Mit dem QCY T7 teste ich ein weiteres günstiges TWS In-Ear Headset, welches sich aber durch ein paar Funktionen auszeichnet, die man nur in teureren Modellen findet. Was ich daran gut finde und was nicht, kann im QCY T7 Test nachgelesen werden.

Im Laufe der Zeit hat sich bei mir ein ganzes Arsenal an diesen neumodischen Ohrstöpsel angesammelt. Darunter die QCY T4 (Testbericht), die QCY T5 (Testbericht) oder mein aktueller Preis/ Leistungssieger in der Preisklasse bis 50 Euro, die Honor Choice (Testbericht), die baugleichen Tronsmart Onyx Ace (Testbericht) und nicht zuletzt die AirPods 2 (Testbericht), die ihre optische Verwandschaft nicht verleugnen können bzw. wohl auch nicht wollen. Nicht umsonst suchen viele nach einer günstige, aber trotzdem brauchbaren AirPods Alternative.

Technische Daten QCY T7:

  • Android 5.1 und iOS 11 oder neuer
  • 13 mm Treiber
  • Bluetooth 5.0
  • Bluetooth Profile HFP / HSP / A2DP / AVRCP (was ist das?
  • Bluetooth Codec AAC, SBC (was ist das?
  • Freisprechfunktion
  • Trageerkennung
  • Sprachassistent
  • spritzwassergeschützt nach IPX4 (was bedeutet das?)
  • USB Typ-C
  • 50 x 48,5 x 14,3 mm (Case)
  • 5 g (pro Earpiece)
  • 47 g (gesamt mit Case)
  • 35 mAh (Earpiece)
  • 380 mAh (Case)

Produktseite: qcy.com/t7

Ausführliche Bedienungsanleitung: qcy.com/t7-manual.pdf

Erhältlich ist das QCY T7 derzeit nur bei Gearbest* und ähnlichen Anbietern aus China zum Preis von rund 19 Euro. Bei Amazon* ist es derzeit noch nicht gelistet, wird aber in den nächsten Tagen auch dort erhältlich sein.

Wie immer teste ich für jeden ganz einfach nachvollziehbar. Für den Test lade ich die Dinger komplett auf, in diesem Fall das Case und die Stöpsel, höre Musik bis der Akku leer ist und lade sie im Case wieder auf. So lange, bis auch der Akku im Case leer ist.

Als Musik habe ich bei Google Play Music eine Test-Playlist, in der aktuell 36 Titel zu finden sind. Von Klassik über Pop, Elektro, Hardrock, Filmmusik, Jazz, Funk, Soul usw. Von allem etwas. Dazu höre ich Podcasts und Hörbücher. Ein Equalizer kommt bei mir nicht zum Einsatz.

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität mit Android und iOS, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei.

Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. 

Natürlich sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab.

Was ich gut finde:

Die Liste der Ausstattung liest sich beim QCY T7 richtig gut. Vor allem, wenn man den Preis im Hinterkopf behält. Spritzwasserschutz ist Standard. Genauso die unterstützten Bluetooth Profile und Codecs. Aber welches Headset in dieser Preisklasse kann mit einer App aufwarten, oder einer Trageerkennung? Kenne ich bislang keines und daher möchte ich das als guten Punkt eintragen.

Apropos App. Diese nennt sich schlicht QCY (Android / iOS) und bietet einiges an Funktionen. Unter anderem einen Equalizer mit 6 Voreinstellungen. Man kann das Headset auch suchen lassen, woraufhin sie sich durch eine Art klingeln auf sich aufmerksam machen. Auf Wunsch lässt sich auf einer Karte der letzte Standort anzeigen.

Man kann in der App auch die Bedienung ein Stück weit anpassen wie z.B. anstatt des Sprachassistenten zu starten die Lautstärke zu regeln oder ähnliches. Dort kann man auch die Trageerkennung auf Wunsch aktivieren bzw. abschalten.

Das alles ist bislang einmalig in dieser Preisklasse.

Was ich ok finde:

Im Karton ist nicht wirklich viel. Neben dem Case inkl. den beiden Earbuds noch ein kurzes USB Typ-C Ladekabel und eine Kurzanleitung in englischer Sprache.

Das Design, aber auch die Abmessungen der beiden Ohrstöpsel orientieren sich sehr stark an den AirPods 2 (Testbericht), sind aber deutlich leichte, was im Alltag für einen guten Tragkomfort sorgt.

Dadurch, dass man das QCY T7 nicht ins das Ohr steckt, sondern in die Ohrmuschel „einlegt“ hat man selbst nach vielen Stunden kein unangenehmes Druckgefühl. Allerdings erkauft man sich diesen Tragekomfort bei einigen sportlichen Aktivitäten, dass sie nicht so gut im Ohr halten.

 

So ist es bei mir passiert, dass sich einer der beiden Ohrstöpsel bei Burpees oder Seilspringen verabschiedet haben. Bei Aktivitäten, die nicht so sehr mit springen verbunden sind, halten sie hingegen gut an Ort und Stelle.

 

Die Verarbeitung ist auch in Ordnung, obwohl es natürlich Plastik rundum gibt.

Wasserdicht ist das QCY T7 nicht, aber wie alle anderen auch nach IPX4 spritzwassergeschützt. Der Regenschauer oder starkes Schwitzen machen dem Headset nichts aus, aber duschen sollte man damit nicht.

Die Bedienung ist sehr einfach gehalten, was aber auch daran liegt, dass es da nicht so viel zu bedienen gibt. Die Touchoberfläche ist sehr gut und einfach zu ertasten, reagiert gut auf Berührung und verzeiht ein Stück weit auch mal nasse Finger.

Vom Werk aus wird Play/ Pause auf beiden Seiten durch doppeltes Drücken gesteuert. Dreimal drücken startet den Sprachassistenten. Gedrückt halten springt einen Titel nach vorne. Zurück springen oder die Lautstärke zu verstellen kann, wie bereits weiter oben beschrieben, in der App angepasst werden.

Das Headset lässt sich übrigens auch manuell ausschalten, in dem man es für mehr als 5 Sekunden gedrückt hält und wieder einschalten, wenn man zwei Sekunden drückt.

Für einen Reset auf die Werkseinstellungen steckt man beide Ohrstöpsel in das Case und hält die Taste am Case für 10 Sekunden gedrückt, bis die LED 3x rot und blau blinkt.

Die Qualität und Stabilität Verbindung ist ok. Kommt halt immer auf die baulichen Gegebenheiten an. Hier fällt das QCY T7 weder positiv noch negativ auf. Gleiches gilt für die Latenz. Diese ist beim genauen Hinsehen durchaus bemerkbar, aber absolut im üblichen Rahmen. Natürlich habe z.B. die AirPods 2 (Testbericht) keinerlei Latenz, dafür kosten die aber auch das 7-fache.

Dünn. So würde ich die Klangcharakteristik mit einem Wort benennen. Bauartbedingt ist der Bass sehr schwach, weil der Ohrstöpsel eben nicht im Gehörgang sitzt, sondern mit etwas Abstand in der Ohrmuschel liegt. Das große Vorbild, die AirPods 2 (Testbericht) klingen um Klassen besser, weil wenigstens ein wenig Bass. Aber bei den QCY fehlt es eigentlich an allem.

Der fehlende Bass ist das Eine, aber auch die Mitten sind eher mau, genauso die Höhen. Der Equalizer ist da leider keine Hilfe, denn die Voreinstellungen sind zu extrem. Entweder nur Bass oder nur Höhen. Auch wenn es ein günstiges Headset ist, möchte man etwas Klang haben. Zum Sport reicht es, denn da hört man nicht auf eine Bühnebreite oder Tiefe des Raumes. Hier muss ein Headset einfach nur Spaß beim Hören machen. Dafür ist das QCY T7 ok, aber mehr eben auch nicht.

Neben dem Sport würde ich es für das Hören von Podcasts (z.B. unseren) empfehlen, aber man sollte keine großen Ansprüche an den Klang haben.

Was ich nicht gut finde:

Der Akku ist gelinde gesagt eine Katastrophe. Er soll 3,5 Stunden bei 50% Lautstärke durchhalten. Das ist in der Realität viel zu leise und so komme ich bei normalen Lautstärken auf gerade einmal 2 Stunden und 36 Minuten. Ist auch kein Wunder, denn mit 35 mAh ist der Akku in den Ohrstöpsel erheblich kleiner als von vielen anderen Konkurrenten.

Der Akku im Case hat 380 mAh, mit dem man beide Ohrstöpsel zweimal komplett aufladen kann und beim dritten mal reicht es dann noch mal für 42 Minuten. Das ist in Ordnung, da in einem modernen Akku immer bis zu 30% Restkapazität verbleiben müssen.

Am nervigsten ist aber, dass sich der Akku des CAse von alleine entleert. Nutzt man das Headset nicht, steckt man beide Ohrstöpsel in das Case und lässt diese dadurch wieder aufladen. Warum auch immer, entleert sich der Akku des Case wie von Geisterhand von selbst. Dabei sind beide Ohrstöpsel ausgeschaltet. So ganz erklären kann ich es mir nicht, denn ein Defekt ist es wohl nicht, da es nicht immer passiert.

Fazit:

Ist das QCY T7 empfehlenswert? Ehrlich gesagt nein. Auch wenn der günstige Preis reizvoll ist und man durch die App viele Möglichkeiten hat. Am Ende macht der miese Akku dem Headset den Garaus. Das von der Bauart gleiche, aber etwas teurere Tronsmart Onyx Ace (Testbericht) klingt erheblich besser und hält länger durch. Das ist sehr schade, denn von den Funktionen kann das QCY T7 absolut überzeugen. Aber da es leider sehr dünn klingt, und darauf kommt es bei einem Headset an, vergebe ich nicht das Gütesiegel.

Offenlegung: Mobi-test.de hat dieses Gerät auf eigene Kosten bei Gearbest gekauft. Es wurde nicht vom Hersteller bzw. Onlineshop als Leihgabe bzw. als Geschenk zur Verfügung gestellt. Diese Offenlegung dient der Transparenz.

QCY T7
  • Verarbeitung/ Ausstattung
  • Verbindung/ Bedienung
  • Klang
  • Preis/ Leistung
2.4

Kurzfassung

+ gute Verarbeitung

+ Trageerkennung

+ einfache Bedienung

+ App

+ günstiger Preis

– Probleme mit dem Akku

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