stiele aus dem Ohr heraus und das sieht echt bescheiden aus. Davon ab, halten sie dann auch nicht mehr.

Es muss jeder für sich ausprobieren, ob die mitgelieferten Aufsätze einen guten Sitz haben. 

Andere Aufsätze werden leider nicht mitgeliefert, aber man kann problemlos andere Aufsätze anbringen. Mittlerweile habe ich eine riesige Auswahl und mit den passenden Aufsätzen geht die Post richtig ab -> Link 

Leider passen die Ohrstöpsel mit meine favorisierten Aufsätzen nicht mehr wirklich in das Case, aber die Montage geht schnell vonstatten, also nehme ich sie vorher ab.

Fazit im QCY T3 Test:

Ist das QCY T3 empfehlenswert? Diese Entscheidung im QCY T3 Test fällt mir jetzt echt schwer. Bei wem sie auf Anhieb mit den mitgelieferten Aufsätzen passen, kann sich über ein wirklich sehr gutes In-Ear TWS Headset freuen. Es gibt kaum was zu meckern außer eben den Aufsätzen die bei vielen nicht passen werden und es gibt keine anderen im Lieferumfang.

Bei wem es nicht passt, wie bei mir, muss sich andere Aufsätze besorgen und damit leben, dass die neuen Aufsätze nicht ins Case passen. 

Aber wenn es dann passt, bekommt man viel Klang in kleinem Gehäuse mit einer guten Akkulaufzeit für sein Geld.

Ich für meinen Teil bleibe bei den QCY T1S aka QCY T2C (Testbericht) oder den Haylou GT1 (Testbericht). Je nachdem, was ich vorhabe. Die haben zwar einen Knopf zum bedienen, sind aber kleiner und halten bei mir auf Anhieb perfekt mit einem ebenfalls sehr, sehr guten Klang für kleines Geld.

Trotzdem vergebe ich das Gütesiegel, denn meine Ohren sind kein Maßstab wenn es um die Passform geht.

QCY T3 Reset:

Um das Headset auf die Werkseinstellungen zurück zu setzen, entnimmt man jeweils eines aus dem Case und hält die Sensorfläche für 3 Sekunden gedrückt, bis sie ausgeschaltet sind. Danach bei beiden 20 Sekunden gedrückt halten, bis die LEDs erlöschen. 

QCY T3
  • 6/10
    Verarbeitung/ Ausstattung - 6/10
  • 6/10
    Verbindung/ Bedienung - 6/10
  • 7/10
    Klan - 7/10
  • 8/10
    Preis/ Leistung - 8/10
6.8/10

Kurfassung

+ Verarbeitung
+ sehr guter Klang (wenn es passt)
+ guter Sitz (wenn es passt)
+ getrennt nutzbar
+ einfache Bedienung per Touch
+ gute Akkulaufzeit
+ kompaktes Case

– kein Noise Canceling wie versprochen
– Aufsätze passen nicht für alle Ohren
– keine weiteren Aufsätze im Lieferumfang

4 Kommentare zu „QCY T3 Test – was mir gut gefällt und was nicht“

  1. Danke für Analyse.
    Bitte noch die Fehler korrigieren:
    „Leider passen die Ohrstöpsel mit meine_ favorisierten Aufsätzen nicht mehr wirklich in das Case, aber die Montage geht schnell vonstatten, also nehme ich sie vorher ab.“
    „eine Geräuschminderung, die verhindern soll, dass Außengeräusche reduziert werden.“ -> Ernsthaft?

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