Oppo Reno 6 im Test – Mittelklasse Oberklasse, was den nun?

Nachdem ich das Oppo Reno 4 sowie das Oppo Reno find X3 zum Test da hatte, liegt nun das Oppo Reno 6 vor mir. Oppo selber bezeichnet das Design  des Gerätes als Retro Design. Was genau es damit auf sich hat und wie viel Retro in diesem Gerät wirklich steckt wird unser Test herausfinden.

Zunächst möchte ich mich bei Oppo bedanken, dass sie mir das Oppo Reno 6 zum Test zur Verfügung gestellt haben. Auch wenn wir das Gerät vom Hersteller leihweise erhalten haben ist unser Testergebnis in keiner Art und Weise davon beeinflusst. Und das werdet ihr zum Schluss auch merken.

Oppo hat sich als Hersteller von sehr guten, preiswerten Smartphones einen Namen gemacht. Ich meine tatsächlich preiswert und nicht billig. Das Oppo find x 3 Neo, den Testbericht findet ihr hier, ist ein Smartphone welche 650 € gekostet hat. Das ist sicherlich nicht billig. Aber es war seinen Preis, jeden Euro wert.

 Ob das auch für das Oppo Reno 6 gilt, wird dieser Test nun zeigen

 Zuallererst beginnen wir mit den technischen Daten und dort fällt das ein oder andere auf.

Bevor wir die einzelnen Punkte detailliert durchgehen möchte ich hier eine grobe Überblick geben was mir vor Beginn des Testberichts aufgefallen ist. Es sind nämlich einige interessante Punkte zu erläutern.

Die Größe. Es ist aus heutiger Sicht ein eher kleines Smartphone. Nicht falsch verstehen, es ist natürlich immer noch ein sehr großes Gerät aber mit den Ausmaßen von Höhe: 156,8mm Breite: 72,1mmTiefe: 7,99mm Sowie einem Gewicht von 182 Gramm ist es ein recht ein handliches Gerät. Zumindest für mich, wenn man so ein Klopper wie das Pixel 6 mit sich rumschleppt.

Ein weiterer auffälliger Punkt. Es wurde kein Qualcomm Snapdragon Prozessor verbaut. Der wendete prozessor ist ein MediaTek Dimensity 900. Dabei handelt es sich um einen sehr guten Mittelklasse Prozessor, der für alle aufkommenden arbeiten und Anwendungen mehr als genug Power und Dampf hat. Er sollte auch in den nächsten Jahren noch ausreichend Leistung bringen. Dieser Prozessor wird von einer ARM Mali-G68 MC4 unterstützt. Wie gesagt, genügend dampf in allen Lebenslagen. Spannend wird sein, wie sich der Prozessor mit dem Akku verträgt. Das Oppo Reno 4 (Testbericht hier) war  ein wahres Ausdauer Monster und auch heute noch die perfekte Wahl für alle Menschen die anderthalb bis zwei Tage auf den Akku Ihres Smartphones angewiesen sind.  Mal sehen ob das Oppo Reno 6 da mithalten kann.

Ein weiterer sehr interessanter Punkt ist das Kamera-Modul. Das  Oppo Reno 6 verfügt eine 64 megapixel Hauptkamera. Und die ist ein alter Bekannter. Es handelt sich dabei um das Sony IMX766  Objektiv welches auch in deutlich höherpreisigen Geräten eingesetzt wird. Wie z.b. dem Oppo find x 3 pro und dem oneplus 9RT. Aber auch im Honor Magic pro ist diese Linse zu finden. Das sind schon einmal sehr gute Voraussetzungen. Flankiert wird diese Hauptkamera von einem 8 Megapixel Weitwinkelobjektiv und einer 2 Megapixel Makro-Kamera. Ich bin was diese Makroobjektive betrifft immer sehr skeptisch. Ob nun 1 oder 2 Megapixel das macht den Braten nicht so fett. Ich denke dass die sehr gute Hauptkamera bessere Makroaufnahmen machen wird als das verwendete 2 Megapixel Objektiv aber das wird unser Kamera Test weiter unten im Text herausfinden. An der Frontseite befindet sich eine 32 Megapixel selfie Cam 

Drei Punkte sind erwähnenswert die ich nicht ganz so gut finde. Das Gerät besitzt keinerlei ip-zertifizierung. Das heißt es ist von Haus aus nicht geschützt gegen Wasser oder Staub. Das ist bei einem Gerät für knapp 500 € etwas mager. Auch dass es nur einen mono Lautsprecher besitzt tut dem Ganzen nicht gut. Auch kabelloses Laden ist nicht gegeben. Generell wären diese Punkte zu verschmerzen. Dann müsste das Gerät aber etwas günstiger sein. Der UVP liegt bei €499 und dafür ist es dann schon etwas schade.

Positiv zu erwähnen und das ist wirklich toll, der Vibrationsmotor der dem Gerät spendiert wurde. Apple nennt sowas Taptic-Engine. Und genau da befinden wir uns. Beinahe auf Apple Niveau. Was macht dieser Vibrationsmotor? naja, er vibriert. Aber nicht nur das. Er ist in der Lage euch, mittels Vibration oder einem Stoß diverse Haptische Feedbacks zu geben. Ein Beispiel, wenn man eine lange liste nach unten scrollt und am Ende angekommen ist, erzeugt dieser Motor einen Physischen Effekt. Ein Bump den ihr in der Hand spürt. Der ist aber nicht stumpf oder platt. Sondern fein. Es gibt sehr viele Einsatzmöglichkeiten in einem Smartphone für einen solchen Vibrationsmotor. Und macht richtig Spaß. Etwas was viele Hersteller leider vergessen. Hier, beim Oppo reno 6, ist es fantastisch umgesetzt.

Und, bei Oppo beinahe Standard, das Oppo Reno 6 für 65 Watt Schnellladung vorgesehen. Natürlich ist ein passendes Ladegerät mit in der Verpackung. Damit pumpt ihr das Gerät in 30 Minuten von 0 auf 100% auf. Sehr fein

Oppo Reno 6 Test – Technische Daten

Höhe: 156,8mm Breite: 72,1mm Tiefe: 7,99mm Gewicht: 182g

8GB RAM + 128GB interner Speicher
RAM Typ: LPDDR4X @ 2.133 MHz, 2 x 16 Bits
Externer Speicher: Nicht unterstützt
USB-Version: USB 2.0
USB OTG: Unterstützt (Reverse Charging unterstützt)

Größe: 16,25 cm (6,4 Zoll)
Screen-to-Body-Ratio: 91,7%
Auflösung: FHD+ (1.080 × 2.400)
Bildwiederholrate: Maximum: 90 Hz / Optionen: 90 Hz oder 60 Hz
Bildabtastrate: 180 Hz
Farbraum: Lebendig: 93,28% DCI-P3, 135,13% sRGB / Moderat: 73,72% DCI-P3, 100% Srgb
Pixeldichte: 410 ppi
Kontrastverhältnis: Statisch (max.): 1.000.000:1 (typisch)
Helligkeit: 430 Nits (typisch) mit einem Maximum von 600 Nits im Sonnenlicht (typisch) und einer lokalen Spitzenhelligkeit von 750 Nits.
Display: AMOLED (Rigid)

Hauptkamera
64MP Hauptkamera: f/1.7; FOV 81°; 6P Linse; Autofokus; closed-loop Fokusmotor
8MP Ultra-Weitwinkel: f/2.2; FOV 120°; 5P Linse; Fixfokus
2MP Macro Camera: f/2.4; FOV 89°; 3P Linse; Fixfokus
Frontkamera
32MP (f/2.4); FOV 85°; 5P Linse; Fixfokus
Bildgröße
Hauptkamera:
Maximale Größe: 6.936 x 9.248 (64MP)
Bildgrößen unterschiedlicher Seitenverhältnisse:
3.468 x 4.624 (4:3)
3.468 x 3.468 (1:1)
2.080 x 4.624 (Vollbild)
2.608 x 4.624 (16:9)

Frontkamera:
4.896 x 6.528 (4:3)
4.896 x 4.896 (1:1)
2.944 x 6.528 (Vollbild)
3.680 x 6.528 (16:9)

Unterstützt 4K (30 fps); 1.080p/720p (60 fps/30 fps)
Frontkamera
1.080p/720p (30 fps); Standard: 1.090p (30 fps)
Prozessor
CPU: MediaTek Dimensity 900
CPU-Geschwindigkeit: Maximale Taktrate: 2,4 GHz
CPU-Kerne: 8 Kerne (2 große Kerne, 6 kleine Kerne)
GPU: ARM Mali-G68 MC4
Akku
4.300 mAh/16,64 Wh (typisch)

Dual-SIM : Unterstützt
SIM-Typ : Nano-SIM
SIM-Karte 1 & SIM-Karte 2
2G: GSM 850/900/1800/1900 MHz
3G: UMTS (WCDMA) Bänder 1/2/4/5/6/8/19
4G: TD-LTE-Bänder 38/39/40/41
4G: LTE FDD-Bänder 1/2/3/4/5/5/7/8/12/17/18/19/20/26/28/66
5G: n1/n3/n5/n8/n20/n28/n7/n38/n40/n41/n66/n77/n78

WLAN: Wi-Fi 6 (802.11ax), Wi-Fi 5 (802.11ac), 802.11a/b/g/n/; Wi-Fi 2.4G/5.1G/5.8G; Wi-Fi Display und Wi-Fi tethering; 2×2 MIMO and MU-MIMO
Bluetooth Version: Bluetooth 5.2
Bluetooth Audio-Codec: SBC, AAC, aptX, LDAC und LHDC
USB-Port: USB Typ C
Kopfhöreranschluss: USB-C
NFC: Unterstützt Android Beam, UICC Multifunktionales NFC: Unterstützt HCE und NFC-SIM

Dann lasst uns doch direkt mal mit dem Unboxing beginnen und hier gibt es wie üblich bei Oppo das ein oder andere zu vermelden.

Zunächst einmal ist das Wahnsinn was alles mit in der Verpackung liegt. Punkt neben dem Smartphone selbstverständlich auch ein Ladekabel. Selbstverständlich, bei Oppo auch das erwähnte Netzteil. Selbstverständlich auch eine Schutzhülle und um das ganze perfekt zu machen sind sogar Kopfhörer mit in der Verpackung. Das in Zeiten in denen viele Hersteller nicht einmal mehr ein Netzteil mit nie Verpackung legen. (Gruß an Apple, Samsung, Google)

Dann wollen wir uns das Gerät mal ein wenig näher betrachten. Das Oppo Reno 6 wurde von Oppo mit dem Begriff „Retrodesign“ bezeichnet. Das kann man so sehen, wenn man das iPhone 4 oder das iPhone 5 als ein retrogerät betrachtet, denn an dieses Design lehnt sich das Oppo Reno 6 an. Ich finde das sehr gut. Die Designsprache der Smartphones ähnelt sich seit einigen Jahren immer mehr. Gerade in Android Sektor da ist es schön wenn ein Hersteller ausbricht. Ja, das Oppo Reno 6 sieht dem iPhone 12/13 sehr ähnlich. Dieselben geraden Linien, ähnliche Radien. Mit einigen kleinen aber wichtigen Unterschieden.

Zum Beispiel ist das Oppo Reno 6 noch flacher als ein iPhone. Es liegt sehr gut in der Hand. Spannend wird sein, wie man in ein so dünnes Gehäuse den entsprechend großen Akku untergebracht hat, um auf die Laufzeiten zu kommen, die ich von einem Oppo mittlerweile erwartet.

Ein für mich ganz wichtiger Punkt ist die Verarbeitung. Das Oppo Reno 6 ist makellos verarbeitet. Es besteht komplett aus Metall. Die Vorderseite nimmt zum Grossteil das Display ein. Dieses ist flach und nicht mit solchen Spielereien wie curved oder waterfall in das Gehäuse integriert. Ein flaches schönes Display, so wie es sein soll. Das Display ist ein 6,4 Zoll großes AMOLED und bietet eine FullHD+ Auflösung von 1.080 x 2400. Die Bildwiederholrate bei bis zu 90Hz.

Die Rückseite besteht ebenfalls aus Glas. Dieses Glas wurde besonders behandelt. Es ist leicht angeraut und fühlt sich fantastisch an. Darüber hinaus sieht es auch fantastisch aus. Das Oppo Reno 6 ist wahrscheinlich eines der schönste Smartphones, die ich in den letzten Jahren getestet habe. Die Verarbeitung ist mehr als Oberklasse. Spaltmaße sind keine auszumachen. Alles fließt ineinander. Selbst die Antennstreifen wurden sehr gut versteckt.

Aufgrund der frontkamera, die im Display links untergebracht wurde, fehlt die vom iPhone bekannte notch. So wirkt das Gerät aus einem Guss und nicht zusammengestütelt.

Die Rückseite wird übrigens mit oppo glow bezeichnet. Und wurde mit über 20 Patienten gesichert. Oppo schreibt von einem einzigartigen fingerabdruck sicheren finnisch. Dies kann ich zu 100% bestätigen. Das Gerät ist auch nach vielen Tagen der Nutzung auf der Rückseite, makellos.

Der Ein/Aus-Schalter befindet sich auf der rechten Seite und hat ein kleines grünes Inlay. Er ist darüber hinaus perfekt positioniert, während die laut/leise Wippe sich auf der linken Gehäuse Seite befindet. Die Druckknöpfe sind perfekt. Sie klicken satt und massiv. Beim ersten Einschalten erlebt man die erste Start-Animation des Oppos. Diese gefällt mir wirklich gut. Die sehr guten Schwarz-Werte des Displays spielen hier ihre Stärke aus.

Das Display ist sehr Blickwinkel stabil. Auch aus flachen Winkel kann man Inhalte sehr gut betrachten. Dies ist sinnvoll, wenn das Gerät auf dem Schreibtisch liegt, während man arbeitet. Aber das wisst ihr natürlich alles. Es sich hierbei um ein wirklich gutes, Mittelklasse Display, welches keinerlei große Schwächen bietet, aber auch nicht aus der Masse heraussticht. Die Automatische helligkeitsregelung arbeitet sehr gut. Einzig es könnte etwas heller sein. In der strahlenden, tiefstehenden Herbstsonne hier im Norden habe ich keine Probleme mit der Ablesbarkeit.

Nachdem wir das Gerät eingeschaltet haben und den einrichtvorgang durch laufen haben, werden wir das erste mal mit der Oppo eigenen Bedienoberfläche, ColorOS 11, konfrontiert. Diese ist so unglaublich vielfältig das es dazu einen eigenen, riesigen Artikel gib (Link zu ColorOS Tipps und Tricks). Denn alle Funktionen und Möglichkeiten hier unterzubringen würde diesen Oppo Reno 6 Test sprengen. Ein kurzes Fazit, ihr seit mit der Oppo bedienoberfläche in der Lage eure Gerät so weit zu personalisieren wie es euch eure Phantasie erlaubt.

Von Haus aus läuft das Oppo Reno 6 mit Android 11. Ein Update auf Android 12 ist aber bereits angekündigt. Was die tägliche Leistung betrifft. Das tägliche arbeiten mit dem Gerät, so gibt es nichts auszusetzen. Der Prozessor verrichtet sein Dienst ohne größere Probleme. Es kommt so gut wie aus der Puste oder den bekannten Stocken. Es läuft einfach glatt und flüssig. Egal welche Anwendungen startet, Spiele kann man zum Teil in hoher oder höchster Auflösung zocken. Auch hier gibt es keinerlei Probleme.

Ja, ihr findet Testberichte im Netz, gerade von sehr bekannten Seiten. Diese schreiben ein flüssiges Spielen ist kaum möglich. Das ist quatsch. Die Kollegen haben einfach Benchmarks laufen lassen und extrahieren daraus die Leistungsfähigkeit von Smartphones. Die Realität, auf dem Platz, sieht zumeist anders aus.

Es ist manchmal ein Einbruch der Bildrate möglich wenn man auf höchster Auflösung spielt, aber dies kommt so selten vor, dass es eigentlich nicht relevant ist. Ein flüssiges durchgehendes Spiel ist jederzeit möglich.

Also Display, Geschwindigkeit sowie Verarbeitung sind auf einem sehr guter Niveau. Läuft alles glatt hier im Oppo Reno 6 Test, oder? Material, Beschaffenheit und Verarbeitung alles auf Top-Niveau. Dann kommen wir dann mal zu einem, der für mich sehr wichtigen Punkte im Oppo Reno 6 Test. Der Kamera.

Und hier kann ich mich eigentlich kurz fassen. Es gibt keine deutliche Verbesserung zum Oppo Reno 4.

Es gibt aber auch nichts was schlechter geworden ist. Bei dem verwendeten Kamera Setup seid ihr immer auf der sicheren Seite. Diese Kamera hat wie üblich Probleme mit der Nacht. Wenn es stockdunkel ist könnt ihr die Bilder vergessen, aber das kann eigentlich kein Smartphone so richtig gut, außer dem Google Pixel. Sobald ihr etwas Licht einfangen könnt sind die Bilder in Ordnung.

Bei Tageslicht erhaltet ihr detailreiche und kontrastreiche Bilder. Manchmal neigen sieht etwas zum überzeichnen. Das heißt der HDR Modus greift zu stark ein und ein tiefblauer Himmel bekommt dann die Farbe türkis. Dies könnt ihr aber, indem ihr HDR abschaltet, sehr gut beheben.

Die Kamera Funktion ist wie bei OPPO üblich, Sehr stark! Ihr bekommt unglaublich viele Features. Zeitlupe, Zeitraffer, Nachtaufnahme. Es gibt eine KI die mit eingreift, die ihr ein und ausschalten könnt. Ihr habt die Portrait Funktionen. Ihr habt einen dezidiert. Nachtaufnahme-Modus. Ihr habt einen Makromodus und so weiter. Generell ist zu sagen die Fotos die von der Haupt Kamera kommen sind hervorragend. Anders sieht es da mit den anderen beiden Objektiven aus.

Die Weitwinkel Kamera und das ist durchaus üblich bei Smartphones dieser Preisklasse neigt zum leichten Verzerrern und überzeichnen. Dieses macht sich an den Bild-Rändern bemerkbar. Das heißt die Ränder wirken ein wenig ausgefragt die Farben etwas verwaschen. Die zwei Megapixel Makro Kamera hatte ich oben bereits angesprochen. Das ist ein Punkt der mich wirklich ärgert und zwar bei allem Herstellern. Die bei sehr vielen Herstellern verbauten Linsen kann man vergessen. Es ist ein Marketing Gag, um eine dritte kameralinse unterzubringen und diese Dritte kameralinse zu bewerben. Genauso gut könnte man auf der Rückseite mit einem Edding ein schwarzen Kreis zeichnen und sagen, hier ist meine dritte Kamera. Diese bietet genauso viel wie eine zwei Megapixel makrolinse. Jede Makroaufnahme, die ihr mit der Hauptkamera schießt ist um ein Vielfaches besser als die Aufnahme mit der dezidierten Makrolinse.

Zurück zur Haupt-Kamera, die Fotos sind wie gesagt hervorragend und auch die Videoqualität weiß zu überzeugen. Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen werden noch gute Videos aufgenommen. Seliges gilt auch für Fotos. Allerdings sollte man es nie mit den Bildern eines Pixel vergleichen, aber das was die Kamera selbst bei Dunklheit an Informationen aus einem Bild herausholt kann mit jeder anderen Kamera im ähnlichen Preisgefüge verglichen werden.

Aber die Kamera Leistung des Oppo Reno 4 ist nicht schlechter. Auch diese war schon sehr gut. Hier findet ihr noch ein paar Beispielbilder, die meisten davon im Automatik Modus oder im Weitwinkel Modus geschossen. Also, im Oppo Reno 6 Test weiß auch die Kamera zu gefallen. Luft zur Verbesserung, gerade beim Weitwinkel als auch bei der Makro linse gibt es. Nur das machen die Mitbewerber auch nicht viel besser.

Dann kommen wir mal direkt zum nächsten wichtigen Punkt, der für mich immer wichtiger wird. Und das ist der Akku Das Oppo Reno 4 (Link zum test) war ein wahres Akku Monster. Ich bin mit diesem Gerät zwei Tage und länger über die Runden gekommen. Die screen on time lag bei 10 Stunden und mehr, was der absolute Wahnsinn ist.

Nun haben wir das Oppo Reno 6 hier liegen, ein Gerät welches ein dünneres Gehäuse besitzt und mit 4300 mAh einen kleineren Akku. Das macht sich in den Laufzeiten auch bemerkbar. Ich weiß, dass andere Webseiten darüber schreiben, dass der Akku ein Problem hat. Ich habe Testberichte gelesen in denen „Tester“ bemerkten, dass die Laufzeit nicht ausreichend ist. Auch hier gilt, wie für den Prozessor, das stimmt nicht. Die haben den Akku nicht getestet. Sie haben nichts anderes gemacht, als einen Benchmark laufen zu lassen und haben anhand dieses Benchmarks geraten, wie gut der Akku des Oppo Reno 6 ist. Denn ein Benchmark sagt gar nichts aus. Ich bin nicht ganz auf Oppo Reno 4 oder iPhone 13 Niveau.

Aber, screen on Zeiten von 7 Stunden und mehr sind mit dem Gerät durchaus möglich. Der Oppo Reno 6 Test zeigt, das Gerät ist kein Akku Monster. Dennoch wird jeder Nutze locker über den Tag kommen. Wenn der Akku dann doch mal ausfällt, liegt zum Glück ein 65 Watt. Lade-Netzteil mit in der Verpackung, so dass ihr das Gerät innerhalb von 30 Minuten von 0 auf 100% aufladen könnt. Für einen Mittelklasse Smartphone ist das hervorragend, aber das können die anderen mittlerweile genauso gut. Der Akku fällt nicht auf. Weder positiv noch negativ. Ein völlig normales Verhalten eines völlig normalen Smartphones. Naja, ganz so normal ist das Smartphone ja nicht, wenn wir bedenken wie dünn es ist.

Dann kommen wir zu einigen weiteren Punkten, die ich hier in unserem Oppo Reno 6 Test nur kurz abhaken möchte. Zunächst einmal der Klang. Der Sound, Lautsprecher, des Gerätes ist gut, aber wir haben es mit einer Mono Lautsprecher zu tun. Die Lautprecheröffnung ist am unteren Rahmen, rechts. Das heißt, wenn man das Gerät quer hält verdeckt man den Lautsprecher nicht mit der Hand, so ist auch beim streamen und Youtube schauen ein guter Klang gegeben. Der Klang selber gefällt mir gut. Recht Voll kommt er daher, ziemlich satt und ausgewogen leider nur Mono.

Bei den Verbindungen wird so ziemlich alles geliefert was es gibt. Wir haben natürlich 5g. Wir haben WiFi 6 Bluetooth 5.2 sowie folgende Audio-Codecs: SPC, AAC, aptX, LDAC und LHDC. Wie ihr seht alles was Rang und Namen hat. Warum das wichtig ist hat der Peter in diesem Artikel erklärt. Lest ihn euch mal durch, der ist wirklich spannend und aufklärend Natürlich ist NFC zum drahtlosen bezahlen verbaut.

Beim Wifi haben wir, aber das ist völlig normal und das können auch 1200€ Smartphones nicht besser, mit einigen Einschränkungen zu leben. Diese sind Bauart-bedingt. Ein Gerät aus Metall mit Glas front und Rückseite lässt einfach nicht so viel Signal durch wie ein Gerät aus Kunststoff. Das WLAN wird zuverlässig und stabil gehalten, wenn ihr euch in der Nähe eures Routers befindet. Im Haus, in der Wohnung, kein Problem, aber sobald ihr euch vom Router entfernt, in den Garten trete lässt der Empfang merklich schnell nach. Aber das ist bei allen Geräten so. Das war auch beim Samsung Galaxy Flip der Fall. Das ist bei meinem Google Pixel der Fall und das ist auch beim iPhone der Fall. Die Telefon Funktion, ja mit dem Gerät kann man auch telefonieren, ist sehr gut. Ich werde klar und deutlich verstanden. Nebengeräusche werden gut herausgefiltert und auch ich verstehe meinen gegenüber hervorragend.

Dank Bluetooth 5.2 haben wir eine schöne, kontinuierliche Verbindung zu allen Bluetooth Geräten. Sei es nun meine diversen Kopfhörer, meine Uhren, immer und überall wird die Bluetooth Verbindung sehr weit und anhaltend gehalten. Die Ortungsdienste unterstützen eine Vielzahl von Satelliten-Systemen. Natürlich GPS, GLONASS, Galileo und das Quasi-Zenith-Satellitensystem (QZSS). Als Entsperrmethoden des Gerätes sind ein Displayfingerabdrucksensor sowie die Gesichts Erkennung verbaut. Diese Android Gesichtserkennung funktioniert nicht wie face Unlock von Apple. Das ist tatsächlich etwas, wo Apple weltweit führend ist. Für die Gesichts-Erkennung bei Android benötigt ihr genügend Tageslicht und sie ist nicht Bomben-Sicher. Der In-Display Fingerabdrucksensor reagiert gut und schnell. Deutlich schneller als der Fingerabdrucksensor in meinem Pixel 6. Aber nicht so schnell wie die Sensoren die in einigen High-End Geräten verbaut sind.

Wie zu beginn bereits erwähnt vermisse ich die Drahtlose Lademöglichkeit. Auch ist der Speicher des Gerät nicht durch eine Speicher-Karte zu erweitern. Auch das Staub und Wasserschutz nicht vorhanden sind ist schade.

Damit komme ich auch direkt zum Fazit. Wie üblich bei mobi-test, würde ich dieses Gerät meinem besten Freund empfehlen. Das ist immer der ausschlaggebende Punkt um unser Gütesiegel zu vergeben.

Die Vorteile dieses Gerätes liegen mehr als deutlich vor uns. Ein wunderschönes Design, eine fantastische Verarbeitung, eine grandios tolle Rückseite mit diesem Oppo glow glass Effekt. Eine Verarbeitung auf Weltklasse Niveau. Ein gutes Display, eine gute Kamera, eine gute Akku auf Laufzeit. Eine grandios gute Software. Das Gerät ist wirklich ein tolles Smartphone.

Aber es ist für meiner Ansicht zu teuer. Ich muss jetzt den Preis anlegen für den es, stand heute im November 2021 zu kaufen ist. Das sind €499 und das ist für die Mittelklasse-Leitung die dieses Gerät am ende des Tages liefert, einfach zu viel Geld. Wenn ihr dieses Gerät für €419 oder günstiger irgendwo bekommt, greift zu. Dafür ist es ein hervorragend gutes Smartphone, mit denen ihr auch in den nächsten Jahren noch viel Spass haben werdet.

Und wir sehen gerade den Update Fahrplan von Oppo für Android 11 auf 12. Da sind sehr viele Geräte dabei. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Gerät auch noch Android 13 spendiert bekommt, aber laut heutigen Stand für 499 €, würde ich es nicht empfehlen.. Da gibt es günstiger Alternativen, die nicht deutlich schlechter sind. Wenn ihr allerdings und das ist ein derzeitiges alleinstellungsmerkmal, auf dieses Design steht auf diese Verarbeitung steht. Wenn ihr dieses Design haben wollt, dann bleibt euch keine andere Wahl als zu dem Oppo Reno 6 zu greifen. Denn die Alternative wäre ein iphone und das kann nun wirklich niemand wollen. Dann lieber das hier. Wieder einmal, ein tolles Gerät Oppo

Oppo Reno 6 Test - Weltklasse Mittelklasse Smartphone
  • Leiferumfang
  • Verabeitung
  • Kamera
  • Akku
  • Preis Leistung
4.1

5 Kommentare zu „Oppo Reno 6 im Test – Mittelklasse Oberklasse, was den nun?“

  1. Vielen Dank für die schönen Bilder. Also visueller Mensch sind sie mir manchmal wichtiger als der Text. Ich wollte mir das erwähnte Apple Design aus dem Podcast anschauen. Man kann die Bilder nur einzeln aufrufen. Was als Feature schön wäre, wäre hier durch alle Bilder in einem Mal durchgehen zu können, swipen. Vielleicht wäre das eine Änderung der Website, die insgesamt gut angekommt.
    Viele Grüße

  2. Ergänzende Frage zum Artikel: wie sind eure Erfahrungen mit Updates bei Oppo? Sowohl die Versionsupdates als auch Sicherheitsupdates? Samsung verspricht 3 Jahre mittlerweile, plus ein Jahr Sicherheitspatches. Auch für euch ein besonderes Kaufkritererium?

    1. Komplizierte Frage, diese seriös zu beantworten. generell schreibt Oppo folgendes Statement auf ihrer Webseite.

      Das allgemeine Ziel für Software-Updates ist es, mindestens zwei neue Android-Versionen für jedes Gerät anzubieten. Wenn z.B. ein Gerät mit Android 10 auf den Markt kommt, werden wir die Aktualisierung auf Android 12 anstreben. Für die Find X Pro Geräte streben wir drei Android Updates an *. Für die Find X Serie (inkl. Lite und Neo) werden wir einmal pro Monat den Sicherheitspatch aktualisieren; für andere Modelle, einschließlich der Reno und A-Serie, wird das Update innerhalb von 3 Monaten erscheinen.

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